Striebig übernimmt Martin

predatorklein

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Moin

Ganz ehrlich , wenn man kuckt , wie es momentan wirtschaftlich läuft , ist das doch verständlich .
Bei uns laufen momentan ( wieder ) Maschinenhändler ein , die haben wir seit 10 Jahren nicht mehr gesehen .

Für einen haben wir mal 2 halbwegs günstige EBS gebaut , der redet Klartext .
Und der meinte , dass er in 20 Jahren kein auch nur annähernd so schlechtes Jahr wie 2025 gehabt hätte :emoji_frowning2:

Und an eine Besserung in absehbarer Zeit glaube er nicht , und da ist er nicht alleine .

Gruß
 

wasmachen

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...und deswegen gehts Striebig so gut, dass die n anderen übernehmen?
Martin so schlecht, dass er übernommen werden muss?

Ok.... Schweizer müsst man sein ;-]
 

ChrisOL

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Man kann im Bundesanzeiger Bilianzen einsehen. Die letzte Veröffentlichung von Otto Martin war 2022.

Grundsolide aufgestellt. Gewinne in Deutschland und bei den US Firmen. Gutes Eigenkapital und geringe Verschuldung.

Kleiner zweistelliger Mio Euro Umsatz. Ca 150 Mitarbeiter.

Ein guter Maschinenbauer wie man den erwarten würde.
 

brubu

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...und deswegen gehts Striebig so gut, dass die n anderen übernehmen?
Martin so schlecht, dass er übernommen werden muss?

Ok.... Schweizer müsst man sein ;-]
Hmm, ja da frage ich mich auch, anders gesagt die heute teure Striebig hat zu viel Geld......................früher war Striebig wirklich günstig, die hat als Standard weniger gekostet als eine Altendorf Standard, aber das war einmal....................

Ob es bei uns wirklich besser geht sehen wir dann noch, es gab schon viele grossartige Firmen die verschwunden sind. Aber nicht unbedingt wegen schlechten Produkten sondern wegen Managern. Swissair lässt grüssen, die ganze Gruppe hatte pro Jahr für rund Fr. 100 Mio.!!! Berater und ging unter, bzw. der Rest wurde nach der Rettung mit Steuergeldern billig Richtung Norden verscherbelt.
 

carsten

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Hallo

denke das ist weniger eine Übernahme als ein Zusammenschluss und man wählt die Schweiz als "Standort". Das hat doch den einen oder anderen wirtschaftlichen/ steuerlichen .... Vorteil. Gibt ja mehrere "deutsche" Firmen die in der Schweiz sitzen.
 

brubu

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Oder Schweizer Firmen die im Ausland produzieren, z.B. Kündig.
Bei Stihl ist es teilweise umgekehrt aber von einer weiteren Verlagerung habe ich nichts mehr gehört.
 

Martin45

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Ja, das schockt vielleicht zunächst. Aber für so "kleine" Firmen (gegenüber Felder/SCM usw) bringt es schon deutliche Vorteile im Vertrieb. Ob der Felder Vertriebler ein komplettes Sortiment anbietet (und teils auch los wird) oder ob man mehr oder minder nur eine FKs-Serie anbietet ist doch kein Unterschied, aber der Kunde hat nur einen Ansprechpartner.
Zum anderen glaube ich hat sich auch die Branche gewandelt. Es gibt viel weniger kleine Schreinereien mit 1-3 Mann, dafür mehr bei 10+ Mitarbeitern.
Der Chef der 10 Mann am laufen halten muss ist ein anderer wie der kleine selbstständige Schreinermeister.
 

wasmachen

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naja Felder macht was richtig was Martin nicht schafft.
Wer bitte kauft für 30 k nen Dickenhobel? Dabei noch hässlicher wie das Felder Blau!
Natürlich ist das hochwertiger Maschinenbau aber so überteuert kauft kein Mensch!

Wer bitte kauft nen Audi A4 für weit über 100K (RS4 z.b.).
Wer n Porsche?
Wer ne Penthousewohnung?
Wer isst n Steak?
Wer geht ins 4 Sterne+ Hotel?
Wer kauft nen Sprinter?

Ja, der Buchhalter- , Sorry, Betriebsfachwirt, stellt n Billigheimer hin. Und kommt nach der 5. Maschine drauf, dass er längst das gleiche oder noch mehr bei mauen Ergebnis gezahlt hat....

Irgendeiner hier hat glaub letztes Jahr als 2Mann Bude ne neue Hofmann gekauft....
 

isso

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Das kann viele Gründe haben, ich denke nicht, dass wir das hier rausfinden.

FKS sind oft nicht mehr so zentral, aber irgendwie steht doch in jedem Laden eine.

Mein Eindruck ist schon, dass Martin sein Standing hat und ziemlich verbreitet ist. Gerade bei etwas größeren Läden sieht man die Recht häufig.
 

brubu

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Mein Eindruck ist schon, dass Martin sein Standing hat und ziemlich verbreitet ist. Gerade bei etwas größeren Läden sieht man die Recht häufig.
Und in Sozialbetrieben wo Geld keine Rolle spielt...............kein Witz aber so ein Betrieb musste nach Jahren trotzdem dicht machen.
 

isso

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Sozialbetriebe kenne ich keine. Tischlereien sieht man die immer noch häufig, auch ziemlich neu.

Jedenfalls finde ich es erstmal gut, dass das Striebig ist. Hätte schlimmer sein können
 

brubu

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Aus Sicht von Martin ist es vielleicht gut. Aus Sicht von Striebig verstehe ich es nicht. Die werden eher von liegenden, günstigeren Plattensägen konkurrenziert. Da hätten sie vielleicht bei Mayer zugreifen sollen um alle Plattensägemöglichkeiten abzudecken.
Aber das ist meine Ansicht und davon verstehe ich eh nix.
 

R&R GmbH

ww-ulme
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Der gehobene Maschinenbau wird seit Jahren von günstigeren Maschinen angegriffen. Es gibt jedoch – wie bei allem – Kunden, die sich aufgrund guter Erfahrungen mit einem alten Premiumprodukt wieder für ein neues entscheiden oder mit der Qualität eines günstigeren Produkts nicht zufrieden waren. Beim Wiederverkaufspreis sind die Premiumprodukte im Vorteil. Allerdings benötigen die Hersteller gewisse Umschlagsmengen an Maschinen, um die Preise halten zu können. Ich könnte mir vorstellen, dass sich Martin und Striebig vom weltweiten Vertrieb Synergieeffekte erhoffen. Spannend wird für uns, wie es sich mit der Zusammenarbeit mit dem Handel auswirkt, aber das wird man sehen.
 

magmog

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Guuden,

Firma in mehrköpfigem Familienbesitz mit Mitgliedern ohne Bezug zu den Produkten,
der für die Firma wichtige Markt USA kaputt, immer weniger Betriebe als Kunden in der EU,
die verbleibenden fertigen immer weniger aus Schnittholz oder mit verketten Anlagen,
die aktuelle Marktlage noch dazu. Dann halten die Maschinen auch noch ewig.

Mit meinen 3 Martins arbeite ich seit '83, die FKS ist noch über 10 Jahre älter,
mit sehr großem Schnittholzanteil und bis zu 7 Mitarbeitern, würde ich der Marke treu bleiben.
Ich habe aber leider keinen Ersatzbedarf!
Nach dem großen Sterben der Hersteller wie Kölle, Bäuerle, Fromia, Comag, Klein und Söhne,
vielen italienischen, und den starken Konjunkturzyklen der Jahrzehnte danach,
hatte ich immer großen Respekt, dass Martin sich mit erstklassigem Maschinenbau
in einer immer kleiner werdenden Marktnische halten könnte.

Es bleibt zu hoffen, dass solche Produkte und die Firma unter neuer Führung
weiter existieren können. Bei Striebig als neuer starker Mutter sehe ich gute Chancen.
 

Seanathair

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Ich würde die Gründe nicht bei Produkten oder äußeren Umständen sehen. Aus eigener Erfahrung in einer anderen Branche würde ich eher auf familiäre Umstände tippen. Häufig haben Unternehmen in der Größe keine qualifizierten Nachfolger, die das unternehmerische Risikio tragen wollen. In meiner 40jährigen beruflichen Laufbahn habe ich Höhen und Tiefen (mit Insolvenz) erlebt. Es waren nie äußere Rahmenbedingungen, die zu einer Talfahrt geführt haben, sondern immer ein schlechter Kapitän. In ruhiger See kann jeder Leichtmatrose das Ruder halten. Aber die See ist immer mal wieder rauh und ungemütlich. Dann zeigt sich, wer ein guter Kapitän ist.
 

magmog

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Ergänzung zu meinem Beitrag, # 12

...... wobei ich hoffen will, dass Striebig mit seiner noch kleineren Marktnische aus einem einzigen Maschinentyp,
im Wettbewerb mit liegenden Plattensâgen, ebenfalls Problemen mit dem US Markt
und zwangsläufig Preisen auf eidgenössischem Niveau auf Dauer bestehen kann.

Nicht dass am Ende ein Krüppel einen Blinden in die Sackgasse geführt hat!
 
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magmog

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Ich würde die Gründe nicht bei Produkten oder äußeren Umständen sehen. Aus eigener Erfahrung in einer anderen Branche würde ich eher auf familiäre Umstände tippen. Häufig haben Unternehmen in der Größe keine qualifizierten Nachfolger, die das unternehmerische Risikio tragen wollen. In meiner 40jährigen beruflichen Laufbahn habe ich Höhen und Tiefen (mit Insolvenz) erlebt. Es waren nie äußere Rahmenbedingungen, die zu einer Talfahrt geführt haben, sondern immer ein schlechter Kapitän. In ruhiger See kann jeder Leichtmatrose das Ruder halten. Aber die See ist immer mal wieder rauh und ungemütlich. Dann zeigt sich, wer ein guter Kapitän ist.


......... ich kenne als Ursache fast immer eine Mischung aus allen Problemfeldern,
selten war es nur ein einziges.
 
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