Standzeit Frässtifte

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von klaschatx, 29. Juli 2008.

  1. klaschatx

    klaschatx ww-fichte

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    Tach zusammen,

    mich interessiert, welche Erfahrungen Semi-Profis und Profis mit der Standzeit von hartmetallbestückten Frässtiften für die Oberfräse (Nutfräser, Bündigfräser, Fasenfräser) sammeln konnten.

    Genauer: Bei den ganz billigen Ebay-Sätzen (12 Fräser für 12 Euro) fällt auf, dass die Hartmetalleinsätze schon beim Fräsen von primitivem Fußbodenlaminat (DPL mit einer Beschichtung von 0,2 oder 0,3 mm Stärke) sehr schnell Kerben bekommen und dann natürlich nicht mehr sauber fräsen, sondern Brocken aus dem Material reißen.

    Das kann doch nicht generell bauartbedingt sein? Was würde man für einen besseren Fräser mit höherer Standzeit mindestens bezahlen müssen? Gibt es Empfehlungen, was taugt? Also: gesucht ist das _unterste_ Preissegment, das diesen Anspruch erfüllt! Maßhaltigkeit etc. ist alles kein Thema - es geht nur um die Standzeit und dauerhaft sauberes Fräsen von DPL oder HPL-beschichtetetem Material.

    Danke und lieben Gruß
    klaschatx
     
  2. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Schau mal nach Edessö bei Ebay, sind etwas besser. Wenn du was wirklich gutes haben willst, musst du z.B. für einen 8mm Zylinderfräser 15-30 Euro ausgeben. Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat kempf-tools.de, wobei die Auswahl an Fräsern für den Holzbereich nicht sonderlich gut ist.
     
  3. Hunzenstrunz

    Hunzenstrunz ww-eiche

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    also ich hab für privat nen 12teiligen satz von guhdo und bin eigentlich recht zufrieden bis auf das anstatt nem 6,3mm radienfräser nen zweiter karniesfräser drin ist ganz i.O. soweit fräse allerdings zuhause auch nicht sooo viel ...
     
  4. klaschatx

    klaschatx ww-fichte

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    Danke für die Antworten :emoji_slight_smile:

    Nu ja - Erfahrungen mit Stiften, die wenig benutzt werden, helfen nicht unbedingt weiter (ist jetzt absolut nicht böse gemeint!)

    Ich behaupte mal, dass diese billigen Ebay-Teile bei Weich- oder Hartholz auch ihren Dienst verrichten - so zumindest meine Erfahrung. Richtig übel wird's erst bei harzbeschichtetem Material. Ich bin da deshalb etwas ratlos, weil der eine Nutfräser, der der Bosch-Oberfräse beilag, verarbeitungstechnisch zwar besser aussah als das Ebay-Zeugs, aber im Ergebnis genau so schnell im Eimer war wie eben dieses. Ich möchte nun natürlich ungerne 15-30 Euro für einen Fräser ausgeben, um dann vor dem gleichen Ergebnis zu stehen.

    Einige Marken sind ja bereits genannt worden; danach werde ich mich mal umschauen - gibt es noch weitere empfehlenswerte Marken/Online-Shops?

    Danke und lieben Gruß
    klaschatx
     
  5. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Saarland
    Hallo,

    Laminat setzt jeden Fäser sehr stark zu.

    Ich würde dir daher zu einem Fräser mit Wendeplatten raten. Der kostet zwischen 80 und 100 Euro. Die Platten sind dann aber billiger als Schärfen lassen und du mußt den Fräser, wenn er stumpf ist nicht weggeben. Diese Fräser bekommst du von Leitz, KWO, CMT und vielen anderen Herstellern.

    Ich würde mal behaupten, dass auch ein teurer Fräser von Leitz nicht viel länger bei Laminat hällt, ale ein billiger.

    Gruß

    Heiko
     
  6. klaschatx

    klaschatx ww-fichte

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    Aha - das ist ja auch mal eine interessante Einschätzung. Das hieße ja, dass das Laminat eben doch ein grundsätzlich werkzeugmordendes Zeug ist.
    Da ich sooo super viel in Laminat aber wiederum auch nicht zu fräsen habe, wäre es dann tatsächlich auch eine Alternative, einfach ein Kontingent billig(st)e Fräser als "Wegwerfteile" einzusetzen und andere billige Fräser eben bewusst nicht in Laminat einzusetzen und so zu schonen. Hm ...

    Jetzt drängt sich mir nur die Frage auf, womit ein Profi denn z. B. an HPL-beschichtetem Multiplex Fasen fräst? Der wird doch sicher nicht ständig und im Stundentakt sein Werkzeug austauschen?

    Lieber Gruß
    klaschatx
     
  7. heiko-rech

    heiko-rech ww-robinie

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    Hallo,
    Ja, ebenso wie Multiplex
    Kommt auf die Anwendungshäufigkeit an. Wir nehmen für die Meisten Arbeiten Wendeplattenfräser, allerdings auf der Tischfräse. Nur selten gebrauchte Profile haben wir in HM.

    Falzkopf und Nuter, aber auch verstellbare Fräser haben in der Regel ja so oder so Wendeplatten.

    Aber man kann aufgund des Schneidenflugkreises und der Schnittgeschwindigkeit eine Tischfräse auch nicht mit einer Oberfräse vergleichen.


    Gruß

    Heiko
     
  8. klaschatx

    klaschatx ww-fichte

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    Gut, dann muss ich auf jeden Fall auch meine Arbeitsweise hinterfragen. Etwas mehr Vorarbeit mit anderem Werkzeug, etwas weniger Hardcore-Fräsen in Laminat. Dass Multiplex durch den reichlichen Leimbestandteil auch nicht sehr werkzeugschonend ist, habe ich schon befürchtet :emoji_wink:

    Noch 'ne Frage: Wie würde man beschichtetes Material denn "richtig" (oder "am richtigsten" und schonendsten) fräsen? Eher mit langsamer Drehgeschwindigkeit oder voll aufgedreht? Langsam durch's Material oder zügig? Gibt es da auch Grundsätze, die einen effektiven Unterschied im Ergebnis bedeuten?

    Danke und Gruß
    klaschatx
     
  9. magmog

    magmog ww-robinie

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    guude,

    im profibereich werden holzwerkstoffe mit polykristalinen diamantwerkzeugen bearbeitet, im handwerksbereich mit HW werkzeugen.
    zu beachten ist, daß HW nicht gleich HW ist, alleine für holz und holzwerkstoffe gibt es mindestens 6 unterschiedliche typen, die auch unterschiedlich teuer sind.
    wichtig ist, mit gleichmäßigem und stetigem vorschub zu arbeiten. ist er zu hoch wird das werkzeug überlastet, ist er zu langsam findet keine zerspanung mehr statt, sondern nur noch ein reiben. das prob dabei ist, daß sich die schneide beim reiben und beim zerspanen erhitzt, sich beim austritt aus dem werkstück schlagartig an der luft abkühlt.
    stoßartige belastung und falsche belastungen sind natürlich für schneidstoffe mit zunehmender härte tödlicher.
    ein richtiger vorschub führt zu einem span, der einen teil der zerspanungswärme mitnimmt, ein höherwertiges HW kommt mit wärmespannungen besser klar als ein schrottiges.
    ein weiteres prob kann die fräserform darstellen, wenn sie im schneidenbereich große durchmesserunterschiede darstellt. ein kegelförmiger stiftfräser schneidet an der spitze mit einer theoretischen geschwindigkeit null.
    ein radienfräser hat an der oberfläche des werkstücks eine spanabnahme von praktisch null und reibt nur noch.

    grundlagen: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    schnittgeschwindigkeiten in mtr/sec, empfehlung:


    -----------------fräsen-----------------sägen
    weichholz HSS 50-80-------HW 60-90---HW 70-100
    hartholz ----------40-60 -------50-80--------- 70-90
    spanplatte------ XXXXX_____60-80-----------60-80
    tischlerpl.--------XXXXX_____60-80----------60-80
    hartfaserpl.------XXXXX_____40-60----------60-80
    kunststoffbe-
    schichtete pl. ---XXXXX____40-60-----------60-120

    diamant in stark abrasiv wirkenden werkstoffen sägen 90-110 m/sec, fräsen 40-70m/sec

    gut holz, justus.
     
  10. klaschatx

    klaschatx ww-fichte

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    Ort:
    Mülheim an der Ruhr
    Vielen Dank! Gute und interessante Angaben, guter Link. Ich glaube, ich werde jetzt mit diesen Hintergrundinformationen einfach mal bei einem namhaften Hersteller den Katalog schauen. Grob weiß ich ja jetzt, worauf bei meinem speziellen Problem zu achten ist. Vielleicht finde ich ja bezahlbare Fräser, die für meine gelegentliche Laminat-Fräserei ganz gut taugen.

    Danke noch mal
    Lieber Gruß
    klaschatx
     
  11. derdad

    derdad Moderator

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    Wien/österreich
    Hi!
    Noch was Grundlegendes (falls nicht schon gesagt): Fräser mit größerem Durchmesser arbeiten besser und halten auch länger als kleiner Durchmesser. Normalerweise zumindest.

    gerhard
     
  12. El Schrato

    El Schrato ww-pappel

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    Hallo, liebe Gemeinde!

    Ich habe uns (dem Gefängnis wo ich arbeite) eine schöne kleine Onsrud-Unterflurkopierfräse besorgt, mit der wir in bälde Spielzeug etc herstellen möchten. Nun war hier im Lieferumfang ein Frässtift mit 8 mm Schaft und 19 mm Schneide aus HSS.
    Beim erstmaligen "ausprobieren" des Schablonenfräsens ist dieser mir aber nach ca. 100cm "Nut" in beschichteter Spanplatte fast abgeraucht. Das Ding ist absolut ferz.


    Dann hab ich - weil die Arbeit mit dem Teil echt Spass gemacht hat, mit einem Baumarkteinsatz für die Oberfräse weitergemacht. Das Teil hat länger gehalten...

    Nun meine Frage:

    Gibts bezahlbare Schaftfräser in HSS oder HM mit LANGEM Schaft und mind. 19mm Arbeitslänge, die auch etwas aushalten?
    Kennt jemand das Problem?
    Sind die Onsrud- Fräser alle so bescheiden???

    Vielen Dank,

    der Schrat
     
  13. flatscho

    flatscho ww-nussbaum

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    92
    Hallo
    !
    Ich würde Dir gerne eine PN schicken, nur leider scheinst Du dies abgeschaltet zu haben. Wie kann ich Dich erreichen?
     
  14. tesuji

    tesuji ww-nussbaum

    Beiträge:
    89
    Ort:
    Ay Ay Ay
    Das kann ich mir nicht vorstellen. Onsrud ist ein weltbekannter Hersteller von Höchstleistungs-Fräswerkzeugen, und zwar nicht nur für den Metallsektor, sondern gleichermaßen auch für die Holzbearbeitung, insbesondere für CNC.

    Ich kann mir das nur so erklären, dass deine Bearbeitungsparameter etwas unglücklich gewählt worden sind. Kannst du mal deine konkreten Parameter angeben: Onsrud Fräser Bezeichnung/Nummer, Fräserabmessungen, Schneidenzahl, Drehzahl, Spandicke (Zustellung), Schnitttiefe, ungefähre Vorschubgeschwindigkeit (Bewegungsgeschwindigkeit der OF).


    vgv Cliff
     
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