Sanding-Sealer und Polieröl

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von monty100, 29. Juni 2008.

  1. monty100

    monty100 ww-kastanie

    Beiträge:
    28
    Ort:
    Raum Hannover
    Hallo,

    zur möglichen Verwendung von Polieröl habe ich eine Frage. Bei der Restauration von Oberflächen von Weichholzmöbeln ohne Furnier habe ich gute Erfahrungen mit dem mehrfachen Auftrag von Sanding-Sealer mit ensprechendem Zwischenschliff mit Stahlwolle gemacht. Häufig ist dadurch der Auftrag von Wachs irgendwie überflüssig geworden.

    Kann ich diese Methode noch verbessern, also noch etwas mehr Glanz erzielen, wenn ich Polieröl in den Sanding-Sealer gebe? Könnte das Spätfolgen haben und wieviel Polieröl sollte beigegeben werden (sagen wir mal auf 100 ml)?

    Vielleicht hat damit schon mal jemand Erfahrungen gemacht und kann mir weiter helfen.

    Gruß und Danke
    monty
     
  2. edelres

    edelres ww-robinie

    Schnellschleifgrund

    Hallo monty,


    Vorweg nichts in den Sandingsealer mischen, welches nicht vom Hersteller vorgeschrieben/erlaubt ist.

    Ich kenne die hier sowohl auch frueher in D verwendeten Sandingsealer/Schnellschleifgrund auf Nitrobasis, hier wuerde ein zumischen von Oel vermutlich zu einer klebrigen schlecht/nichttrocknenden Oberflaeche fuehren.

    Sandingsealer, laesst sich auf Grund seiner Zusammensetzung nicht auf Hochglanz Polieren. Ein Glanz welcher dem von Moebelwachs entspricht, laesst sich mit Oelschliff erzielen. Dazu benutze ich ein feines Schleifvliess aus dem Autolackierhandel.

    Zum Oelschliff eignet sich jedes nichttrocknende, silikonfreie Oel. Die preiswerteste Loesung ist fuer mich Testbenzin/Terpentinersatz, hier wird spezial Polieroel teuer verkauft, welches nicht mehr als ein Petrodestillat ist und sich kaum von Testbenzin/Terpentinersatz unterscheidet (die CAS-Fact Sheets ueber die innhaltsstoffe sind nahezu gleich) . Beim Polieren, hat das verwendete Oel die Aufgabe, die Erwaermung der Lackflaeche zu verhindern und keinen Einfluss auf die Haltbarkeit usw, die Autolackierer verwenden Wasser.

    Als Gedankenanstoss.

    mfg

    Ottmar
     
  3. monty100

    monty100 ww-kastanie

    Beiträge:
    28
    Ort:
    Raum Hannover
    Hallo Ottmar,
    so, dass war jetzt schon mal sehr hilfrich. Vielen Dank.

    Ich werde den Oelschliff gerne versuchen wollen. Polieröl habe ich ja nun bereits. Es scheint mir in der Konsistenz dicker zu sein als Testbenzin. Ich würde einfach beides mal probieren wollen. Versuch macht klug.

    Gebe ich das Polieröl bzw. Testbenzin auf das Schleifvlies auf? Würde ich jetzt mal vermuten wollen. Und danach mit einem Baumwoll-Lappen abpolieren? Sofort ohne Wartezeit? Eigentlich dürfte in die Oberfläche ja so gut wie gar nichts mehr eindringen, da diese mit meiner Methode immer schon recht dicht ist.

    Ich hab mal ein Foto angehängt zu dem bisher erzielten Glanzgrad. Vielleicht kannst Du mal was aus Deiner fachlichen Sicht dazu sagen.

    Gruß
    monty
     

    Anhänge:

  4. edelres

    edelres ww-robinie

    Polieroel

    Hallo monty,

    Beim Polieren mit Oel, dringt nichts in die Oberflaeche ein, noch bildet sich etwas auf der Oberflaeche. Das Oel ist einfach nur ein Schmiermittel, verwende das Oel welches du schon hast, erspar dir einen Vergleich mit Testbenzin.

    Unter dem Mikroskop betrachtet, sieht selbst ein hochglanzpolierter Spiegel, bei entsprechender Vergroesserung, verkratzt aus.

    Eine mit Schnellschleifgrund versehene Oberflaeche, schleife ich mit 400er Papier trocken ab. Bei sechzigfacher Vergroesserung mit einem Auflichtmikroskop betrachtet, sieht die Oberflaeche rauh aus. Gefuehlsmaessig fuehlt sich die Oberflaeche in diesem Zustand glatt an.

    Mit einem feinen Schleifvliess(*) (vergleichbare Koernung >1200) und Oel lassen sich die vom 400er Papier vorhandenen Rauhigkeiten mehr glaetten. Durch das Glaetten sieht die Oberflaeche glaenzender aus, reflektiert mehr Licht.

    Glanz, laesst sich mit den physikalischen Gesetzen der Lichtbrechung/Reflexion erklaeren, je glatter die Oberflaeche umso hoeher der Reflexionsgrad, umso glaenzender erscheint die Oberflaeche.

    Wichtig beim Polieren mit Oel, ist dass Trockenschliff unbedingt vermieden wird. Deshalb das Schleifvliess laufen in das Schleifoel/Testbenzin tauchen.

    Mit dem Baumwoll- oder Papierhanduch, wird der entstandene Schleifschlamm entfernt und der erreichte Glanzgrad kommt zum Vorschein.

    (*) Hier wird von 3M Schleifmittel auf duennen Schaumstoff aufgetragen fuer das Polieren von Autolacken angeboten, die Koernung ist durch verschiedene Farben gekennzeichnet, ich verwende das mit dem gruenen Aufdruck, enspricht einer Koernung von 1500.

    Als Gedankenanstoss

    mfg

    Ottmar
     
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