Suche 5-Achs-CNC-Dienstleister

FRwoody

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Hallo,

kann jemand einen Diensleister für kleine CNC-Holzarbeiten empfehlen, die 5 Achsen erfordern, bzw. das selbst anbieten?

Klein heißt, das zum Beispiel aus vier bis fünf Brettern 7 bis 12 mm Fichte-Tonholz mit den Beispielmassen 20 x 120 cm ca. 22 Stück Rauten und Dreiecke gefräst werden, die jeweils umlaufende Fasen haben, deren Winkel möglichst genau eingehalten werden sollten (30 bzw. 60 Grad, 45 Grad). Sollte das prinzipiell mit dem Tonholz nicht möglich sein, dann kommt auch Birke-Multiplex in Frage. Das dann in 6 oder 6,5mm und dann ggfs auch auf größeren Brettern als Rohware.

Die Formdaten können als dxf, stl oder stp übergeben werden.

Details dann am besten per PM.

Schöne Grüße,
Achim
 

Kerstenk

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Klein heißt, das zum Beispiel aus vier bis fünf Brettern 7 bis 12 mm Fichte-Tonholz mit den Beispielmassen 20 x 120 cm ca. 22 Stück Rauten und Dreiecke gefräst werden, die jeweils umlaufende Fasen haben, deren Winkel möglichst genau eingehalten werden sollten (30 bzw. 60 Grad, 45 Grad).
wenn ich das richtig verstehe, geht es um Bretter, die ein Rautenmuster auf der Oberseite erhalten und die Bretter eine Fase rundum haben.
Wenn ja, dafür braucht es keine Fünfachsmaschine, da reicht eine Dreiachsmaschine mit Fräser des entsprechen Winkel.
 

FRwoody

ww-kastanie
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Du hast prinzipiell recht, aber zumindest für das Tonholz hat sich bereits erwiesen, dass dann beim nachträglichen Fräsen die auf 0 auslaufenden Fasen an den Ecken wegfliegen. Multiplex könnte gehen, aber alles richtig in einem Rutsch wäre mir lieber und da teilweise nicht der gleiche Fasenwinkel pro Teil rundum zu verwenden ist, wird es mit der Wiederholgenauigkeit dann riskant.

Wegen dem Arbeiten des Tonholzes kann es sein, das die CNC-Fertigung per Dienstleister ausscheidet, weil die maßgenau gefertigten Teile nach Versand und Klimawechseln nicht mehr identisch sind. Habe ich schon leidlich erlebt, würde es aber nochmal auf einen Versuch ankommen lassen.
 

Kerstenk

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wegfliegende Ecken kenne ich, da fräse ich dann mitlaufend, so stützt sich das Material selber ab und es kommt zu keinen Ausbrüchen. Mitunter vorfräsen mitlaufend, 0,2-0,5mm Schlichten im Gegenlauf, da gibt es meist keine Probleme mehr.
 

FRwoody

ww-kastanie
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wegfliegende Ecken kenne ich, da fräse ich dann mitlaufend, so stützt sich das Material selber ab und es kommt zu keinen Ausbrüchen. Mitunter vorfräsen mitlaufend, 0,2-0,5mm Schlichten im Gegenlauf, da gibt es meist keine Probleme mehr.

Das Problem sind die Stellen, wo dann ziemlich 90 Grad zur Maserung gefräst wird. Da hat das Tonholz nur minimale Festigkeit. Ob das überhaupt auch mit CNC geht, muß sich erst noch zeigen. Wenn, dann wahrscheinlich mit Minimalabtrag in vielen Zeilen, und das könnte sehr teuer werden.

Auf der Tischsäge funktioniert das alles wunderbar. Daher wäre ein CNC-geführtes Schneidblatt vielleicht noch eine Option.
 

Kerstenk

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Das Problem sind die Stellen, wo dann ziemlich 90 Grad zur Maserung gefräst wird. Da hat das Tonholz nur minimale Festigkeit.
ich fräse viel so Sachen wo ich von quer auf längs gehen muss, da spielt es kaum eine Rolle welches Holz ich verwende, es gibt laufend Bruch, in Serie ist das auch zu teuer, daher mitlaufend, dann kann man zu 100% ausschliessen
https://www.youtube.com/watch?v=puQrNMbYKpw hier wird im zweiten Arbeitsschritt genau das angewendet, ist Nuss, sollte eigentlich gehen im Gegenlauf, tut es aber nicht, daher im Gleichlauf und es bleibt absolut sauber. Das mache ich auch bei vielen anderen Sachen. Das ist einer der Vorteile einer CNC, man kann Gleichlauf fräsen.
Selbst mit Zeder habe ich solche Sachen gemacht, geht problemlos.

Auf der Tischsäge funktioniert das alles wunderbar. Daher wäre ein CNC-geführtes Schneidblatt vielleicht noch eine Option.
und da dann im Gleichlauf.
 

Tokoloshe

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@FRwoody, Kersten verdient sein Geld auch damit und hat auch jede erdenkliche Maschine, von daher kannst du ihm ruhig Glauben schenken. :emoji_slight_smile:
Ich fräse auch viel (nicht so viel wie Kersten), aber auch genug, um der Meinung zu sein, dass das auch so gehen sollte mit drei Achsen. Die meisten Beispiele auf der verlinkten Seite sind auch nur mit 3 Achsen gefertigt (auch wenn sie mehr haben). :emoji_stuck_out_tongue:
 

wirdelprumpft

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Auf der CNC kann man nahezu alles fertigen. Ob es Sinnvoll ist, ist ein anderes Thema.
Gehe mal von Kleinstteilen (100/60 mm) aus, da seh ich das Problem eher im Spannen, als in der eigentlichen Bearbeitung das Teils.
Sägen geht sehr gut auf der CNC, hat aber ggf. Einschränkungen wenn man mehre Teile aus einem Brett schneiden will.
Sägeblatt brauch mehr Platz zum ein und austauchen etc.

Im Prinzip sucht man also eine 5-Achs Nestingmaschine deren Besitzer Lust auf solche Arbeiten hat.
 

carsten

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Hallo

das Problem sehe ich weniger in den Winkeln und dem Holz als in der Größe der Teile. Wenn ein Teil von 1200* 200 mm in 22 Teile aufgeteilt wird ....

man da telefoniert man einmal mit nem Kollegen und schon ist hier wieder einer schneller

Also : bei der Größe muss man sich also Gedanken machen um das Aufspannen also evtl. Schablone bauen.

22 Stück 1200 *1200 mm als Kreis fräsen sind keine 2 Std Arbeit inkl Programmieren.
Aber sich Gedanken machen, Schablone planen, bauen/ fräsen, testen usw, da gehen mehr Stunden für ins Land als evtl fürs Fräsen.

Und darauf hat eben nicht jeder Bock. Und wenn läßt man sich das ordentlich bezahlen.
 

FRwoody

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ich fräse viel so Sachen wo ich von quer auf längs gehen muss, da spielt es kaum eine Rolle welches Holz ich verwende, es gibt laufend Bruch, in Serie ist das auch zu teuer, daher mitlaufend, dann kann man zu 100% ausschliessen
https://www.youtube.com/watch?v=puQrNMbYKpw hier wird im zweiten Arbeitsschritt genau das angewendet, ist Nuss, sollte eigentlich gehen im Gegenlauf, tut es aber nicht, daher im Gleichlauf und es bleibt absolut sauber. Das mache ich auch bei vielen anderen Sachen. Das ist einer der Vorteile einer CNC, man kann Gleichlauf fräsen.
Selbst mit Zeder habe ich solche Sachen gemacht, geht problemlos.

Danke Dir, vielleicht versuche ich mal, das mit der Oberfräse nachzuvollziehen.

Aber mal anders gefragt - wenn Du da vollständig ausgerüstet bist - würdest Du das mal für mich kalkulieren wollen?
 

Kerstenk

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Aber sich Gedanken machen, Schablone planen, bauen/ fräsen, testen usw, da gehen mehr Stunden für ins Land als evtl fürs Fräsen.
eines der krassesten Dinge, die ich mal gemacht habe, war eine Landkarte von einem Landkreis, mit Beschriftungen Lasern. Die Daten waren so grausam, dass ich 3 Stunden gebraucht habe bis die dann 5min auf der Maschine liefen :emoji_slight_smile: haben die aber alles gezahlt, denn es eilte denen.
 

FRwoody

ww-kastanie
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Hallo

das Problem sehe ich weniger in den Winkeln und dem Holz als in der Größe der Teile. Wenn ein Teil von 1200* 200 mm in 22 Teile aufgeteilt wird ....

man da telefoniert man einmal mit nem Kollegen und schon ist hier wieder einer schneller

Also : bei der Größe muss man sich also Gedanken machen um das Aufspannen also evtl. Schablone bauen.

22 Stück 1200 *1200 mm als Kreis fräsen sind keine 2 Std Arbeit inkl Programmieren.
Aber sich Gedanken machen, Schablone planen, bauen/ fräsen, testen usw, da gehen mehr Stunden für ins Land als evtl fürs Fräsen.

Und darauf hat eben nicht jeder Bock. Und wenn läßt man sich das ordentlich bezahlen.

Kleinteile: Ganz so schlimm ist es nicht. Aus einem 20*1200er Brett würden 4 bis 5 Teile entstehen.

Ordentlich bezahlen kann schon sein. Die 3D-Design-Leute haben auch einen Mindestauftragswert von 500 Euro. Stellt sich dann die Frage, wieviele Teile dafür herauskommen. Für die 22 Teile würde sich das für mich nicht lohnen bzw. die Tischsägenfertigung wäre dagegen sehr lohnend.
 
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