Schrauben an altem Stuhl lösen

rognox

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Hallo liebe Community,

Ich möchte einen alten Stuhl aufbereiten, bekomme aber die vier sehr kleinen Schlitzschrauben nicht gelöst. Bislang habe ich versucht, ein wenig WD 40 reinzugeben aber das hatte keinen Effekt. Was kann ich tun? Ist aufboren eine Option und wenn ja, wie stell ich das an? Bin wirklich totaler Amateur und bin dankbar für jeden Tipp.
 

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Deransgar

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Also wenn die Schrauben weg können: es gibt so tolle Ausdreher, die schneiden sich in die Schraube rein, irgendwann packt der Ausdreher und die Schraube löst sich.
Guckst du hier
Grüße, Ansgar
 

rafikus

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Zuert sollte ein richtig gut passender Schraubendreher dafür gewählt werden. Wenn keiner zur Hand ist, dann sollte man einen passenden kaufen. Entweder bekommt man dann die Schraube gelöst oder ein Teil des Schraubenkopfes schert ab. Es könnte auch sein, dass die Schraube unterhalb des Kopfes abschert, dann könnte man aber die Stäbchen einfach nach oben abziehen.
Wenn ein Teil des Schraubenkopfes abgeschert ist, dann gehe ich mit einem Proxxon Feinschleifer ans Werk. So lange es geht schleife ich die Reste mit einer Trennscheibe weg. Danach nehme ich passende Schleifstifte.
In manchen Fällen schleife ich nur eine Kuhle rein und versuche dann in den Schraubenschaft rein zu bohren bis der Kopf lose ist. Hier dürfte es aber schwierig werden, da man zum Bohren schlecht den Stuhl passend festklemmen kann.
 

KaiX0

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WD40? Bin unsicher, ob das bei Holz eine gute Idee war.
Sind die Schlitze der Schrauben noch OK, also nicht 'ausgenudelt'. Falls nicht, versuche zuerst, die zu verbessern. Evtl. mit einem genau passenden Schraubendreher wieder etwas tiefer 'stemmen', also leichte Hammerschläge direkt senkrecht drauf. Dann, und dazu sollte die Klinge des Schraubendrehers wirklich gut im Schlitz sitzen, kannst Du versuchen, entweder mit einem Winkelschraubendreher oder einem Schraubendreher mit Sechskant am Heft, auf den Du einen passenden Ringschlüssel setzt, vorsichtig zu lösen.Wichtig dabei: der Schraubendreher muss mit viel Druck auf die Schraube gepresst werden. Mit Pech reisst die Schraube dabei.
Ausbohren geht, vorsichtig, evlt. auch mit einem Ausdrehwerkzeug. Schlimmstenfalls sind die Schraublöcher hinterher hin und es muss ein Holzdübel eingeleimt werden.
 

TobiBS

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@rognox mit welchen Schraubendrehern hast du es versucht? Klinge in passender Dicke und maximal verfügbare Breite? Neu und mit reibwerterhöhender Beschichtung/Oberflächenbehandlung? Oder irgendein Schlitzschraubendreher der gerade herumlag?

Vor @rafikus angefangen zu schreiben, aber dann erst viel zu spät abgeschickt. :emoji_wink:
 

rognox

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Wow, so schnell so viele gute Hinweise. Top! Hab natürlich irgendeinen Schraubenzieher genommen der gerade zur Hand war und ungefähr passte. Werde jetzt eure Tipps ausprobieren und euch auf dem Laufenden halten.
 

Da bin ich

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Bei alten Schrauben hab ich die besten Erfahrungen gemacht mit Schraubenzieher mit Schweizerklingen. Oder Elektriker Schraubenzieher sind auch noch gut. Sehr oft teilt sich aber der schraubenkopf oder schert ganz ab. Dann hilft ein Geradschleifer oder ein kleines Röhrchen mit dem man die Schraube freilegt. Manchmal hilft es aber auch schon mit einem handschlagschrauber oder einem Dorn und vielen zarten hammerschlägen den Rost etwas zu lösen.
 

rafikus

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Hab natürlich irgendeinen Schraubenzieher genommen der gerade zur Hand war und ungefähr passte.
Nun, das ist schlechtt, gaaaanz schlecht.
Kann es sein, dass an der obersten Schraube im ersten Bild die Spuren deiner Versuche zu sehen sind?
Oft sind die Schlitzschraubendreherklingen in Bit-Sätzen sehr scharf und passend angeschliffen. Eventuell sollte deine Suche in diese Richtung gehen.
Und wie @TobiBS geschrieben hat: Klinge in passender Dicke und maximal verfügbare Breite
 

derdad

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Mit festsitzenden Holzschrauben habe ich beinahe täglich zu tun. Meine Erfahrungen dazu: Ich habe mit der Zeit Schrauberbits, wie sie in den meisten Bitssortimenten dabei sind, gesammelt. Normalerweise gehen die irgendwann verloren, weil sie keiner verwendet. Von diesen Bits suche ich mir jenen, der gerade nicht in den Schraubenschlitz passt. Mit einem kleinen Hammer schlage ich den Bit in den Schlitz, so, dass er wirklich fest sitzt. Dann habe ich einen Schraubenzieher für Wechselbit mit einem kräftigen Griff, damit er gut in der Hand liegt. Und dann mit beiden Händen langsam und mit gleichmäßigem Druck drehen. In 80% der Fälle bringe ich so die Schrauben auf. Beinahe vergessen zu sagen habe ich, der Sessel muss fest eingespannt sein oder darf sich zumindest nicht bewegen, und ich muss mit dem ganzen Körper von oben Druck erzeugen können. Und der Schraubenschlitz muss vorher mit einem feinen Schraubenzieher oder etwas Anderem spitzem gereinigt werden.
Geht es nicht, ist vorheriges erhitzen des Schraubenkopfes mit einem Lötkolben manchmal erfolgreich.
Wenn es noch immer nicht geht, denn Schraubenkopf vorsichtig mit einem Bohrer anbohren und mit einem Linksausdreher versuchen. Dies ist aber eher bei größeren Schrauben erfolgreich. Bei kleinen, wie bei deiner Lehne, hilft manchmal wirklich nur mehr den Schraubenkopf in Schaftgröße aufzubohren/abzubohren, damit der ganze Kopf abfällt. Wird bei deinen Schrauben 3,5 oder 4mm sein. Anschließend kannst du die Latte entfernen und den jetzt herausstehenden Schrauben mit einer Zange entfernen. Eine Gripzange ist da hilfreich.
Das sind meine Methoden zum Entfernen festsitzender Schrauben.
LG Gerhard
 

rafikus

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Phasenprüfer mit Schraubendreher sind meist gut passend von der Größe her.
Hast du da vielleicht ein positives Beispiel dafür?
Die Phasenprüfer, die ich kenne, würde ich nicht mal in die Nähe solcher Schrauben lassen.
Selbst, wenn die Klinge in den Schlitz passt, das erforderliche Drehmoment hielten die mir bekannten Griffe nicht aus.
 

derdad

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Hast du da vielleicht ein positives Beispiel dafür?
Die Phasenprüfer, die ich kenne, würde ich nicht mal in die Nähe solcher Schrauben lassen.
Selbst, wenn die Klinge in den Schlitz passt, das erforderliche Drehmoment hielten die mir bekannten Griffe nicht aus.
Ich glaub du hast mich Missverstanden. Der Phasenprüfer ist nicht zum Herausdrehen der Schrauben gedacht, sondern zum Ausputzen der Schlitze. Mit den Jahren sammelt sich allerhand Dreck, Farbe, etc. darin an und die Klinge des Schraubenziehers geht nicht mehr ganz hinein. Auch Eisenspäne vorangegangenen Ausdrehversuch sind manchmal noch im Schlitz. Der Schlitz muss wirklich sauber sein. Besonders die Flanken.
LG Gerhard
 

M-G_White

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willyy

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wenn Du nichts passendes hast, im Baumarkt einen günstigen kaufen und passend schleifen.
Mit dem breitesten Schlitz anfangen, die schauen nicht alle gleich breit aus.
Und wie oben geschrieben, vorher mit einem Phasenprüfer den Rost raus / frei-kratzen.
 

rafikus

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Was habt ihr nur mit dem Phasenprüfer? Raus / frei-kratzen geht mit fast jedem spitzen Ding, welches hart und dünn genug ist.
 
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