Pultdach: Sparren, Pfetten und Co. vorbehandeln?

Wonka

ww-ahorn
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Hallo,

ich will in kürze anfangen für einen Stall ein Pultdach zu bauen. Behandelt man die Sparren, Pfetten, Konterlattung, etc. vorab oder nimmt man das rohe Konstruktionsvollholz dazu?

Auf den Dachstuhl kommt noch eine Unterdeckbahn und darauf dann Wellblech. Das Holz sollte also keinem Regen oder anderweitig Wasser ausgesetzt sein.

Danke und Grüße

Dirk
 

Wonka

ww-ahorn
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Danke dir. Ja, eine Folie habe ich eingeplant. Das sind die Reste der Horizontalsperre, die unter der ersten und zweiten Schicht der Mauersteine liegen. Ich kannte das immer als Teerpappe, aber mittlerweile ist das wohl eine Folie. Davon hatte ich noch genug übrig.
 

Fichtenelch

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Danke dir. Ja, eine Folie habe ich eingeplant. Das sind die Reste der Horizontalsperre, die unter der ersten und zweiten Schicht der Mauersteine liegen. Ich kannte das immer als Teerpappe, aber mittlerweile ist das wohl eine Folie. Davon hatte ich noch genug übrig.
Jo die kannst du nehmen.
Teerpappe macht man nicht mehr.
Ist aber auch egal, wichtig ist das zwischen Mauerwerk und Holz eine Sperre ist die sich nicht nach 5 Jahre aufgelöst hat.
 

Martin45

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Behandelt man die Sparren, Pfetten, Konterlattung, etc. vorab oder nimmt man das rohe Konstruktionsvollholz dazu?
Früher hat man sowas fröhlich imprägniert, gegen Schädlinge, das Holz war aber auch nass, wie es aus dem Sägewerk kam.
Heute ist es kammergetrocknet, da kann man auf die Imprägnierung zu gusten der Umwelt verzichten.
 

Wonka

ww-ahorn
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Danke für eure Antworten.

Das hatte ich gelesen, dass man es mal imprägniert hat, bevor es verbaut wurde, wie es heute ist, habe ich aber nirgends gefunden.

Das ganze Konstruktionsvollholz ist Kammergetrocknet oder muss ich da beim Holzhändler nach einer bestimmten Art Holz fragen - wobei der das auch wissen wird, wenn ich ihm sage, was ich machen will?!
 

Fichtenelch

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Bei den Traghölzern und Sparren Konstruktionsvollholz (KVH) nehmen.
Das ist gehobelt und getrocknet.
Anders ist es bei sog. Bauholz, das ist sägerau und hat eine höhere Restfeuchtigkeit.

Bei Konterlatten und Dachlatten muss es kein KVH sein da bei richtiger Ausführung eine ausreichende Hinterlüftung gegeben ist.
Bei Dachlatten kannst du S10 Latten nehmen, die haben eine höhere Biegefestigkeit als normale Dachlatten die teils sehr stark verastet sind.
Das kommt aber auch darauf an wie breit deine Sparrenfelder sind.
Bei Konterlatten ist es eigentlich ziemlich egal, die alten waren 24x48mm, die neuen sind 28x48mm damit eine bessere Hinterlüftung gegeben ist.
Hat man deshalb so gemacht weil Dachlatten heute im gewerblichen Bereich nicht mehr imprägniert sein dürfen.
Privat spielt das aber keine Rolle, da kannst du machen was du willst.
 

Wonka

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Danke dir.

Also das Dach habe ich so geplant, dass es keine Konterlattung, sondern es nur Traglattung. Allerdings auch deshalb, weil ich auf die Sparren 16 oder 18 mm, wegen der Stärke müsste ich nochmal schauen, was mir der Statiker geschrieben hat, Seekiefer- oder OSB-Platten, Seekieferplatten wären mir wegen der geringeren Ausdünstungen, was ich gelesen habe, lieber, kommen. Darauf kommt dann direkt die Traglattung. Die Platten kommen aufs Dach, weil ich zum Einen die Versteifung mittels Band oder Platten brauche, für Platten habe ich mich entschieden, weil ich verhindern muss, dass Raubtiere, vor allem der Marder, in den Stall eindringen können.

Deshalb sehe ich auch die Biegegefahr da nicht so groß. Weil eben die Platten draufkommen wird der Sparrenabstand Mitte-Mitte ~62,5 cm sein, also eine Plattenbreite.
 

Fichtenelch

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Wenn du auf die Sparren Platten legst brauchst du darüber auch eine Unterspannbahn oder Pappe darüber.

Darauf müssen dann Konterlatten, schraubst du die Latten direkt darauf kann sich bildendes Schwitzwasser nicht abfließen.
Was für eine Eindeckung soll es denn werden?

Einlatten ohne Konterlatten hat man damals bei Ziegeln gemacht wenn man unterhalb keine wasserführende Ebene hatte.
In deinem Fall geht's wie gesagt nicht ohne Konterlatten.
Kosten auch nicht die Welt.
Da würde ich nicht sparen.
 

Wonka

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Danke dir. Die Unterspannbahn hatte ich auf dem Schirm. Darauf sollte Wellblech.

Mir ging es weniger um die Kosten der Konterlattung, als um die Aufbauhöhe des Dachs. Der Stall hat nur drei Seiten und eine bestehende Mauer. Diese bestehende Mauer kann nicht erhöht werden, Auf diese Mauer kommt noch ein Blech mit einer "Bleischürze" als Abschluss, damit der Ringanker der Mauer geschützt ist. Diese Bleischürze, k.A., ob das der richtige Begriff ist, liegt auf dem Wellblechdach auf und nimmt die Kontur des Wellblech an. Je höher die Aufbauhöhe des Daches ist, umso mehr müsste man dieses Abschlußblech mit Holz unterfüttern, damit es der höchste Punkt ist und der Regen, der darauf trifft, über das Stalldach abfließen kann.

Dieses Abschlußblech würde ich mir vom Dachdecker draufsetzen lassen, das Stalldach selbst würde ich selbst bauen.

Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich. Mir fehlen dazu die Fachbegriffe, sorry.
 

Fichtenelch

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Hmm...

Na vielleicht wäre es am besten wenn du uns mal sagst wie der gesamte Aufbau geplant ist.
Also die Maße der Traghölzer und Sparren.
Dachneigung usw.
Vielleicht auch ein neues Thema?
Ich weiß es nicht genau.
Fest steht aber das du in deinem Fall nicht auf Konterlatten verzichten kannst.
Die Latten laufen ja von Links nach Rechts.
Liegen die auf der Unterspannbahn auf dann entstehen zwischen den einzelnen Dachlatten Felder in denen sich Wasser sammelt welches nicht zur Traufe hin ablaufen kann.
Das muß man in jedem Fall vermeiden.

Habe ich das jetzt richtig verstanden das dein Dach quasi ein Pult ist welches an einer bestehenden Wand anschließen soll?
Die Sache mit dem Holz unterfüttern habe ich leider nicht ganz verstanden.
Könntest du da vielleicht was zu Papier bringen?

MFG Peter
 

Wonka

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Danke dir und sorry, dass ich mich erst jetzt melde.

Ja, das mit den Konterlatten bzw. den Tragelatten, die den Wasserabfluss behindern klingt logisch.
Ich musste nochmal alle Maße nehmen, da ich mir aktuell schon nicht mehr sicher war, welche meiner "Unterlagen" die aktuelle ist.

Ich werde ein neues Thema aufmachen, dann hat es auch einen passenden Titel.
 
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