Schittkante mit Dekupiersäge bearbeitet, wie Fasern entfernen?

Felix49 (RIP)

ww-esche
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Hallo,
ich bin begeisterter Dekupiersägenbenutzer u. bearbeite alle möglichen Hölzer,
wie Eiche, Buche, Kirsche, Kiefer, bis 25 mm, u. was vor die Säge kommt.
Leider macht die Bearbeitung der Schnittkante, hauptsächlich an der Unterseite, die Entfernung der Fasern kein so großen Spaß. Da ich für die Familie u. Freunde
für Geburtstage, Weihnachten, Ostern usw. doch einiges säge suche ich eine Möglichkeit der einfacherern Entfernung der Fasern bzw. der scharfen Kante.
Bei einigen Formen sind die Zwischenräume recht eng. Auf Weihnachtsmärkten sind an den Teilen auch ordentlich die Kanten gebrochen. Nur wie??
Wer kann mir dafür Tips geben?
Danke
 

vormi

ww-ulme
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Hallo

Ganz vermeiden lässt sich das bei einer Dekupier säge wohl kaum.
Es bringt aber schon was wenn du ein stück Hartfaserplatte auf den Tisch legst und das Werkstück entwder zusammen mit der Hartfaserplatte schneidest oder die Hartfaserplatte befestigst so das das Sägeblatt zumindest an den Zähnen die Hartfaserplatte berührt. Der Zwischenraum zwischen Tisch und Sägeblatt wird so verkleinert . Ausserdem solltest du weniger Druck ausüben und mal versuchen das Blatt schneller laufen zu lassen. Eis gibt glaub ich sogar spezielle Sägeblätter mit gegenzähnen einfach mal im internet suchen , da findeste bestimmt was .

Gruß Vormi
 

holzdeko

ww-kastanie
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Hallo,

Vormi hat ja schon einiges dazu geschrieben, hinzufügen möchte ich noch, daß Du villeicht öfters das Sägeblatt wechseln solltest. Für enge Zwischenräume hilt ein Dremel oder ähnliches zum Kanten putzen. Solltest dann allerdings eine biegsame Welle dazunehmen, denn mit der Maschine direkt in der Hand ist nicht gut arbeiten. Ich bearbeite selber eigentlich alle Kanten mit dem Dremel mit Welle da es viel schneller geht als von Hand. So hast Du sauber gebrochene Kanten und die Teile sind wie vom Weihnachtsmarkt. Wenn Du Dir mal Teile im Geschäft ansiehst, die sogenannten Handarbeiten aus dem Erzgebirge, da ist selten ne Kante geputzt weil alles andere als Handarbeit. Also mach Dir nicht allzuviel Gedanken darüber.

Viele Grüße

Alex
 

Felix49 (RIP)

ww-esche
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Hallo formi,
eine Platte unterzulegen ist zu kompliziert, die Teile sind z.T. recht klein, die
Hegner hat nur eine Geschwindigkeit, die Sägeblätter mit Gegenzähnen werde ich mal probieren.
Hallo holzdeko,
was spannst Du in den Dremel ein, kleine rotierende Drahtbürste, od. Schleifstift?
 

holzdeko

ww-kastanie
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Hängt immer davon ab, was ich zu machen hab. Mal Drahtbürste, mal spitzigen Fräser oder Schleifstift aber meistens habe ich eine kleine Scheibe aus Schleifpapier drin. Hängt aber eben davon ab, wie gut die Stelle zugänglich ist. Bei ganz feinen Arbeiten bevorzuge ich einen spitzigen Fräser. Damit kannst Du Stellen putzen, die grad mal ein Spänchen oder zwei dick sind.

Übrigens, bei Drahtbürsten und Messingbürsten solltest Du eine Schutzbrille tragen, denn da fliegen die Borsten durch die Gegend. Ach ja, manchmal, wenn das Holz etwas weicher ist wie Sperrholz, hat sich bei mir auch ganz gut die Kunstoffbürste in Pinsel- und Topfform bewährt.

Alex
 

Hacki

ww-esche
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Probiert mal Folgendes aus:
Unterseite des Werkstücks mit Paketband abkleben, nach dem Schneiden abziehen (ist Fisselkram),
oder Unterseite mit starkem Papier und verdünntem Leim abkleben und nach dem Schneiden am Bandschleifer entfernen.
Gruß Gerd
 

vormi

ww-ulme
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Hallo nochmal

Wieso kompliziert ? Ob du dein Werkstück nun auf dem Tisch führst oder auf der Platte is doch kein Unterschied (ausser das das so weniger ausreißt :emoji_grin: ). Die größe des Werkstücks ist dabei egal. Du mußt ja nicht das Werkstück zusammen mit der Platte bewegen kannst ja auch die Platte fixieren.

Gruß Vormi
 

edelres

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Laubsaege,

Hallo Forumsfreunde,

ich schliesse mich den Vorschlaegen von Vormi an. Ich mache dies folgendermassen, in ein Stueck 3 mm Hatrfaserplatte, bohre ich ein kleines Loch durch welches das Saegeblatt gefuehrt und in der Maschine eingesetzt wird. Nun saege ich eine kurzen Schnitt in die Hartfaserplatte und fixire diese mit Doppelklebeband auf dem Saegetisch. Wenn es mal schnell gehen soll, Schiebe ich eine kleine Harfaserplatte in das saegeblatt und schneide in die Hartfaserplatte einen Schlitz und befestige dies Platte ebenso mit Doppelklebeband auf den Saegetisch. Dies und sorgfaeltiger Andruck des Werkstueckes auf den Saegetisch hilft Ausrisse zu vermindern.

Bei kleinen Teilen welche sich schlecht halten lassen, klebe ich das auszusaegende Stueck mit Leim unter der Zwischenlage von Packpapier auf eine duenne Hartfaser- oder Sperrholzplatte. Damit laesst sich das Stueck sicher und genau fuehren. Und mit einem Messer oder Stecheisen laesst sich durch Einschneiden in die Papierfuge das Stueck abtrennen.

Bei Ausrissen konnen auch die Zaehnezahl des Saegeblattes und Zufuehrgeschwindigkeit eine Rolle spielen. Hier in den USA gibt es Saegen "Reverse Tooth"(*) da zeigen/schneiden einige der Zaehne nach oben/unten. in verschiedenen Staerken. Ich besitze einige Dutzend davon habe jedoch keine Erfahrungen damit. Fuer sehr saubere Schnitte benutze ich ein normales Blatt mit 20 Zaehnen per Inch.

(*) Lin zu einem Hersteller http://www.olsonsaw.com/rst.html

Wuensche viel Spass beim Laubsaegen.

mfg

Ottmar

PS:Ich verwende seit meiner Kindheit immer noch Laubsaegeblaetter "Blitz" sowohl fuer Holz als auch fuer Metall.
 

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edelres

ww-robinie
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Aptos

Hallo Felix,

Aptos kenne ich gut, ich habe einige Kunden welche dort Wohnen oder dorthingezogen sind. Etwa eine Autostunde von hier entfernt. Edelgegend!!!!

Wenn du in SFO landest kommst du auf jedenfall an Redwood City vorbei entweder auf dem 101 (Luftlinie von meiner Werkstatt 200 m) oder auf dem 280.

Falls es deine Zeit erlaubt, kannst du bei mir mal vorbei schauen, beim naechsten Besuch.

mfg

Ottmar
 
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