Regal aus MDF-Platten unsichtbar montieren

dvoraktrio

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Guten Abend,
ich würde gerne ein Regal aus weiß beschichteten MDF-Platten bauen, ähnlich dem auf dem angehänten Photo und frage mich, wie man das ganze wohl am unsichbarsten verschraubt, verdübelt,...? Wäre es wohl stabil genug, einfach mit Dübeln zu arbeiten, an den Stellen an denen Brett auf Brett trifft, wenn ja nimmt man Holzdübel, oder was würdet ihr empfehlen?
Auf dem Photo ist ja von vorne keinerlei Verschraubung sichtbar, was mir auch sehr gut gefällt.
Die Verhältnisse sollen am Ende etwas anders als abgebildet sein, es soll eher ein langes niedriges REgal werden, etwa 3,50m lang, 1m hoch mit drei bis vier unterschiedlich hohen Regalfächern.
Ich freue mich über jeden Tipp! Vielen Dank vorab.
 

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gerald.gubitz

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Hallo dvoraktrio,

ich könnte mir vorstellen, dass das Regal verleimt ist, mit Dübeln (rund oder flach oder Dominos) fixiert. Dem Bild nach ist es ohne Rückwand. Stelle ich mir etwas wackelig vor bei höherer Belastung.
Die von Dir geplante Größe von 3,5x1m kann man m. E. nur schwer in einem Stück bauen. Transport aufgrund der Dimensionen und des Gewichts kritisch.

Variante 1:
Entweder die Einzelteile vor Ort zusammenleimen.

Variante 2:
Von Lamello gibt es neben den klassischen Flachdübeln auch unsichtbare Verbinder (invis), die mit einem speziellen Werkzeug (magnetisch) ver- und auch wieder entriegelt werden können.
Ist wahrscheinlich budgetmäßig kein Schnäppchen.

Bestimmt gibt es noch mehr Ideen...

Gruß
Gerald
 

Igge

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Würde ich auch empfehlen. Entweder verleimen oder lösbar mit den Lamello-Schiebeverbindern aus Metall.
 

dvoraktrio

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Herzlichen Dank für die prompten Antworten. Also ich werde das Regal tatsächlich vor Ort bauen, in dem Zimmer, wo es am Ende hinsoll, ich habe keine Werkstatt. Transportfähig sollte es natürlich irgendwann trotzdem sein. Und ein 3,50m langes Regal krieg ich definitiv aus der Wohnung niemal wieder raus. Der Plan war deswegen, das Regal quasi in zwei Teilen zu bauen und im besten fall auch nicht einfach vertikal gerade abschließend, damit man nicht irgendwo in der MItte dann eine doppelt dicke Vertikale hat, sondern verschoben, wie ein Tetris-Element (ich hab mal ein (absolut nicht maßstabgetreues) Photo angehängt, um die Idee zu verdeutlichen).

Die magnetische Variante klingt toll, sprengt aber definitiv mein Budget. Ich habe selbst noch nie mit Flachdübeln gearbeitet, darf ich deswegen so blöd fragen, was der Vorteil gegenüber "normalen" runden holzdübeln wäre? Und leimt man, egal bei welchen Dübeln, die Dübel dann ein?
 

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Alterholzwurm

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Hallo dvoraktrio,
Scheinbar ist das Dein erstes Regal!
Versuch es erstmal mit etwas Einfacheren.
Dann wirst Du schon merken, dass es fast unmoeglich ist so
etwas Komplexes in der Wohnung zusammen zu basteln.

LG Helmut
 

dvoraktrio

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Hallo Gerald, danke für die Antwort, ich habe leider eben erst die "direkt antworten-Funktion" entdeckt. S. o. Die magnet-Dübellösung ist tatsächlich zu teuer für mich, jetzt bleibt die Entscheidung runder, oder flacher Holzdübel - was würdest du bevorzugen?
 

davem_de

ww-nussbaum
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Hallo Gerald, danke für die Antwort, ich habe leider eben erst die "direkt antworten-Funktion" entdeckt. S. o. Die magnet-Dübellösung ist tatsächlich zu teuer für mich, jetzt bleibt die Entscheidung runder, oder flacher Holzdübel - was würdest du bevorzugen?

Ich würde in deinem Anwendungsfall auf jeden Fall die Flachdübel nehmen.

Begründung: geht schneller und einfacher als Runddübel. Bei Bedarf kann man parallel zum Dübel auch noch etwas verschieben. Bei Runddübeln musst du schon sehr akkurat arbeiten, dass es auch wirklich passt.

Ich empfehle dazu z.B. den Flachdübelaufsatz von Wolfcraft für den kleinen Winkelschleifer, weil der m.M.n. am preisgünstigsten ist. Ich benutze diesen selbst und bin mit der Handhabung und Genauigkeit zufrieden. Nachdem ich ein Regal mit Runddübeln gebaut habe, und mich dabei über den großen Aufwand geärgert hatte, habe ich mir den o.h. Flachdübelaufsatz gekauft und ärgere mich, dass ich diesen nicht schon früher gekauft habe.

Viel Spass beim Bauen.
(Mein erstes Regal habe ich damals auch in der Wohnung gebaut. Geht schon :emoji_grin: )
 

dvoraktrio

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Danke für die Ermutigung, mir ist schon bewusst, dass die Bedingungen ohne Werkstatt nicht ideal sind, aber ich möchte ungern schon so früh im Projekt hinschmeißen ..
Ich werde mir die Fräse vermutlich erstmal leihen. Da es, wie AlterHolzwurm so treffend erkannt ist, mein erstes Regal (dieser Dimension) ist, will ich ungern gleich so viel Geld für ein neues Gerät ausgeben. Ich denke ein Baumarkt sollte zu finden sein, der so ein Gerät verleiht.

Zum Flachdübel: Das gute Stück verrutscht dann am Ende deswgen nicht mehr in der ausgefrästen Schiene, weil er durch den Leim so sehr aufquillt, dass er sich nicht mehr bewegen kann, hab ich das richtig verstanden?
 

dvoraktrio

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Und noch eine Nachfrage was die Verwendung von Lamellos angeht. Ich hab mich zwischenzeitlich ein bissche informiert und so wie's aussieht, wird so ein Lamello in die beiden zu verbindenden Teile immer gleich tief versenkt. Bei dem geplanten Regal ist es ja quasi immer so, dass ich bei jeder Eckverbindung immer in das Längsrett tiefer fräsen könnte, also den Dübel theoretisch auch immer tiefer versenken könnte, als in das jeweilige "Querbrett", da wäre ich ja durch die Brettdicke (19mm voraussichtlich) limitiert.
Als ich noch davon ausgegangen bin, dass ich mit Runddübeln arbeiten werde, hatte ich es mir so vorgestellt, dass ich den Runddübel in das Brett, in das er lotrecht trift eben entsprechend 12 bis 15mm versenke, in das andere Brett, in dem er ja quasi längs zur Länge verschwindet, durchaus tiefer, vielleicht 2 bis drei 3cm. Versteht ihr, was ich meine? Ist das üblich/sinnvoll bzw. bei einem Lamello, kann der überhaupt in das eine Brett tiefer versenkt werden als in das andere, oder wird's dann instabil?

Und werden Lamellos generell längs, oder auch mal quer eingesetzt? Fragen über Fragen...
 

SteffenH

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Zum Flachdübel: Das gute Stück verrutscht dann am Ende deswgen nicht mehr in der ausgefrästen Schiene, weil er durch den Leim so sehr aufquillt, dass er sich nicht mehr bewegen kann, hab ich das richtig verstanden?

Das aufquellen ist sekundär bzw temporär. In erster Linie klebt der Flachdübel in den gefrästen Nuten. Und zwar gut, man wundert sich manchmal, wenn man solch eine Verbindung auseinanderhaut.
 

gerald.gubitz

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Hallo dvoraktrio,

ich bin mir nicht sicher, ob Du die Systematik von Lamellos vor Augen hast.
Hier ein Link zu einem Video von Guido Henn:

Holzverbindungen: Vorsicht, Flachdübel-Fieber! - YouTube

Damit sollten die wichtigsten Dinge auch visuell klar werden.
Es werden dort alle von Dir benötigten Schritte erklärt - außer dem Verleimen.
Aber das ist einfach. Leim in die beiden Schlitze und auf die Kanten, (in der richtigen Reihenfolge) zusammenstecken, mit Zwingen während des Trocknens sichern.

19mm Plattenstärke ist ein übliches Maß für Möbelbau.

Gruß
Gerald
 

dvoraktrio

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Danke euch!
Tatsächlich hatte ich das Video auch schon angesehen, trotzdem nochmal die Frage: der Lamello wird immer längs zur Brettkante versenkt, nie lotrecht?
 

dvoraktrio

ww-pappel
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Ich würde in deinem Anwendungsfall auf jeden Fall die Flachdübel nehmen.
Begründung: geht schneller und einfacher als Runddübel. Bei Bedarf kann man parallel zum Dübel auch noch etwas verschieben. Bei Runddübeln musst du schon sehr akkurat arbeiten, dass es auch wirklich passt.

D.h. man kann, wenn ggf. die Nuten, die man in beide Teile gefräst hat, leicht versetzt ausgefallen sind, ggf. eine Nut nach rechts oder links etwas länger fräsen, oder warum muss man sonst (im Verhältnis zum Runddübel) weniger akkurat arbeiten? Müssen die ausgefrästen Stücke für den Lamello nicht exakt gegenüber liegen?
 

dvoraktrio

ww-pappel
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Wie lange muss denn so ein beleimter Lamello dann trocknen? Ich bin momentan im Besitz von zwei Winkelspannern (90°), dazwischen würde ich dann eine Brettverbindung zum Trocken spannen. Wie lange würdet ihr das dann eingespannt lassen? Wenn eine Verbindung da einen Tag eingespannt trocknen muss, kann ich ja pro Tag nur ein Regalbrettverbindung fertigstellen.

Alternativ müsste ich wohl noch mehr Winkelspanner, aber bei um die 20 Euro das Stück wird das ein recht teures Vergnügen...

Irgendwelche billigen Eckspanner, die vielleicht in großer Anzahl günstiger zu erstehen sind, sind am Ende wohl nicht stark genug für schwere Regal-Platten, oder?
 
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