Was für eine Hobelwelle ist das ?

Aquol

ww-pappel
Registriert
14. Oktober 2026
Beiträge
5
Ort
Rühen
Angerostet sicher, Rechtsdrehend auch.
Ansonsten fehlen mir die Details zur Befestigung...

Oh und, "Hallo @Aquol - herzlich Willkommen in diesem Forum!" :emoji_wink:
Danke Der Vorbesitzer hat die Rückschlagsicherung ausgebaut und ich hab sie nicht mehr gefunden bevor alles abgerissen wurde.
Tipps wie ich sie nachbaue ? Sie saß auf der Welle vor der Einzugswalze oder ? Oder doch davor ? Grüße
 

Kerstenk

ww-robinie
Registriert
27. Februar 2022
Beiträge
3.354
Ort
Greifenstein
Danke Der Vorbesitzer hat die Rückschlagsicherung ausgebaut und ich hab sie nicht mehr gefunden bevor alles abgerissen wurde.
Tipps wie ich sie nachbaue ? Sie saß auf der Welle vor der Einzugswalze oder ? Oder doch davor ? Grüße
Sitzt vor der Einzugswalze und sind Zahnscheiben die exzentrisch aufgebaut sind, die liegen auf dem Hobelgut auf, zieht man das rückwärts wieder raus, verkeilen die sich in diesem und hindern somit den Rückzug. Braucht eine kräftige Rundwelle und solche Zahnscheiben. Die Zahnscheiben kann man laserschneiden lassen, die Welle darf sich halt nicht durchbiegen nach oben und muss fest verankert sein. Könnte ja sein, dass da noch Haltelöcher sind, wie das mal angeschraubt war.
Eine etwas andere Bauart, https://wtp.hoechsmann.com/de/lexikon/20377/gliederdruckbalken_dickenhobel aber zeigt wie es aufgebaut ist
 

Aquol

ww-pappel
Registriert
14. Oktober 2026
Beiträge
5
Ort
Rühen
Sitzt vor der Einzugswalze und sind Zahnscheiben die exzentrisch aufgebaut sind, die liegen auf dem Hobelgut auf, zieht man das rückwärts wieder raus, verkeilen die sich in diesem und hindern somit den Rückzug. Braucht eine kräftige Rundwelle und solche Zahnscheiben. Die Zahnscheiben kann man laserschneiden lassen, die Welle darf sich halt nicht durchbiegen nach oben und muss fest verankert sein. Könnte ja sein, dass da noch Haltelöcher sind, wie das mal angeschraubt war.
Eine etwas andere Bauart, https://wtp.hoechsmann.com/de/lexikon/20377/gliederdruckbalken_dickenhobel aber zeigt wie es aufgebaut ist
Danke für deine konstruktive Antwort.
 

justplanesteve

ww-ulme
Registriert
3. August 2026
Beiträge
186
Ort
ELMIRA
Kennen Sie den Hersteller?
Dort finden Sie am besten Bedienungsanleitungen, die die ursprüngliche Konstruktion zeigen. Alternativ, falls Sie Hersteller und Modell nennen können, hat vielleicht jemand hier oder auf Vintage Machinery eine Anleitung. Es gibt auch eine französische Website mit einer großen Sammlung von Anleitungen.

Das Alter der Maschine lässt sich schwer bestimmen – sie hat beispielsweise eine Auslaufwalze aus Gummi, also wahrscheinlich noch aus meiner Lebenszeit. :emoji_slight_smile:

Über die Hauptlager kann ich nichts sagen – Schmiernippel an einer schnelllaufenden Welle deuten eher auf Kugellager hin. Wären es Gleitlager, würde die Schmierung mit dünnflüssigem Öl in dosierten Tropfbehältern erfolgen. Die übrigen Lager sind, wie bereits erwähnt, Gleitlager, was aber auch bei modernen Maschinen nicht ungewöhnlich ist.

smt
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.825
Ort
29549 Bad Bevensen
Auszugswalze haben wir schon vor 45 Jahren nachträglich gummierten lassen. Ich kenne kein Gleitlager an Holzbearbeitungsmaschinen (Hobelmaschinen, Fräsen, Bandsägen usw.) bei denen Tropföler verbaut sind. Diese Tropföler habe ich z. B. bei unserem Müllergatter von 1920 an der Aufhängung vom Gatterrahmen. Gleitlager mit Ölringschmierung hatten wir bei der Langloch während der Lehre. Ein loser Ring lag auf der Welle und förderte stetig einige Tropfen Öl nach oben wo es sich in die Lager verteilte. Hatte aber auch nur ca. 1500 U/min. Für schnell laufende Wellen gab es eigentlich nur die Stauferbuchsen. Tropföler auf den Lagern einer Hobel Welle hätten wahrscheinlich auch nur eine beschränkte Lebensdauer. Spätestens ab den 30er Jahren warben die Hersteller mit den Vorteilen der Kugellagern. Ein älterer Kollege der von 1937-40 gelernt hat, erzählte mir, daß während seiner Lehrzeit die Hobelmaschinen von Gleit- auf Kugellager umgerüstet wurde und wie begeistert alle waren. Die großen Lagerschalen und eben die Dtaufetbuchsen deuten eindeutig auf Gleitlager hin. Ich würde in diese Maschine keinen € mehr investieren.
 

justplanesteve

ww-ulme
Registriert
3. August 2026
Beiträge
186
Ort
ELMIRA
Wie breit ist es?

Vor Jahren musste ich eine Reihe von sechs geschwungenen Kirchenbänken anfertigen, die zu den bereits vorhandenen passen sollten, nachdem das Kirchengebäude erweitert worden war. Die Sitzfläche folgt einem kreisförmigen Grundriss und weist zudem eine ausgeprägte Kontur auf, um das Gesäß der Kirchenbesucher während des langen Gottesdienstes zu stützen.

Nachdem ich die drei Meter langen Rohlinge gebogen hatte, blieb als einzige Möglichkeit zur Formgebung die Bearbeitung auf einer Hobelmaschine. Also entfernte ich alle vier Hobelmesser, die Spanbrecher, den Druckbalken und sonstige Hindernisse. Anschließend schliff und wuchtete ich zwei Messer passend zur Sitzkontur aus und montierte sie sich gegenüberliegend am Messerkopf. In die beiden anderen Aufnahmen setzte ich Ausgleichsgewichte ein, um die Unwucht zu vermeiden und die Stabilität des Messerkopfs zu gewährleisten.

Ich fertige auch ein Produkt an, das 350 mm breit ist und über die Breite einen Radius von 850 mm aufweist. Dafür nutze ich eine Metallhobelmaschine mit einem Profilstahl. Es wäre jedoch besser und wesentlich schneller, sich eine alte Maschine der oben beschriebenen Art zuzulegen, sie mit den passenden Messern sowie einer ordentlichen Schutzvorrichtung und Absaugung auszustatten und sie in einer Ecke bereitzuhalten, um sie bei Bedarf einfach hervorzuholen.

Für eine solche Maschine gibt es viele interessante Einsatzmöglichkeiten. Andererseits komme ich aus den USA – da bin ich wohl eher etwas rustikal veranlagt.

:emoji_slight_smile:

smt
 

justplanesteve

ww-ulme
Registriert
3. August 2026
Beiträge
186
Ort
ELMIRA
Dies ist meine Ausführung ab Werk aus dem Jahr 1975. Es handelte sich um preiswerte Maschinen, die darauf ausgelegt waren, Profile jeweils an einer Seite zu bearbeiten. Für komplexe Profile muss man also die Bearbeitungsreihenfolge sowie die Stützen und Führungen genau planen.

Die Besitzer schliffen die Messer entweder selbst oder bestellten Sonderanfertigungen direkt beim Hersteller.
Im Laufe der Jahre wurde die Maschine modifiziert. Selbst in den USA genossen diese Maschinen aufgrund ihrer Einfachheit und der eher groben Konstruktion keinen besonders hohen Ruf. Außerdem sind sie sehr langsam – 3 bis 4 Meter pro Minute. Dennoch sind sie durchaus leistungsfähig, und „früher“ haben viele Leute darauf spezialisierte Kleinunternehmen aufgebaut.

Leider ist sie nur 310 mm breit. Das reicht nicht für Werkstücke wie Kirchenbänke.

Die Martin-Maschine scheint etwa 600 mm breit zu sein? Das ist eine beachtliche Kapazität. Sie bewältigt zudem Profiltiefen von bis zu einem Zoll (ca. 25 mm), was ebenfalls sehr praktisch ist.

DSC_0049.JPG
 

justplanesteve

ww-ulme
Registriert
3. August 2026
Beiträge
186
Ort
ELMIRA
Martins neue Maschine funktioniert genauso wie die, die ich modifiziert habe – oder wie einige der späteren, in den USA hergestellten Modelle. Sie verfügt sogar über eine zweite Auslaufwalze. Ich kann zwar keine Bilder vom Innenleben finden, habe aber ein Angebot angefordert, um zu sehen, welche Unterlagen sie mitschicken.

Danke für den Link!

https://youtu.be/w6IsEoLJzaA?t=460

Die alten Messer, die ich für die Kirchenbänke geschliffen in der 20 Zoll breiten asiatischen Hobelmaschine.
DSC_0165.JPG
 
Oben Unten