Quergewindebolzen Position und Fixierung

Rod

ww-pappel
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Hallo zusammen,

ich habe ein paar Detailfragen zu Quergewindebolzen.
Hintergrund: Ich werde mir ein Bett bauen (Leimholz, 40mm, wahrsch. Eiche) und möchte dabei Fussteil und Kopfteil an die Stirnseiten der Seitenteile montieren. Ich dachte an Bolzen mit einer Bohrung, Maße ca. 10mm x 40mm, M6-Gewinde.

Wie weit von der Oberfläche sollten die Bolzen angebracht werden, wenn die Schrauben parallel zur Faserrichtung von der Stirnseite kommen? Welche Einbautiefe (Oberfläche - Bolzenmitte) brauche ich?

Wie lassen sich die Bolzen fixieren, damit sie bei der Demontage des Bettes nicht rausfallen? Welchen Lochdurchmesser nehme ich für 10mm-Bolzen?

Danke!
 

piefke

ww-ulme
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Hi Rod, verstehe Deine Formulierung zwar nicht ganz, aber ich versuchs mal.
Bei dem Brett, wo die Bolzen quer zur Faserrichtung verlaufen, also senkrecht durch das Brett gebohrt wurde, ist ein Randabstand ja durch die Dicke des anderen Brettes vorgegeben. Von den anderen zwei Brettkanten würde ich soviel Abstand nehmen, das kein Holz absplittert. Da Du ja bohrst muss das nicht allzu viel sein. 2-3cm sollten reichen.
Bei dem Brett wo Du in Faserlängsrichtung bohrst gelten dann die gleichen Abstände. Das man bei diesem Brett mittig zur Brettdicke bohrt sollte klar sein.

Wenn Du einen 6er Bolzen hast, brauchst Du kein 10er Loch. Ein 7er sollte da reichen. Natürlich musst Du für den Kopf des Quergewindebolzens und die Rosette breiter bohren. Das musst Du als erstes machen und dann mit dem 7er nachbohren. Der Kopf des Quergewindebolzens ist am Ende oberflächengleich.

Warum willst Du die Bolzen fixieren? Ohne die Bolzen rauszunehmen geht Dein Bett später nicht auseinander. Die müssen also zwangsläufig raus. Die Muttern könnte man fixieren, muss man aber nicht. Solltest Du Dein Bett also in Einzelteilen transportieren wollen, nimm die Muttern raus oder kleb die Löcher mit Klebeband zu.

Greetz
 

Rod

ww-pappel
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Hi,

ich vermute ich habe mich unklar ausgedrückt. Ich habe mal eine Zeichung gemacht, um die Sache zu veranschaulichen.

ImageShack

(Geht der Link?)


Rechts ist rot der Quergewindebolzen (bzw. die Quergewindemutter) vor seinem Loch und links sind grün die Schrauben. Im Original wird das Loch für den Bolzen natürlich von innen gebohrt.


Meine Fragen sind: Wie gross sollte die Distanz zwischen Kante des Holzes und der Bohrung für die Quergewindemutter sein (in der Zeichnung 40 mm)?

Zur Fixierung: im montierten Zustand ist alles fest, das ist klar. Meine Frage ist, ob sich die Muttern fixieren lassen, so dass sie auch im demontierten Zustand halten und nicht sofort rausfallen (und verloren gehen). Meine Überlegung war, ob man am Durchmesser des Loches etwas optimieren kann oder z.B. die Muttern festkleben kann.

Ich hoffe, die Sache ist jetzt etwas klarer.

Cheers, Rod
 

duebelimplosion

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Hallo Rod,

die 40mm Abstand halte ich für ok, ich würde für ein Bett 50mm wählen, nicht mehr als 60mm. Je weiter der Abstand, umso größer theoretisch die Kraft, die du mit der Schraube wirken lassen kannst. Aber gleichzeit wird es mit steigendem Abstand schwieriger, mit der Bohrung für die Schraube die Bohrung für den Bolzen mittig zu treffen.

Die Bohrung für den Bolzen sollte etwas größer sein, also 10,5 oder besser 11mm. So kannst du kleine Ungenauigkeiten der Bohrung ausgleichen, weil der Bolzen etwas Spiel hat.

Da ich selbst immer etwas zu üppigeren Dimensionierungen neige, würde ich aber M8 statt M6 Schrauben wählen, auch wenn's ev. nicht wirklich nötig sein sollte.

Die Bolzen einkleben würde ich nicht, und streng einpassen in die Bohrung auch nicht (s.o.). Da du bei der Demontage die Schrauben ohnehin aufheben wirst, kannst du genau auch die Quergewindebolzen verstauen.

Grüße, Rainer
 

piefke

ww-ulme
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Aha, so hast Du das also vor. Du möchtest tatsächlich bei dem zweiten Brett von der Schmalseite bohren? Willst Du keiner sichtbaren Löcher auf der Oberseite des Bettrahmens, müsstest Du beide Muttern von unten reinschieben. Ziemlich aufwendig! Ich kenne das nur, das man von der Seite bohrt.

Ich habe bei meinem Bett damals die Quergeindebolzen aus'm Baumarkt von Hettich genommen (die mit Rosette). Somit waren alle Bohrlochtiefen festgelegt. Die waren M6 und so ca. 10cm lang. Dadurch ergibt sich bei einer Brettdicke von 40mm automatisch eine Bohrlochtiefe von ca 60mm. Also müsste das Gewinde des Bolzens irgendwo zwischen 40 und 60mm sein. Das Maß in Deiner Zeichnung sollte also passen

Hier mal mein Anschauungsobjekt
https://www.woodworker.de/forum/siebdruckplatte-multiplex-t25369.html

Den unteren Rahmen habe ich als Bettkasten nur so zusammengezimmert, aber an einem Foto kann man auch die Innenseite des oberen, klappbaren Rahmenteils sehen. Ich habe die Löcher für die Muttern von innen gebohrt. Somit ergeben sich auch keine sichtbaren Löcher auf der Oberseite.
 

Rod

ww-pappel
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Ja genau, ich will von der schmalen Seite bohren, die schmale Seite hätte aber immerhin 40mm. Genauer müsste ich von beiden schmalen Seiten bohren, eine der Bohrungen wäre 110 mm tief.

Hier noch mal zwei Bilder:

ImageShack - Bild 1 mit Fussteil

ImageShack - Bild 2 ohne Fussteil

Die Bolzen sind auf den Bildern an der Stelle, von der aus sie montiert werden sollen, die Schrauben sind schon an ihrem Platz.
Ganz sicher ob die Konstruktion so funktioniert bin ich bisher aber nicht. Und das Holz ist auch zu teuer, um es einfach mal zu testen :emoji_frowning2:

Die Quergewindebolzen mit Rosette klingen interessant, gibt es Bilder davon?
 

piefke

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Ich würde an Deiner Stelle beim querliegenden Seitenteil von unten bohren und beim senkrecht stehenden von der Seite. Von der Schmalseite bohren geht auch, nur ist der Bohrweg deutlich weiter. Du musst also vielgenauer arbeiten. Wenn Du Pech hast und eine der Muttern sich mal verkantet, bekommst Du die nur sehr schwer wieder raus.

Im Anhang findest Du noch ein Bild. Ist zwar nur ein 50er, aber die gibt's auch in länger.

Greetz
 

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Rod

ww-pappel
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Ich denke, du hast recht, anders zu bohren hätte ich am Schluß schöner gefunden, ist aber schwieriger zu bauen. Mal schauen, was der Tischler dazu sagt, bei dem ich das Holz sägen lasse, wenn ich denn einen finde. Zur Fixierung werde ich die Löcher für die Schrauben einfach tiefer bohren, so dass die Schrauben fast ganz reingehen. Dann sind Schrauben und Bolzen während des Transports fixiert.

Die Sache mit den Hettich-Bolzen ist mir leider immer noch nicht klar. Was ist der Sinn dieser "Unterlagscheibe"? Ich dachte daran, Bolzen und Schrauben separat zu holen. Die Bolzen gibt es jedenfalls im Internet-Auktionshaus.
 

piefke

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Ja, das ist leider etwas schwer zu erkennen auf dem Bild. Die Rosette (Unterlegscheibe) ist eigentlich keine, sondern das Gegenstück zur Senkkopfschraube, erfüllt aber sicherlich auch die Funktion einer Unterlegscheibe.
Du bohrst also ein Loch exakt mit der Tiefe der Rosette (Forstnerbohrer oder normaler Holzbohrer) und erst danach dein eigentliches Loch. Beim Verschrauben verschwindet die Rosette dann komplett im Holz und ist oberflächenbündig. Da die Senkkopfschraube zur Rosette passt liegt diese dann oberflächenbündig zum Holz. Du hast am Ende also eine ziemlich glatte Oberfläche, also keine Schraublöcher in denen sich Staub sammeln kann.

Greetz
 
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