Schreibtischplatte für elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch

nurunet

ww-pappel
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Hallo allesamt!

Ich habe mir ein elektrisch höhenverstellbares Schreibtischgestell Ikea IDÅSEN gekauft, habe aber die Ikea-Platte links liegen gelassen. Es handelt sich um eine "Span- und Holzfaserplatte mit Papierfüllung in Wabenstruktur (100% recyceltes Papier), Eschenfurnier, Beize, klarer Acryllack, Kunststoffeinfassung". Kam mir irgendwie nicht wie die hochwertigsten Materialien vor, aber vielleicht bin ich auch voreingenommen.

Ich dachte mir, dass eine Echtholzplatte vielleicht schöner und solider ist, bei guter Pflege länger hält und bessere Umwelteigenschaften hat. Vielleicht irre ich mich auch.

Ich bin in Frankreich und habe mir einige Seiten angesehen, die Holzplatten (und meist auch Parkett) verkaufen. Die hier gefällt mir zum Beispiel: https://www.parquet-chene-massif.com/panneau-chene-massif-1er-choix-pr-a490.html

In Frankreich gewachsene Eiche, PEFC-zertifiziert, 6-13 cm breite Streifen formaldehydfrei verleimt.

Bei 160*80*2,8 cm kommt man auf gut EUR 260. Dazu abgerundete Kanten und Ecken und Versand, und man ist plötzlich bei EUR 410.

Der Verkäufer hat mir auch gesagt, dass es bei dieser Größe für die notwendige Stabilität Unterstützung brauche. Er empfiehlt Stahlschienen (?), das macht weitere EUR 50.

Wenn man dann noch Hartöl für das Holz mitnimmt ist man bald bei ca. EUR 500.

Jetzt frage ich mich:
  1. Ob eine Eichenplatte der Größe (Breite) wirklich schon geschient werden muss und
  2. Ob eine solche Platte wirklich die beste Wahl ist oder ich mich vielleicht, pardon, auf dem Holzweg befinde.
Schließlich hebt das Ikeagestell maximal 75 kg einschließlich Platte, das muss man auch bedenken.

Was meint Ihr, was für eine Platte ist für den Schreibtisch am besten geeignet? Wenn Holz dann wäre mir etwas nachhaltiger Anbau schon lieb.

Ciao
Ben
 
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conny_g

ww-robinie
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Das elektrische Gestell muss genug Gewicht aushalten, so eine Eichenplatte ist schwer. Habe gerade eine gemacht für ein altes Küchenbüffet in der Größe und Dicke 35mm, die ist um die 30kg.
Das Gestell kann 75kg, das müsste gehen, je nachdem, was auf den Schreibtisch soll.

Was der Verkäufer bgl der Schiene meint ist eine Gratleiste, die verhindert, dass sich die Platte wirft. Die ist schon empfehlenswert, wenn die Platte nicht mit „stehenden Jahresringen“ gefertigt ist, was sie aber nochmal 50-100% teuerer machen dürfte. Und das bekämst Du nur vom Schreiner, nicht von einem Händler, der halt „irgendwelche„ Platten auf Lager hat.
Manchmal reich die Montageschiene am Tischgestell, wenn sie massiv oder lang genug ist aus, da sieht hier aber nicht so aus.

Die Platte muss mit Langlöchern montiert werden, denn sie wird mit den Feuchteschwankungen der Jahreszeiten in der Breite um mind. 7-10mm arbeiten und diesen Raum muss man ihr geben.
D.h. die Schrauben müssen sich im Tischgestell um 10mm bewegen können, quer zur Maserung des Holzes.
Wobei hier die Länge der Montageschienen nur die Hälfte der Tischplatte zu sein scheint, dann dürften 5mm auf jeder Seite reichen.
Da müsste man die Löchen entsprechend auffeilen und die Schrauben nicht zu fest anziehen.

Und ob Du mit der Platte auf dem richtigen Weg bist, dass ist Geschmacks-, Preis- und Stilfrage. Wenn Du das so möchtest, dann passt das. Massivholz dieser Qualität ist halt preislich eine andere Liga als Pressspan oder ähnliches.
 

nurunet

ww-pappel
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Ganz herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, zu antworten!

Habe gerade eine gemacht für ein altes Küchenbüffet in der Größe und Dicke 35mm, die ist um die 30kg.
Ich glaube, bei der Dicke bist du schon gut über 30 kg. Deshalb hatte ich mir ca. 3 cm als Maximum gesetzt.

Was der Verkäufer bgl der Schiene meint ist eine Gratleiste, die verhindert, dass sich die Platte wirft.
Okay, kann ich nachvollziehen. Ein anderer Laden, bei dem ich wegen des Holzes nachgefragt hatte, meinte zwar, Gratleisten seien nicht notwendig, aber im Zweifel würde ich mehr ausgeben um länger etwas vom Tisch zu haben.

Die Platte muss mit Langlöchern montiert werden, denn sie wird mit den Feuchteschwankungen der Jahreszeiten in der Breite um mind. 7-10mm arbeiten und diesen Raum muss man ihr geben.
D.h. die Schrauben müssen sich im Tischgestell um 10mm bewegen können, quer zur Maserung des Holzes.
Wobei hier die Länge der Montageschienen nur die Hälfte der Tischplatte zu sein scheint, dann dürften 5mm auf jeder Seite reichen.
Da müsste man die Löchen entsprechend auffeilen und die Schrauben nicht zu fest anziehen.
Langlöcher musste ich erst googeln, Schande über mich. Und die müssen im Rahmen sein, nicht in der Platte - weshalb Du davon sprichst die Bohrungen im Gestell aufzufeilen?

Und ob Du mit der Platte auf dem richtigen Weg bist, dass ist Geschmacks-, Preis- und Stilfrage. Wenn Du das so möchtest, dann passt das. Massivholz dieser Qualität ist halt preislich eine andere Liga als Pressspan oder ähnliches.
Das ist ja auch okay so. Ich will bloß nicht viel mehr als für die Presspanvariante ausgeben und mir das schöne Stück dann ruinieren.

Nochmal vielen Dank für die Infos.
 

flow

ww-robinie
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Es handelt sich um eine "Span- und Holzfaserplatte mit Papierfüllung in Wabenstruktur (100% recyceltes Papier), Eschenfurnier, Beize, klarer Acryllack, Kunststoffeinfassung". Kam mir irgendwie nicht wie die hochwertigsten Materialien vor, aber vielleicht bin ich auch voreingenommen.
Vielleicht nicht hochwertig, aber praktisch, leicht und robust. Allerdings kommt mir der Preis dafür sehr hoch vor.

Manchmal reich die Montageschiene am Tischgestell, wenn sie massiv oder lang genug ist aus, da sieht hier aber nicht so aus.
Ich denke auch, dass hier separate Gratleisten notwendig sind. Das o. a. Tischgestell dürfte sich verziehender Eiche wenig entgegenzusetzen haben.

Wolf
 
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