mischa-albatros2

ww-pappel
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Schönen Guten Tag,

bin seit vier Jahren Tischlergeselle und darf jetzt aus gesundheitlichen Gründen nur noch 3h/Tag in einer Werkstatt verbringen. Daraus ergibt sich eine äußerst schlechte Ausgangsposition auf dem Arbeitsmarkt für mich.
Ich bekomme über die Rentenversicherung eine Reha-Maßnahme in Form einer Umschulung oder evtl. sogar einer Weiterbildung.

Ich habe mich mal mit dem Thema Meister bzw. Holztechniker auseinander gesetzt.
Der Meister wurde mir von der HWK vorgeschlagen, wegen "Fachkräftemangels".
Aber sind wir ehrlich: Solange die HWK Geld an mir verdienen kann wird die Sache sicher schöngeredet.

Hat evtl. hier im Forum jemand etwas ähnliches machen müssen?

Was heißt "müssen"... Klar das kann sogar ein entscheidender Schritt nach vorn sein, zumal ich selbst keine Ausgaben habe, aber dennoch habe ich bei beiden Qualifikationsvarianten starke Bedenken, was die anschließende Arbeitssuche angeht.:confused:

Durch eine komplette Umorientierung müsste ich eben wieder bei Null anfangen, hätte aber vermutlich größere Chancen auf den Arbeitsmarkt.
 

carsten

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Hallo

Schreinermeister werden immer wieder gesucht. Im bereich AV, Konstruktion, Kalkulation usw. Der Vorschlag der HWK ist deshalb nicht abwegig und auch nicht nur auf deren Vorteil ausgelegt.
Es gibt hier sicher zahlreiche Meister im Forum, diese Weiterbildung ist ja erst mal unabhängig von der gesundheitlichen Situation.
Und die Frage die ich mir eher stellen würde wie sind die beruflichen Aussichten evtl auch mit der gesundheitlichen Einschränkung. Evtl vorab schon mal bei Schreineren in der Umgebung ( falls du da bleiben willst) nachforschen ob da in absehbarer Zeit ne Stelle frei wird.
Wenn du räumlich flexibel bist ist die Auswahl und Wahrscheinlichkeit etwas passendes zu finden natürlich größer.
 

Holzwurm1952

ww-buche
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seit erst 4 Jahren Schreiner und dann nur noch 3 Stunden Täglich in der Werkstatt aufhalten dürfen ???
aus welchen Gründen ?
ein Meister muss jederzeit und oft viel länger als Gesellen sich in der Werkstatt aufhalten.
wie soll so etwas gutgehen.
meist verschlimmert sich der Gesundheitliche Zustand für was dann noch einen Meister machen.
Oder gar sich Selbständig machen ist genau das verkehrteste .
Hast mal an die Rente gedacht ?
 

carsten

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Hallo

also ich war schon in Betrieben da haben 4 und mehr Meister und Techniker in der AV gesessen und sich nur sehr selten in der Werkstatt aufgehalten. Klar ist man muss einen solchen Betrieb finden.
 

benben

ww-robinie
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Hallo,

ich Sehe das wie Carsten, sollte schon eher in Richtung Industrie oder Grossbetrieb gehen!
Leute die wirklich gut in CAD und Arbeitsvorbereitung sind finden glaube ich schnell was!

Das du das nicht im kleinen bis mittlerem Handwerksbetrieb findest ist dir hoffentlich klar.

Wie sieht's mit Studium aus? Ein Freund von mir hat grade ein Studium zum Holzbauingenieur (glaube jedenfalls das es so heisst) abgeschlossen! Das klingt auch sehr interessant!

Ein bisschen Neugierig ist man ja schon was da bei dir los ist...

Gruss
Ben
 

mischa-albatros2

ww-pappel
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Nun ja was ist bei mir los... hatte eine bösartige Tumorerkrankung. Aufgrund der Behandlung ist die Lunge ziehmlich stark beslastet worden und nun soll unnötiger Schleifstaub und Lösemitteldämpfe vermieden werden.
 

mischa-albatros2

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Zum Thema Rente... Ja sicherlich gäbe da auch Möglichkeiten, aber ich bin erst 25 Jahre und würde mir meine Rente schon ganz gern verdienen... Alternativ müsste ich eben in etwas ganz anderes umschulen, aber ich fände es eben besser wenn man auf das bestehende "aufsatteln" könnte.
Ich habe auch schon vom "Gestalter im Handwerk" gelesen.
 

magmog

ww-robinie
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Guude,

Kuckkuck:

Tischler - Karriere und Weiterbildung

In Auszügen:

Drei mögliche Aufstiegsfortbildungen
Wenn du dich als Geselle im Tischlerhandwerk weiterbilden möchtest, stehen dir drei Aufstiegsfortbildung offen, die du, falls notwendig, auch auf Teile der Meisterprüfung anrechnen lassen kannst: geprüfter Kundenberater/geprüfte Kundenberaterin, geprüfter Fertigungsplaner/geprüfte Fertigungsplanerin und geprüfter Fachbauleiter/geprüfte Fachbauleiterin.

Führungskraft des Handwerks
Um beruflich weiter aufzusteigen, kannst du dich in einer Fachschule zur Führungskraft des Handwerks weiterbilden lassen, beispielsweise zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Holztechnik oder zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Raumgestaltung oder Innenausbau.

Tischlermeister
Um Tischlermeister zu werden, musst du zunächst einmal mehrere Jahre Berufspraxis vorweisen können. Der Meisterbrief bietet dir dann die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen oder eine verantwortungsvolle Führungstätigkeit als angestellter Betriebsleiter oder Leiter einzelner Fachabteilungen zu übernehmen.

Weiterbildung zum Restaurator
Wenn du Interesse an alten Gegenständen hast, kannst du dich zum Restaurator weiterbilden. In diesem Beruf geht es um die Erhaltung und Wiederherstellung, aber auch die Erfassung von wissenschaftlich-technologischem Kunst- und Kulturgut.

Innenarchitekt, Architekt, Designer, Ingenieur für Holz- und Kunststofftechnik
Du möchtest Innenarchitekt, Architekt, Designer oder Ingenieur für Holz- und Kunststofftechnik werden? Dazu musst du, falls nicht vorhanden, die Fachhochschulreife erlangen und anschließend eine entsprechende Fachhochschule besuchen.

Dipl.-Holzwirt, Dipl.-Ing. Designer
Mit einem der oben genannten Berufe oder mit Abitur kannst du eine Akademie der bildenden Künste oder Universität besuchen und Dipl.-Holzwirt oder Dipl.-Ing. Designer werden. Als Dipl.-Holzwirt kannst du leitende Funktionen in der Holzwirtschaft übernehmen und als Dipl.-Ing. Designer formst und gestaltest du Möbel und andere Gegenstände.
 

carsten

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Hallo

Die Pflicht Berufsjahre für den Meister. Sind seit einigen Jahren
Abgeschafft hate. Schon. 2004 Schulkameraden die hatten gerade ein halbes Jahr die Gesellenprüfung. Ob es Sinn macht, ist ne andere Frage .
 

mischa-albatros2

ww-pappel
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Eine andere Frage zum Thema Meisterausbildung: Wie würde das mit dem Meisterstück ablaufen? In meinem Fall existiert ja kein Partnerbetrieb... Ich würde versuchen mich für die Zeit der Prüfungen, bzw. des Meisterstückbaus in einem Tischlereibetrieb "einzumieten", oder gibt es da andere Möglichkeiten, oder Varianten?

Danke übrigens für alle bisherigen Antworten :emoji_slight_smile:
 

KaRnarienvogel

ww-kirsche
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hallo

ich bin eine der gesellen ohne Sinn und verstand und habe nach der Lehre gleich mit dem Meister weiter gemacht. die Regelung lautet heute: zwei Jahre als Geselle! die habe ich, da ich die Weiterbildung zwei Jahre in Teilzeit mache.

da ich als Frau meine Verwendung in der Werkstatt sehr eingeschränkt sehe, wollte ich mich weiter bilden und da mir die Planung und CAD eh besser liegt, will ich in die AV und die Lehre nur als Grundstein nehmen.
wenn du das genauso möchtest, kann ich die jetzt im nachhinein sagen: mach den Techniker!! der Meister ist nicht unbedingt etwas für die AV, das wissen auch viele Betriebe und nehmen lieber Techniker. (so gerade meine Erfahrung)

ebenfalls musst du ja auch beim Meisterstück bauen in die Werkstatt und in du bei 3 Stunden am Tag auch irgend etwas schaffst.... puhhh...
falls du es doch willst, auch ich habe keine Werkstatt und baue daher bei einem bekannten in der Werkstatt. was du dann mit einplanen musst: du musst dich in der Zeit versichern! die BG übernimmt nichts, wenn die dort etwas passiert, da du wahrscheinlich ja dort nicht angestellt bist.
 
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