Schuppenwand mit nut/feder brettern verkleiden

rower

ww-pappel
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Hey

euer forum ist super, stehen viele nützliche tipps drin.
allerdings finde ich auf meine frage keine antwort, also stelle ich sie jetzt so.

es soll ein schuppen entstehen. die grundkonstruktion ist kein problem. es stehen dann 10/10 ner Balken da, die verkleidet werden wollen. dies soll mit gehobelten einfachen nut- und federbrettern (stärke 25) passieren.
wie soll ich diese "unsichtbar" (also nicht einfach mit schraub oder nagel von aussen) auf dauer montieren.
eine montageleiste (30/30 leiste auf balken aufschrauben) fällt von vorherein aus konstruktivem ansatz weg.

hab ihr da tipps, ideen oder dergleiche?
 

raziausdud

ww-robinie
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Hallo,
mir (Amateur) fällt dazu nur Verleimen mit Holzdübeln ein. Das würd ich inzwischen bei allen möglichen Verbindungen im Aussenbereich so machen. Denn meine Kaninchen-etc.-Gehege fingen immer zuerst an den Bohr- und Schraublöchern an zu gammeln. Vielleicht ist das ja auch Hintergrund Deiner Pläne ...?

Also zuerst die Löcher in die Bretter bohren, Markierstifte einsetzen, Brett anpassen und andrücken, die markierte Stelle am Balken ebenfals bohren, anschließend mit Dübeln verleimen. Statt käuflicher Markierstifte, die immer wieder gern herausfallen, könntest Du auch kleine Nägel für die Markierungen verwenden (das hab ich gerade vor ein paar Tagen hier aus diesem Super Forum ...:emoji_slight_smile: ). Dann also Nagel ins Brett, bis auf ca. 2mm abkneifen, Brett wie oben anpassen, andrücken, nun hast Du die beiden Punkte für die Bohrungen.

Ich meine darüber hinaus aber mal gehört oder gesehn zu haben, dass für Vertäfelungen im Innenbereich(!) irgendwelche Klammern verwendet werden, die man nach der Montage nicht sieht. Frag doch mal, wenn hier keine weiteren Antworten kommen, in einem entsprechendem Betrieb oder Geschäft nach.

Grüße
Rainer
 

heiko-rech

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Hallo,

dort wo du die Profilbretter kaufst, gibt es auch die entsprechenden Befestigungsklammern. Allerdings habe ich damit keine Erfahrungen im Außenbereich. Ich bin momentan überfragt, ob diese Klammern verzinkt sind oder nicht.

Alternativ kannst du auch in die Nut hinein nageln oder besser tackern. Wenn du entsprechende Nägel oder Klammern verwendest rostet da auch nichts.

Den Gedanken mit den Dübeln würde ich nicht weiter verfolgen, da nicht wirklich praktikabel.

Gruß

Heiko
 

raziausdud

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Stimmt !!! Danke Heiko, ich Theorie, Du Praxis ... Danke, dass Du mich verbessert hast! Mit den Dübeln gehts nicht, weil die Bretter ja wegen der Nuten und Federn zusammengeSCHOBEN werden müssen und nicht einfach aufgelegt werden.

Rainer
 

heiko-rech

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Hallo,

Mit den Dübeln gehts nicht, weil die Bretter ja wegen der Nuten und Federn zusammengeSCHOBEN werden müssen und nicht einfach aufgelegt werden.
Weitere Gründe gegen Dübel:

- Buchendübel können im Außenbereich problematisch werden. Die Lösung wären also Dübel aus Eiche oder einem anderen, beständigeren Holz.
- Leim kann im Außenbereich problematisch werden. Die Lösung dafür wäre PU oder zumindest D4 Leim.
- Extrem hoher Zeitaufwand. Wer möchte schon jedes Brett einer Schuppenwand bohren, Löcher übertragen, nochmal bohren, Dübel einleimen, Brett wenn es rund ist fixieren bis der Leim gebunden hat usw.

Ich persönlich würde in die Nut hinein tackern. Geht schnell, einfach und sollte halten.

Gruß

Heiko
 

raziausdud

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Hallo nochmals,

ich habe - zumindest erst einmal rein theoretisch:emoji_wink: - noch ein paar Lösungen angedacht. Ich hab im Moment allerdings weinig Zeit, das alles hier zu schildern. Vielleicht kannst Du, Rover, schon mal posten, welche Maschinen Du hast, und auch, ob Du einen gewissen Aufwand betreiben willst. Heikos Vorschlag ist tatsächlich der einfachste. Alles andere erfordert Zeit und Genauigkeit.

Soviel erstmal ...
Bis später Rainer
 

civil engineer

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Hi rower,

im Aussenbereich mit Profilholzklammern oder verdeckter Nagelung/Klammerung in der Nut zu arbeiten, halte ich nicht für sinnvoll. Wenn sich Bretter werfen, ist entweder die Klammer sofort verbogen oder die Nut hinter reißt auf. Beim Nageln/Klammern in die Nut, hat man den Riß in der Nut schon selbst verursacht. Selbst mit Stauchkopfnägeln muß mit einem Versenker nachgearbeitet werden, weil man den Nagel nicht ganz einschlagen kann.

Für mich ist die einzige Alternative sichtbare Nagelung oder Verschraubung, wobei ich die Verschraubung vorziehen würde.

Gruß
Jochen
 

elcoso

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Hallo,
eine Boden-Deckenschalung wäre doch eine Alternative.

MFG
elcoso

PS: wollte einen Link anhängen, funktionert leider nicht. Der Aufbau steht im Zimmererforum
 

rower

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danke für die zahlreichen antworten...
in die nut zu nageln hab ich mir natürlich auch schon überlegt, aber dich bin mir leider unsicher, ob das auf dauer auch halten wird. einen, leider nur, elektrotacker hätt ich schon. auch sonst ist werklzeug vorhanden. ich befürchte um eine sichtbare verschraubung mit edelstalschrabuen werde ich wohl nicht herumkommen, oder sieht das noch wer anders?

bei der boden- deckenschalung komm ich um sichtbare nägel oder schrauben aber auch nicht rum, oder?


mfg hannes
 

elcoso

ww-eiche
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Hallo rower,
die "unsichtbare Montage" hab ich ganz übersehen! Man könnte doch mit einen Forstnerbohrer (15oder20) ein Sackloch bohren, den Nagel einschlagen und einen Astflick einleimen.
Was für Gründe sprechen eigentlich gegen eine sichtbare Befestigung ?
MFG
elcoso
 

Norbert

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Hallo rower,

für außen würde ich immer senkrecht verlaufende Boden-/Deckel-Schalung vorziehen. Die läßt sich allerdings - zumindest bei den Deckleisten - nicht verdeckt schrauben. Ausgeflickte Schraublöcher kann man außen vergessen, nach zwei heißen Sommern fallen die Flicken raus.

Zu Nut-/Feder: ich habe alle meine Verschalungen, Bodendielen usw. unsichtbar befestigt, indem ich die Bretter auf der Federseite, nach Vorbohren mit aufgestecktem Senker genau in der Ecke zwischen Feder und Brettkante, verschraubt habe.

Das hat folgende Vorteile:
- die Schraube hat deutlich mehr "Fleisch" unter sich, als bei einer Nutwange,
- wg. Vorbohren und Ansenken kaum Ausrißgefahr,
- die schrägstehende Schraube unterstützt die Anpressung des Bretts an die vorangehende Diele,
- die Anpressung kann noch verstärkt werden, indem man das Brett auf der Schraubseite leicht anhebt und die Schraubenspitze dadurch weiter vorne in die Unterlage faßt, die Schraube also noch mehr "zieht".

Generell solltest Du bei einer bewitterten Schalung folgendes beachten:
- Nut-/Feder-Orientierung so, daß die Feder zur Wetterseite zeigt, das Wasser also nicht in die Nut gedrückt wird,
- möglichst schmale Schalung wählen, damit die Fugen im Sommer ebenfalls schmal bleiben,
- Edelstahlschrauben nehmen, aber Vorsicht: sie verkraften weniger Drehmoment als gewöhnliche gelbverzinkte Schrauben.

Gruß

Norbert
 

raziausdud

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Hallo,
bevor ich mir den Kopf wegen meiner obiger Ankündigung einiger Lösungen umsonst oder in der falschen Richtung zerbreche (Grund ist: unser Kaninchenstall ist fällig und ich stehe vor demselben Wunsch unsichtbarer Verschraubung/Verbindung), klärt mich bitte auf:

@ alle: Was ist Boden-Decken-Verschalung? Wie sollten die Bretter bei der Schuppenwand verlaufen, senkrecht oder waagrecht, und warum? Ist senkrecht etwa die B-D-Verschalung ...?

@Rover: Wie stehen die 10/10er Balken, senkrecht oder waagrecht? Wie wünschst Du die Bretter? Aus welchem Grund sollen die Schrauben nicht sichtbar sein?

@ Norbert: erklär bitte nochmal anders Deine unsichtbare Verschraubung, ev. mit Foto oder Skizze Das hab ich noch nicht verstanden.

Danke und Grüße
Rainer
 

raziausdud

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Danke Norbert, Boden-DeckeLLLLLLLLLLL-Schalung also, hab ich schon gesehen. Genial Deine Schraub-Lösung. Ich habs gespürt ... es gibt immer eine Lösung.

Hier nun - erst einmal nur theoretisch und ohne Kommentar - als Skizzen meine Ideen für Verbindungen am meinem KLEINEN Kaninchen-Haus. Ob das bei einem GROSSEN Schuppen vom Aufwand vertretbar und machbar ist ...?

1 Verschraubung "Von Hinten"
2 Schräg von Hinten
3 durchgehende Längsnuten mit Feder
4 Bretter auf Rahmen, diesen zwischen die Balken
5 Bretter hinter L-Profil klemmen

Brainstorming = alle Lösungsideen auf den Tisch, ohne gleich nach Einwänden zu suchen :emoji_wink:

Grüße
Rainer
 

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Wale

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Hallo Rainer,

ein Spruch unseres Konstrukteurs in der Firma: "Man schraubt immer das dünne an das dicke"

Herzliche Grüsse
Walter
 

rower

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Hallo rower,

für außen würde ich immer senkrecht verlaufende Boden-/Deckel-Schalung vorziehen. Die läßt sich allerdings - zumindest bei den Deckleisten - nicht verdeckt schrauben. Ausgeflickte Schraublöcher kann man außen vergessen, nach zwei heißen Sommern fallen die Flicken raus.

Zu Nut-/Feder: ich habe alle meine Verschalungen, Bodendielen usw. unsichtbar befestigt, indem ich die Bretter auf der Federseite, nach Vorbohren mit aufgestecktem Senker genau in der Ecke zwischen Feder und Brettkante, verschraubt habe.

Das hat folgende Vorteile:
- die Schraube hat deutlich mehr "Fleisch" unter sich, als bei einer Nutwange,
- wg. Vorbohren und Ansenken kaum Ausrißgefahr,
- die schrägstehende Schraube unterstützt die Anpressung des Bretts an die vorangehende Diele,
- die Anpressung kann noch verstärkt werden, indem man das Brett auf der Schraubseite leicht anhebt und die Schraubenspitze dadurch weiter vorne in die Unterlage faßt, die Schraube also noch mehr "zieht".

Generell solltest Du bei einer bewitterten Schalung folgendes beachten:
- Nut-/Feder-Orientierung so, daß die Feder zur Wetterseite zeigt, das Wasser also nicht in die Nut gedrückt wird,
- möglichst schmale Schalung wählen, damit die Fugen im Sommer ebenfalls schmal bleiben,
- Edelstahlschrauben nehmen, aber Vorsicht: sie verkraften weniger Drehmoment als gewöhnliche gelbverzinkte Schrauben.

Gruß

Norbert

DANKE Norbert...so werde ich dann auch die Verschalugn bei mir anbringen...das klingt vernüftig gut und schaut auch aus, als sollte das halten...auf geraume zeit.


mfg hannes
 

raziausdud

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So wir sind hier nun am Ziel, Hannes hat sein Verfahren gefunden.

ein Spruch unseres Konstrukteurs in der Firma: "Man schraubt immer das dünne an das dicke"
Ist im Normalfall schon klar. Hier ging es aber um eine ungewöhliche Lösung.

Damit aber nun Schluss hier. Auch ich habe einiges dazugelernt. Danke.

Rainer
 
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