sägeblatt frage

redwood

ww-pappel
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tach,
ich hab mir vor einer weile eine 5 fach kombi gebraucht gekauft fabrikat SU
falls die jemand kennt.
was ich aber nun eigentlich fragen will ist, wenn das sägeblatt aus dem tisch gefahren wird wieviel platz darf jeweils rechts und links zum rand sein?
Auf der einen seite ist eine holzleiste eingeschraubt ca.3cm auf der anderen
seite sind es allerdings nur 1bis2mm, reicht das aus?
Ich hab die maschine jetzt noch nicht angemacht falls das Blatt wiebrieren sollte,
sind gleich alle Zähne weg eventuell auch meine.
Ich hoffe jemand hat einen Rat
Gruß Knut
 

carsten

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Hallo

hab mal im Heft der BG Berufsgenossenschaft nachgesehen.
Durchtrittöffnung (Sägespalt)
Seiten leicht zerspanbar (also entweder Holz oder ALU)
Sägeblatt Ø <=500 mm gesamter Spalt max 12mm, fester Flansch Tischkante max 3 mm (ich denke die meinen hier den Abstand rechts vom Sägeblatt (üblicherweise) also zum feststehnenden Tisch)
SägebalttØ >500mm Gesamter Spalt max 16 mm, fester Flansch-Tischkante, max 5 mm.

Die gilt für Maschinen mit CE Kennzeichnung nach EN 1870-1

Von 1980 -1994 nach VBG 7j
gilt Seiten leicht zerspanbar
Spalt beiderseitig max 3 mm breit
6 mm zwischen Schiebtisch und Sägeblatt

bis 1979 steht dort Durchtrittöffnung muss vorhanden sein :emoji_grin:

achja eines noch ich hab bis dato noch keine Formatkreissäge gesehen die nicht mindestens ein oder sogar mehrere Einschnitte in den Schiebeschlitten hatten. Häufig ist diese vordere Kante am Schiebeschlitten deshalb austauschbar.

Wenn du Bedenken hast wegen evtl unruhigen Laufes des Sägeblattes, demontiere das Sägeblatt lass die Mutter ab und schalte die Maschine ein,wenn die Maschine ruhig läuft, also ohne Vibrationen ( den Motor sollte man schon hören), Spann das kleinste Sägeblatt ein, versenke es so weit wie möglich unter den Tisch und lass die Maschine laufen. Keine Vibrationen, gut. Sägeblatt auf höchste Stellung schrauben, Maschine laufen lassen, Keine Vibrationen -->gut. Das selbe wdh mit größerem Sägeblatt auch keine Vibrationen, dann ist alles IO.
Ach ja ein geeignetes Sägeblatt solltest du schon nehmen. Mir sind schon "Experten" zu Ohren gekommen die Metallkreissägeblätter auf ne Schreinereitischkreissäge gespannt haben.Metallkreissägeblätter sind nicht geeignet . Die Metaller sägen mit wesentlich geringern Drehzahlen. Achte auf die Angegebnen Drehzahlen auf den Sägeblättern, solltest du dir unsicher sien frag lieber nach. Einfacher Test ob das Sägeblatt keine Risse hat halte es frei in der luft durch die Mittenbohrung und schlage es leicht an, klingt es klar und deutlich dürfte es keine Risse haben. Ich gehe hierbei mal von den normalen Kreissägeblättern aus wie sie auch bei den meisten Schreiner Verwendung finden dürften. Die seit einigen Jahren auf dem Markt befindlichen Lärmreduzierte Sägeblätter mit Schichtweisem Aufbau (klingen nicht) lasse ich ausser acht.
 

derdad

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Hi Knut!
Sofern ich deine frage richtig verstanden habe hast du links zum schiebeschlitten 2mm abstand. Rechts ist der spalt mit einer 3cm holzeinlage aufgefüllt.
Da ich annehme das der schiebeschlitten aus aluminium ist, besteht auch keine gefahr falls das sägeblatt mal ausweicht, denn mit einem hm-blatt schneidest du in die schiebetischkante (Alu kannst du ohne weiteres mit einer tischlerkreissäge schneiden- SCHUTZBRILLE tragen). Schaut zwar nicht schön aus, passiert aber immer wieder mal wenn durch verschiedene umstände das blatt ausweicht. Normalerweise kann man den schiebeschlitten auch seitlich einstellen, und so den spalt etwas vergrössern.
Die holzeinlage dient dazu, dass du sie auswechseln kannst, um einen nutfräser einzuspannen (Flansch entfernen).
Noch etwas. Sollte es trotz aller vorsicht passieren dass du in die schiebetischkante schneidest, feile die kanten wieder rund, sie sind verdammt scharf.
Und noch etwas fällt mir ein. Gefährlicher als die seitlichen kanten ist der spaltkeil wenn er nicht fest genug eingespannt ist. Wenn dieser das blatt berührt können wirklich die zähne fliegen. Den rest hat carsten schon erwähnt.
Ich wünsch dir noch viel spass mit deiner neuen maschine und denk dran: Hab respekt vor der maschine, fürchte sie aber nicht. Sie macht keine fehler.
gerhard
 

redwood

ww-pappel
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sägeblattfrage

carsten schrieb:
Hallo

hab mal im Heft der BG Berufsgenossenschaft nachgesehen.
Durchtrittöffnung (Sägespalt)
Seiten leicht zerspanbar (also entweder Holz oder ALU)
Sägeblatt Ø <=500 mm gesamter Spalt max 12mm, fester Flansch Tischkante max 3 mm (ich denke die meinen hier den Abstand rechts vom Sägeblatt (üblicherweise) also zum feststehnenden Tisch)
SägebalttØ >500mm Gesamter Spalt max 16 mm, fester Flansch-Tischkante, max 5 mm.

Die gilt für Maschinen mit CE Kennzeichnung nach EN 1870-1

Von 1980 -1994 nach VBG 7j
gilt Seiten leicht zerspanbar
Spalt beiderseitig max 3 mm breit
6 mm zwischen Schiebtisch und Sägeblatt

bis 1979 steht dort Durchtrittöffnung muss vorhanden sein :emoji_grin:

achja eines noch ich hab bis dato noch keine Formatkreissäge gesehen die nicht mindestens ein oder sogar mehrere Einschnitte in den Schiebeschlitten hatten. Häufig ist diese vordere Kante am Schiebeschlitten deshalb austauschbar.

Wenn du Bedenken hast wegen evtl unruhigen Laufes des Sägeblattes, demontiere das Sägeblatt lass die Mutter ab und schalte die Maschine ein,wenn die Maschine ruhig läuft, also ohne Vibrationen ( den Motor sollte man schon hören), Spann das kleinste Sägeblatt ein, versenke es so weit wie möglich unter den Tisch und lass die Maschine laufen. Keine Vibrationen, gut. Sägeblatt auf höchste Stellung schrauben, Maschine laufen lassen, Keine Vibrationen -->gut. Das selbe wdh mit größerem Sägeblatt auch keine Vibrationen, dann ist alles IO.
Ach ja ein geeignetes Sägeblatt solltest du schon nehmen. Mir sind schon "Experten" zu Ohren gekommen die Metallkreissägeblätter auf ne Schreinereitischkreissäge gespannt haben.Metallkreissägeblätter sind nicht geeignet . Die Metaller sägen mit wesentlich geringern Drehzahlen. Achte auf die Angegebnen Drehzahlen auf den Sägeblättern, solltest du dir unsicher sien frag lieber nach. Einfacher Test ob das Sägeblatt keine Risse hat halte es frei in der luft durch die Mittenbohrung und schlage es leicht an, klingt es klar und deutlich dürfte es keine Risse haben. Ich gehe hierbei mal von den normalen Kreissägeblättern aus wie sie auch bei den meisten Schreiner Verwendung finden dürften. Die seit einigen Jahren auf dem Markt befindlichen Lärmreduzierte Sägeblätter mit Schichtweisem Aufbau (klingen nicht) lasse ich ausser acht.

Hallo Carsten,
also die holz leiste ist auf der linken seite und auf der rechten seite auf der das Blatt sitzt sind die 1-2 mm allerdings ist der tisch aus gußeisen deswegen auch meine zweifel wegen der Zähne.
Gruß Knut
 

raftinthomas

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das ist knapp.
wie alt ist denn die maschine und arbeitest nur du damit? wenn letzere frage mit ja beantwortet, ist es rechtlich erstmal zulässig, könnte aber bei unfällen zahlungsprobleme der bg mit sich ziehen.
ich würde wahrscheinlich zur flex greifen und den spalt etwas vergrössern.
 

derdad

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Hi!
Da lag ich komplett falsch.
Probiers doch mal mit zwischnring zulegen. Zwischen flansch und Wellenhalterung.
Natürlich muss dann auch beim spaltkeil zwischengelegt werden.
Welches baujahr ist die maschine?
 

redwood

ww-pappel
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sägeblattfrage

derdad schrieb:
Hi!
Da lag ich komplett falsch.
Probiers doch mal mit zwischnring zulegen. Zwischen flansch und Wellenhalterung.
Natürlich muss dann auch beim spaltkeil zwischengelegt werden.
Welches baujahr ist die maschine?


Moin,
Die Maschine müßte laut der Firma Miller (Felder / Hammer) aus den 80er sein
Ein Spaltkeil existiert auch nicht mehr.
Gruß Knut
 

derdad

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Hallo wieder!
Wenn der flansch nicht fix montiert ist kannst du ihn herunterziehen und einen zwischenring, so wie er auf der frässpindel ist dazwischengeben.
Bei einer maschine aus den 80ern wird aber der flansch schon fix montiert sein. Der hat dann meist stifte oder ähnliches als sicherung fürs sägeblatt.
Dann hilft wahrscheinlich nur mehr die methode von thomas, der winkelschleifer.

P.S. Einen spaltkeil würd ich mir besorgen, der hat schon so manche finger gerettet. Wenn du maschine bei einer firma gekauft hast, würde ich dort nochmal anklopfen. Ich glaub sogar bei einer alten maschine muss lt vorschriften spaltkeil dazugegeben werden.

gerhard
 

Erik

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Hör auf Gerhard und besorg Dir einen Spaltkeil *zeigefingerschwenk*!

Mir hat es wirklich Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand abgetrennt, als ich ohne Keil gesägt, und das im Blatt kantende Werkstück meine Hand in die Zähne gezogen hat.
So schnell kann man gar nicht reagieren.
Dabei hatte ich die Ermahnung meines Lehrers diesbezüglich noch im Ohr.
Hab die Säge danach fast zehn Jahre nicht mehr angefasst (Bin ja auch kein Tischler).

Gewachsenes Holz und thermisch verformten Kunststoff immer mit Keil sägen; bei Sperrholz (Multiplex) oder Plexiglas, Alu etc. , also Materialien ohne innere Spannungen, gehts bei Vorsicht auch so.

Erik
 

Jungschiss

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"Gewachsenes Holz und thermisch verformten Kunststoff immer mit Keil sägen; bei Sperrholz (Multiplex) oder Plexiglas, Alu etc. , also Materialien ohne innere Spannungen, gehts bei Vorsicht auch so."

In Plattenwerkstoffen sind auch Spannungen drin, nur nicht so stark.
Kenne jemanden der mal ne Spanplatte ohne Spaltkeil gesägt hat. Er stand dummerweise rechts vom Schiebeschlitten. Die Platte hat sich verkantet und er hat sie volle Lotte in den Bauch gekriegt.Wenns unglücklich läuft kann man dabei draufgehen. Also Spaltkeil auch bei Plattenwerkstoffen. In 99% aller Fälle passiert wahrscheinlich nichts aber trotzdem. :emoji_open_mouth:

Gruss Jan
 

carsten

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Hallo

Gußtisch ist normal der Abstand allerdings sehr gering und bei nicht einfach zu zerspanendem Material wäre mir das deutlich zu wenig.
da der Abstand auf der anderen Seite sehr hoch ist( ich gehe mal davon aus du hast keinen Schiebeschlitten) hört sich das Ganze an als würde noch ein Distanzstück fehlen. Da auch noch der Spaltkeil fehlt hoffe ich mal du hast nicht allzuviel für diese "Maschine" bezahlt.
Zitat FA Miller /Homepage: "Kundendienst wird bei uns großgeschrieben. Unsere Servicetechniker sorgen dafür, dass auch jahrzehntealte Maschinen ihre Präzision behalten."
Ob dies auch für den Heimwerker gilt kannst du ja mal testen. Zumindest sollten sie dir behilflich sein die Maschine so herzurichten das du damit arbeiten kannst.
Ohne Spaltkeil würde ich jednfalls nicht mit arbeiten. Hoffe die MAschine hat wenigstens eine Halterung für einen Spaltkeil) . Den bereits geposteten Warnungen und Erfahrungsberichte kann ich mich nur anschließen.
Kannst du evtl ein Bild posten ? evtl auch ne Detailaufnahme der Sägeblattwelle.
 
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