TKS - Spaltkeil bei verdeckten Schnitten

Randy666

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Morgen zusammen,

für meine PTS 10 suche ich gerade ein besseres Sägeblatt, als das was bei Auslieferung drauf war. Im Zuge meiner Recherche stoße ich auf Bedenken diverse Nutzer, welche ein etwas kleineres Sägeblatt, wie die roten von Freund, einsetzen. Bei deren GTS 10 sei dadurch der Spaltkeil zu hoch und es können keine verdeckten Schnitte mehr gemacht werden. Dies irritiert mich. Bei einen verdeckten Schnitt, wie einer Nut in ein Brett, benötigt man doch keinen Spaltkeil. Hier gibt es doch die Situation, dass das Holz nach dem Auftrennen "zusammen zwickt", gar nicht.

Könnte mich da aufklären?

Danke und Gruß,
Randy
 
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carsten

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Hallo

theoretisch ist das so.
praktisch ist es bei den Profis so dass der Spaltkeil ca 2mm unter Zahnspitzenhöhe eingestellt wird. Bei vielen kleinen TKS ist es so dass der Spaltkeil zusätzlich die obere Absaugung trägt, dadurch ist die konfiguration eben für verdeckte Schnitte nicht geeignet. VIele user besorgen sich einen zweiten Spaltkeil und kürzen den von oben so dass er unter dem Schneidenflugkreis liegt. Im Sinne der Sicherheit sehr zu empfehlen.
Zum einen ist es auch bei dem mal schnellen Schnitt während dem Nuten sicher. Wobei der Sicherungsaspekt von hinten also nach dem Schnitt gegen den Kontakt mit dem Sägeblatt zumindest bei mir sehr viel häufiger vorgekommen ist. Bei den kleinen TKS / Montagekreissägen ist der Platz auf dem Tisch nun mal sehr begrenzt und ich bin schon häufiger beim Abnehmen des Werkstückes an den Spaltkeil gekommen. Immer ein kleiner Schockmoment, ABER inkl den beruhigenden Fakt es war nur der Spaltkeil NICHT das Sägeblatt.
Dieses vermeintlich nur kleine Plus an Sicherheit ist es mir Wert. Meine Finger haben nun mal nicht nur als HANDwerker einen hohen Stellen und Nutzwert für mich sie wachsen aber "leider" auch nicht nach.
 

Randy666

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ok... also geht es nur um die Sicherheit hinsichtlich Abdeckung des Blattes. Das kann ich nachvollziehen.
In den unter 5 Prozent meiner Schnitte, die verdeckte sind, arbeite ich immer mit Schiebestock und Andrückhaltern. Es ist eigentlich unmöglich, dass ich dabei ans Blatt komme.

LGR
 

magmog

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Guuden,

ein Spaltkeil hilft auch bei der Führung, gut verrutscht kann ein Werkstück auch beim Nuten fliegen gehen.

Das mit dem "nichts passieren" trägt nicht.
sehr viele Maschinenunfälle passieren durch versehentliches Berühren des Werkzeugs,
also beim Hantieren mit dem Werkstück, Nachgreifen eines fallenden Teils und Ähnlichem.
 

Lorenzo

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Und bei nem tieferen verdeckten Schnitt kann die Schnittfuge schon auch mal kneifen...
Alles ne Frage der Statistik! Und wenn man die in die gewünschte Richtung verschieben kann, vor allem mit relativ einfachen Mitteln wie nem Spaltkeil, dann sollte man das auch tun. Vor allem wenn das Werkzeug das im Prinzip ganz einfach zulässt. Am besten arbeitet sichs wenn man sich relativ sicher, aber nicht zu sicher fühlt.
 

magmog

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Guuden,

...und in Folge wird nach dem Nuten mit ausgebautem Spaltkeil mal schnell was geschnitten,
muss gerade schnell gehen, montieren kann man ihn ja immer noch!!!
 

benben

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Es gibt viele verdeckte Schnitte, bei kleinen Abmessungen bleibt wahrscheinlich nur das verkanten. Macht man das mit etwas mehr Schnitthöhe, macht ein Spaltkeil schon Sinn, bzw ist unabdingbar.

Bei uns gilt generell Spaltkeilpflicht ohne Ausrede! Klar es gibt noch Einsetzsägen und kehlen, kommt beides nicht vor. Also ohne Spaltkeil gibt es nicht.

Gründe wurden ja auch noch andere genannt.

Gruss
Ben
 

FredT

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Man muß, auch bei Freunds, kein kleineres Blatt einsetzen. Das Kürzen des Keils bedingt m.o.w. auch mal eine Veränderung der Arbeitsweise mit der Blattabdeckung oder einem Neu/Umbau derselben. Dann kann man auch gleich mal die Absaugemöglichkeit ergänzen... Bei richtig gekürztem Keil ist es auch möglich, die O-Abdeckung zu verwenden...
 

Randy666

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... Danke für das Hammervideo. Hammertyp.

Nur zur Klarheit: ich arbeite Immer im SpaltKeil und habe auch immer die Abdeckung über dem Keil drauf. Nur in den sehr wenigen Nuten hatte ich den Keil bislang entfernt. Dank des Videos ist ein Ersatzkeil zum Kürzen schon im Einkaufskorb...


Danke und Gruß,
Randy
 
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raziausdud

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... Bei richtig gekürztem Keil ist es auch möglich, die O-Abdeckung zu verwenden...

Gibts da Abbildungen von?
Kürzen bis 2mm unter dem Sägeblatt-Kreis, die Bohrung/den Schlitz für die Haube rein, Haube dran. Ich dachte auch, so einfach wär es. Ist es auch, aber dann wurde ich hier belehrt :emoji_wink:, dasss man dann nicht mehr die volle Sägehöhe zur Verfügung hat.

Also das am besten mit dem Zweitkeil machen. Bis zu einer gewissen Höhe kann man dann die meisten Arbeiten ausführen, für verdeckte Schnitte ist dann die Haube ab. Der Erstkeil/Originalkeil dann, wenn man mal die volle Höhe braucht.

Ich hatte für meine Säge mal angedacht, die Bohrungen im Keil zu Schlitzen zu erweitern, um ihn ein paar Millimeter verschieben zu könnne. Auch da bekam ich ein kleine Belehrung :emoji_wink:: viel Spaß bei dem harten Material des Spaltkeils. Machbar ist das aber, ich habe das Verschieben schon mit einem Sperrholzmuster des Spaltkeils getestet.

Rainer
 

FredT

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Für die Male, die bei kurzem Keil und voller Blatthöhe gebraucht werden, gibt es zwei Möglichkeiten:emoji_open_mouth:hne Abdeckung arbeiten oder eine neue Abdeckung bauen...
 

magmog

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Für die Male, die bei kurzem Keil und voller Blatthöhe gebraucht werden, gibt es zwei Möglichkeiten:emoji_open_mouth:hne Abdeckung arbeiten oder eine neue Abdeckung bauen...
Guuden,

mit Haube auf dem Keil kann man evtl. das S-Blatt nicht weit genug runterstellen,
um beschichtete Platten beidseitig einigermaßen ausrissfrei schneiden zu können.
 
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