Sägemehl als Dämmung

nineschein

ww-pappel
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Liebe Tischler, mein Mann betreibt ein Sägewerk und wir haben Unmengen an Sägemehl. Diesen Sommer kommt ein Zimmermann zu uns und baut mir ein Holzhäuschen auf ein Bauwagenfahrgestell. Nun steht die Frage nach dem Dämmstoff und wir hatten die Idee, unser Sägemehl zu trocknen (an der Sonne) und zu verwenden - zumindest in Dach und Fußboden, wegen der Setzung. Ich persönlich habe etwas Bedenken wegen Pilz und Schimmel - deshalb wäre ich sehr froh, wenn jemand Erfahrungen oder Ratschläge teilen könnte! Danke herzlichst Nine
 

magmog

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Guuden,

solange die Späne garantiert trocken bleiben kein Prob.
Nur ob das bauphysikalisch funzt ist eine andere Angelegenheit.
Bei Winterbetrieb mit Heizung kann das schief gehen.
 

Friederich

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Hallo Nine, wie du schon bemerkt hast, wird es sich setzen. Außerdem kann es im Lauf der Zeit durch Ritzen herausrieseln.
Nimm lieber Holzweichfaserplatten. Im Prinzip das Gleiche. Nur zusammengepresst. Die sind in meinen Augen ein ziemlich idealer Dämmstoff.
Verbleibende Ritzen würd ich mit Hanf-oder Leinenwerg ausstopfen. Wird auch beim Blockhausbau verwendet.
Alles ungiftig, recht schädlingresistent und atmungsaktiv. Durch die gute Kapillarwirkung wird in geringen Mengen eingedrungene Feuchte schnell verteilt und kann austrocknen,
 

SteffenH

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Hobelspäne eignen sich recht gut, weil sie viel Luft halten. Sägemehl ist meiner Meinung nach ungeeignet.
 

Khartak

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Liebe Tischler, mein Mann betreibt ein Sägewerk und wir haben Unmengen an Sägemehl. Diesen Sommer kommt ein Zimmermann zu uns und baut mir ein Holzhäuschen auf ein Bauwagenfahrgestell. Nun steht die Frage nach dem Dämmstoff und wir hatten die Idee, unser Sägemehl zu trocknen (an der Sonne) und zu verwenden - zumindest in Dach und Fußboden, wegen der Setzung. Ich persönlich habe etwas Bedenken wegen Pilz und Schimmel - deshalb wäre ich sehr froh, wenn jemand Erfahrungen oder Ratschläge teilen könnte! Danke herzlichst Nine

Ähm bitte sofort verwerfen den Gedanken, macht sich hier keiner Gedanken um den Brandschutz? Im Brandfall, ist das dann nur noch das Öl im Feuer. Lieber was anderes einsetzen.
 

Khartak

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Bei einem Bauwagen? Wozu das denn? Es gibt Mehrfamilienhäuser aus Holz.

Und was ist zwischen den Wänden im Hohlraum? Wohl Stein- oder Glaswolle oder irgendwelche Dämmplatten.

Das Totschlagargument: Die Dämmindustrie geht den Bach runter, denn es gibt ja Häuser aus Holz :eek:

Dennoch mit dem Argument, dass es nur ein Bauwagen ist gebe ich euch recht. Da kann man im Notfall ja schnell raus. Was die Argumentation gegen die Holzspäne ja schon fast wieder aufhebt. Dennoch...
 

falco

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Brandschutz sehe ich bei einem Bauwagen jetzt auch nicht so kritisch. Ansonsten ist das allerdings ein Problem, Holzweicherfaserplatten mit niedriger Dichte werden Mit entsprechender Chemikalie versehen um "normal entflammbar" zu werden, ist die Dichte hoch genug bildet sie eine Verkohlungsschicht und ist ebenfalls normal entflammbar. Sägespäne wird man nicht in die Kategorie bekommen und sind damitnicht einsetzbar (rein offiziell, mit gesundem Menschenverstand geht so einiges)
 

Mitglied 30872

Gäste
...Auch bei Naturstammblockhäusern werden keine Dämmungen aufgebracht.

Nicht nur bei Naturstammhäusern. In unserem finnischen Blockhaus gibt es auch keine gesonderte Dämmung.
In Anlehnung an falcos Beitrag: locker eingestreute Hobelspäne zwischen der Schalung lassen sich hinsichtlich Brandschutz mit dafür hergestellten Materialien überhaupt nicht vergleichen. Durch den hohen Luftgehalt in dieser Schüttung besteht die Gefahr, dass die Füllung im Brandfall verpuffungsartig abbrennt, und nicht nur so vor sich hin kokelt, bspw. isofloc | isofloc Zellulosefasern
Im besagten Bauwagen würde ich auf derlei Füllung verzichten. Wegen der doch eher geringen Dimensionen wird die dämmende Wirkung eher gering sein.
 
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