Vorderzange. Welche?

borisffm

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Hallo,

Ich bin mit der Planung der Hobelbank noch nicht fertig. Jetzt frage ich mich wegen den Zangen.
Es soll etwas ähnliche Roubo mi geteilter Platte werden. Abmessungen ca. 1500x500x750.
Die Platte wird aber mit dem Gestell nur verschraubt. So, dass ich später die Bank auch transportieren kann.
Anstatt Hinterzange nehme ich sehr wahrscheinlich Veritas Inset Vise.
Als Vorderzange wollte ich Beinzange selber bauen. Einfache Spindel und zwei Linearwelle mit zwei Linearlager. Ich denke, dass soll parallel genug laufen.
Jetzt habe ich mehr über den Vorderzangen gelesen und bin mir nicht mehr sicher, ob ich doch andere Voderzange nehmen soll.
Und die gewöhnliche Vorderzange ist natürlich einfache einzubauen.
Hat jemand die Erfahrung mit den beiden? Oder kann mir evtl. jemand mit den Pro und Contra helfen?

Boris
 

IngoS

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Hallo Boris,

die Beinzange erfordert ja eine sehr stabile Verbindung von Bein und Platte.
Darum werden bei der Ruobo Hobelbank die Beine fest mit der Platte verleimt.
Bei französischer Vorderzange, so wie hier bei uns üblich, wird die Platte, geführt von
2 Zapfen, einfach auf das Untergestell aufgelegt.
Die Montage und Demontage ist also extrem einfach.
Von der Handhabung her sehe ich keine nennenswerten Unterschiede oder Vorteile für
die Eine oder Andere Konstruktion.
Generationen von Tischlern haben hier an Hobelbänken mit französischer Vorderzange beste Möbel gebaut, warum du nicht auch.

Gruß

Ingo
 

joh.t.

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Hallo,
französische Hinterzange oder Moxon Vise an der rechten Seite bei einer Rechtshänderhobelbank.
https://www.feinewerkzeuge.de/moxon.html

an kann mit der franz. Hinterzange auch große Werkstücke in die Hobelbank einspannen.

Interessant wäre eine kombinierte franz. Hinterzange Moxon Vise dann könnte man die Hobelbank in der gesamten Breite als Zwinge benutzen und hätte die Vorteile der Franz. Hinterzange.

Eine normale Hobelbank ist zerlegbar, Platte + Gestell, die Roubo ist ein großes Trumm, das man nur mit Gabelstapler bewegen kann, s. auch IngoS.
Ich habe in Frankreich auf Roubos gearbeitet und mir immer meine dt. Hobelbank wegen mehr Vielseitigkeit hergewünscht.

VG Johannes
 

Mitglied 30872

Gäste
...Eine normale Hobelbank ist zerlegbar, Platte + Gestell, die Roubo ist ein großes Trumm, das man nur mit Gabelstapler bewegen kann...

Der Vorteil des Selbstbaus besteht ja darin, dass man sich nicht sklavisch an irgendwelche Vorgaben halten muss, maximal an bestimmte Grundprinzipien. Natürlich kann man eine solche Hobelbank zerlegbar konstruieren. Ob man das dann noch eine Roubo-Hobelbank nennen kann oder nicht, ist imho unerheblich. Aber was ist denn Deiner Ansicht nach eine "Roubo-Hobelbank"? Im Netz finden sich zahlreiche Beispiele, wo solche Trümmer zerlegbar und damit auch ohne Stapler transportierbar sind. Nicht zuletzt sei hier die Bank von Guido genannt.
Und was die von Dir erwähnte "Vielseitigkeit" angeht: Beim Selbstbau lässt sich vieles bedenken. Im Netz finden sich zig Anregungen.
 

Dietrich

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Hallo Boris,

90-100mm Plattenstärke sind schon sehr viel, ein franz. Vorderzangenbeschlag sitzt dann schon zu tief. Zudem ist der verlinkte Zangenbeschlag deutlich zu schwach für entsprechende Zangen.
Hier würde ich die franz. Modelle der schwersten Ulmia und ehem. Diefenbach und Epple Bänke nehmen, 2 Spindeln+Kettentrieb oder 1 Spindel und 30mm Vollwelle als Abstützung, beides ist sehr gut, aber einer einspindeligen deutschen Vorderzange unterlegen. Was aber eine geänderte Bauart von Gestell und Platte erfordert.
Die deutsche Hinterzange mit den eckigen Bankhakenlöchern und den zusätzlich runden an der Vorderkante ist über jeden Zweifel erhaben, sie trägt was andere niemals schaffen würden.
Beispiel einen Nähtisch aus Kirschbaum mit 38mm starker Tischlerplatte und Kirsche Umleimer eingespannt an der Vorderseite der Hinterzange und der Bankhakenleistenvorderseite mit 2 St. Alurundbankhaken in 30mm Durchmesser und 2° angefrästen Druckseiten.
Der Tisch 1,4x0,8m stand wie von Zauberhand vor der Hobelbank 30cm überm Boden und man konnte dran arbeiten:emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
 

borisffm

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Hallo,

@IngoS. Ja, wenn es keine Roubo wird, dann es ist richtig, die Plattenstärke ist übertrieben. Idee war aber doch Roubo-Style zu bauen.

@ Túrin. Danke. Du hast mir geholfen wieder zurück zu meiner Idee wiederkehren.
Was ist Roubo für mich? Das ist massives Gestell, dicke Platte die mit den Beine bündig steht und die Beinzange. Das, was ich ausgedacht habe, ist natürlich keine 100% Roubo, wie in dem alten Buch beschrieben. Meine Meinung nach, die Roubo-Bank ist einfach zu bauen. Und das finde ich für mich wichtig. Genau diese Eigenschaft soll bei meiner Umsetzung bleiben.

Eigentlich habe ich mich nicht wirklich getraut eine Hobelbank selber zu bauen. Dann habe ich ein Video gesehen, wie es relativ einfach aus Bauholz (BSH, Tanne) eine Hobelbank herzustellen ist.

Darüber berichtete ich hier:
https://www.woodworker.de/forum/hobelbank-entwurf-t101951.html
Dann habe ich mich, nicht ohne Hilfe von anderen Teilnehmer, doch für Buche entschieden.
Es ist zwar schwieriger zu verarbeiten, aber sicher sinnvoll.
Und ja. Ich wollte die Bank nicht zusammenverleimen, sondern verschrauben. Es ist sehr wahrscheinlich, das ist kein Roubo wird. Aber so gesagt Roubo-Style. So wie die Bank von Guide Henn.
Die super teure Hardware möchte ich nicht unbedingt kaufen, deswegen Beinzange mit Linearwellen und Veritas Inset Vise.

So wie ich jetzt verstehe, für französische Vorderzange braucht man andere Konstruktion. Es sieht so aus, dass ich bei meinem Projekt bleiben soll.

Boris
 
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