Schärfen der Zähne einer Kransäge

Erwin

ww-pappel
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
4
Ort
1
Vielleicht hat jemand einen Tip wie man die Zähne einer handbetriebenen Kransäge schärft ?<br>Zurzeit sind die Zähne gerade geschärft. Die Säge läßt sich nur schwer ziehen. Dann habe ich sie leicht spitz am Rücken angefeilt, wie eine japanische Längssäge. Es geht etwas besser, aber immer noch nicht optimal.<br><br><br>
 

andreas

ww-buche
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
296
Hallo Erwin!<br>Würd´mich auch mal interessieren was eine Kransäge ist. Hab schon nachgefragt, weiß aber keiner. Kannst Du ein Photo senden?
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
12.403
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo<br><br>ich versuch mal wieder Folgerungen zu ziehen. Nun zum Thema Kransäge finde ich mit goggle zwei Links und beide beziehen sich auf sogenannte Harvester (holzerntemaschine) nun da hier von Handbetrieb gesprochen wird fällt das also aus. Bleibt der Hinweis &quot;Die Säge läßt sich nur schwer ziehen&quot; Nun mir sind zwei Sägen bekannt die auch in Deutschland schon immer auf Zug arbeiteten. Die Furniersäge und die Gratsäge. Erwin kann es sein das Du letztere meinst und nur irgendwie den Namen verunstaltet hast.<br>Weil, wie meinen beiden Kollegen &nbsp;vorher schon sagten ist auch mir eine Kransäge unbekannt.<br><br>Also dann <br>ciao von now<br>carsten
 

Erwin

ww-pappel
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
4
Ort
1
Ist etwas exotisch, damit gibt sich heute keiner mehr ab. Simple gesagt, eine Schrotsäge zum Längsaufschneiden von Stämmen mit Hand. Ich habe auch schon den Begriff Spaltsäge gefunden. Das Blatt ist etwa 1.80 langund geht von oben nach unten keilförmig zu. Breiteste Stelle 25 cm.<br>Zahnform etwa so wie eine japanische Längssäge. Vielleicht hat jemand noch einen Opa, der sowas bedient hat, oder ein Museum wo sowas ausliegt.<br><br>Gruß Erwin
 

Finger

ww-birnbaum
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
216
Ort
Holle
Ah, jetzt kann ich helfen. ;D<br>Hallo Erwin,<br><br>die Kransäge muß geschränckt werden und brauch die Orginal Zahnform, sonst geht es nicht oder nur schlecht.<br>Geschränckt wird 1Zahn links, 1Zahn rechts und wenn es sein muß wird der 3Zahn nicht geschränkt.<br>Wenn ich noch eine Zeichnung von dem Schräncken finde stell ich es ins Netz, von der Säge habe ich kein Bild.<br>Man kann Sie auch schärfen wie eine Gattersägeblatt, das ist aber mit vorsicht zu genissen.
 

Erwin

ww-pappel
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
4
Ort
1
Danke für die Antwort. Geschränkt habe ich. Den 3. Zahn nicht ? Veralbern willste mich nicht ?<br>Wenns stimmt bitte ich um Vergebung und ich geb dir einen aus. Das Blatt ist 2 mm stark und nur mit viel Kraft zu schränken. Ich habe mal ein Schränkamboß im Katalog gesehen. Hat jemand damit schon mal gearbeitet. Zur Info: die Säge war neu.<br><br>Gruß Erwin<br>
 

khr

ww-esche
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
572
Ort
46244 Kirchhellen
Als eifriger &quot;Rauschiff Voyager&quot; Gucker kann ich mir ein eine räumliche Abwicklung eines elfdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuums gerade noch vorstellen, nicht aber eine handbetriebene Kransäge mit zwei Zähnen krumm und einem gerade :emoji_slight_smile:<br><br>cool :emoji_sunglasses: [br](Diese Nachricht wurde am 12.10.01 um 15:33 von khr geändert.)
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
12.403
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo habe folgenden Link,<br><br>http://www.rhein-lahn-info.de/museum-nastaetten/zimmerm.html<br><br>und musste diesmal nicht mal google bemühen da ich aus Nastaetten stamme und das Museum gut kenne. Allerdings weiß ich nicht welche der beiden großen Sägen, linker Bildrand, rechter Bildrand die Spaltsäge ist.<br>Vermute mal die rechte da ich die linke eigentlich unter dem Namen Trummsäge kenne.<br><br>Für alle die mal in die Nähe von Nastaetten kommen (liegt zwischen Koblenz und Wiesbaden) ein Besuch im Museum lohnt für all diejenigen, die mal in die Arbeitswelt unserer Vorfahren bestaunen wollen.<br><br>Ciao von now<br>carsten
 

Finger

ww-birnbaum
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
216
Ort
Holle
Hallo ,<br>hier erst mal die Bilder zu Schärfen:<br>
<br>
<br>Die Beschreibung zum Schränken:<br><br>Es kommt vielfach darauf an, daß der Schrank bei allen Zähnen gleichmäßig angesetzt ist, daß alle Zähne genau gleich weit aus der Blattebene herausgeschränkt sind, und dass die richtige Schränkhöhe eingehalten wird, die ja bekanntlich 30% der Zahnhöhe betragen soll. Was die Schrankweite anbelangt, so empfiehlt sich in Abhängigkeit von der Holzart, die eingeschnitten wird, dass sie nach jeder Seite rund 30% der Blattdicke betragen soll. Vielfach verlangen weiche Hölzer, waldfrische und harzreiche Hölzer und nicht zuletzt Nadelhölzer eine etwas größere Schrankweite, während Sägen für harte, trockene und gefrorene Hölzer und insbesondere Laubhölzer mit einer etwas geringeren Schrankweite versehen werden können. Gerade bei dickeren Sägen empfiehlt sich nach dem Schränken ein nochmaliges Überschärfen der Zähne, um eine gerade Hauptschneide zu erhalten.<br><br>Bei dem 3Zahn gerade ist mir ein fehler unterlaufen, richtig ist 1Zahn links, 2Zahn rechts und 3Zahn gerade ( dieses ist ein Beispiel um auszudrücken das es immer paarig sein Soll), naturlich müßen es mehr Zähne sein bis es einen geraden Zahn gibt. Wenn ich es finden sollte wieviele werde ich es hier noch mal reinsetzen. [br](Diese Nachricht wurde am 12.10.01 um 08:52 von Finger geändert.)
 

e.brüchert

ww-eiche
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
383
Ort
an der Waterkant
hä ???<br>&quot;... 1Zahn links, 2Zahn rechts und 3Zahn gerade ( dieses ist<br> ein Beispiel um auszudrücken das es immer paarig sein Soll), naturlich müßen es mehr Zähne sein bis es einen geraden Zahn gibt. &quot;<br><br>Ich habe zwar bei Günther Jauch im IQ Test nicht schlecht abgeschnitten, aber das verstehe ich wirklich überhaupt nicht.<br><br>Es gab mal HM Kreissägeblätter für Kunststoff-beschichtete Platten, da waren die Zähne wechselseitig schräg oder mit einem Spezialschliff versehen, und zwischendurch gab es immer mal einen geraden Räumzahn.<br>ist da vielleicht irgendwas durcheinander geraten ? [br](Diese Nachricht wurde am 12.10.01 um 10:56 von e.brüchert geändert.)
 

Finger

ww-birnbaum
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
216
Ort
Holle
Nein es ist nichts durcheinander geraten.<br>Hier nun ein Bild von einem Gattersägeblatt:<br>
<br>wie man sieht gibt es bei Vollgatter keinen Räumzahn. Bei Horizontalgattern, die in beiden richtungen schneiden fehlt immer ein Zahn wenn die Zähne in die andere richtung zeigen. Auf meiner privaten Seite Holzwurm-Seite kann man unter technik alle Gatter und Vorschubarten für Vollgatter anschauen.<br>Leider finde ich die Begründung nicht für diese Art des Schränkens ( man hätte in der Lehre doch mehr mitschreiben sollen) [br](Diese Nachricht wurde am 12.10.01 um 12:54 von Finger geändert.)
 

Erwin

ww-pappel
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
4
Ort
1
Hallo Finger !<br><br>Vielen Dank für die schnelle Anwort.<br>Nochmal auf deutsch: einen Zahn links schränken, zwei Zähne rechts schränken und einen auslassen usw. oder einen links, einen rechts und einen auslassen. Müssen &nbsp;die Zähne gerade gefeilt werden oder spitz ?<br><br>MfG Erwin
 

Finger

ww-birnbaum
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
216
Ort
Holle
Hallo Erwin,<br>die Zähne werden vor dem schränken geschärft. Beim Schärfen ist darauf zu achten, daß die kontur, die die Zähne vom Herstellerwerk aus haben, auch beibehalten wird, daß es also nicht zu einem zu starken Abschärfen des Zahnrückens kommt. Habe drei verschiedene ZahnFormen gefunden, ersten den Spitzzahn, zeitens den Wolfszahn und drittens den Bogenzahn.<br><br>Da ich das mit dem oben nicht gefunden habe um es genauer zu beschreiben, würde ich die Zahne normal schranken so wie man es bei Bandsägen oder Kreissägen macht.<br><br>oben im Bild sieht man einen &quot;Kippschrank&quot;, bei dem der Zahn aus der Blattebene herausgekippt oder -gedrückt wird, und dem selteneren &quot; Drehschrank&quot;, bei dem es zu einer Drehung des Zahns gegenüber der Blattebene kommt. Weis leider nicht welche der beiden Schrankarten, die richtige ist. Da muß ich passen.<br><br>Mehr Infos habe ich über diese Art von Sägen leider nicht mehr. :emoji_frowning2:
 

sängermarke

ww-pappel
Mitglied seit
16 Februar 2006
Beiträge
1
Ort
Bergisch-Glabach
Also, daß mit dem dritten Zahn ungescgränkt (als Räumzahn) leuchtet ein.
Frage:
möcht selber eine Kransäge bauen, kann mir jemand Tips dazu geben, bzw eine Skizze zukommen lassen?
wo kann ich eine entsprechendes Sägeblatt - auch Rohling beziehen
Grüße
Florian
 

derdad

Moderator
Mitglied seit
3 Juli 2005
Beiträge
3.704
Ort
Wien/österreich
sängermarke schrieb:
Also, daß mit dem dritten Zahn ungescgränkt (als Räumzahn) leuchtet ein.
Frage:
möcht selber eine Kransäge bauen, kann mir jemand Tips dazu geben, bzw eine Skizze zukommen lassen?
wo kann ich eine entsprechendes Sägeblatt - auch Rohling beziehen
Grüße
Florian
Hi Florian!
Versuch doch mal in einem Sägewerk ein altes Blochbandsägeblatt (auch Blockbandsäge) zu bekommen. Vielleicht lässt sich aus dem eine Kransäge machen, wenn es breit genug ist.
Noch ein paar Worte zum Schränken. Zu uns in die Werkstätte kamen früher die Bauern der Umgebung um ihre Brennholzkreissägeblatter schleifen zu lassen. Da wir keinen Schleifautomaten hatten, habe ich die Blätter freihand an einer entsprechenden Schmiergelscheibe geschliffen. Ging mit etwas Übung ganz gut. Geschränkt hab ich die Zähne (jetzt bitte nicht lachen) mit dem Hammer. Ich hab dabei das Blatt auf einen Maschinentisch (nicht aus Alu) gelegt und immer entsprechend vorstehen lassen. Mit einem 1/2 kg Hammer hab ich dann geshränkt. Immer jeden Zweiten und dann das Blatt gewendet. Nach dem 4ten 5ten Zahn hat man es im Gefühl wie fest man klopfen muss. Beim hammer ist es besser eher einen schwereren als ein zu leichten zu verwenden. Natürlich eignet sich die Methode nicht für Feinschnittsägen, aber für Grobschnitte langt es.
Mit dieser Methode hab ich auch in Afrika Kransägen geschärft und geschränkt. Da ich dort keinen Schleifbock hatte, hab ich mit einem kleinen Winkelschleifer geschärft. Dort werden die Sägen "Pit Saws" genannt. Der Name kommt von "Pit", der grube über die der Stamm gelegt wird, damit er zerságt werden kann. Manchmal ist es auch ein Holzgestell auf das der Stamm gerollt wird. In Uganda ist das Schneiden von Brettern mit der Pit Saw die übliche Art um Schnittholz zu erzeugen. Ich war überrascht wie genau damit gearbeitet werden kann.
gerhard
 

florian

ww-buche
Mitglied seit
8 Dezember 2004
Beiträge
280
Ort
Saarland
Hallo
ich habe hier jetzt mal etwas mitgelesen, und bin völlig verwirrt. Es scheint da ja schon einige theorien über das Scärfen und schränken zu geben, aber die aus der berufsschule war nicht dabei. Welche jetzt die richtige ist weis ich nicht.

Wir haben gelernt die Säge zuerst zu (mit Schränkzange) zu schrängen und dann zu schärfen. Bei Schrenken wird immer in Zahn links, ein Zahn rechts, ein Zahn links.... gebogen.

Florian
 

derdad

Moderator
Mitglied seit
3 Juli 2005
Beiträge
3.704
Ort
Wien/österreich
Hi Florian!
Ich schreib jetzt mal wie wir in der Fachschule das Schärfen von Handsägen gelernt haben.
Zahnspitzenlinie abrichten.
Dann die Zahne schärfen. Das heißt Zahnbrust und Zahngrund so lange zu feilen bis wieder ein Spitzer Zahn und eine einheitlich tiefe Zahngrundlinie entsteht. Dabei je nach Säge in abwechselnde Richtung feilen.
Wenn die Zähne nun wieder gleich Hoch und scharf sind kommt das Schränken.
Wenn du vorher schränkst und nachher schärfst wirst du evtl eine ungleiche Zahnreihe bekommen.
Dies ist so im Prinzip bei einfachen Sägen der Vorgang. Natürlich gibt es dann die Sonderfälle mit Räumzahn etc wie oben angesprochen.
gerhard
 
Oben Unten