schneller mit vertikaler Plattensäge ... ?

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von piff-paff-puff, 12. Januar 2019.

  1. piff-paff-puff

    piff-paff-puff ww-pappel

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    Hallo Kollegen,
    Kleinbetrieb, große Aufträge werden vergeben, wenn ich selbst produziere dann meist weil es schnell gehen muss oder ich einfach nur Lust und Zeit hab ; -) dann werden die Platten grob auf einer alten vert. HolzHer aufgeteilt und fertig auf der Formatsäge geschnitten. Kantenmaschine hat Vorfräser.
    Meine Frage wäre: bin ich mit einer vertikalen die Maßgenau schneidet viel schneller als bisher oder gibt sich das nichts? Weil beim Zuschnitt muss ich die Streifen ja auch vor dem Ablängen zwischenlagern.
    Danke für die Antworten.
    Grüße, Claus
     
  2. wasmachen

    wasmachen ww-esche

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    Ja, bist Du.
    Problem bei ner Stehenden ist die Toleranz.... vor allem der Platte.
    Stichwort Freischnitt

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  3. predatorklein

    predatorklein ww-robinie

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    Moin

    Besorg dir eine GESCHEITE vertikale PS .
    Dann brauchst du nicht mehr auf der FKS nachzusägen .

    Wir haben das 20 Jahre mit einer extrem stabilen GMC 610 gemacht .
    Einfache Bauweise , aber kein Schnickschnack dran .
    Jetzt sägen wir mit einer Striebig , gleiches Spiel .

    PS muß aber " penibelst " eingestellt sein .
    Und wir checken die zur Weihnachtszeit auch jedes Jahr , Stichwort " TD " :emoji_slight_smile:

    Auf der FKS werden nur Teile geschnitten , die man auf der vert. PS nicht schneiden kann .

    Und seit 8 Jahren wird bei uns wie bei dir an der KAM gefügt .
    Wir bauen fast nur noch große , aber einfache EBS mit viel Stauraum .
    Die bezahlbare Fügetechnik auch an einer kleineren KAM ist für uns der größte Fortschritt bei den Maschinen in den letzten 20 Jahren :emoji_wink:

    Die Worte " Mäuszähnchen " und " Vorritzer " gibt es in meinem Sprachschatz gar nicht mehr .
    Gott sei ´s getrommelt und gepfiffen :emoji_thumbsup:

    Schrankseiten von 300 / 80 cm werden mit einer gut eingestellten stehenden PS so exakt gesägt , daß man die Teile aufeinander legen kann , sie um 180 Grad verdreht , und trotzdem mit den Fingern keinen Unterschied bemerkt .

    Wichtig ist aber auch eine gute Qualität der Spanplatte , " Korpusqualität " verarbeiten wir gar nicht mehr .

    Größere Aufträge fertigt wie bei dir ein Kollege , ist der Wahnsinn , was bei dem ein Geselle und ein Azubi in 2 Wochen durchschieben :emoji_astonished:

    Automatisches Plattenlager , riesiges BAZ , alle Teile werden mit Kran bewegt .
    Mit " schreinern " hat das aber ehrlich gesagt kaum mehr was zu tun , hab mal 2 Wochen an einem Auftrag mitgearbeitet , mach ich nie wieder .
    " Funfaktor " = null :emoji_slight_frown:

    Gruß
     
  4. piff-paff-puff

    piff-paff-puff ww-pappel

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    Hi,
    es scheint ich bin auf dem richtigen Weg.
    Bisher lagern 2 Plattenstapel vor der Säge, wir haben eine Rampe sodass direkt vom LKW in die Werkstatt geschoben werden kann. Ich kann alleine die alte Säge bestücken.
    Das geht aber wohl mit der neuen nicht, oder. Ich meine die Platten müssen dann stehend im Regal gelagert werden, bei Bedarf herausziehen und auf die Säge lupfen, geht das auch alleine?
    Schaut her, so siehts aus:
    upload_2019-1-13_11-39-59.png
    Grüße, Claus
     

    Anhänge:

  5. magmog

    magmog ww-robinie

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    Guuden,

    wir haben ein Kragarmregal das direkt am Tor steht und direkt vom LKW oder Stapler bestückt wird.
    In direkter Reichweite steht die FKS.
    Die Platten werden vom Regal direkt auf die Säge geschoben, die Zuschnitte direkt auf Hubrollwagen durchgeschoben.

    Bei Normalformaten, ca. 2.800 x 2100 mm ist ein Einmannbetrieb ohne Aua bei uns Standard,
    40 Platten/Tag kein Prob..

    Bei der Planung war für mich klar, so wenig wie möglich heben und ablegen: Platten kommen liegend, werden liegend geschnitten, liegend transportet, liegend in die KAM geschoben, gebohrt..... Höhenunterschiede gleichen Hubrollwagen aus.

    Hubrollwagen sind mein Schlüssel bei der Rationalisierung und Körperschonung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2019
  6. FredT

    FredT ww-robinie

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    Hubrollwagen ist was feines, zur Not (weil Chefe das zu teuer war) ging dann bei mit ein Gabelhuber mit aufgelaschten Europaletten; mein Rücken hat es gedankt. Und in der Halle hat es nur ein paar Paletten mehr gebraucht; lag halt schon alles auf "Tischhöhe".
    Ansonsten wäre für Platten am Regal und an der Säge ein einfacher Heber mit Gewichtsausgleich nötig, und natürlich der kleine Plattenwagen.

    Grüße
    Fred
     
  7. magmog

    magmog ww-robinie

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    Guuden,

    aus gutem Grund schneiden die größeren und auch die ganz großen Betriebe liegend.
     
  8. FredT

    FredT ww-robinie

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    Die können das auch platzlich leisten, brauchen dazu aber eben um die 30m² mehr zu bezahlenden Raum. Soviel hat manch anderer nicht mal als gesamte Werkstattfläche!

    Grüße
     
  9. magmog

    magmog ww-robinie

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    Guuden,

    zur Erinnerung, der Thread ist "schneller mit vertikaler Plattensäge ... ?" überschrieben!

    Grundriss Kragarmregal bei mir 2.250x6.000mm,
    bei stehender Lagerung auch nicht wesentlich weniger, mit schlechterem Zugriff auf unterschiedliche Platten.
     
  10. piff-paff-puff

    piff-paff-puff ww-pappel

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    Hallo Justus,
    darüber habe ich auch schon nachgedacht aber:
    • beim schneiden auf der FKS brauche ich einen 2. Mann bei den ersten 2-3 Längsschnitten weil mir die linke hintere Ecke runter hängt.
    • ich muss immer um die Säge herum laufen um die Streifen aufzunehmen.
    • ja, ein Hubwagen ist was feines, das ist ja auch nicht die Welt was die kosten, aber gehen die bis auf sagen wir mal 150cm?
    Wie machst Du das genau?

    Grüße, Claus
     
  11. Holz-Christian

    Holz-Christian ww-robinie

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    Tja, vor 20 Jahren.:emoji_wink:

    Mein Tipp:

    Behalte die alte Plattensäge und Kauf Dir für das Geld einer gescheiten Plattensäge ein gebrauchtes BAZ.
    Dann kannst Du die Platten mit Übermaß Auftrennen und die Spannungen nehmen.

    Anschließend auf dem BAZ komplett bearbeiten (Bohrungen, Verbinder ectr)und mit Diafräser formatieren.

    Dann braucht’s auch nur eine einfachere KAM ohne Fügetechnik.(wenn man bei Fügetechnik vorne eine Banane reinschiebt kommt hinten auch eine Banane raus) und die Teile sind wirklich spannungsfrei und präzise.

    Gruß Christian
     
  12. predatorklein

    predatorklein ww-robinie

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    Moin

    Damals meinte auch jede 2 Mann Schreinerei , man brauche ein BAZ :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:

    Und das stand dann oft nur " rum " .
    Und heute kriegt man vom Maschinenhändler dafür mit Glück noch 5000 € .

    Ob ein " Kleinbetrieb " , der größere Aufträge an Kollegen vergibt , ein BAZ braucht , bezweifle ich schon ein bißchen :emoji_slight_smile:

    @ piff-paff-puff

    HD = Heidelberg ?

    Wenn ja , wo ?
    Wir werkeln auch im Raum HD / MA / LU und haben vor 10 Jahren dort eine eigene Halle gebaut .

    Gruß
     
  13. flo20xe

    flo20xe ww-robinie

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    Oberbayern
    Vor 20 Jahren sah die CNC-Welt auch noch anders aus als heute.

    Ich habe 2014 als Kleinbetrieb (1 MA, 1 Azubi) auch den Schritt in die CNC-Technik gewagt und es keinesfalls bereut. Im Gegenteil, könnte mir das heute ohne die CNC gar nicht mehr vorstellen.

    Wenn nicht viel Platz vorhanden ist, mal über eine stehende Maschine nachdenken, damit kannst du Korpusbau komplett abdecken und bist von den Kosten her noch im einigermaßen erschwinglichen Bereich. Oder halt wie Christian schon schrieb, eine gebrauchte CNC, wenn der Platz da ist würde ich in jedem Fall zur liegenden Maschine raten.

    Kantenanleim ohne Fügetechnik würde ich aber trotzdem nicht machen, trotz CNC und Formatieren.
     
  14. chris_maa

    chris_maa ww-eiche

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    Mönchengladbach
    @piff-paff-puff fragt hier, ob er mit einer vertikalen, fertig schneidenden Plattensäge schneller ist als bisher, und ihr 'verkauft' ihm hier direkt einen neuen Maschinenpark... :emoji_grin:

    Wir haben früher alle Platten (das war zu der Zeit noch eine überschaubare Menge) auf der FKS nachformatiert. Mittlerweile schneiden wir auf eine vertikalen Plattensäge von HolzHer 1255 fertig. Damit sind wir deutlich schneller geworden, insbesondere bei größeren Kommissionen.

    Die Maschine ist meistens recht genau eingestellt, kleiner Toleranzen schlucken wir eben. Einen Ritzer hat sie nicht, das geht ziemlich in die Schärfkosten. Ich kann Dir diese Variante nur empfehlen, Du bist m. M. n. schneller und hast einen besseren Materialfluss durch die Werkstatt.

    Eine liegende Plattensäge ist natürlich nochmal deutlich besser und wir denken auch darüber nach, stehend gegen liegend zu tauschen. Wenn dein Platzverhältnisse diese Anschaffung aber nicht erlauben, braucht man diesen Gedanken auch nicht weiterzuverfolgen.

    Bei uns folgen anschließend noch KAM mit Fügetechnik und BAZ. Auch wenn das nicht Bestandteil deiner Frage war: ich war nie ein großer Freund vom Formatieren auf dem BAZ. Das ist zwar wunderbar präzise, die Maschine ist dadurch aber (zumindest bei uns) viel zu lange belegt und könnte in dieser Zeit eigentlich andere Aufgaben wahrnehmen.

    Viele Grüße, Christian
     
  15. magmog

    magmog ww-robinie

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    Guuden,


    hast Du keine zweite Auflage zum Einhängen links vom Schlitten?
    Du schiebst die geschnitten Teile einfach durch auf den Hubwagen.
    Nach ein paar Brocken lässt Du ihn ein Stück ab, und weiter geht's.
    Mehr Höhe als die des Maschinentischs ist wenig sinnvoll.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2019
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