Stegverbindung mit Keil

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Macchia, 16. April 2019.

  1. Macchia

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    Guten Abend zusammen,

    bin gerade am grübeln ob ich den üblicherweise senkrecht eingesetzten Keil
    (bei senkrechtem Steg) auch waagrecht ansetzen kann.
    Der Zapfen hat eine Stärke von 30mm und eine Höhe von 125mm (Kiefer)
    Ist der Anpressdruck eklatant abnehmend auf 125mm?
    oder riskier ich eine besondere Spaltwirkung?
    Wäre es doch eine Arbeitserleichterung quer durchzustemmen (30mm) statt über 125mm....:emoji_thinking:

    Finde hierzu nirgends Angaben/Begründungen und nur ganz wenig Beispiele bei denen der Keil waagrecht liegt.
    Es handelt sich um eine schräge Stegverbindung und soll/muss von Hand ausgeführt werden...
    Würde die Breite (parallelen Kanten) des Keiles auf etwa 50mm setzen und die übliche Neigung von ca. 1:10

    lieben Dank schon mal für Licht im Dunkel

    Martin
     
  2. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    den Keil hochkant einzutreiben ist wesentlich besser. Darum findest du andere Beispiele auch kaum.
    Die Anpresskraft wird jn beiden Richtungen zwar gleich sein, aber die Spannpunkte sind sehr unterschiedlich. Quer eingetrieben übt der Keil im Wesentlichen Kräfte im Bereich der neutralen Faser aus, hochkant eingetrieben aber praktisch an zwei weit voneinander entfernten Punkten.

    Gruß

    Ingo
     
  3. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Die Spaltfläche ist kleiner, wenn quer eingetrieben. (falls der Steg spaltet). Daher die Gefahr entsprechend größer.
    Nur wegen dder Arbeitserleicherung würde ich das nicht machen. So aufwendig ist ein senkrechtes Keilloch auch wieder nicht
     
  4. uli2003

    uli2003 ww-robinie

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    Das lässt sich so nicht beantworten.
    Die primäre Frage ist - wie hoch ist die Belastung?
     
  5. Macchia

    Macchia ww-robinie

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    die Verbindung gehört zu einer Hobelbank an der ich seit einiger Zeit baue (immer nur am Sonntag)
    es ist die Längsstrebe (Schwinge) die die beiden Fußpaare verbindet.
    Belastung kann ich nicht abschätzen da noch andere konstruktive Maßnahmen greifen um seitliche Kräfte aufzunehmen.
    In den 30mm Zapfen einen Keil, mit sagen wir 10mm stärke einzutreiben bedeutet, dass nur 2 filigrane 10mm Flanken
    am Zapfen bleiben, dass erscheint mir etwas wenig.
    Das war auch mit ein Grund der Frage außer der etwaigen Arbeitserleichterung.
    (hätte den Zapfen etwas breiter stehen lassen sollen...die Schwinge ist 60mm stark))

    nein, relativ...
    30mm statt knapp 130mm ist schon ein Unterschied zumal ich auch einen Anspruch auf Planheit der Reibflächen habe.
    Vorbohren bringt nur wenig da schräge Verbindung.
    Aber gut, die Arbeit scheue ich nicht, ist ja privates Amüsement.

    ja, dass hatte mich stutzig gemacht...
    im Spannagel auf Seite 100 ist ein Doppelzapfen abgebildet bei liegendem Steg...
    ist aber auch wieder eine andere Geschichte.

    Wenn jetzt Uli mir auch nur wenig Hoffnung gibt, habe ich mit ihm dann 3 triftige Gründe mich doch durch 129,41mm:emoji_wink: zu kloppen.

    Danke Euch!

    hier ein Bildchen:
    evt. stelle ich die Bank unter Projekte vor, wenn ich sie mal fertig bekomme....

    hobelbank.jpg
     
  6. Holzrad09

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    Moin
    Du hast doch eine Langlochbohrvorrichtung an deiner Kombi und von beiden Seiten müsstest Du doch mit einem 8er Bohrer durchkommen.
    LG
     
  7. Macchia

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    ja, hatte ich mir auch schon überlegt, 60mm geht meine ich vom Bohrer her, der Tisch kann deutlich mehr,
    wollte eigentlich soviel wie möglich von Hand machen und zum anderen muss ich die 1,8m lange
    Schwinge um 15° schwenken (schräger Steg) auf dem kleinen Tisch und dabei noch einmal umdrehen...:emoji_thinking:
    ich arrangiere das mal in einer Trockenübung.
    das Ding soll ja auch mal fertig werden, die Einzelteile liegen mir auch die ganze Zeit im Weg...
    von daher wäre etwas Maschinenunterstützung nicht schlecht.
     
  8. IngoS

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    Hallo Martin,

    leg die Schwinge gerade auf die Langlochbohrmaschine und bohre entsprechend innerhalb des Anrisses aus. Die Schrägen stemmst du dann mit dem Stechbeitel nach . Geht einfacher und schneller, als wenn du versuchst, die Schrägen mit der Lalo exakt zu bohren.

    Gruß

    Ingo
     
  9. Holzrad09

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    Och nee, so langweilig kann einem doch gar nicht sein, dass man 12 cm tiefe Löcher von Hand raus hackt. :emoji_wink:
    Das ist der Nachteil bei Lalo's mit beweglichem Tisch, da solltest Du Dir einen Nachbar zum hochhalten dazu holen. :emoji_slight_smile:
    Wenn Dir die Abrichttische im Weg sind, dann spanne den Knüppel gerade auf, bohre durch und hacke die Schrägen von Hand nach.
    LG
    PS: Mein Weg wäre eine Stemmmaschine mit kippbarer Säule. :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye: Wobei Ich aber auch eine Lalo mit festem Tisch hätte.
     
  10. Macchia

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    ja, werde ich wohl so machen, wobei ich dann wahrscheinlich höchsten 2x 8er Bohrungen nebeneinander setzen kann.
    Der Beitel hätte aber schonmal guten Freiraum...
    ich berichte..., wäre Premiere mit der LaLo:emoji_relaxed:
     
  11. Macchia

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    nee, du wirst es nicht glauben aber es macht mir wirklich wieder Spass. (weil es kein Muss ist)
    Die 4 großen Schlitze durch den 125er Balken auch alle von Hand....
    (und die 80 Jahre alte Gebirgskiefer ist knüppelhart)
    Die Zapfen abgesetzt mit Handsäge und Einhandhobel (habe keinen Sims) und 3er Hobel.:emoji_head_bandage:

    ja, mit dem Gedanken könnte ich mich auch anfreunden....aber mein Geldbeutel nicht.:emoji_money_mouth:
     
  12. uli2003

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    Was hältst du denn, um die Fläche die die Scherkräfte aufnehmen muss zu vergrößern, von jeweils 2 Keilen quer?
     
  13. Macchia

    Macchia ww-robinie

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    Das ist auch eine super Idee! auch vom Ansehen her interessant.
    (hätte mir ja auch einfallen können bei dem Bild im Spannagel)
    Die Keile ( Kastanie und Nussbaum habe ich dafür bereit gelegt ) sind an der Bandsäge schnell gemacht und mit dem Handhobel fix gerichtet.
    Jetzt muss ich nur noch überlegen was mir besser gefällt und vor allem hält.
    Was würdest du machen wenn es rein auf Funktion/Stabilität ankommt?

    Danke für den Tipp!
     
  14. uli2003

    uli2003 ww-robinie

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    13cm durch zu stemmen ist schon eine Ansage. Ich würde höchstwahrscheinlich die Höhe auf 80-100 mm reduzieren (innen absetzen), und den Keil dann längs laufen lassen.
    Oder halt zwei Stück quer, entscheidend ist in jedem Fall. wieviel Holz außerhalb des Keils stehen bleibt.
    Schneidet man den Zapfen zu kurz, wird es brüchig, lässt man ihn zu lang sieht es auch nicht aus.
     
  15. Macchia

    Macchia ww-robinie

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    ok,
    Schlitz und Zapfen sind ja "schon" fertig also werde ich mal meine Langloch bemühen an einem Teststück und den
    Keil senkrecht laufen lassen.
    Wenn ich das nicht Zweifelsfrei hinbekomme gibt es 2x 35-40er Keile waagrecht.
    Ergebnis zeige ich hier demnächst...

    bis dann
    und Dank an alle!

    PS:
    Rob Cosman (sehr von sich überzeugt) zeigt hier seine Hobelbank-Kreation in Walnuss und haste nicht gesehen,
    muss man nicht mögen, doch er setzt den Keil waagrecht ab Minute 15:40 etwa, eines der wenigen Beispiele die
    ich finden konnte...
     
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