Schleicher Gehrungsstanze Fahreinrichtung fest

Acma150

ww-nussbaum
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Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei eine alte Gehrungsstanze von Schleicher wieder brauchbar zu machen. Das gute Teil ist schon arg rostig. Vor allem die originale Fahreinrichtung ist fest gerostet. Den Hebel, der das Teil mit den kleinen Rädernn runter drückt, habe ich abbekommen. Nun müsste sich das Teil mit dem Schlitz drehen lassen. Sonst könnte man ja nicht die Richtung bestimmen. Auch nach viel WD 40 und Balistol bewegt sich da gar nichts. Hat jemand eine Idee, was ich noch machen kann?

Viele Grüße aus dem Saarland
Jens
 

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poly.de

ww-nussbaum
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Hallo Hans,

geh' mit dem abgebauten Teil zu irgendeinem (möglichst alten) Autoschrauber oder Schlosser, der noch Acetylen und Sauerstoff zum Autogenschweißen hat. In der Szene heißt das Verfahren "gangbar machen mit dem Messer-Grießheimer".

Heiz' mit der größten verfügbaren Düse das äußere Teil möglichst schnell so weit auf, daß Du die beiden Teile gegeneinander bewegen kannst. Das wird deshalb gangbar, weil sich das äußere Teil durch seine höhere Temperatur deutlich mehr ausdehnt als das innere Teil. Deshalb ist eine möglichst potente Wärmequelle erforderlich.

Beim Aufheizen solltest Du mit der Brennerspitze "wedeln", um zu vermeiden, daß Du mit der sehr heißen Flamme Material zum Schmelzen bringst.

Sobald Du die beiden Teile gegeneinander bewegen kannst, kannst Du den Brenner weg nehmen.

Beweg' die Teile weiter gegeneinander und wenn sie sich so weit abgekühlt haben, daß Öl nicht mehr verbrennt, mach' Öl (falls vorhanden noch besser: Caramba Rasant) in den Spalt und beweg die Teile weiter.

Notfalls geht auch ein sehr potenter Propanbrenner: Das Erwärmen muß halt nur so schnell gehen, daß zwischen den beiden Teile eine deutliche Temperaturdifferenz auftritt.
____________

Falls Du niemanden mit Acetylen/Sauerstoff finden kannst, kannst Du das Teil auch (mindestens über Nacht) in ein Gefäß mit einem 1:1-Gemisch aus Aceton und Hydraulik-Öl legen: Das Aceton vermindert die Oberflächenspannung des ohnehin relativ dünnflüssigen Hydraulik-Öl so weit, daß es auch in sehr kleine Ritzen eindringt. Danach verdunstet es, so daß das Hydraulik-Öl wieder schmiert. Das funktioniert erstaunlich oft, aber leider nicht immer. Der Messer-Grießheimer geht garantiert!

Ich wünsch Dir viel Erfolg!

poly
 

Acma150

ww-nussbaum
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Hallo Hans,

geh' mit dem abgebauten Teil zu irgendeinem (möglichst alten) Autoschrauber oder Schlosser, der noch Acetylen und Sauerstoff zum Autogenschweißen hat. In der Szene heißt das Verfahren "gangbar machen mit dem Messer-Grießheimer".

Heiz' mit der größten verfügbaren Düse das äußere Teil möglichst schnell so weit auf, daß Du die beiden Teile gegeneinander bewegen kannst. Das wird deshalb gangbar, weil sich das äußere Teil durch seine höhere Temperatur deutlich mehr ausdehnt als das innere Teil. Deshalb ist eine möglichst potente Wärmequelle erforderlich.

Beim Aufheizen solltest Du mit der Brennerspitze "wedeln", um zu vermeiden, daß Du mit der sehr heißen Flamme Material zum Schmelzen bringst.

Sobald Du die beiden Teile gegeneinander bewegen kannst, kannst Du den Brenner weg nehmen.

Beweg' die Teile weiter gegeneinander und wenn sie sich so weit abgekühlt haben, daß Öl nicht mehr verbrennt, mach' Öl (falls vorhanden noch besser: Caramba Rasant) in den Spalt und beweg die Teile weiter.

Notfalls geht auch ein sehr potenter Propanbrenner: Das Erwärmen muß halt nur so schnell gehen, daß zwischen den beiden Teile eine deutliche Temperaturdifferenz auftritt.
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Falls Du niemanden mit Acetylen/Sauerstoff finden kannst, kannst Du das Teil auch (mindestens über Nacht) in ein Gefäß mit einem 1:1-Gemisch aus Aceton und Hydraulik-Öl legen: Das Aceton vermindert die Oberflächenspannung des ohnehin relativ dünnflüssigen Hydraulik-Öl so weit, daß es auch in sehr kleine Ritzen eindringt. Danach verdunstet es, so daß das Hydraulik-Öl wieder schmiert. Das funktioniert erstaunlich oft, aber leider nicht immer. Der Messer-Grießheimer geht garantiert!

Ich wünsch Dir viel Erfolg!

poly
Super. Vielen Dank für die detaillierte Beschreibung. Ich werde berichten...
 
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