Tischkreissäge für feine Bastelarbeiten, Herstellung von Sortimentskästen, etc. ?

notfullysquare

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Hallo zusammen,

ich würde mir gerne ein paar Sortimentskästen etc. selbst bauen, um meine Kleinteile besser zu organisieren. Leider passen ja die handelsüblichen nicht unbedingt effizient in Regale oder Boxen, die man schon so herumstehen hat und zum Beispiel gerne als Kleinteileaufbewahrung ausbauen würde.

Macht es Sinn, sich dafür so eine Mini-Tischkreissäge wie z.B. die Proxxon KS 230 zuzulegen oder würdet ihr dafür eine größere Tischkreissäge oder sogar ganz was anderes nehmen?

Das Material, das damit bearbeitet werden soll ist eher dünnes Sperrholz, vielleicht reichen da die 85 Watt aus, es kommt aber schon auch auf Präzision an. Manche Bastler nehmen diese Säge wohl auch, um damit zum Beispiel Platinen zu sägen.

Ich habe noch so eine alte Einhell Tischkreissäge (geschenkt bekommen), diese ist aber fürchterlich laut und eher unpräzise, hat keinen guten Rundlauf, dafür etwa eine Minute Nachlauf beim Ausschalten. :-/

Viele Grüße

Sebastian
 

Time_to_wonder

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Hallo,

wenn es nur um ein paar Kästen geht, würde ich das mit Bleistift aufs Sperrholz zeichnen, Leiste draufspannen und mit der Ryoba schön an der Kante sägen. Das liegt aber vielleicht an mir, manchmal habe ich so einen Ehrgeiz, ohne ein elektrisches Dingsbums auszukommen. :emoji_slight_smile:

Gruß Jörg
 

notfullysquare

ww-pappel
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Hallo Jörg,

ja, das wäre auch eine Möglichkeit, so viele Kästen sind es auch nicht und eine Ryoba ist schon im Hause. Ich mag eigentlich auch lieber die Arbeit ohne Maschinen, aber die ist dann eben doch eher fehleranfällig, ich würde wohl bei meinen handwerklichen Fähigkeiten dann auch wieder eine kleine Stoßlade brauchen, um die Teile passend zu bekommen. Vielleicht kann man das aber durchaus mit einem Blockhobel realisieren.

Eine weitere Möglichkeit wäre eventuell ein kleiner Geradschleifer (z.B. Dremel oder ein günstigeres Modell) + eine Vorrichtung, die daraus dann eine kleine Tischkreissäge oder sogar eine kleine Zugsäge (quasi eine Erika im Miniatur-Format) macht.

Es geht jetzt zwar erst mal nur um ein paar Sortimentskästen, aber irgendwann werde ich vielleicht auch mal z.B. individuelle Werkzeugkästen bauen wollen (statt teure und auch nicht perfekt passende Systainer) und auch eben für mich besser passende Aufbewahrungslösungen auch für Büromaterial, kleine Haushaltsgegenstände (z.B. Gewürzdosen o.ä. in der Küche, etliche Steckernetzteile für diverse Geräte), andere Bastel-Hobbies (z.B. mit Elektronik) und so weiter.

Viele Grüße

Sebastian
 

WinfriedM

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Leider ist die Auswahl an so Mini-Tischkreissägen sehr begrenzt. Und was man so bekommt, ist doch sehr kompromissbehaftet. Aber grundsätzlich kannst du sowas schon für diesen Zweck verwenden. Ich finds auch wesentlich sicherer, als so Kleinkram an einer ausgewachsenen Maschine zu sägen.

Lies dir mal die Rezensionen bei Amazon zur KS 230 durch, dann weißt du, was dich erwartet.
 

pcdoc

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Hallo,

Ich hab mir die Proxxon schon öfter mal angeschaut (aber nie selber verwendet) weil ich Proxxon generell mag und ich auch einiges von denen hab. Außerdem mache ich viel mit Holz im Bereich Modellbau, was die Säge grundsätzlich interessant erscheinen lässt.

Grundsätzlich ist sie sicher nicht schlecht, aber ich hab mich nicht überwinden können sie zu kaufen. Gründe dafür waren:
- 8cm Sägeblatt was die Auswahl schon mal einschränkt
- Schnitttiefe bis zu 22mm was sie fast unbrauchbar macht außer für wirklich feine Arbeiten.
- Ich sehe keine Vorteil zu einer "normalen" TKS, außer dass vielleicht beim Schnitt etwas weniger Material abgetragen wird, durch das dünnere Sägeblatt. Grad bei einer besseren (nicht gleich ne profi Formatsäge) TKS ist auch der Anschlag brauchbar und teilweise ist da auch für sehr dünnes Schnittgut eine Anschlagverkleinerung dabei (wenn nicht ist die recht schnell selbst gemacht)

Von daher würde ICH keine 300€ für die Proxxon ausgeben wollen, da sie zu eingeschränkten Nutzen bietet.

mfg
Andreas
 

notfullysquare

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Hallo zusammen,

ich habe mir inzwischen auch mal die Rezensionen bei Amazon durchgelesen.

Überwiegend sind diese zumindest für die KS 230 zwar recht positiv, aber es gibt auch kritische und die Probleme mit solchen Geräten dürften wohl ähnlich sein wie bei den großen Tischkreissägen auch, zum Beispiel mehr oder weniger gute Anschläge, nicht genau passende Schnittkapazität, vielleicht ist auch mal wieder der Rundlauf nicht ganz perfekt und so weiter.

Die Proxxon-Säge kostet bei A****n übrigens unter 100 Euro, die größere Variante liegt dann bei 300 Euro.

Vermutlich müsste man sich wohl doch was selber bauen, wenn man das sehr präzise haben möchte, bei Youtube gibt es auch ein paar Videos, wenn man mal nach "Miniature Table Saw" oder so ähnlich sucht, natürlich haben diese Selbstbauten dann meist auch wieder eher weniger Arbeitsschutzeinrichtungen wie Spaltkeil, Absaugung und so weiter und bei einem Geradschleifer ist vielleicht auch die Drehzahl zu hoch, also vielleicht lieber einen besser passenden kleinen Elektromotor nehmen.

Aber der Selbstbau einer solchen Miniatur-Tischkreissäge wäre mal ein interessantes Maschinenbau-Projekt, vermutlich braucht man dafür etwas mehr als ein Wochenende, natürlich ist das auch wieder alles nicht so ganz ungefährlich.

Eine große Tischkreissäge ist bei mir auch wegen Staub und Lärm problematisch - kleine Mietwohnung. Daher versuche ich momentan, mit dem Baumarkt-Zuschnitt + gelegentlich Handkreissäge auszukommen, aber so kleine Teile wie für Sortimentskästen kann der Zuschnitt-Service leider auch nicht zuschneiden.

Viele Grüße

Sebastian
 

WinfriedM

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- Schnitttiefe bis zu 22mm was sie fast unbrauchbar macht außer für wirklich feine Arbeiten.

Gerade im Modellbau gibts viele Leute, für die ist 5mm schon das Maximum. In diesem Sinne kann man nicht von "fast unbrauchbar" sprechen. Es kommt immer drauf an, was man vor hat.

Die 22mm sind übrigens sowieso Illusion. Bei der KS230 wird bei 10mm Hartholz Schluss sein von der Leistung des Motors.
 

philwe

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Hallo, wie wärs mit einer Precisaw? Garantierte Zufriedenheit und höchste Präzision. Allerdings koste das Ding die Kleinigkeit von 8000 Euro. Aber man gönnt sich sonst ja nichts.
Gruss Phil (und bitte nicht ernst nehmen£)
 

Dietrich

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pcdoc

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Gerade im Modellbau gibts viele Leute, für die ist 5mm schon das Maximum. In diesem Sinne kann man nicht von "fast unbrauchbar" sprechen. Es kommt immer drauf an, was man vor hat.

Die 22mm sind übrigens sowieso Illusion. Bei der KS230 wird bei 10mm Hartholz Schluss sein von der Leistung des Motors.

Ups, da gibts ja noch eine kleinere... Ich hab mich auf die "große" von Proxxon bezogen!

Fast unbrauchbar deshalb, weil man eine TKS für viele Sachen verwenden kann, der Nutzen der großen Proxxon ist aber nur auf so relativ filigrane Sachen beschränkt. Und eine "normale" TKS hat diese Einschränkung nicht, kommt aber im Normalfall (eventuell mit ein paar Modifizierungen wie Zero-Clearance-Insert, niedrigerer Anschlag,...) mit kleineren Sachen auch zu mindest genau so gut klar. Und wie oft beschrieben wird "Damit kann man gut Leisten ablängen" brauch ich keine TKS!

mfg
Andreas
 

notfullysquare

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Hallo zusammen,

ich habe mir gerade mal im Baumarkt um die Ecke mal eine kleine KS 230 geholt und ein paar Probeschnitte in Pappel Sperrholz, das ich noch rumliegen hatte, gemacht. Um so eine Säge selber zu bauen fehlt mir noch die Erfahrung.

Fazit: ich bin zufrieden, die Säge tut was sie soll und der Preis ist auch ok.

Etwas mehr Präzision und etwas mehr Schnittkapazität würde ich mir zwar wünschen und dafür würde ich auch etwas mehr Geld bezahlen, aber das wird eben zur Zeit nicht angeboten.

Einen kleinen Kickback hatte ich auch schon, aber der war bei dem Material und der Leistung der Säge absolut harmlos, das war ungefähr so als würde man mit einem Wattebäuschchen beworfen.

Lärm- und Staubbelastung hält sich auch in Grenzen.

Ein Push Stick (z.B. für Streifen unter 5 mm Breite) war nicht dabei, kann man sich aber sehr leicht selber herstellen. Ob man so schmale Streifen auf einer großen Säge sicher sägen kann möchte ich mal bezweifeln. Hier im Forum wäre das natürlich eher die Ausnahme, dass man mal sowas sägen will, aber es gibt eben auch Anwendungen z.B. im Modell- oder auch Gehäusebau für elektronische Schaltungen wo man sowas durchaus mal gebrauchen kann, natürlich ist so eine Säge eher etwas für Bastler als für den klassischen Heimwerker.

Aber wer die Bude mit großen selbst gebauten Möbeln schon voll stehen hat und etwas kleineres z.B. da einbauen möchte kann mit der Säge schon auch was anfangen.

Viele Grüße

Sebastian
 
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