Pultdach zu wenig Gefälle – wie kann ich die Dachneigung nachträglich erhöhen?

Swuffi

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Bei meinem Unterstand habe ich ein Pultdach gebaut. Allerdings habe ich mich bei der Höhe irgendwie vermessen und habe jetzt leider nur eine relativ geringe Dachneigung von vorne nach hinten.

Die vordere Pfette liegt auf 2,10 m, die hintere auf 2,00 m. Bei einer Dachtiefe von ca. 1,80 m ergibt das aktuell nur eine Dachneigung von ungefähr 3,2°.

Jetzt überlege ich, ob ich über die Kerbtiefe der Sparren noch etwas mehr Neigung herausholen kann. Meine Idee wäre, die Sparren vorne etwa 1 cm und hinten etwa 2,5 cm tief einzukerben. Dadurch würde die hintere Seite noch einmal 1,5 cm tiefer kommen und ich hätte insgesamt etwa 11,5 cm Höhenunterschied, was ungefähr 3,7° Dachneigung entsprechen würde.

Das ursprünglich geplante Trapezblech fällt damit vermutlich aus, da dafür laut Hersteller eine Mindestdachneigung von 14° vorgesehen ist. Ich müsste mir also eine andere Dacheindeckung suchen, die auch bei einer Neigung von ungefähr 3–4° geeignet ist.

Auf die Sparren kommt Rauspund. Jetzt überlege ich, ob ich mit einer Konterlattung noch etwas mehr Gefälle hinbekomme, zum Beispiel indem ich mir passende Keilleisten zuschneide.

Hat jemand Erfahrung damit oder eine bessere Idee, wie man bei der vorhandenen Konstruktion noch etwas mehr Dachneigung erreichen könnte, ohne die Pfosten und Pfetten komplett neu machen zu müssen? Oder reicht die Neigung vielleicht auch so aus?
 

magmog

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Guuden,

die empfohlene Dachneigung für Trapezblech sehe ich als wichtig,
wenn die Bleche auf Verlängerung verlegt werden.
Falls es doch mehr Neigung werden soll, auf die höhere Pfette eine ordentliches kantholz
unter die Sättel legen. Evtl reichen sogar Klötze.
 

Swuffi

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Da ich die notwendige Neigung für Trapezbleche ohne größere Umbauten nicht mehr erreichen werde, wird es darauf wohl nicht hinauslaufen. Vermutlich werde ich stattdessen auf Onduline-Wellplatten oder etwas Vergleichbaresausweichen müssen.

Ich hatte zunächst auch überlegt, auf die vordere Pfette noch ein stärkeres Kantholz aufzulegen, um dadurch mehr Gefälle zu bekommen. Allerdings würde die vordere Pfette dadurch optisch sehr hoch und massiv wirken. Das würde meiner Meinung nach das Gesamtbild stören und der Unterstand würde nicht mehr so schlank und stimmig aussehen.
 

marcelluswallace

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Bei der Dachlänge(-Tiefe) kommst du doch mit einem Trapezblech aus. Es gibt also keine Längsstöße und es entstehen so also keine Fugen, wo es durch die Kapillarwirkung des Wassers oder horizontalem Regen/Schnee zu m Feuchtigkeitseinfall in die Unterkonstruktion kommen könnte. In der Breite musst du die Bleche natürlich übereinander legen aber da hat die Neigung des Daches meiner Einsicht nach keinen Einfluss auf die Dichtheit. Da solltest du aber eh ein Dichtband auf den Hügel des Trapezes, das überdeckt wird anbringen. Ich hätte keine Bedenken das so zu verbauen.
 
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marcelluswallace

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Edit: Einzig am Firstblech könnte es problematisch werden, da solltest du schon darauf achten es gut abzudichten und die Kante am Ende der Platten hochzubiegen, dass wenn dir da horizontales Wasser reinweht, es nicht über die Firstkante in die Unterkonstruktion tropft.
 
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IngoS

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Hallo

Onduline Wellplatten sind Mist, keinesfalls besser, als Trapezblech.
Du hast doch keine Querstöße bei dem kleinen Dach. Da läuft das Wasser schon ab. Werde hier bei meinen Schuppen mal nachmessen. Doll ist das auch nicht und funktioniert. Mach dir keinen Kopp.

Gruß Ingo
 

IngoS

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Hallo,

hier mein flachestes Dach, 3,5m Plattenlänge.
Gefälle so 2 bis 3°.
IMG_20260822_100223.jpg

IMG_20260822_100232.jpg

Gruß Ingo
 
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DerRestaurator

ww-ahorn
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Onduline Wellplatten sind Mist, keinesfalls besser, als Trapezblech.
Das Mistzeug würde ich auch meiden.
Mein Opa hatte damit seine Brennholzschuppen gedeckt, das hat so 25 Jahre gehalten, wobei er da auch ab und zu mal dran war. Dann musste alles Platte für Platte ersetzt werden. Die neuen Platten haben dann noch so zwei bis drei Jahre gehalten...
 

IngoS

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Das Mistzeug würde ich auch meiden.
Mein Opa hatte damit seine Brennholzschuppen gedeckt, das hat so 25 Jahre gehalten, wobei er da auch ab und zu mal dran war. Dann musste alles Platte für Platte ersetzt werden. Die neuen Platten haben dann noch so zwei bis drei Jahre gehalten...
Hallo,

hier ein Filmchen, wie ich die Onduline durch Blech ersetze.

Gruß

Ingo
 

weissbuche

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Mein Schuppen an der Garage hat auch nur wenig Gefälle. 3m Trapezbleche liegen da schon seit Jahren drauf, keine Probleme. Die schei.... Onduline die da vorher drauf war, war nach 12 Jahren so mürbe und kaputt, das der Abbau richtig schwierig war. Entsorgung war auch teuer. Also hör auf Ingo (und die Anderen) und mach Dir keinen Kopp, Blech drauf und Ruhe is.
 

Martin45

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Das Gefälle an sich reicht dem Wasser. Pflaster hat ja auch nur 2°, zumindest bei einem untergeordneten Schuppen. Aber an der Tropfkante zieht es evtl. an der Unterseite ein Stück wieder nach oben, hatte ich schon mal. Wenn es also ganz sauber unsauber sein soll unten noch ne Tropfkante anbringen.
 
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Swuffi

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Ich danke Euch, da habt ihr mir schon mal sehe geholfen. Werde ich es so lassen mit der Neigung.
 

Mr.Ditschy

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Bei der Dachlänge(-Tiefe) kommst du doch mit einem Trapezblech aus. Es gibt also keine Längsstöße und es entstehen so also keine Fugen, wo es durch die Kapillarwirkung des Wassers oder horizontalem Regen/Schnee zu m Feuchtigkeitseinfall in die Unterkonstruktion kommen könnte. In der Breite musst du die Bleche natürlich übereinander legen aber da hat die Neigung des Daches meiner Einsicht nach keinen Einfluss auf die Dichtheit. Da solltest du aber eh ein Dichtband auf den Hügel des Trapezes, das überdeckt wird anbringen. Ich hätte keine Bedenken das so zu verbauen.
Ja, selbst bei Längsstößen könntest Dichtmittel anbringen ... habe das bei mir bei den Polyesterwellbahnen gemacht, da nur 1m Bahnen verarbeitet.
 

Swuffi

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@Mr.Ditschy
Was meinst du genau damit?

@all
Die Sparren möchte ich vorne und hinten noch ablängen. Sollte ich hier einfach einen normalen 90°-Schnitt komplett durch den Sparren machen, oder nur etwa bis zur Hälfte und anschließend – wie auf dem Bild gezeigt – noch einen Schrägschnitt setzen?

Auf die Sparren kommt noch Rauspund und darauf anschließend das Trapezblech. Ich weiß nicht, inwieweit das für die Art des Zuschnitts der Sparren eine Rolle spielt. Hinten möchte ich gegebenenfalls noch eine Kunststoff-Dachrinne anbringen.

Muss zwischen Rauspund und Trapezblech eigentlich noch etwas dazwischen, z. B. eine Unterspannbahn oder Ähnliches?

An den Seiten wollte ich jeweils ein normales Brett als Abschluss anbringen. Vorne bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich ebenfalls ein Brett nehme oder lieber ein gekantetes/gebogenes Blech als Abschluss verwende und damit die Sparrenköpfe schütze.
 

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marcelluswallace

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@Sparrenablängen mach nach deinem Gusto, Variante 2 sieht eleganter aus.
@Rauspund: finde ich übertrieben für einen Unterstand oder kommt es dir auf die Optik an, dass man von unten Holz sieht? Eine einfache Querlattung ohne Rauspund wäre hier meiner Meinung nach angebracht. Wenn du die Bleche direkt auf den Rauspund schraubst könnte es Probleme mit Tauwasser, das sich an der Unterseite des kalten Blechs bildet, geben. Eine Unterspannbahn ist bei einem Unterstand auch nicht von Nöten. Wenn du es ganz übertreiben willst dann wäre der richtige Aufbau von unten nach oben: Sparren-Rauspund-Unterspannbahn-Längslattung-Querlattung-Blech
 

brubu

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Antitropfbeschichtung (oder wie das genau heisst) wird bei Blechen auf der Unterseite empfohlen.
 

Martin45

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Aber auch das Antikondensatvlies muss ja abtrocknen können, also auch das nicht direkt auf den Rauspund.
 

Mr.Ditschy

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Ja, wenn von unten zu, bedarf es immer eine Hinterlüftung, egal ob mit oder ohne Kaschierung. Je nach Trapetzhöhe/breite mit Längslattung oder nur Querlattung. Oder lass den Rauspund weg, nur mit Querlattung.

@Mr.Ditschy
Was meinst du genau damit?
Ich meine egal ob bei Längs- oder Querstößen, könntest Dichtband oder auch ähnlich Silikon einbringen - das muss auch nicht viel halten, sitzt ja geschützt dazwischen, muss also nur die Kapillarwirkung verhindern.
Bei mir waren zumindest die Stöße auch bei höherem Gefälle oft von innen Nass (bei Schneeschmelze ist es am schlimmsten), seit ich das abgedichtet habe, ist Ruhe (als Nebeneffekt sind die Stöße sauber von Dreck, aber eher nur wenn durchsichtige Bahnen nimmst relevant und wenn dich das unansehnliche stört).
 

Swuffi

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Ich hätte es schon gern, dass man von unten eher Holzoptik hat, da mir das Trapezblech von unten optisch eher nicht gefällt.

Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, habe ich noch zwei Varianten:

Entweder nur eine Querlattung auf die Sparren – dafür sollten doch einfache Dachlatten reichen – und das Trapezblech direkt darauf.

Oder das volle Programm: Rauspund, Unterspannbahn, Querlattung und Trapezblech.

Und wenn ich statt des Trapezblechs etwas anderes nutze – noch habe ich das Blech nicht gekauft –, werden mir wahrscheinlich wieder meine 3° Dachneigung zum Verhängnis, oder sehe ich das falsch?
 

Martin45

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Bitumenbahn brauchst du eigentlich erst ne Lage Dachpappe, dann Bitumenbahn usw.
Das ist mehr Aufwand, ich denke nicht günstiger und später bei der Demontage und Entsorgung eine Katastrophe.
 

Mr.Ditschy

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Auch VBitumen
Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, habe ich noch zwei Varianten:

Entweder nur eine Querlattung auf die Sparren – dafür sollten doch einfache Dachlatten reichen – und das Trapezblech direkt darauf.

Oder das volle Programm: Rauspund, Unterspannbahn, Querlattung und Trapezblech.
Bei dem Flachen Dach und damit keine Wasserflecken auf dem Rauspund von unten bekommst, würde ich eine Unterspannbahn mit Stoßverklebung wählen. Dazu, nach dem Rauspund erst eine Längslattung auf die Sparren geben und dann erst die Unterspannbahn drauf und dann die Querlattung (so sammelt sich wenn Tropfwasser, immer von der Lattung weg und kann irgendwo mittig der Unterspannbahn ungehindert ablaufen ... hat auch den Vorteil, etwas mehr Höhe zum ablüften zu bekommen).
 
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