Schiebeschlitten ohne Bodenplatte - eine gute Idee?!

Jazzman2017

ww-fichte
Mitglied seit
9 Oktober 2017
Beiträge
16
Ort
Nußloch
Hallo zusammen,
eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt:
  • Ist eine gute Idee, einen Schiebeschlitten für die TKS zu bauen, der keine Bodenplatte hat. Also nur die zwei Leisten, die in den Nuten der TKS laufen und einen Queranschlag?
Der Vorteil einer solchen Konstruktion liegt auf der Hand:
  • Keinen Höhenverlust (Dicke Höhe der Bodenplatte)
  • Gewichtsreduktion der gesamten Konstruktion
Als Nachteil kann ich mir vorstellen, dass die gesamte Konstruktion instabiler wird, und somit schwieriger zu verstauen ist, wenn man sie nicht benötigt.

Sind andere, gravierendere Nachteile denkbar?

Vielen Dank & Gruß
jazzman
 

werists

ww-robinie
Mitglied seit
24 Juni 2014
Beiträge
759
Ort
Odenwald
Als Nachteil kann ich mir vorstellen, dass die gesamte Konstruktion instabiler wird, und somit schwieriger zu verstauen ist, wenn man sie nicht benötigt.
Hi, nicht nur beim Verstauen sondern auch beim Benutzen wird sich das sehr leicht verwinden. Dann werden die Schnitte nicht mehr genau winklig.
 

stwe

ww-robinie
Mitglied seit
6 Oktober 2011
Beiträge
1.009
Ort
Aichach
Vielleicht gibt es sowas ja auch günstiger, evtl. ja auch gebraucht auf ebay-Kleinanzeigen.
Du musst ja sowieso schauen, ob die Maße der Tischnut dafür passen.
 

Florestan

ww-kastanie
Mitglied seit
18 Juli 2019
Beiträge
36
Ort
Im Remstal
Hallo zusammen,
eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt:
  • Ist eine gute Idee, einen Schiebeschlitten für die TKS zu bauen, der keine Bodenplatte hat. Also nur die zwei Leisten, die in den Nuten der TKS laufen und einen Queranschlag?
Der Vorteil einer solchen Konstruktion liegt auf der Hand:
  • Keinen Höhenverlust (Dicke Höhe der Bodenplatte)
  • Gewichtsreduktion der gesamten Konstruktion
Als Nachteil kann ich mir vorstellen, dass die gesamte Konstruktion instabiler wird, und somit schwieriger zu verstauen ist, wenn man sie nicht benötigt.

Sind andere, gravierendere Nachteile denkbar?

Vielen Dank & Gruß
jazzman
Hallo Jazzman
Der große Vorteil bei einem Schiebeschlitten ist doch, dass Du keine Ausrisse mehr hast, da Du mit einer Nullfuge arbeitest. Sowohl nach unten Richtung Sägetisch wie auch am Queranschlag. Wenn Du das nicht willst, benötigst Du ja auch keinen Schiebetisch.

Herzliche Grüße aus dem Remstal
Hansjörg
 

killkenny

ww-eiche
Mitglied seit
27 September 2019
Beiträge
366
Alter
121
Ort
Baden!
Der Vorteil einer solchen Konstruktion liegt auf der Hand:
  • Keinen Höhenverlust (Dicke Höhe der Bodenplatte)
  • Gewichtsreduktion der gesamten Konstruktion
Sind das für dich wirklich Argumente, es nicht so zu machen?
Ich habe mir damals auch einen gebastelt.
Bis heute hatte ich noch nicht das Problem, dass ich wegen der Bodenplatte meine Schnitte nicht durchführen konnte.
Und durch die Bodenplatte wird es nur unwesentlich schwerer.
 

Jazzman2017

ww-fichte
Mitglied seit
9 Oktober 2017
Beiträge
16
Ort
Nußloch
Hallo.
Danke nochmals für eure Antworten!

Es ist schon ein großer Trümmer mit der Bodenplatte in einer kleinen Werkstatt.
Vielleicht ist ein vernünftiger Gehrungsanschlag (z.B. von Incra) eine wirklich gute Alternative?

Danke & Gruß
jazzman
 

killkenny

ww-eiche
Mitglied seit
27 September 2019
Beiträge
366
Alter
121
Ort
Baden!
Ein Schiebeschlitten kostet dich wie viel? Vielleicht 10 Euro wenn Du dir das Holz besorgen musst. In der Restekiste sogar für noch weniger Kohle zu haben.
Meinen habe ich aus Multiplex Reststücken gebaut. Das Ding kostet wirklich sogut wie nix.
Ich habe auch eine Mini Werkstatt. Für den Schiebeschlitten findet sich doch immer ein Plätzchen.

Ein Incra Anschlag kostet n haufen Kohle.
Obs dadurch besser wird ist auch fraglich.
Je nachdem, was für ne TKS Du hast, wirst Du vielleicht auch nicht glücklicher.
 

Mater1984

ww-robinie
Mitglied seit
26 März 2013
Beiträge
1.380
Ort
Bretzfeld (bei Heilbronn)
Wie die Nutleisten stabil und winkelig anbringen?
winklig am besten direkt in die Nut legen und von oben verschrauben bzw. halt nageln um die Punkte an den richtigen Stellen zu haben. Oder halb in die Schiene einschieben, Schlitten drauf, ausrichten und dann mit 2 Schrauben fixieren.
so habe ich es bei meinem Anschlag für den Frästisch gemacht.
 

raziausdud

ww-robinie
Mitglied seit
22 Juni 2004
Beiträge
3.479
Ort
Südniedersachsen
Wie die Nutleisten stabil und winkelig anbringen?
Was meinst Du mit winklig? Die Nutleiste muss nur absolut gerade sein. Das Brett obendrauf wird mit etwas Überbreite zum Sägeblatt fixiert. Dann wird das Teil erstmalig über das laufende Sägeblatt geschoben, welches die Kante genau parallel zur Nut abschneidet. Also parallel - nicht winklig.

So habe ich meine diversen Nutleisten an diversen Schiebebrettern* angebracht: es ist eine einfache Leiste, nicht mit dem Tischnut-Profil genau übereinstimmend. Die lege ich etwas unterfüttert in die Tischnut, mache ein wenig Leim drauf und lege dann die Platte mit etwas Überstand zum versenkten Sägeblatt (s.o.) auf. Eine recht lange Führungsleiste wird an einen Richtscheit gelegt und ebenso erst einmal aufgeklebt. Verschrauben traue ich mir so genau nicht zu, das kann man dann nach Abbinden des Leims hinterher noch machen.

*Ich nenne alle solche leistengeführte Schlitten Schiebebretter, um Gegensatz zu lineargeführten Schiebetischen bzw Schiebeschlitten.

Rainer
 
Zuletzt bearbeitet:

woodtr1

Gäste
Der TO schreibt
Also nur die zwei Leisten, die in den Nuten der TKS laufen und einen Queranschlag?
was ich mit einem senkrecht stehenden Brett und zwei in den Nuten laufenden Leisten intepretieren würde.

Selbst bei 21 mm Multiplex sehe ich Schwierigkeiten zwei Schrauben in die Leisten einzudrehen, geschweige denn diese so auszurichten, dass der Queranschlag im 90 Grad Winkel zum Sägeblatt geschoben werden kann.
 

raziausdud

ww-robinie
Mitglied seit
22 Juni 2004
Beiträge
3.479
Ort
Südniedersachsen
Ach so, jetzt sehe ich wovon hier offensichtlich ausgegangen wurde. Also ein" Cross-Cut-Sled" ohne Bodenplatte, ja? Ich war gedanklich immer bei einem einseitigen Schiebebrett. Ok, zwei Führungsleisten, es hätte mir eigentlich klar sein müssen

Naja, es könnte ja nicht nur ein senkrecht stehendes Brett sein, dieses Brett könnte man nach vorn (also zum Bediener hin) L-förmig verlängern, dann bekommt man auch die beiden Führungsleisten stabiler hin. Hinten haben diese Sleds gewöhnlich auch ein Hochkant-Brett, das könnte man hier ebenfalls L-förmig, dann aber nach hinten erweitern. Vorteil wäre tatsächlich die unreduzierte maximale Sägehöhe und weniger Ausrisse auch im Abfallstück gegenüber einem einfachen Queranschlag. Aber es wurde schon gesagt, eine Bodenplatte verringert auch die Ausrisse auf der Werkstück-Unterseite.

Sonstige Nachteile sehe ich eigentlich keine, wenns stabil konstruiert wird. Aber das Sperrige eines solchen Sleds sind doch die relativ hoch stehenden Querbretter vorn und hinten, die ein paar Zentimeter höher als die max. Sägehöhe sein müssen. Im Handling und im Verstauen bei Nichtgebrauch sehe ich da keinen Vorteil eines "Leichtbaus". Hätte ich wirklich ganz wenig Platz, würde ich mit Grundbrett arbeiten, die Querhölzer würd ich demontierbar machen, wiederholgenau positionierbar durch Dübel-Bohrung-Passung, gesichert mit je ein/zwei Schrauben.

Oder mit einseitigen Schlitten arbeiten. Ich habe ein paar verschiedene einseitige Schiebebretter, ein kleines, ein größeres, ein sehr langes und ein recht breites. Die sind alle sehr flach, weil sie das (wegen der Ausrisse zwar vorteilhafte) hohe Querholz bei einem zu verbindendem Doppelbrett nicht unbedingt brauchen. Da genügt ein sehr flacher Anschlag für die rechtwinklige Werkstück-Fixierung. Diese incl. Anschlag max 3- 4cm dicken Bretter verschiedener Größe lassen sich doch hochkant gut überall verstauen.

Rainer
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten