Pitch Pine als Küchenarbeitsplatte

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von nordchen, 19. Juli 2017.

  1. nordchen

    nordchen ww-pappel

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    Hallo,

    wir wollen aus alten Fenstern und Türen, eine Küchenarbeitsplatte verleimen.
    Hat jemand erfahrungen, mit Küchenarbeitsplatten aus Pitch Pine. Das Holz ist sehr schwer/harzig und unsere Sorge ist, das `ausbluten´des Holzes.
    Mfg
    Sascha
     
  2. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Was verstehst du genau unter "ausbluten"? Welche Nachteile entstehen daraus?

    Grundsätzlich sehe ich erstmal kein Problem mit dem Holz.

    Aus alten Fenstern und Türen: Da wäre das Thema "Biozide" eher hinderlich, die dort recht wahrscheinlich als Grundierung aufgetragen wurden.
     
  3. Hallo Sascha,
    Solange es da keine Harzgallen hat, wird bei dem sicher schon älteren Holz nichts ausbluten. Baue zur Zeit ein Hobelbank-Untergestell, ebenfalls aus alten Pitchpine-Dielen. Das ist schon sehr harzreich, an einigen wenigen Stellen geradezu durchscheinend harzig, aber "ausbluten" wird da nichts.
     
  4. nordchen

    nordchen ww-pappel

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    Mit ausbluten meine ich, das das Harz nach einiger Zeit austritt. Ich hatte das mit Hirnholzschneidebrettern aus Pitch Pine, da ist auch etwas Harz ausgetreten.
    Ich hoffe das das Thema Biozide durch das großzügige abhobeln des Holzes keine Gefahr darstellt (ca 10-15 mm runter).
    Grüße
    Sascha
     
  5. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Ich denke auch, wenn keine offensichtlichen Harzgallen vorhanden sind, würde ich da gelassen sein.

    Bei dem Thema Biozide muss jeder selbst abwägen.
     
  6. Yggdrasil

    Yggdrasil ww-ahorn

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    In meinen Kindertagen wurden auch noch Sandkästen aus alten Bahnschwellen gebaut.
    Die hielten so schön lang...
     
  7. Ich hab' da mal zwei Fotos von einer Diele gemacht. Die ist tlw. regelrecht mit Harz vollgesaftet. Es blutet aber nichts aus. In der Werkstatt riecht es zur Zeit sehr aromatisch. :emoji_slight_smile:
     

    Anhänge:

  8. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    @Turin: Das ist schon heftig. Kommt auch drauf an, ob da die Sonne draufknallt. So ab 50-60 Grad kanns passieren, dass Harz hochkommt. Hatte mal eine Gartenbank schwarz gestrichen, die hat sich auf 80 Grad aufgeheizt und überall kam das Harz raus. Eine baugleiche weiße Gartenbank blieb bei 45 Grad und hatte mit Harz keine Probleme.
     
  9. Micha83

    Micha83 ww-eiche

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    Hallo

    Hält dort überhaupt Weisleim oder Pu drauf?
    Oder was benutzt du für die Verleimung?

    mfg Micha
     
  10. Ich nutze Weissleim. Von diesen sehr harzigen Stellen gibt es nicht viele. Es kann schon sein, dass das an diesen Stellen nicht sehr gut halten wird. Aber da ich die Bretter zu Brettschichtholz zusammen leime, sehe ich da in diesem speziellen Fall kein Problem.
     
  11. Besserwisser

    Besserwisser ww-robinie

    Beiträge:
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    Vorher dem Verleimen die Flächen mit Spiritus abwaschen.
    Brettscichtholz -BSH- sind Leimbinder.
     
  12. Ja, ich weiß. Soll es ja bei mir auch werden. Bis auf die Keilzinkung.
    Daraus entsteht dann das Untergestell der Hobelbank
     
  13. Schreinersein

    Schreinersein ww-eiche

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    Aachen
    waren die Pitch Pine bestände nicht schon niedergemacht, als das mit dem Bioziden aufkam? Ich kenne die nur aus 50er Jahren Häusern oder früher. Ich würde eher auf Leinöl Grungierung und Leinöl basierten Decklacken tippen.
     
  14. Nunja,
    Pitchpine ist ja keine bestimmte Baumart, sondern Kiefernholz mit besonderen Eigenschaften (harzreich, schwer).
    Auch wenn ich da zur Zeit alte Dielen aus einem Abriss bzw. einer Sanierung verarbeitet, habe ich zusätzlich noch Pitchpine "fabrikneu" liegen, weil mir das Altholz nicht reicht. D. h. Pitchpine kann auch durchaus neueren Datums sein. Heutzutage ist das m. E. Sumpfkiefer und hat auch nicht die Qualität des Altholzes
     
  15. Schreinersein

    Schreinersein ww-eiche

    Beiträge:
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    Aachen
    Nunje,

    das wiederspricht m.E. nicht meiner Aussage, das die Bestände weitgehend niedergemacht wurden. Ich bekomme ja auch noch Rüster zu kaufen trotz Ulmensterben. Da die Hauptverarbeitungszeit dieser besonders alten/dicken/harzreichen Kiefern diverser Sorten vor 1950 lag, z.B. die Fenster hier im Haus, Bj um 1938, Dielenböden in Gründerzeit Häusern, seh ich keine Biozidgefahr.
    Da hab ich mehr Bedenken bei den Fensterblendrahmenteilen aus dem Belgischen Holzferienhaus. Mahagoni in ungeahnten Querschnitten, aber Bj irgendwo in den Ende 60 bis Anfang 70er
     
  16. wasmachen

    wasmachen ww-esche

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    Tirol
    Nunja,
    In den bald 80 Jahren kann ja auch bei Nachbehandlungen so allerlei aufgepinselt worden sein....
     
  17. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Ort:
    Dortmund
    Spätestens dann, wenn die ersten unklaren Krankheitsbeschwerden bei einem Familienmitglied auftauchen, fängt man an, die ganze Bude wieder auseinanderzureißen und alles zu entsorgen, was evtl. giftig sein könnte. Habe ich alles schon durch und kann nur empfehlen, erst gar nichts Problematisches zu verbauen.
     
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