Sicherheit Schiebeschlitten & Anschlag

MilleniumEli

ww-pappel
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Hallo zusammen,

ich bin seit kurzem stolzer Besitzer meiner ersten Tischkreissäge und bereite mich grade mental auf das erste Projekt vor. Daher habe ich ein paar Fragen zum Querschnitt mit dem Schiebeschlitten.

Ich habe gelernt, dass man bei Querschnitten mit dem Queranschlag auf keinen Fall zusätzlich den Parallelanschlag verwenden darf um die Länge einzustellen. Stattdessen wird der Anschlag vor dem Sägeblatt angebracht und der Schnitt dann frei gemacht um zu verhindern dass sich das abgeschnittene Stück zwischen Sägeblatt und Parallelanschlag verkeilt. Soweit so gut und auch verstanden.

- Wie siehts denn aus wenn man einen (selbstgebauten) Schiebeschlitten verwendet? Dort gibt es ja unzählige Beispiele wo Leute einen seitlichen Anschlag direkt am Queranschlag befestigen um die Länge einzustellen. Hier entsteht doch genau das gleiche Problem oder nicht? Aus welchem Grund ist das Vorgehen hier sicher(er)? Der einzige Unterschied ist doch, dass sich hier der Anschlag mitbewegt aber das verkeilen zwichen Sägeblatt und Anschlag ist doch genauso möglich oder nicht?

- Ich möchte ein Kantholz immer abwechselnd auf 0° und ~20° abtrennen und dafür einen Schlitten bauen der zusätzlich einen schräg stehenden Queranschlag hat so dass ich unkompliziert immer zwischen den zwei Anschlägen hin und her wechseln kann. Beide würde ich mit einem entsprechenden Längenanschlag versehen um direkt die richtige Länge zu haben. Spricht irgendetwas dagegen oder muss ich beim Winkelschnitt etwas bestimmtes beachten?

Vielen Dank für eure Unterstüzung!

Andy
 

MilleniumEli

ww-pappel
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Ja das habe ich mir schon gedacht, sonst würden es vermutlich nicht so viele machen :emoji_slight_smile: Aber warum ist das unproblematisch bzw anders als beim queranschlag? Ist mir intuitiv irgendwie nicht klar.

Zum Thema Kappsäge: klar, ist hierfür wahrscheinlich besser geeignet. Ich wollte aber erstmal mit einem Werkzeug starten und insgesamt finde ich die Kreissäge vielseitiger.
 

Pringles87

ww-eiche
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Naja, nach meinem Verständnis dürfte es daran liegen, dass das Werkstück, dass weggeschleudert werden könnte, vollflächig am Schiebeschlitten anliegt und somit nicht wegfliegen kann. Bei Ablänganschlägen ist der Stopper je links vom Sägeblatt und das Werkstück wird am Anschlag festgehalten.
 

uli2003

ww-robinie
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Aber warum ist das unproblematisch bzw anders als beim queranschlag? Ist mir intuitiv irgendwie nicht klar.
Das ist einfach zu beantworten.

Beim Ablängen ohne Zwangsführung des Abschnitts wird dieser quasi 'mitgeschleppt', und wenn er fast abgetrennt ist, fängt er an sich zu drehen. Das ist der Beginn für das Klemmen und den dann folgenden Abflug.
Wenn der Abschnitt zwangsweise durch einen durchgehenden Queranschlag mitgeschoben wird, kann er sich nicht drehen - und dann passiert (meistens) nichts.
 
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