Sehr exaktes mittiges Loch in Hirnholz einer Leiste

Wanderer82

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Hallo zusammen

Ich möchte ein "magisches Kreuz" herstellen, d. h. habe ich schon, aber jedes Mal habe ich das Problem, dass ich die Sacklochbohrungen in der Schnittfläche (Hirnholz) der kurzen Holzleistenstücke nicht exakt mittig hinbekomme. Bei diesem "Trick" ist es sehr wichtig, dass die Bohrung wirklich 100% mittig ist. Ich versuche es mit dem Bleistift mit einem Kreux (beide Diagonalen) so genau wie möglich einzuzeichnen (da beginnt schon die Schwierigkeit, dass man für die Linien den Lineal leicht versetzt anlegen muss, weil der Bleistiftstrich ja eine gewisse Breite hat. Einmal das Kreuzchen exakt gezeichnet, versuche ich, die Bohrspitze bzw. eine Vorstechahle exakt in den Schnittpunkt zu drücken. Leider gelingt das fast nie 100%, immer rutscht man leicht ab / weg wegen den Holzfasern. Ist das einfach so, dass man bei entsprechend ungünstigem Holz (ich nutze Kiefer, Fichte oder Tanne) niemals auf den ca. Viertelmillimeter genau funktionieren wird oder gibt es irgendwelche Tricks? Eine sehr gute, moderne Standbohrmaschine (Flott) ist vorhanden.

Besten Dank für eure Unterstützung.

Grüsse
Thomas
 

happyc

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Einen a.d. Waffel
schonmal mit einer Art Bohrlehre versucht?
Aus einem Plattenmaterial eine Schablone bauen, in die du die Leisten einlegst und fixierst, die Bohrung im Plattenmaterial führt den Bohrer und verhindert ein Verlaufen.
 

wirdelprumpft

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Fichte und Präzision im 1/10 Bereich ist sehr schwierig.
Verschieden Klötzchen oder immer die gleiche Größe ?
Maße wären hilfreich.
Bohrdurchmesser?
Welcher Bohrer kommt zum Einsatz?
Drehbank vorhanden?
 

Wanderer82

ww-fichte
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Hallo und danke für die so raschen Antworten.

Es sind immer die gleichen Leisten: 22x22 mm. Lochgrösse 8.5mm. Ich habe gute HSS Holzbohrer. Drehbank haben wir nicht und es sollte auch für Kinder von 11 Jahren machbar sein.

Vermutlich will ich etwas, was mit den vorhandenen Bedingungen nicht ohne allzu grossen Aufwand oder zusätzliche Hilfsmittel machbar ist. Schlussendlich funktioniert der Trick zwar auch, wenn es nicht so genau ist, aber man kann die Lösung dann ev. durch Probieren finden, wenn deutlich zu ungenau gearbeitet wird.
 

Helibob

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mit dem Bleistift mit einem Kreux (beide Diagonalen) so genau wie möglich einzuzeichnen (da beginnt schon die Schwierigkeit, dass man für die Linien den Lineal leicht versetzt
Andere Möglichkeit: abgerichtetes Kantholz auf die Werkbank legen und mit Hilfe eines parallelen und geraden Holzreststück den Bleistiftstrich ziehen. Den Vorgang durch Drehen des Kantholzes wiederholen. Das Holz-Reststück kann dann ruhig etwas größer oder kleiner als die Hälfte des Kantholzes sein - dann kann man das Quadrat während/nach dem Bohren noch sehen,. bzw. ein "Verlaufen". (Tiefenmaß vom Messschieber an Kantholzkante würde für die Methode auch gehen.)
Sind manchmal echt fies - die Stirrn-seitige Schnittseite wird mit eine (mittel preislichen) Japansäge schöner (und Ausriss-freier) als an meiner Erika mit guten Blatt
gute, moderne Standbohrmaschine (Flott)
Hast du diese aktuell verwendet?

Gruß Matze
 

wirdelprumpft

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Hallo und danke für die so raschen Antworten.

Es sind immer die gleichen Leisten: 22x22 mm. Lochgrösse 8.5mm. Ich habe gute HSS Holzbohrer. Drehbank haben wir nicht und es sollte auch für Kinder von 11 Jahren machbar sein.

Vermutlich will ich etwas, was mit den vorhandenen Bedingungen nicht ohne allzu grossen Aufwand oder zusätzliche Hilfsmittel machbar ist. Schlussendlich funktioniert der Trick zwar auch, wenn es nicht so genau ist, aber man kann die Lösung dann ev. durch Probieren finden, wenn deutlich zu ungenau gearbeitet wird.
Sorry, halte ich für aussichtslos das 11 jährige in Fichte mit einem 8,5 mm HSS Metallbohrer ein Loch im 2/10 Bereich in Fichte gebohrt bekommen.
Sicherlich kann man eine Ständerbohrmaschine mit Spannvorrichtung/Schablone aufrüsten
Aber selbst damit ist es kaum machbar, da muss einfach alles stimmen, angefangen vom Holzquerschnitt.
8,5 HSS Metallbohrer macht es auch nicht einfacher, je nach Bohrtiefe.
Schraubstock zu fest angezogen oder zu locker und schon stimmt das Ergebnis nicht mehr.
Von Hand kann man das bei einer Bohrtiefe von 50 mm wahrscheinlich kaum mehr halten.
 

Pareto

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Links unten
Was auch immer ein "magisches Kreuz" ist...
Ich sag' mal: Vergiss es. Suche dir gegebenen Falls einen anderen Weg zum Ziel.
Denn:
Gibt es nicht. Es gibt nur mehr oder weniger enge Toleranzen.
Viertelmillimeter
Ist die Hälfte eines Feinminen-Strichs.
Das schaffst du auf einer Drehbank oder mit viel Aufwand auf einer sehr guten Langloch-Bohrmaschine... Und das auch nur, wenn das Holz zu
exakt gerichtet wurde.
Natürlich muss das zeitnah geschehen, weil Holz ja arbeitet.
Das Ganze wiederholgenau von Kindern zu erwarten... naja...

Ich denke da immer an meinen ehemaligen Meister: Auf Fragen der Kundschaft nach Präzision hielt er immer seinen Bleistift hoch ond sagte: "Dieser Strich ist 1mm - so genau arbeiten wir."

Ich bin da komplett bei @wirdelprumpft , sorry.
 

Manohara

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Wie Happyc oben sagte:
Aus einem Plattenmaterial eine Schablone bauen
... natürlich wird auch das nicht 100%, aber wenn die Schablone erstmal exakt hergestellt wurde, ist die Wiederholung ein Klacks ... auch mit einem Metallbohrer.

Das ist mal wieder ein Fall, wo ich Fotos begrüßen würde. Ein magisches Kreuz möchte ich auch gerne mal sehen ....
 

wirdelprumpft

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Ich vermute das gibt eine Art 3D Puzzle - die Teile müssen dabei verdreht werden können ohne das sich ein nennenswerter Überstand ergibt.
bei 0,25 mm Toleranz gehen also 0,5 mm / wenn die 0,25 den max. Versatz darstellen müsste man auf 0,125 mm genau Bohren.
Mit einem Metallbohrer in Fichte Stirnholz..........:emoji_joy::emoji_joy:

Nachtrag: In X/Y/Z Richtung also sehr viele möglichkeiten das man scheitert.
je tiefer das Loch um so schwieriger wird das.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ich halte das für kein großes Problem. Hier ein Erklärvideo https://www.youtube.com/watch?v=dwwhNtPBBYw

Mit einem Zentrumsfinder oder angerissenen Diagonalen würde ich hier nicht arbeiten. So wie es klingt ist das eine Aufgabe für eine Schülergruppe im Werkunterricht oder AG. Ich würde mir eine Lehre fertigen wo die Holzleisten eingesteckt werden können. Am Boden der Lehre ist ein 8,5mm Loch. Die Lehre muss dann einmalig positioniert werden und dann der Werkstückhalter mit zwei Schrauben auf der Grundplatte fixiert werden. Dann können alle Schüler mit einer Einstellung die Leisten bohren. Statt Nadelholz würde ich eher Buche verwenden. Und statt einem Metallbohrer einen Holzbohrer. Nachher das Loch etwas senken mit einem 10er Senker.
 

MTrp

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Verwende zum Anzeichnen nicht einen Stift sondern ein Anreiss- oder Cutter-Messer. Im Schnittpunkt der beiden Linien kannst Du auch leichter die Bohrerspitze platzieren.

Wenn sorgfältiges Spannen des Werkstücks und Ausrichten des Bohrers nicht genügen - was ich etwas ungewöhnlich finde - dann könntest Du aus ein paar Holzstücken eine exakt passende Führung mit einem Loch an der benötigten Stelle zum Aufstecken auf die Leiste bauen, damit der Bohrer nicht mehr wandern kann.
 

uli2003

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Mit normalen Metallbohrern in Hirnholz von Nadelholz wird nichts.
Erfahrungsgemäß weichen Zentrierbohrer schneller den Jahresringen aus als scharfe Metallbohrer....

Ich würde die Löcher einfach größer bohren. Das funktioniert auch mit 1mm größeren Löchern. Wackelt auch nicht mehr, da in der Überblattung geführt, und durch die Toleranzen verringert sich das Gesamtspiel.
 

Helibob

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12mm zu 8mm ist ja eigentlich mehr als ordendlich Luft - man könnte ja 10mm zu 8mm ansetzen und dann als Option auf 12 aufzubohren - damit keiner der Kids gefrustet ist - wenn fertigstellt fällt es nur Kenner auf, ob mit 12mm nachgebessert wurde.

Die Mitten-Toleranz von 0,25mm ist womöglich unnötig hochgegriffen - zumal die Genauigkeit beim zusammen Leimen nicht zwingend gehalten werden kann (verschwimmen/leichter Versatz/leichtes Verdrehen).

PS: "Wir" hatten in der Schule (glaub 6. Klasse wars) eine "Sesam-Öffne-Dich-Box" gemacht - keine Ahnung, ob die wirklich so heißt - damit konnte man praktisch wenigstens was anfangen - Fertigungs-technisch jedoch ohne Bohrung.

In der Tat - war das in der Grund-/Hauptschule eines der besten Werkzeuge was meine Schule damals (für uns als Schüler) zu bieten hatte) - habe ich mit persönlich jedoch seitdem nie zugelegt oder benutzt - aber ich hab nun scharfe Stemmeisen, Sägen und co. :emoji_wink::emoji_grin:

Gruß Matze
 

wirdelprumpft

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nach betrachten der Gesamtkonstruktion - Ungenauigkeiten sind recht egal, da man mit dem Querloch alles Nachbessern kann.
kreuz3.jpg


Würde ein Teufelknoten machen da braucht man nur Säge und Stemmeisen.
Teufelsknoten.jpg
 

raziausdud

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Ich verstehe hier gar nichts.. Wenn man etwas mit viel oder zuviel Spiel zusammenbaut, dann „wackelt“ das doch …

Was ich mir vorstellen kann, dass die Dübel oder die Bohrungen schräg oder konisch sind, so dass sie irgendwann klemmen. Aber auch da muss die Schräge bzw der Konus an der richtigen Stelle sitzen.

Wenn sie dann klemmen, dann sollen sie durch Schütteln gelöst werden? Auch das ist mir ein Rätsel.

Wahrscheinlich muss man so ein Zauberkreuz „nur“ einmal gebaut haben …

Rainer
 
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