Terrassenüberdachung erweitern

Alceste

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Hallo ich bräuchte mal wieder euren Rat. Ich habe jetzt die Umgestaltung meines Gartens fast hinter mir und habe mich dann spontan mit einer Holzterrasse belohnen wollen, auch weil ich die alten Waschbetonplatten leid war. Nun ist das Problem, dass ich bei der Planung nicht darauf geachtet habe, dass meine Überdachung (nicht mein Werk) nicht die gesamte Terrassenfläche schützt - links und rechts gibt es einen ca. 30 bzw. 50 cm breiten Streifen, der nicht überdacht ist. Leider, habe ich kein gutes aktuelles Bild auf dem man die Überdachung sieht, werde das morgen nachholen, aber in der Zwischenzeit könnt ihr euch vielleicht vorstellen wie das ganze aufgebaut ist:

IMG_20201024_210821.jpg IMG_20201025_154338.jpg

Es stellt sich nun die Frage, wie ich die Überdachung am besten erweitern kann. Ich hatte eigentlich vor einfach die PFetten zu erweitern um dann zwei neue Sparren anzubauen, allerdings habe ich keine Ahnung wie ich das bewerkstelligen, sodass das ganze stabil bleibt (und nicht furchtbar aussieht).
 

Fichtenelch

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Da gibt es schon Möglichkeiten.
Die einfachste wäre wie folgt.

Ein stehendes Blatt welches auf dem Kopfband aufliegt.
Heißt also folgendes:

Links und Rechts hast du ja jeweils deine äußeren Pfosten.
Beim linken Pfosten rückt ja das Kopfband nach rechts ein, und beim rechten natürlich nach links.

Jetzt musst du das bestehende Rahmenholz zurück schneiden. Das stehende Blatt muss sich oberhalb des Kopfbandes treffen.
Dann das Rahmenholz verlängern.
Denn äußeren Sparren musst du vorher natürlich lösen und abstützen.

Da gibt's aber noch mehr Varianten.
Das ist aber die einfachste.
 

raziausdud

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Eine der weiteren Varianten: Die Pfette auf beiden Seiten aus 1 (im Bild unten) oder 2 (oben) max. 3 Brettern aufdoppeln, Höhe wie Pfette, Stärke ca 30mm, das äußere Brett am besten oben entsprechend der Dachneigung angeschrägt (rot), außen ein Stück in den Abmessungen der vorhandenen Pfette dazwischen, gut verschrauben, eventuell zusätzlich Leim, ein weiteres Kopfband nach außen. Eine Skizze zeigt Aufsicht der Pfette, Seitenansicht der Stütze und ein Querschnitt durch die Pfette.

Nebenbei: das schräg gestellte Gitter links tut mir beim Ansehen eine wenig weh ... wenn s nicht nur ein Provisorium ist.

Rainer
 

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Alceste

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okay vielen Dank erstmal für eure Vorschläge. Ich sehe dabei folgende "Probleme":

Vorschlag 1: Der Ausbau bereitet mir etwas Kofzerbrechen - ich würde gerne darauf verzichten ^^ Sonst scheint mir das die eleganteste Lösung, auch wenn ich mich frage, ob man in diesen Fällen statt eines stehenden Blattes nicht solche Blattformen wählen würde, wie man sie manchmal in Fachwerkhäsern sieht (ich kann mich da jetzt nicht richtig ausdrücken, aber solche Formen, die wuasi wie ein Widerhaken wirken)? Was mich hier am meisten schreckt ist der Aufwand

Vorschlag 2: Hier scheint mir der Materialaufwand recht hoch. Ich bin mir auch nicht sicher, wie das am Ende aussieht, wenn ich wuasi die Überdachung nochmal mit 3 cm Material quasi verkleide. Der Vorschlag scheint mir aber am einfachsten von der Ausführung her.

Was ich mich noch frage, auch wenn das vermutlich als Frevel angesehen wird - kann man da nicht auch mit Metalwinkeln arbeiten?

Nachtrag: Diese Gitter sind natürlich nicht wirklich hübsch, mir ist aber an der Stelle nichts besseres eingefallen - darunter befinden sich zwei Lichtschächte, die unterhalb einer 15 cm breiten Fliesenfläche befestigt sind, die widerum auf Styropor aufliegt. Ich wollte das Geraffel eingentlich komplett rausschmeißen, um dann die Lichtschächte richtig hochzusetzen. Ich bin davor aber zurückgeschreckt, weil ich mir nicht sicher war, wie ich mit diesem Styroporzeugs umgehe und ob mir dabei nicht die Fenster undicht werden. Außerdem hätte das wieder unmengen an Zeit in Anspruch genommen. Die Gitter habe ich so "konstruiert", dass sie nicht kippeln und einigermaßen Bündig mit der Terrasse sind, was natürlich nicht ohne, war, da das darunterliegende Metallgitter selbstredend gewölbt und ein wenig verbogen ist. Deshalb habe ich jedes Brett einzeln zugeschnitten und dann in dem Kasten verleimt, damit ich die "richtige" Position in der Höhe habe. Wenn jemand dazu eine bessere Vorgehensweise weiß, bin ich ganz Ohr, denn toll sieht das natürlich nicht aus ^^
 

Fichtenelch

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Ja ich meinte ja das es mehrere Varianten gibt,und das stehende Blatt ist am leichtesten.
Der größte Teil vom Rahmenholz bleibt ja drin.
Da im eingebauten Zustand einen Gerberstoss oder ein Hakenblatt schneiden ist nicht so einfach.
Also wenn du dich nicht für eine Blattung entscheidest muss ich mir nochmal Gedanken machen.
Auf die Schnelle weiß ich da erstmal nichts.
 

Alceste

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Blöde frage: Wie würde man das stehende Blatt denn realisieren? Also wie klinke ich das Teil aus der Pfette aus, wenn ich die vorher bündig mit dem Kopfband abgeschnitten habe? Vielliecht stehe ich gerade auf dem Schlauch aber bei allen Varianten, die mir gerade einfallen würde ich doch mehr oder weniger ins Kopfband sägen? Oder sollte ich das vorher entfernen?
 

Fichtenelch

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Also 16 hoch und 9 breit.
Das wird dann eng mit dem stehenden Blatt.

Du müsstest ja das Rahmenholz 32 cm auf 4,5 cm verjüngen.
Geht von der Stärke her noch,aber schön ist was anderes.
Da müsste man dann doch besser zum liegenden Blatt greifen.
Ist genau wie das gerade von der Ausführung her,nur gedreht.
Ist aber von der jetzigen Situation schwerer zu realisieren.

Siehe Bild im Anhang.
 

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Alceste

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ich stelle mir das optisch jetzt nicht so schlimm vor, ich bin mir aber nciht sicher, wie man das konkret am besten ausführen würde, so im verbauten zustand. Ich habe ne Stichsäge, ne Oberfräse und ne Tauchsäge. (i) Tauchsäge - scheint mir etwas müßig da mit der Führungssschiene auf dem Gerüst rumzuklettern (ii) Stichsäge: Ich bin da immer etwas skeptisch was die Präzision angeht (iii) Oberfräse: Da müsste ich mir erstmal ne Auflage oben und unten basteln, damit die ich am ende der Fräsung nicht abrutsche.
 

raziausdud

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Früher - vor Erfindung der Maschinen - wurde das so gemacht, oder so ähnlich ... :emoji_slight_smile::

anreißen, mit der Handsäge ohne Rücken (Fuchsschwanz) bis auf 1-2mm genau vorsägen, den Rest mit einem scharfen Beitel glattstechen. Grundsätzlich kann man mit einer Säge auch gleich passend sägen, nur halte ich das da oben für ein wenig schwierig. Das geht aber nur bei waagrecht liegender Kontaktfläche, das ist dann wohl das liegende Blatt.

Du könntest ja mit der Stichsäge das Vorsägen machen. Handkreissäge möchte ich da oben auch nicht halten/führen müssen.

Rainer
 
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FredT

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Dann sollte man da über ein Rollgerüst nachdenken, dann könnte man sicher auch viel mit Führungen und Anschlägen machen...
oder auch über eine komplett neue Pfette nachdenken. Der Aufwand ist natürlich nicht ohne; hätte man vermeiden können
 

Alceste

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Dann sollte man da über ein Rollgerüst nachdenken, dann könnte man sicher auch viel mit Führungen und Anschlägen machen...
oder auch über eine komplett neue Pfette nachdenken. Der Aufwand ist natürlich nicht ohne; hätte man vermeiden können
Was ist denn ein Rollgerüst? Und wie hätte sich der Aufwand vermeiden lassen?
 

raziausdud

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Na, ich denke mal ein Gerüst mit Rollen* , verschiebbbar. Vermeidbar ... hinterher ist man immer schlauer .. hättest Du doch gleich in richtiger Breite gebaut. Nein, keine Kritik von mir, das war ja für Betonplatten nicht nötig/nicht so wichtig.

(*Erinnert mich an einen Tischtennis-Lehrgang in grauer Vorzeit: "Weiß jemand nicht, was Intervall-Trainig ist? Training in Intervallen" :emoji_grin: )
 
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FredT

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Das Gitter ist als gute Schlosser/Metallbauerarbeit ausführbar: Fixpunkte sind deine Standsäulen. Senkrechte "Latten" (o.ä) des Zaunfelds bleiben immer senkrecht (wie die Säulen), die Verbindungen dazu sind im Winkel verschoben (nach den Säulenköpfen). Du bekommst also oben eine im Winkel gerade Linie; die Unterkante kann entsprechend deinen Fundamenten etc. ausgeschnitten werden.

Rollgerüst kann man ausleihen; zwei Leitern, 4 Rollen mit Höhenspindel, Verbindungsrohre und Absturzsicherung, Gerüstbohlen...
 

raziausdud

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enkrechte "Latten" (o.ä) des Zaunfelds bleiben immer senkrecht
Das meinte ich oben mit tut beim Anblick etwas weh ..." Ich hatte vor kurzem eine ähnliche Diskussion mit einem Steinmetz, der hat die Schrift eines Grabsteins parallel zum Hanggefälle gemacht, ich hätte sie in die Waage gesetzt ..

Aber ich frag mich (wohl auch), warum Roll-Gerüst. Sorry, aber dabei gehn mir zwei Bilder durch den Kopf. Einmal ist die Stichsäge oben am Gerüst genau fixiert, der Schnitt erfolgt durch Schieben des Rollgerüstes. Oder man hält den Arm mit der Stichsäge sehr steif und die Frau schiebt das Rollgerüst langsam weiter. Einfachste Form einer Format-Stichsäge ... :emoji_slight_smile: Soweit als Spaß gemeint.

Ernsthaft könnte man ein Gerüst aber eventuell auch nutzen, um die Sparren 1-2cm anzuheben, um die komplette Pfette auszutauschen. Das erfordert natürlich ein paar weitergehende Maßnahmen, z.B. gegen seitliches Kippen/Wegdriften. Es hängt auch davon ab, ob/wie die Sparren befestigt sind.

Rainer
 

FredT

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Weil man ein Rollgerüst sicher leichter allein verschieben kann, und das wirklich an jede denkbare Ecke auch nach dem Aufbau... Beim Standgerüst stell ich mir das trotz mithelfender Ehefrau etwas schwierig (u.ggf. auch nervig) vor
 

Alceste

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Na, ich denke mal ein Gerüst mit Rollen* , verschiebbbar.
:emoji_stuck_out_tongue: Auch wenn es keine Formalisierung für die Interpretation von Komposita im Deutschen gibt, wäre ich galube ich auch gerade so darauf gekommen. Was mir nicht klar ist, ist ob das Gerüst mich tragen soll oder ein Zimmermannswerkzeug ist, das ich nicht kenne und dazu dient die hier besprochenen Arbeiten auszuführen. Aber ich denke mal das Ding hat den ersten Zweck :emoji_wink:

"Weiß jemand nicht, was Intervall-Trainig ist? Training in Intervallen"
Als ehemaliger Kraftdreikämpfer sage ich dir, das ist auch unnützes wissen, alles was man wissen muss ist Kniebeuge, Kruezheben udn Bankdrücken. Alles andere ist unnützer Ballast :emoji_stuck_out_tongue:


Vermeidbar ... hinterher ist man immer schlauer .. hättest Du doch gleich in richtiger Breite gebaut.
Leider bin ich nicht der erbauer dieser Überdachung von daher trifft mich da ausnahmsweise keine Schuld ^^
 

Alceste

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Das meinte ich oben mit tut beim Anblick etwas weh ..." Ich hatte vor kurzem eine ähnliche Diskussion mit einem Steinmetz, der hat die Schrift eines Grabsteins parallel zum Hanggefälle gemacht, ich hätte sie in die Waage gesetzt ..
Ja die Idee war hier, keine Stolperfallen zu bauen und es zu ermöglichen, dass man die Fläche belaufen kann. Das mit dem Grabstein sehe ich aber so wie du.
Oder man hält den Arm mit der Stichsäge sehr steif und die Frau schiebt das Rollgerüst langsam weiter.
jetzt wirds interessant ^^ aber ich glaube wenn meine Frau schiebt und es steif wird turnen wir nicht auf der Terrasse rum ^^ not my kink :emoji_stuck_out_tongue:
 

Alceste

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ich glaube pfette abbauen und dann bearbeiten bzw. gleich austauschen ist sicherlich die richtigere Variante. Blöd nur, dass ich dafür jetzt erstmal keine Zeit habe, evtl. mache ich dann doch das mit dem Aufdoppeln und im Frühjahr dann Pfettentausch.
 

Fichtenelch

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Na ja man kann es mit Kettensäge schneiden und mit Stechbeitel oder Stoßaxt nach arbeiten.
So machen wir das.
Erfordert aber schon etwas Übung.
Unmöglich ist es aber bei weitem nicht
 

Alceste

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Das würde ich mir auch nie zutrauen - ich habe noch nie mit einer Kettensäge gearbeitet. Das fällt aus. Ich werde jetzt für den Winter ersteinmal überblatten und dann im Frühjahr überlege ich ob ich Lust habe das Ding auseinanderzunehmen um die Pfette neu zu machen. Müsste evtl. eh mal das Dach abmachen um das gescheit sauberzumachen. Danke euch allen für die Vorschläge!
 

JannikOS

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habe ich keine Ahnung wie ich das bewerkstelligen, sodass das ganze stabil bleibt (und nicht furchtbar aussieht).
Letzteres macht mir am meisten Bauchschmerzen.
Müsste bisschen schmunzeln, dass ein schräg gestelltes Gitter scheinbar für Augenkrebs sorgt aber 12 Bretter an ein sichtbares Rähm zu schrauben scheint unproblematisch :emoji_wink:

Es sieht so aus, als wenn die Sparren nicht eingeklaut sind.
Gut wäre zu wissen, wie sie befestigt sind.

Normalerweise hat Fichtenelch schon für Ansätze geliefert. M.e.n dauert das bei einem ungeübten aber sehr lange und wird ggf auch nicht sehr schön aussehen.

ICH würde mir zwei Drehstreifen und ein oder ne nach Untergrund zwei Lastverteilungshölzer und Drehstreifen besorgen und das Dach hochpumpen.
Dann die Verbindungen Pfette/ Sparren , Pfette/Stiel und Pfette / Kopfbänder trennen, dann das alte Rähm/Pfette runternehmen und durch eins in der richtigen Länge ersetzen.
Dann alles wieder verschrauben und du hast eine schöne Ansicht.
Wieder verschrauben könnte man die Sparren von unten durch die Pfette und die Stiele seitlich.

Die Schrauben könntest du durch Astflicken verdecken

Nur meine Meinung

Gruß
 
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