Welches Holz für Lautsprechergehäuse?

Sonnenmilch

ww-pappel
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Hallo,
ich habe mir wieder etwas in den Kopf gesetzt und möchte erst mal abklopfen ob das mit
meinen Möglichkeiten umsetzbar ist.
Es geht um den Bau eines Lautsprechers.
Eine Bauanleitung habe ich hier gefunden:
https://www.fostex.jp/cms/wp-content/uploads/FE126NV2_OM.pdf
Dazu hätte ich zwei Fragen.
1.) Welches Holz sollte ich für das Gehäuse verwenden?
Erste Recherchen meinerseits scheint wohl MDF das Material der Wahl zu sein.
Würdet ihr das unterschreiben?
2.) Sollte MDF in Frage kommen und ich möchte es farbig lackieren, welche Mittel werden
dazu benötigt? Also Grundierung usw.
Gruß und Dank im voraus
Helmut
 

flüsterholz

ww-robinie
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Zu 1) ist auch mein Wissensstand, auch wenn der etwas veraltet ist. Die letzten Boxen sind schon etwas her. Damals war aber MDF immer das angesagte Material in der Selbstbauerszene.
Zu 2) keine Ahnung. Ich hab sie furniert mit abgerundeten Massivholzleisten für die Ecken.
 

happyc

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Massivholz neigt zu Quellen & Schwinden (Maßänderungen) durch Feuchtigkeitsaufnahme / -abgabe, daher ist das wohl konstruktiv nicht ganz optimal, und es neigt wohl zu Eigenschwingungen, daher wäre es akustisch nicht perfekt. MDF ist schwer / hat eine hohe Dichte (wenig Schwingungen) und formstabil.
Für den Lackaufbau ist eine Grundierung / Füller erforderlich, je nach Ausführung müssen die stark saugenden Stirnseiten besonders behandelt werden. Lack / Klarlack mit Zwischenschliffen etc. je nach Herstellervorgaben.
 

SebastianThiel

ww-robinie
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Überleg dir gut, ob du MDF nehmen magst.
Das Finish ist sehr aufwendig und ganz oft, kommen die Kanten der Platten durch. Egal wie gut man lackiert.

Gutes Sperrholz / Multiplex hat was, da es eben Echtholz ist. Die Oberfläche muss man dann nur mit Holzöl behandeln.
 

flüsterholz

ww-robinie
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Überleg dir gut, ob du MDF nehmen magst.
Das Finish ist sehr aufwendig und ganz oft, kommen die Kanten der Platten durch. Egal wie gut man lackiert.

Gutes Sperrholz / Multiplex hat was, da es eben Echtholz ist. Die Oberfläche muss man dann nur mit Holzöl behandeln.
Wie ist es denn bei MPX oder Sperrholz mit der Eigenresonanz? Das war immer der Grund, warum MDF empfohlen wurde, da sie wohl nicht im hörbaren Bereich lag, bzw gar nicht mitschwingt. Wobei im Bühnenbereich wohl auch viel aus MPX gebaut wird. Scheint also auch ziemlich unkritisch zu sein. Als einzige Alternative im Massivholzbereich galt Fichte noch als einigermaßen unkritisch. Habe mich aber auch schon lange nicht mehr mit beschäftigt. Evtl gibt es da auch neuere Erkenntnisse.
 

happyc

ww-robinie
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Im Bühnenbereich geht es mMn primär um Robustheit und Lautstärke, nicht zwingend darum, die letzten audiophilen Merkmale rauszukitzeln. Daher ist da das robustere MPX schon geeignet. Im Heim-HiFi-Bereich mag das anders sein..
man kann über eingeleimte Verstärkungsleisten schon einiges an Schwingungen unterdrücken - ist eben auch immer die Frage, wie anspruchsvoll der Hörer ist..
 

teluke

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Ich habe, vor vielen Jahren eine Horn-Bassbox gebaut für eine mobile Übertragungsanlage in Hallen.
Darin war ein 15" er Basschassis.
Gebaut habe ich das aus Multiplex.
Den Mittel/Hochtonbereich habe ich mit zugekauften Metall-Hörnern abgedeckt.
 

MukerBude

ww-ulme
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Moin Sonnenmilch,

verstehe ich es richtig?
Du möchtest die gesamte abgebildete Box in den Maßen 910 x 190 mm bauen?

Generell kann man sagen:
Die Wände sollen so wenig Eigenresonanz wie möglich entwickeln.
Dazu ist Beton ein hervorragendes Material!
Bei Holz würde ich Multiplex empfehlen, allerdings scheint mir 15 mm Wandstärke zu gering.

Udo Wohlgemut, beschäftigt sich ausgiebig mit dem Thema Selbstbauboxen...
https://www.acoustic-design-magazin.de/
dort kannst du fragen stellen, die dortige Community weiß so ziemlich alles was es braucht!

Schau doch mal bei Daniel Gatting vorbei...
https://www.lautsprechershop.de/hifi/kkits_hoehe_invers.htm
wenn du, den dir entsprechenden Bausatz gefunden hast, kannst du diesen analysieren, so erhältst du alle Zutaten für deine Box. Möglicherweise zeigt sich, das ein vorgefertigter Bausatz preisgünstiger ist, als die einzelnen Komponenten.

es grüßt
 

dsdommi

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Ich würde mir beim geplanten Aufbau keine Gedanken über Resonanzen machen. Bei 15mm Wandstärke....
Im Bassbereich wird ja wohl mit innen liegenden Brettern auch nochmal versteift.
Nimm MPX. MDF ist wirklich nicht leicht zu verarbeiten, und schon gar nicht leicht zu lackieren.
Wenn dir die Kanten von mpx nicht gefallen kannst du die Bretter auf Gehrung schneiden und vorne ein Akustik Stoff drauf machen
 

dsdommi

ww-robinie
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Noch ein kleiner Hinweis. Bei MPX würde ich auch nicht lackieren , sondern mit Dekorwachs und Hartwachs oder TopOil von Osmo das ganze farblich gestalten
 

Dukewood

ww-kastanie
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Also ich habe vor Jahren auch einige Boxen gebaut und würde Mpx empfehlen.
Wenn man man die Innenwände mit ein paar übrig gebliebenen Fliesen beklebt wird wird das ganze akustisch so richtig schön tot. Den Volumenverlust beachten und evtl ausgleichen durch vergrößern der Dimensionen.

Gruß Andreas
 

julioiglesias

ww-esche
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Hi,
im Boxenbau gibt es verschiedene Philosophien. Die einen nehmen MDF wegen seiner Dichte und angeblich akustisch toten Verhaltens, die anderen versuchen MDF gerade wegen seiner Akustik zu vermeiden und bevorzugen weicheres oder gar Echtholz. Wegen seiner mechanischen Vorteile und Robustheit wird Birken- oder Buchen-MPX bei PA-Anwendungen bevorzugt.
Ich habe mir Backloadedhörner für Fostexbreitbänder aus MDF gebaut und für Lowther aus Birkenmultiplex, nach hinten offene Gehäuse für Siemensbreitbänder aus Kiefernsperrholz/-MPX. Heute würde ich aus klanglichen Gründen wieder Nadelsperrholz nehmen und größere Flächen von hinten mit Leisten versteifen. Das was das Holz dem Klang (immer) zufügt klingt für mich bei MDF am unangenehmsten. Nachteil, je nach Oberflächenqualität und Finishwunsch geht dann nur furnieren, ölen oder beizen.
 
Zuletzt bearbeitet:

dsdommi

ww-robinie
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Bei der Holzauswahl kommt es sehr auf die Art des Lautsprechers an. Geschlossene Gehäuse sollten vom Holz immer Stabil sein, weil das Holz, wenn es verleimt ist nicht so schwingen kann dass ein Unterschied der Holzarten hörbar wird. Dafür kann es zu unkontrollierten Resonanzen kommen.
Bei einem Open Baffel Speaker verhält es sich anders. Hier kann das Holz dafür genutzt werden die klangliche Feinabstimmung zu optimieren. Bei mir zb hat sich Ahorn als perfekt erwiesen. MPX war eine Misere :emoji_slight_smile: .
Die Bass-Gehäuse sind ebenfalls offen, Ripole , hier ist aber MPX oder MDF Pflicht.
Da die Gehäuseseite geschraubt ist habe ich mich für MPX entschieden.
Die neuen Keilverbinder finde ich aber auch sehr interessant.
Mit der Shaper Origin geht das sehr präzise.
https://www.sautershop.de/keilverbi...vkU0mAJYeXH6u9uF-EETTqIw5cW4OaAcaAvWMEALw_wcB
 

magmog

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Guuden,

ist hier nicht ganz auf den Punkt,
aber wenn man schon den Aufwand betreibt,
zwei unterschiedlich starke MDF oder HDF Platten mittels Zwischenrahmen verleimt,
den Zwischenraum mit Quarzsand gefüllt.
 

Glismann

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So kenne ich das auch.
Habe vor 30 Jahren Gehäuse für Boxen gebaut.
Allerdings für Diskos.

Wir haben Röhrenspan mit Quarzsandfüllung verwendet.
 

hlzbt

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irgendwo
Die Wände sollen so wenig Eigenresonanz wie möglich entwickeln.
Dazu ist Beton ein hervorragendes Material!
Hat ein Kumpel von mir gemacht. War ok. Und zur Vermeidung von Brechungen ohne Front, also nur "Lautsprecherröhren".

Ansonsten: Wer Musik genussvoll hören möchte, macht das, was ihm / ihr gefällt, da darf die Box auch mitschwingen; wer als Musiker:in "abhören" möchte, wird im Regelfall eine Box mit möglichst wenig Resonanz bevorzugen.
 

Friederich

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zwei unterschiedlich starke MDF oder HDF Platten mittels Zwischenrahmen verleimt
Zwei unterschiedliche Plattenmaterialien aufeinanderverleimt, ist wohl nicht unüblich,
aber von sandgefülltem Zwischenraum hab ich noch nie gehört; wäre mir zuviel Aufwand.
 

hlzbt

ww-robinie
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irgendwo
Ja, tatsächlich nur als Röhrenstack. Er schätzte das Problem der Beugung an der Gehäusefront als wichtiger ein, so dass er auf diese verzichtet hat.
 

julioiglesias

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Naja, solche Gehäuse haben einen relativ unstetigen Übergang der Richtwirkung von Wellenlängen direkt unter, zu solchen über dem jeweiligen Membran/ Rohrdurchmesser…. Aber das ist jetzt wirklich off topic!
 

ingoogni

ww-kiefer
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Zwei unterschiedliche Plattenmaterialien aufeinanderverleimt, ist wohl nicht unüblich,
"Constrained layer damping (CLD)" Steif kombiniert mit visco-elastisch, kombiniert mit masse. Die visko-elastische schicht sind diese Kleber die nicht aushaerten und flexibel beiben. (zum beispiel, einen leim aus der schiffsbau)

Eine alternative fuer MDF oder Multiplex sind Bambusplatten.

Eine alternative die kein holz ist: Speckstein
 

HolzandMore

ww-robinie
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8. Längengrad
Pressspan ist für den Boxenbau das beste Holz mit Abstand.
Es gab früher verschiedene Typen, ich meine V100 und V200, wobei der Typ V200 Hochverdichtet war.
Mein Bruder und ich haben früher Transmissionline Bass-Boxen gebaut.
Ist aber schon jahrzehnte her. Heute gibts ggf. andere Typbezeichner für Pressspan.
Gruß Andi
 
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