Weiterbildung

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Hallo liebe Kollegen,

ich bin jetzt seit ungefähr 2 Jahren ausgelernter Schreiner. Zurzeit arbeite ich noch in meinem Ausbildungsbetrieb, wo es mir auch sehr gut gefällt, allerdings würde ich gerne tiefer in das klassische Handwerk eintauchen. Denn im prinzip ist das was man heute in den Berufsschulen in bezug zu Handhobeln usw. lernt ein Witz. Eigentlich sollte ein schreiner mit Handwerkzeugen perfekte Ergebnisse erzielen, aber das wird nicht mehr gelehrt. Jedenfalls habe ich mir in dieser Beziehung viel selbst beigebracht und suche nun eine Weiter- oder Fortbildung die darauf seinen Schwerpunkt legt.
Leider war ich bisher nicht sehr erfolgreich, das einzige das ich bisher gefunden habe ist eine private Ausbildung bei The Way of Wood. ( www.thewayofwood.com ) Leider ist diese nicht ganz günstig.
Deshalb wende ich mich hier an dieses Forum, kennt einer von euch da draußen viellecht eine Weiterbildungsmöglichkeit die für mich intressant wäre oder kann was zu th way of wood sagen.
Das wäre echt spitze, ich freue mich auf eure Antworten.
P.s: Es dürfen auch gerne Weiterbildungen sein die keinen "offiziellen Status" haben, sprich kein höheres Gehahlt oder sonstiges versprechen

Danke schon mal!
 

heiko-rech

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Hallo,

die Frage ist erst einmal, was du mit einer solchen Weiterbildung erreichen willst. Der Nutzen im Beruf ist ja in der Regel eher gering. Bis auf einige Ausnahmebetriebe nimmt ja heute kein Tischler mehr einen Handhobel und Handwerkzeuge her und baut damit Möbel.

Wenn es rein privates Interesse ist, kannst du vieles anhand von Videos und Büchern lernen. Aber meist gibt es hierzu nur engliche Literatur. Bekannt ist z.B. David Charlesworth.

Gruß

Heiko
 

Friesenbengel

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Ich hab mir die Seite gerade angeschaut.
Ehrlich gesagt finde ich, dass der Mann zwar ein Künstler ist und die Möbel in gewisser Hinsicht auch ihre Abnehmer finden.

Aber

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er jemals damit "nützliche" Möbel bauen wird, da seine Stücke in meinen Augen Kunstobjekte sind, die im Landvolk - wegen eines wahrscheinlich horenden Preises- abnehmer finden wird.

Ich denke, dass es schwer wird, damit als Geselle sich geschweige seine Familie zu ernähren.
Dazu sei gesagt. Ich arbeite bzw lerne nicht im Tischlerhandwerk um Spaß an der Arbeit zu haben sondern auch um mein Brot und meine Butter damit zu bezahlen!

Es gibt immer Enthusiasten (richtig geschrieben?) und Idealisten und das ist auch gut so, denn sie halten das alte Handwerk in Ehren.
Ich zähle mich auch in gewisser Weise dazu, denn wenn ich was für mich bei mir Zuhause baue, greife ich auch zum Handhobel und richte vieles mit der Hand ab.
Nicht nur weil es mir Spaß macht, sondern weil es auch übt.

Den Zahn, mit Handwerk wie zu anno Krück Geld zu verdienen habe ich mir ebenso gezogen wie mein Gesellenstück etwas hyperaufwediges zu bauen.

Ich hab hier mal im Forum nach dem Weg des Restaurators im Handwerk gefragt.
Mittlerweile weiß ich, aus Eigenrecherche, dass ich mir das schminken kann.
Als späterer Geselle damit Geld zu verdienen oder zumindest die Lehrgangsgebühren durch eine bessere Bezahlung zu refanzieren wird nicht oder nur schwer funktionieren.
Wir leben -zum Teil leider- in eine "Wegwerfgesellschaft". Da wird eher etwas neues gekauft, als das etwas repariert wird.

Wie gesagt: Wir leben in einer Gesellschaft in der uns nichts geschenkt wird. Und jeder muss sehen, wo er bleibt. Und Arbeit dient in gewisser Hinsicht dazu, sein Leben gepackt zu bekommen!

In diesem Sinne
ein schönes Wochenende

Gruß aus NF
 

Sägenbremser

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Guten Abend Friesenbengel
mein Rechtschreibkorekturprogram hat aus deinem Synonym ja mal Friedensengel gebildet. Passt
nicht wirklich zu dir. Wenn du jetzt so Anfang 20 bist, erinnert das mich nur zu gut an meine Zeit
als junger Geselle, ich war auch nicht allzu kompromissfähig und wollte echt was reissen. Hatte das
Glück eine Horde von Kollegen an meiner Seite zu wissen die mich sanft wieder geerdet haben.

Was du so fachlich schreibst finde ich sehr gut, zeigt es doch wie sehr du es dir in deinem Beruf nicht
nur etwas erzählen lässt sondern Lösungen suchst. Der Ansatz in einem Handwerkszweig seine
Bestimmung zu finden sollte aber nicht nur eine pekuniäre Ausschöpfung sein, da bietet der Beruf
des Zahnarztes bestimmt die bessere Basis, es ist auch ein Finden der eigenen Möglichkeiten im
Umfeld einer rein evolutiv/pragmatischen Arbeitswelt.Nein in unserer Welt wird dir nichts geschenkt,
warum auch, aber du kannst zusätzlich den Kunden/Auftraggebern etwas bieten, das sie als Geschenk
empfinden könnten, dein Können. Dazu gehört natürlich auch Weiterbildung, Meisterprüfung, Kurse,
Technikerausbildung etc. Ersetzt aber kaum deine tägliche Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Handwerks, Verbessern der Fähigkeiten, Hören und Abwägen der Informationen.
Deine Antwort auf die gestellte Frage war schon richtig, da wurde eine Frage eher rückwärts ange-
gedacht, der Traum von einer Handwerkswelt die es so nicht mehr gibt, geben kann, das kannst
du heute nur mehr als alter Mann zelebrieren. Aber trotzdem haben es ganz viele geschafft ihre
Frau und Kinder mit Tischlerarbeit zu ernähren ohne nur Bauelementeverkäufer zu werden. Wünsche
dir viel Erfolg bei deiner bald anstehenden Gesellenprüfung und du solltest trotzdem das ausführen
was alle deine Kräfte fordert, ist einfach ein schönes Gefühl wenn es da steht,Harald
 

uli2003

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Ich sehe das wie Heiko - der 'gute alte Handhobel' hat eigentlich ausgedient.

Das soll jetzt nicht heißen, dass man ihn nicht mehr verwenden soll oder darf, aber das Berufsbild sowie dessen Materialien haben sich stark verändert.
Es gab auch schon Überlegungen den 'Klötzchenkurs' zurückzufahren, sowie die Handproben maschinenlastiger zu gestalten, einfach deshalb, weil dies wichtiger ist.

Die Ausbildung zum Tischler soll das beinhalten, was später für die Ausübung des Berufes notwendig ist, und keine überalterten Fertigungstechniken aufrecht erhalten.
Das soll jetzt nicht falsch verstanden werden, aber auch ich möchte Azubis haben, welche ich später produktiv einsetzen kann, und nicht die für viele einmalige Zinkung finanzieren.
So gut und interessant altehrwürdige Methoden auch sind, diese sicher auch einen Erhaltungswert besitzen und ganz bestimmt das Feingefühl für Werkzeuge vermitteln, so wenig werden sie aber auch in den Betrieben heute genutzt.

Ich persönlich habe die letzten 20 Jahre keine Zinkung mehr hergestellt, die letzte war zur Meisterprüfung.

Natürlich mag es noch einzelne Betriebe geben, welche Klientel für handgefertigte Möbel haben, aber das sind wirklich Einzelfälle.

Grüße
Uli
 

deschreiner

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Man sollte aber auch mal sehen für was der Beruf des Schreiners steht.

Das heute nicht mehr so gearbeitet wird wie früher ist ja richtig und bestreitet niemand, zumal früher nicht alles super war. Trotzdem sind die traditionellen Techniken gerade in der Ausbildung extrem wichtig.
Handhobel, Stemmeisen, Gestellsägen das ist das Herz des Schreinertums, dazu baut man eine gewisse Bindung auf. Wer identifiziert sich schon mit einer CNC?
Ich nicht!
Allerdings habe ich den Beruf Schreiner nicht nur erlernt um meine Rechnungen zu bezahlen sondern weil ich die Arbeit mit Holz liebe und dazu gehört auch die Uralte Tradition.
Wo kommen wir den da hin wenn die nachkommenden Schreiner das nicht mehr lernen?
Computergesteuerte Platttensägen auf denen Kunststoffbeschichtete Spanplatten vollautomatisch zugesägt werden, Kantenleimmaschinen die auf Knopfdruck gespeicherte programme laufen lassen und dann die CNC Fräse die den rest macht.
So sieht die Zukunft aus das ist mir klar, man kann es auch nicht verhindern. Aber seid doch mal ehrlich, braucht man dann für die produktion noch Schreiner mit 3 Jähriger Ausbildung? Höchstens für exklusive Möbel.
Daher soll jeder der ein Interesse daran hat sich im Traditionellen Handwerk weiterbilden, denn davon lebt das Handwerk, von Tradition und eben davon sie nicht aussterben zu lassen.
Ob nun Privat oder auf andere art denke ich das sichert auch deine Schreiner Zukunft denn die Kunden verlangen zu recht das ein Schreiner z.B: Zinken kann, sonst können wir irgendwann froh sein Schreiner zu haben die noch von Hand gerade Sägen können, schließlich macht die Kreissäge das von alleine.

Das ist meine Persönliche Meinung, der man nicht zustimmen muss, aber fragt euch doch mal für was der Beruf "Schreiner " steht und in zukunft stehen soll.
 

Stick69

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Hi,

sehe das ähnlich, sicherlich sind die althergebrachten Fertigungstechniken nicht mehr zeitgemäß. Aber auf der einen Seite stellen sie in der Ausbildung einen Rest Traditionspflege dar, sie fördern, wie schon richtig gesagt, die Identifikation mit dem Beruf und, was mir am wichtigsten erscheint, die Jungs lernen den Umgang mit ihrem späteren Handwerkszeug. Das ist zwar schwer messbar, aber ich denke, das man über den Wekstoff Holz wesentlich mehr lernt, wenn man es von Hand bearbeitet, als das bei einer maschinellen Bearbeitung jemals der Fall sein wird. Desweiteren werden die Koordination und die Feinmotrik geschult, was ja auch nicht ganz unerheblich ist.

Dem Fragesteller sei gesagt, das Du a.) zumindest das Rüstzeug hast, um deine Fähigkeiten selbst zu verbessern und b.) es reichlich Literatur zu diesem -thema gibt. Ansonsten wäre vielleicht der Restaurator was für dich.?

Techniker und Meister dürften an deinen Zielen wohl meilenweit vorbeischießen.

so long

Stick
 

Friesenbengel

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Ich gebe Dir vollkommen Recht

Ich bin Deiner Meinung und das Thema ist auch bestimmt schon mal hier irgendwo behandelt worden.

Auch wir benutzen ein CNC Bearbeitungszentrum. In meinem Ausbildungsbetrieb, werden in letzter Zeit auch sehr wenig Möbel produziert die wirklich massiv sind. Einzig im Baubereich- also Fenster und Türen- wird komplett massiv gearbeitet.

Dabei ist einer der Fensterbauer ein Idealist, der es sich nehmen lässt wirklich nur das beste Holz für seine Aufträge zu nehmen. Das kostet zwar Zeit, aber soweit ich weiß ist es mit einer der Gründe, warum es bei seinen Arbeiten nie Beschwerden gab.

Da aber Zeit eine wichtiger Kostenfaktor (geworden) ist und das Holz eine, in der Hinsicht, etwas untergeordnete Rolle spielt, ist es dem Kunden doch egal, wie viel Liebe in die Arbeit gesteckt wurde. Er bezahlt das Werkstück und vertraut auf die Qualität der Arbeit.

Ob bei der Produktion noch ein Hobel benutzt wurde, spielt für ihn (meist) keine Geige.

Ich bin zwar erst zwei Jahre in diesem Beruf, aber mich oder einen meiner Gesellen hat nie ein Kunde gefragt: "Wie haben sie das gebaut?"

Es ist ihm egal. Das finde ich eigentlich schade, denn ich würde gerne erzählen, wie ich etwas produziert habe.
Und sei es nur eine Leiste.
Ich liebe diesen Beruf, im Gegensatz zu meinem vorher erlernten.

Aber die Erwartung, in gewisser Hinsicht so arbeiten zu können wie es meine Grossvatergeneartion oder Vatergeneration getan hat, hat sich nicht erfüllt und wird sich nicht erfüllen lassen, wenn man auch Geld mit seiner Arbeit verdienen will.

Wir werden sehen, wie die Zukunft aussieht. Vielleicht gibt es ja eine kleine Rückbesinnung.
Aber man wird sich vom alten Handwerkergedanken trennen müssen. Ob es einem passt oder nicht.

Das sieht man schon alleine daran dass -ich meine- Hamburgs Tischlerlehrlinge anscheinend nicht mehr dazu verpflichtet sind, die alten Pflichbestandteile (Schubkastenzinkung etc.) mit ins Gesellenstück einzuplanen. Viel wichtiger ist das Aussehen und mechanische Raffinesse.
So zumindest hat es unser Klassenlehrer erzählt.
 

Donau

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Stimme euch zu

Hallo Friesenbengel sicher werden sich Tischler die noch rationell arbeiten wollen teilweise vom alten Handwerkergedanken trennen, aber ich denke es wird auch noch einige wenige geben die Möbel nach Handwerklicher Tradition fertigen können und werden.
Ich habe selber erlebt wie der Beruf meiner Familie nach 6 Generationen ausgestorben ist ( Stellmacher ).
Vielleicht setzt ja Irgendwann in der Bevölkerung auch wieder ein Umdenken ein. Im Moment müssen Möbel vor allem Hip und Design sein, und sofort verfügbar.
Keiner möchte mehr auf Möbel warten. Man geht in irgendeine Ramschbude schmeißt Tausend Kracher auf den Tresen und richtet sich neu ein.

Das alte wird dann weggeworfen. Wenn wir von der Wegwerfgesellschaft wieder zu einer kommen die sich darauf besinnt das ein gut gebauter Schrank auch eine Lebenserwartung von 100 Jahren und mehreren Umzügen haben kann dann sind wir wieder auf dem richtigen Weg.
Früher gab es zur Hochzeit Schränke, Truhen und Betten die dann das ganze Leben gehalten haben und ich stelle einfach mal die These auf, das das billiger kommt als sich 5mal im Leben was neues zu kaufen.
Mir gefallen Möbel aus Massivholz und ich werde einen Teufel tun und mir so ein Erdölplagiat in die Wohnung stellen.
Und du kannst ja mal mit einem alten VW Käfer in eine VW Werkstatt fahren und die bitten deine Weber Doppelvergaser neu einzustellen :emoji_slight_smile: Da schauen sie dich mit großen Augen an und halten die Kabel ihrer Computer fest.
Es liegt ganz einfach an den Generationen die jetzt nachwachsen ob wieder ein Umdenken stattfindet und dann denke ich kann auch ein Tischler wieder nur durch Möbelbau überleben.
Das ist jetzt länger geworden als ich wollte aber ich musste das mal loswerden.

Gruß aus der Heide
Rainer
 

uli2003

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Wie, was , wer - Umdenken?

Sollen wir dahion zurück, das die Möbel aus Vollholz mit 'uralten, traditionellen' Methoden gefertigt und an den Mann gebracht werden? Wie soll das denn gehen?

Die Qualität alter Möbel ist - nach heutigen Gesichtspunkten - derart schlecht, und die Preise wäre bei den heutigen Stundenlöhnen so hoch, dass niemand, wirklich niemand auch nur ansatzweise Interesse zeigen würde.

Es geht mir nicht darum, keine Möbel mehr aus Massivholz zu bauen. Das lässt sich qualitativ hochwertig ebenfalls maschinell erledigen, wird ja auch viel gemacht.

Qualität wird dadurch bestimmt, das eine Gegenstand möglichst lange, fehlerfrei und komfortabel die ihm zugedachte Funktion erfüllt. Da sind wir heute näher dran wie 'damals'.

Mir ist ein aufgeräumtes, in Schubkästen mit leisen Führungen und Fächer mit leichtgängigen Türen eingeordnetes Schlafzimmer lieber, als ein knarrendes Uraltmöbel, bei dem die Schubkästen schwer laufen und die Türen, hinter denen mich ein riesen Loch anstarrt, quietschen dass das ganze Haus wach wird...

Zur Erlernung von handwerklichem Feingefühl sehe ich das üben mit Hobel&Co. als sinnvoll an, aber der Zug für die Fertigung von Möbeln ist abgefahren.

Ob Zahnärzte und Chirurgen wohl auch lieber nach Methoden von 1900 arbeiten? Ich denke kaum, allein schon auf Wunsch der Patienten..

Grüße
Uli
 

uli2003

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Gar nichts, die Idee ist sicherlich ehrenhaft und interessant.
Es spricht nichts dagegen, alte handwerkliche Tradition zu erlernen und zu übernehmen.
In der 'gewöhnlichen' Tischlerausbildung wird sie aber zur Randerscheinung, mit Recht.

Grüße
Uli
 

Herbert 10

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Sicher , steh dazu :emoji_slight_smile:


Nun ich habe schon mal in enem Amiforum so einen Typen gesehen der alles händisch macht ,
Da kostet so ein Schreibtisch mal so 50 tsd Euro aufwärts .
Mich haben allein die Fotos schon ast umgehauen . Also echt spitzenzeugs was der machte .
Angeblich lebt auch sehr gut davon .

Aber zu den reichen Pinseln die dir das abkaufen muß man wohl erstmal einen Zugang bekomen .

Leider finde ich die Seite nicht mehr , sonst hätte ich sie verlinkt.
 

Herbert 10

ww-robinie
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Danke Heiko für den tollen Link , Also der hats echt drauf . Dem wären wohl sämtliche Maschinen zu unpräzise:emoji_grin:


Das was ich meinte war ein anderer aber dem sehr ähnlich .
Sowas sollten sie in den BS als Ansporn für die angehenden Gesellen zeigen .
Da sind 99 % aller Absolwenten handwerklich Welten davon entfernt .

Danke nochmal für das Video , werde es mir nochmal ansehen
 

elmgi

in Memoriam † 24.03.2025
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Heiko, auch ein Danke von mir für den Link.

Beim Betrachten kam ich fast ins Träumen - ein handwerkliches Niveau, von dem ich nur träumen kann - aber auch wunderbar einfach nur zum Anschauen.

Grüsse

Elmar
 

weissbuche

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Hallo,
ich möchte hier mal eine Lanze für die Berufsschulen brechen. Wir haben im 3. Lehrjahr ca. 17 Schüler und wenn die verschiedenen Meister eine Liste aufstellen sollten, was ihr Lehrling in der Schule lernen soll, hätten wir wahrscheinlich 17 verschiedene Listen mit den unterschiedlichsten Punkten. Der Lehrling aus der reinen Möbeltischlerei soll CAD lernen, der aus der Bautischlerei soll sich mit Dampfsperren auskennen und die Widerstandsklassen bei Fenstern kennen usw..
Und das soll an einem Berufsschultag mit 8 Stunden geleistet werden. Unsere Jungs und Mädchen haben in der Regel noch ca. 50 Berufsjahre vor sich und da wird jetzt das Fundament gelegt und dieses Fundement muss breit und solide sein und deshalb laßt die alten Techniken in der Ausbildung. Jeder Tischler muß mit dem Hobel umgehen können und ein Schließblech auf der Baustelle einlassen können.( auch ohne CNC). Viel wichtiger ist es, daß Interresse für die Ausbildung bei den Unternehmern zu wecken und zwar nicht erst ein halbes Jahr vor der Gesellenprüfung. Es geht nicht darum einen genau für den eingenen Betrieb passenden Mitarbeiter auszubilden ( die meisten Lehrlinge werden doch nicht übernommen), sondern , wie schon gesagt, ein guters Fundament für das Berufsleben zu schaffen.
Gruß aus der Heide, der Lüneburger
Eckard
 

uli2003

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Sowas sollten sie in den BS als Ansporn für die angehenden Gesellen zeigen .
Da sind 99 % aller Absolwenten handwerklich Welten davon entfernt .

Ja? Ich wüsste nicht einen Kunden, der sich ein darartiges Möbel fertigen lassen würde. Einschließlich mir. Und ich bin auch gerne Tischler, sowie ebenfalls in der Lage so ein Möbel von Hand zu fertigen.

Teil 2 des Zitats passt jedoch. :emoji_slight_smile:

Grüße
Uli
 

Donau

ww-esche
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@ Uli wir reden glaube ich aneinander vorbei, entschuldige ich wollte dir nicht auf die Füße treten. Es sollte nur ein Denkanstoss sein sinnvoller mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. So Teuer wird ein handwerkliches Bett von Dir ja nicht sein das es sich keiner leisten kann sonst würdest du ja nichts verkaufen.
Und wenn mehr Leute Möbel bei ihrem Tischler kaufen würden, der Holz aus Deutschland verarbeitet dann würde für die Wegwerfmöbel auch nicht mehr so ein Raubbau in der Natur betrieben.
Ich rede hier von Handwerksarbeit aber unter Einsatz von Maschinen.
Das der Fortschritt weitergeht ist unbestritten und auch gut so. Keiner möchte heute so seine Lehre machen wie mein Vater vor 80 Jahren.
Die Mentalität der Leute werden wir beide nicht ändern können.

Das den Lehrlingen heute in der Ausbildung immer nur Facetten dieses Berufes gezeigt werden können ist auch klar. Für mehr ist die Lehre zu kurz.
Danach muss sich halt jeder selber Gedanken machen welche Richtung er einschlägt und ob er sich spezialisiert.

Gruß aus der Heide
Rainer
@Friesenbengel hast du auch einen Namen ?
 

uli2003

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Nee, du trittst mir doch nicht auf die Füße :emoji_slight_smile:
Wir meinen grundsätzlich das Gleiche.

Nur wird - ebenfalls auch notwendigerweise in der Ausbildung - das Traditionelle dem Modernen weichen. Das ist in jedem Beruf so, so sehr einige auch daran festhalten mögen.
Man darf nicht vergessen, dass Werkzeuge zu den damaligen Möglichkeiten gebaut und verwendet wurden.
Hätte es einen Dickenhobel gegeben, wäre die Rauhbank eher im Keller gelandet :emoji_wink:

Grüße
Uli
 

Herbert 10

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Mir ist schon klar das man sowas in den BS nicht mehr im Detail unterrichten kann , da man da klarerweise auf rationelles Arbeiten ausgerichtet sein muß .
Das verlangt der Arbeitgeber und der Markt .

Was hat der Chef von einem Mitarbeiter der die schönsten Gradnuten hobelt , aber die vorhandenen CNC keineswegs bedienen kann .:emoji_grin:


Ich für mich finde es halt sehr schön wenn ein Tischler handwerklich sehr geschickt ist .
 

Herbert 10

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Verflixt , meinte natürlich Gratleiste hobeln .:emoji_slight_smile:
Die Gratnut hat man ja früher gesägt und gestemmt soweit ich weiß.

lg
 
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