Stundensatz für Selbstständigkeit

bresi5

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Hallo in die Runde,

Ich bin relativ neu hier und würde euch gerne mal Rat bitten :emoji_slight_smile:

Kurz zu mir:

Mein Name ist Philipp, ich bin 32 Jahre alt und habe nun inklusive Tischlerausbildung 13 Jahre in einer renommierten Tischlerei gearbeitet.
Ich habe berufsbegleitend meinen Meister absolviert und wurde die letzten 3 Jahre auch dementsprechend eingesetzt.
Meine Aufgaben lagen hauptsächlich in der Teamleitung, Arbeitsvorbereitung, CNC Programme schreiben und selbst abarbeiten, inklusive CNC Pflege und Wartung.
Auch hat man mich oft im Bankraum beim Mitwerkeln gefunden, da ich doch schon ein relativ gutes handwerkliches Geschick besitze (soll keinesfalls eingebildet oder überheblich klingen :emoji_slight_smile: )

Nun habe ich mich aber dazu entschlossen, meinen eigenen Weg zu gehen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.
Meine Vorgesetzten bedauern diesen Schritt schon sehr, aber ich habe den Drang, meine eigenen Ideen umzusetzten.

Wie dem auch sei, natürlich ist aller Anfang schwer und da meine Vorgesetzten wissen, wie schwierig es ist, Fachpersonal zu finden, würden sie mich gern für kommende Projekte zeitweilig buchen. Für mich ist das natürlich eine gute Sicherheit, da ich auch sehr gern in der Firma gearbeitet habe.

Nun zur eigentlichen Frage:
Mein ehemaliger Chef bat mich nun, ihn meine Stundensätze vorzulegen, damit er damit kalkulieren kann.
Einerseits will ich natürlich keinenfalls zu tief ansetzen, da ich ja damit schon von vornherein meine ganze Preispolitik zerschlagen würde, und es dann auch im Nachhinein schwer ist seine Preiserhöhung zu rechtfertigen,
andererseits will ich auch nicht zu hoch ansetzen um meine ehemaligen Vorgesetzten zu verprellen.

Sie wollen mich für CNC- , Bankraum- und Montagearbeiten buchen.

Nun meine Vorstellung:

Montagestunde: 35 Euro
Bankraumstunde: 40 Euro
CNC Stunde: 50 Euro
Kilometerpauschale bei eigener Anreise auf Montage: 40 Euro

Hotelkosten werden vom Betrieb übernommen, ansonsten 1:1 Abrechnung.
Verpflegungspauschale: 25 Euro täglich Inland
50 Euro täglich Ausland

Ich würde gern mal eure Meinung zu meinen Vorstellungen erfahren.
Der Betrieb ist in Sachsen-Anhalt ansässig.
 

hukiman

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Bei uns wird der Schreinergeselle mit dem Mittellohn von 52,00€ Netto verrechnet. Wir sind aber auch ein Holzbaubetrieb aus dem Bauhauptgewerbe. Wie die Löhne bei den Schreinern sind kann ich nicht sagen und bin selbst gespannt.

Mit welchem Stundenlohn wurdest denn du deinen Kunden verrechnet? Verkaufe dich nicht unter Wert! Als Meister kommt mir 35€ extrem wenig vor...
 

Diesel1982

ww-robinie
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so genau kenn ich mich da nicht aus aber wenn ich mir das anschaue kommt mir das sehr niedrig vor. Immerhin musst du Steuern und Krankenversicherung zahlen. Als Meisterstunde find ich das echt zu wenig
 

pedder

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Was must Du denn pro Stunde umsetzen, damit sich das für Dich lohnt? Das musst Du doch selber kalkulieren.
Am Ende des Monats müssen ja auch die Stunden, die Du an fremden Maschinen auf fremden Baustellen gearbeitet hast, Deine
- Maschinenkosten,
- Fahrzeugkosten,
- Raumkosten, Raumnebenkosten
- Betriebshaftpflichtverischerung,
- Kranken+ Pflegeversicherung,
- Umsatzsteuer,
- Einkommenssteuer,
- Steuerberaterkosten,
- sonstige Beiträge,
- Rücklagen und Altersversorgung!
decken.

Man kommt da schnell ins Minus.
 
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DZaech

ww-robinie
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Nun es ist natürlich stark davon abhängig, ob du mit deinen eigenen Werkzeugen arbeitest oder nicht? Prinzipiell ist aber Montage immer höher angesetzt als Bankarbeit, da bist du auf jeden Fall zu tief.

Ich bin ebenfalls gerade auf dem Weg in die Selbständigkeit, allerdings im südlichen Nachbarland, von da her kann ich dir mit den Ansätzen nicht weiterhelfen, da bei uns andere Ansätze üblich sind. Rein vom Verhältnis her wäre es aber trotzdem vergleichbar, wenn auch die Beträge anders sind.

@pedder
Mit Arbeit in fremder Werkstatt die eigenen Maschine abschreiben? Das wird schwierig werden... Maschinenstunde kostet (nehm jetz mal unsere Zahlen) 85.- pro h für den Mann und 45.- pro h für die Maschine, macht 130.- pro h. Das wäre ein üblicher Ansatz für Standardmaschinen, den er braucht um seine Kosten zu decken. Wenn jetzt der andere Betrieb nochmals 45.- pro h aufschlägt für ihre Maschinenkosten ists dann schon etwas teuer. Von da her seh ich das nicht, dass bei Arbeit in fremder Werkstatt die eigene Werkstatt mitfinanziert werden kann.

Sozialkosten, Verwaltungskosten, Vertriebskosten, Lager, Miete etc. ist sicherlich möglich reinzupacken. Zumal ja eine Kaderposition auch einen ordentlichen Ansatz verlagen darf. Aber da die eigene Werkstattausstattung die gar nicht genutzt wird noch dazurechnen wird schon eher schwierig.

Die Frage ist auch, ist das Angebot von der alten Firma überhaupt lukrativ für dich? Besser wäre es du könntest in deiner eigenen Werkstatt für sie produzieren. Denn ansonsten steht dein Betrieb still und Kosten fallen trotzdem an. Desweiteren profitiert der andere Betrieb davon dass du quasi ein Temporär-Arbeiter, aber ohne jegliche Bürokratie bist. Sie können dich buchen, müssen aber nichts machen ausser deine Rechnung zahlen. Den ganzen bürokratischen Aufwand hast nämlich du...

Grüsse David
 
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Holzrad09

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Der Betrieb ist in Sachsen-Anhalt ansässig.
Wie hoch ist denn der übliche Stundenverrechnungssatz in Sachsen - Anhalt ? Da solltest Du keinesfalls drüber liegen.
Wie dem auch sei, natürlich ist aller Anfang schwer und da meine Vorgesetzten wissen, wie schwierig es ist, Fachpersonal zu finden, würden sie mich gern für kommende Projekte zeitweilig buchen. Für mich ist das natürlich eine gute Sicherheit, da ich auch sehr gern in der Firma gearbeitet habe.
Das mag für Dich anfangs eine gewisse Sicherheit sein, doch werden Sie Dich nicht permanent buchen und Du wirst Dich selber um Auftrage kümmern müssen und sicherlich auch bekommen und abarbeiten und dann klingelt wieder öfter das Telefon. Alleine manchmal nicht ganz einfach.
Aber Du wirst Deinen Weg finden, alles Gute von mir !
LG
 

pedder

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@pedder
Mit Arbeit in fremder Werkstatt die eigenen Maschine abschreiben? Das wird schwierig werden...
Meine Ausgangsfrage war eine andere: Was muss er pro Stunde umsetzen, damit sich sein Betrieb lohnt?

Werden Maschinen nicht mit festen monatlichen Raten finanziert? So kenn ich das.
Dann müssen die Beträge doch auch reinkommen.
 

magmog

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Guuden,

warum sind bei Dir die Stunde Montage, Bankraum, CNC und Anreisestunde
unterschiedlich bepreist?
Die betrieblichen Gemeinkosten sind in Deiner Ex-Firma nicht Deine Sache, Deine Nebenkosten bleiben pro Sunde die gleichen.
Nur die Km Pauschale mit eigenem Fahrzeug kommt extra. Da können dir die Tabellen wie die von ADAC eine Basis bieten.
Du musst Dir überlegen, wie Du mindestens auf Deinen bisherigen Nettoverdienst,
pro Stunde im Jahresmittel, kommst. Einige Prozent mehr dürfen es auch sein.
Da kommen u. A. auch die von Pedder gelisteten Kosten zum Zug:

- Maschinen- und Werkzeugkosten wenn eigene eingesetzt werden (Montage),
- Fahrzeugkosten zum Auftragsgeber,
- Raumkosten, Raumnebenkosten für Dein Büro,
- Büromaterial, Porti, Kosten Internet, Computer, Handy, Drucker....
- Betriebshaftpflichtversicherung,
- Kranken+ Pflegeversicherung,
- Einkommenssteuer,
- Steuerberaterkosten,
- sonstige Kosten wie Kammer, Werbung....
- Rücklagen und Altersversorgung,
- Verdienstausfall bei Nichtbeschäftigung, Krankheit und Urlaub,
- Gewinn und Wagnis
 

PurplePony

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Externe Monteure (Gesellen), auch aus den neuen Bundesländern (Hinweise wegen unterschiedlichem Preisniveau), gehen nicht für unter 40,- plus Auslagen für uns montieren.
Du bist Meister.

Du solltest einen Stundensatz für alle Arbeiten veranschlagen, sonst gibt es nur Diskussion wie lange du an welcher Maschine gestanden hast.

Inland Verpflegung sind 14,-/28,- Euro, Ausland siehe Tabelle Verpflegungsmehraufwand (google).

Mit 35,- die Stunde kannst du besser weiter angestellt bleiben. Die selbstständigkeit wird dir genug Abende im Büro stehlen die dir keiner zahlt.

Fair fände ich 20-25 % unter dem Preis mit dem dein noch AG dich abrechnet.
 

TischlerTheo

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Hallo
Hast du denn eine eigene Werkstatt? Wenn ja, würde ich den eigenen Stundenverrechnungssatz ausrechnen abzgl. gesparte Kosten für schärfen, heizen... weil du ja nicht in deiner eigenen Werkstatt arbeitest.
Grüße Theo
 

PurplePony

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In meiner Arbeitswelt ist das nicht oder halb oder reduzierte Zahlen von Fahrtzeiten übrigens überholt.
Fahrtzeiten werden auf allen wegen voll berechnet.

Glückwunsch zum Meister.
Ich freue mich über das sich mehr und mehr festigende Selbstbewußtsein des Handwerkers.
Du darfst ruhig zunächst mehr fordern. Wenn du nicht für dein Geld kämpfst, dann macht das keiner.
 

PurplePony

ww-robinie
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Nun es ist natürlich stark davon abhängig, ob du mit deinen eigenen Werkzeugen arbeitest oder nicht? Prinzipiell ist aber Montage immer höher angesetzt als Bankarbeit, da bist du auf jeden Fall zu tief.

Ich bin ebenfalls gerade auf dem Weg in die Selbständigkeit, allerdings im südlichen Nachbarland, von da her kann ich dir mit den Ansätzen nicht weiterhelfen, da bei uns andere Ansätze üblich sind. Rein vom Verhältnis her wäre es aber trotzdem vergleichbar, wenn auch die Beträge anders sind.

@pedder
Mit Arbeit in fremder Werkstatt die eigenen Maschine abschreiben? Das wird schwierig werden... Maschinenstunde kostet (nehm jetz mal unsere Zahlen) 85.- pro h für den Mann und 45.- pro h für die Maschine, macht 130.- pro h. Das wäre ein üblicher Ansatz für Standardmaschinen, den er braucht um seine Kosten zu decken. Wenn jetzt der andere Betrieb nochmals 45.- pro h aufschlägt für ihre Maschinenkosten ists dann schon etwas teuer. Von da her seh ich das nicht, dass bei Arbeit in fremder Werkstatt die eigene Werkstatt mitfinanziert werden kann.

Sozialkosten, Verwaltungskosten, Vertriebskosten, Lager, Miete etc. ist sicherlich möglich reinzupacken. Zumal ja eine Kaderposition auch einen ordentlichen Ansatz verlagen darf. Aber da die eigene Werkstattausstattung die gar nicht genutzt wird noch dazurechnen wird schon eher schwierig.

Die Frage ist auch, ist das Angebot von der alten Firma überhaupt lukrativ für dich? Besser wäre es du könntest in deiner eigenen Werkstatt für sie produzieren. Denn ansonsten steht dein Betrieb still und Kosten fallen trotzdem an. Desweiteren profitiert der andere Betrieb davon dass du quasi ein Temporär-Arbeiter, aber ohne jegliche Bürokratie bist. Sie können dich buchen, müssen aber nichts machen ausser deine Rechnung zahlen. Den ganzen bürokratischen Aufwand hast nämlich du...

Grüsse David
Ihr rechnet Die Maschinenstunde 1x Maschine und 1x den Mann?
Der BAB würde mich mal interessieren.
 

Lico

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Ich gebe zu bedenken, dass Du, wenn Du nicht in der eigenen Werkstatt arbeitest, aber eine hast (darum scheint es ja zu gehen) trotzdem die Fixkosten dafür hast. Du arbeitest also, ohne einen Deckungsbeitrag für Deine Werkstatt zu erwirtschaften. MMn ein schlechtes Geschäft für Dich.

Lico
 

Holzrad09

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Ihr rechnet Die Maschinenstunde 1x Maschine und 1x den Mann?
Anfang der 90er, in meinem Ausbildungsbetrieb, da hing ein Zettel an der Bürowand " Meiner werten Kundschaft werden folgende Stundensätze berechnet "
- Meister 96 DM
- Geselle 78 DM
- Maschinenstunde 120 DM
- Lackierstunde 100 DM
zzgl. 14 % Mwst.
Heutzutage ist sowas vermutlich nicht mehr möglich, zumindest in Regionen wie Sachsen - Anhalt.
LG
 

PurplePony

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Anfang der 90er, in meinem Ausbildungsbetrieb, da hing ein Zettel an der Bürowand " Meiner werten Kundschaft werden folgende Stundensätze berechnet "
- Meister 96 DM
- Geselle 78 DM
- Maschinenstunde 120 DM
- Lackierstunde 100 DM
zzgl. 14 % Mwst.
Heutzutage ist sowas vermutlich nicht mehr möglich, zumindest in Regionen wie Sachsen - Anhalt.
LG
Maschinenstunde aber mit Bediener?
 

Hubraumschrauber

ww-birnbaum
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Hallo,

wo die Stundensätze von Tischler oder Schreiner liegen kann ich nicht sagen.

Ich kann Dir die Sicht der Kunden schildern, der Montagetätigkeiten im In- und Ausland verhandelt und einkauft.

Mit 3 verschiedenen Stundesätzen würde ich den Sen. Chef nicht konfrontieren.

Ich würde einen gemittelten Wert nehmen. (Ein paar Projekte aus der Vergangenheit anschauen und die Verteilung abschätzen). Mal gewinnst Du, mal Dein Chef, aber in Summe passts.

Den Ansatz von Purple Pony finde ich gut, 20-25% unter dem, als was Du weiter abgerechnet wirst.

Wichtig dabei finde ich 2 Punkte. Dass es 1. Für beide Seiten fair ist, und 2. handelbar für beide Seiten bleibt. Übertrieben gesagt, der Spagat zwischen alle 5 Minuten einen anderen Stundensatz aufschreiben und dem Tagessatz mit 10h all in abzurechnen.

Zuschläge, Reise und Fahrtkosten ZB nach FA-Satz. (Ist transparent und offen) ggf. darüberhinaus auf Nachweis. Ich denke es sollte so machbar sein, dass Du nach der Baustelle die ganzen Zettel Deiner Freundin hinwirfst, sie die Abrechnung macht, und die Frau vom Chef die Abrechnung prüft und ohne Rückfragen, zügig bezahlt.

Für andere Betriebe, falls Du da aushelfen solltest, würde ich nur noch am Stundesatz drehen. Dann kann man Unterschiede plausibel argumentieren und fängt nicht bei Adam und Eva und diskutiert mit Sprinter, PKW und Anhänger 3 versch. Kilometerpauschalen.
 

uli2003

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warum sind bei Dir die Stunde Montage, Bankraum, CNC und Anreisestunde
unterschiedlich bepreist?
Das habe ich auch nicht verstanden. Ein Preis für alles.

Mit 35-40 Euro zzgl. Fahrtkosten liegt er doch gar nicht so falsch.
Kann man nicht wirklich mit dem Werken im eigenen Betrieb vergleichen, wann kann man da schon lückenlos abrechnen?

Als fleißiger Handwerker extern 180 Stunden im Monat arbeiten, für jede Stunde 40 Euro, sind 7200 Euro brutto auf die Kralle.
Zzgl. Verpflegungspauschalen, Hotelkosten... Also ich käme damit aus.

In der eigenen Werkstatt zahlt dir keiner den Strom, das Aufräumen, das Fahren zum Aufmaß und so weiter..
Und als mit der Selbstständigkeit Beginnender kann man sogar gut mit so etwas planen.
 
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Ich würde Staffelpreise machen, je nachdem wie viele Stunden er aus welchem Kontingent nimmt - du willst sicher nicht 160 Stunden als Monteur zu 35 Euro gebucht werden.....

Zu der Höhe der Packete kann ich wenig sagen, da Sachsen sicher ganz anders liegt als die 5-7 Großstädte in DE....
 

DZaech

ww-robinie
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Ihr rechnet Die Maschinenstunde 1x Maschine und 1x den Mann?
Der BAB würde mich mal interessieren.
Ganz verstehe ich deine Frage nicht? Wenn du meinst ob ich das so separat rechne, nein natürlich nicht, aber Maschinenstunde (eben Maschine + Bedienung) ist 130.-pro h, während Mitarbeiter ohne Maschine (z.B. verputzen am Bank) eben 85.- ist. So ist das gemeint. Und bei den 85.- ist dann der allg. Werkstattunterhalt, etc. schon enthalten. Nur Lohnkosten mit Sozialleistungen und Versicherungen wären also effektiv noch 55.- Das wäre dann das Minimum bei externen Arbeiten, wobei da aber die laufenden Kosten der eigenen Werkstatt überhaupt nicht mehr gedeckt wären, was eigentlich nicht sein darf.

Ist aber nur meine Meinung...
 

Holzrad09

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aber Maschinenstunde (eben Maschine + Bedienung) ist 130.-pro h
Von diesen Stundensätzen ist man in seiner Region meilenweit entfernt, da würde man da keinen einzigen Auftrag kriegen. Realistische Stundenverrechnungssätze liegen da m.W. bei 40 Eu, teilweise noch weniger, egal ob an der Hobelbank oder Tischfräse gearbeitet wird.
Im ländlichen Raum gibt es da so gut wie keine Infrastruktur mehr. Ich bin einmal im Jahr da, im Bernburger Umland, meine Frau stammt aus dieser Ecke. In den Dörfern findest Du keinen Bäcker, keinen Fleischer, keine Sparkasse, kein gar nix mehr. Mit etwas Glück kommt einmal die Woche ein Fiat Ducato Sparkassenkleinbus, dass die verbliebenen älteren Leute noch Ihre Bankgeschäfte abschließen können. Ich frage mich jedes mal wie man da überhaupt noch leben kann.
Hier mal ein Beispiel. http://dorfladen-netzwerk.de/2017/12/farnstaedt-ein-dorf-ohne-laden-wird-ein-totes-dorf/
LG
 

DZaech

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@Holzrad09
Ja das ist mir klar, ich habe auch oben geschrieben dass ich keine Ansätze kenne von seiner Region bzw. überhaupt Deutschland. Es geht im eigentlichen Post von mir auch ums Verhältnis bzw. ums Prinzip ob mit oder ohne Werkstatt etc. Die Beträge sind nur zu Veranschaulichung gedacht.

Grüsse
David
 

uli2003

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Für Verrechnungssätze gibt es einen Bundesbetriebsvergleich. Gut zur Orientierung, ich glaube das Mittel liegt bei 57 Euro zur Zeit, natürlich netto.
Wenn ich lückenlos mit 57 Euro kalkulieren würde und das durchziehen wollte, könnte ich mir bald etwas Neues als Arbeit suchen.
In den meisten Bereichen ist das gnadenlos drüber.
45-48 Euro sind zum Schluss real drin, natürlich gibt’s im Bundesland Stellen, wo das deutlich höher sein mag - mit entsprechend hohen Betriebskosten.
@ TE
10 Euro unterm gebietsüblichen Verrechnungssatz sollte also für beide passen. Ich denke (ernsthaft) nicht, dass du zu Beginn der Selbstständigkeit annähernd so viel verdienen wirst.
 

gand-alf

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@ TE
10 Euro unterm gebietsüblichen Verrechnungssatz sollte also für beide passen. Ich denke (ernsthaft) nicht, dass du zu Beginn der Selbstständigkeit annähernd so viel verdienen wirst.
Bin kein Profi, "kaufe" aber durchaus auch Freelancer etc. ein (IT). Wenn ich die in der Größenordnung unserer eigenen Personalkosten bezahlen könnte, dann hätte wir keine eigenen MA mehr. Denn damit würde ich ja die Personalrisiken vollständig auf die Dienstleister abwickeln - fände ich cool. Will sagen, dass wir DEUTLICH mehr zahlen (müssen).
Das muß jetzt nicht fürs Holzhandwerk gelten.
Denn der TE muß ja auch die Risiken, spontan nicht mehr gebraucht zu werden übernehmen. Daher ist Uli's obiges Beispiel mit den 7200 € m.E. unpassend, da sich der Beschäftigungsgrad stündlich ändern könnte. Die jetzt genannten 10 € unter VK halte ich für die unterste Schmerzgrenze. Es sei denn, TE möchte als Sklave enden (Stundenlöhner).
So wird sich Cheffe überlegen, Ihn wirklich nur zur Deckung von Spitzen oder schwierigen Dingen zu buchen. Und dann bleibt auch etwas Zeit für die eigentliche Selbstständigkeit - was eng genug werden wird.

Anmerkung: Wir haben in unserer Branche gerade richtig viel Spaß mit Steuer- und Zollbehörden wg. potentieller Scheinselbstständigkeit von Freelancern. Das ist echt nicht lustig. Da kann auf Cheffe eine interessante Nachforderung für die Sozialgebühren zukommen. Nicht witzig. Daher würde ich anraten, hier Beratung (IHK?) einzuholen.

Ansonsten: viel Glück!
Reinhard
 
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