Pergola selber bauen

TK1804

ww-pappel
Mitglied seit
5 November 2020
Beiträge
2
Ort
Trier
Hallo zusammen 111.JPG ,
als erstes vielen Dank vorab für die Hilfe / Tipps.

Wir wollen in unserem Garten eine Pergola ( 4x4m) bauen und den Garten umgestalten (siehe Bild). Dass alles würde ich gerne selber machen.



Meine Überlegungen bzw. Fragen (bitte um Kommentare):

  • Pergola Stützen auf Pfostenträger => einbetonieren oder aufschrauben mit Schwerlastanker?
  • Wunschgedanke ist ein Sonnen- und Regenschutz. Ideen J


Hat evtl. einen schon ähnlichen Gedanken gehabt und hat eine Skizze an der Hand?



Gruß Thomas
 

Macchia

ww-robinie
Mitglied seit
2 Mai 2014
Beiträge
6.078
Ort
Corsica
Hallo Thomas,

ich denke, es fehlen von deiner Seite aus noch ein paar Anhaltspunkte für uns.
Welches Material an Stützen, ist es ein Wunsch oder ein Ziel das regendicht zu machen,
Statische Gedanken (Kopfbänder), Windlast, Dachmaterial, welcher Untergrund, wieviel Erfahrung,
welches Budget, Werkzeuge... etc.

Die Zeichnung ist schon mal schön nur zeigt sie keinerlei Details in welche Richtung schon gedacht wurde.
Für eine grobe Ideenfindung bietet sich Pinterest an.

Hat evtl. einen schon ähnlichen Gedanken gehabt
na ganz sicher, ist ja nichts außergewöhnliches so eine Pergola doch
Lösungsansätze gibt es wie Sand am Meer.
Von einer groben Balkenkonstruktion mit Bambus über
Schattensegel bis hin zu lichtgesteuerten, drehbaren Lamellen auf Aluprofilen...

Bei konkreten Fragen und Beschreibungen kommen sicher viele Antworten.
 

Roterbischof

ww-esche
Mitglied seit
5 November 2019
Beiträge
454
Ort
Ludwigshafen
Hallo, zunächst einmal die Pfosten sollten auf Metallständern stehen, so das sie mindesten 15cm vom Erdreich entfernt sind (damit sie nicht gleich verfaulen), hier wären einbetonierte Schwertständer angebracht (diese muss man sich anfertigen oder so bestellen beim Schlosser Verzinkt / Edelstahl min 16mm Platten).
Die Betonfundamente brauchen dann schon eine Fläche von 50 x 50 cm 1,00m tief und bis kurz unter den Bodenbelag betoniert sein.
Die Fundament sollten dann auch etwas Bewehrung haben.
Die zwei Balken, die dann die Sparren aufnehmen sollten mindestens 20cm x 8cm Querschnitthaben, damit Sie auch die Schneelasten abtragen können, bei 4 m Spannweite, sollte das irgend wo im Alpenraum sein, dann eher 24cm anstatt 20cm.
Da die Pfosten auch Querkräfte auf nehem müssen, werden sie ja eh 10 cm x 10cm Querschnitt haben, also wären hier auch die anderen Balken eher in 10 cm als in 8cm auszuführen.
Die Sparren sollten dann 18cm x 8cm Querschnitthaben.
Diese angaben sind ohne Gewehr und man sollte das auf jeden Fall mal mit dem Bauamt absprechen.

MFG
 
Zuletzt bearbeitet:

netsupervisor

ww-robinie
Mitglied seit
16 November 2007
Beiträge
884
Ort
Bayern
Leider nein, eine Skizze gibt es von meiner Seite nicht.

Ein paar Anregungen:
- keine Pfostenanker verwenden, sondern Gewindestangen M22 aufwärts einbetonieren. Der Pfosten wird dann entsprechend gebohrt, dadurch kann man die Pfosten leicht nivellieren und Staunässe im Hirnholzbereich vermeidet man auch.
- die Eckverbindungen des Daches kannst du nicht nur so wie gezeigt verschrauben, diese sollten bestenfalls durch Eckversteifungen versteift werden oder du arbeitest mit Holzverbindungen. Jedoch wäre mir ein Zapfen allein hier viel zu heikel. Solche Ecken würde ich ohne Versteifung auf jeden Fall metallisch durch Anker verstärken. Wenn hier Schneelast aufliegt, fliegt die ganze Konstruktion in sich zusammen. Mit 160x160 Trägern solltest du auf jeden Fall arbeiten.

Bewährte Fundamente sind unnötig, 40x40 und 60-80 tief genügt, sofern du nicht in der stark frostgeplagten Gegend wohnst.

Am besten würde eine Balkenkonstruktion mit Segel funktionieren, da kann die Rahmenkonstruktion auch schwächer ausfallen.
 

Roterbischof

ww-esche
Mitglied seit
5 November 2019
Beiträge
454
Ort
Ludwigshafen
@netsupervisor
Da solltest du mal etwas vorsichtiger sein mit deinen Aussagen, die Pergola hat keine Knaken drin, also keine Eckaussteifungen, das heist (der Seiten wind muss über die Pfosten - Anker in die Fundamente übertragen werden) verwendest du hier Verstellträger (mit 22mm Gewinde) fällt das ding beim nächsten Sturm um. Werden nun Schwertständer verwendet, müssen diese die Windkräft von oben in die Fundamente leiten, ist dort keine Bewehrung brechen sie über die Jahre auseinander. Sind die Fundamente zu klein halten Sie den Seiten Windkräften auch nicht stand. 160x 160 ? das ist wohl ein Scherz.
 
Zuletzt bearbeitet:

netsupervisor

ww-robinie
Mitglied seit
16 November 2007
Beiträge
884
Ort
Bayern
@Roterbisch:
Und du solltest vorsichtig mit deinen Aussagen sein, wenn du die Inhalte gar nicht umfassen kannst.
Balkenstärke ist in mm angegeben, für dich umgerechnet: 16cm
Eine Seitenwindanfälligkeit für diese Konstruktion sollte vernachlässigbar sein sein. Aber gut, wenn dein Verständnis fiktiv stimmen würde, dann hätten sich bei meinen Projekten bisher alle Statiker und Zimmerer konstruktiv geirrt. Nur komisch, dass meine jeweilige Gewerke (seitlich verkleidet und mit Tonziegel bedeckt) wacker und standhaft gegen den Wind stellen.
Bevor ein Fundament durch die Ankerenergie bricht, hebelt es sich eher aus dem Boden, sofern die umgebene Schicht nicht aus hoch verdichteten Material besteht.
 

TK1804

ww-pappel
Mitglied seit
5 November 2020
Beiträge
2
Ort
Trier
Hallo zusammen,



vielen Dank für die ersten Hilfestellungen und Anregungen …



Ich komme aus RLP > Mosel. Schneegefahr eher selten (sag niemals nie..) J



  • Das Wunschmaterial war Holz (aus Gewichtsgründen)
  • Regendicht war eher ein Wunschgedanke. Ich komme aus der Metallbranche/ Konstruktion und habe mir gedacht mit Eigenbau drehbare Lamellen zu bauen. Nur fehlt mir aktuell noch die richtige Lösung. Wenn der Aufwand zu groß ist. Würde ich nur die Version „Sonnenschutz“ mit Sparen und entsprechende Lücken als „Dach“ nutzen.


  • Gedanke/ Dimensionen:
    • Pfosten 16 * 16
    • Sparren 6 * 4
    • Pfette 16 * 16
    • Kopf Band als Eckversteifung 16 * 16
    • Anker => H- Pfosten oder Pfostenträger mit Gewinde? Was sind den Schwertständer?
    • Fundament 50x50x100 cm + Bewährung


Gruß
 

fahe

ww-robinie
Mitglied seit
15 Juni 2011
Beiträge
2.454
Ort
Coswig
...das wird ein Popcorn-Thread, herrlich.

Ich bin ja hier sonst nicht so pingelig, falsche Rechtschreibung zu lesen. Aber, wenn ein Buchstabe die Bedeutung ändert, drängt's den kleinen miesen Volksaufklärer tief in mir schon...:emoji_wink:

Also ein bewährtes Fundament ist immer gut. Hat sich ja schließlich bewährt. Ein bewehrtes, also eines mit Bewehrungsstahl ist sicher für die gedachte Überdachung nicht nötig.

Aber jetzt lasse ich erstmal wieder die beiden Experten in der Arena weitermachen...:emoji_wink:
 
Zuletzt bearbeitet:

Roterbischof

ww-esche
Mitglied seit
5 November 2019
Beiträge
454
Ort
Ludwigshafen
@TK1804
Hallo, egal was der Kollege dir hier schreibt, ich habe nach meinem Meister im Bauwesen Studiert und Schimpfe mich Dipl. Ing. (FH) las dir hier mal von jemandem mit Ahnung vor Ort helfen, nur gewindestangen, das läuft auf dauer Schief, der wird irgend eine Form der Eckaussteifung haben ob er das versteht oder nicht und 16cm x 16cm Prfosten ist viel zu über dimensioniert. Sparen 6x 4 nein das geht leider nicht , kleiner tip Faustformel im Studium ist Länge durch 10 (wäre bei 4 m = 40 cm) Ist der Statiker mutik wird es L/22stel (4m / 22= 18 ):emoji_sunglasses:
 
Zuletzt bearbeitet:

teluke

ww-robinie
Mitglied seit
26 Oktober 2015
Beiträge
3.272
Ort
Pécs
Ist doch nicht böse gemeint.
Das Problem mit der Korrekturfunktion kennt doch jeder.
 

fahe

ww-robinie
Mitglied seit
15 Juni 2011
Beiträge
2.454
Ort
Coswig
Schade, ich hab' das Popcorn wieder verstaut.

Dabei hatte ich mich schon auf Stiele in 24*24 gefreut...:emoji_wink:
 

netsupervisor

ww-robinie
Mitglied seit
16 November 2007
Beiträge
884
Ort
Bayern
...das wird ein Popcorn-Thread, herrlich.

Ich bin ja hier sonst nicht so pingelig, falsche Rechtschreibung zu lesen. Aber, wenn ein Buchstabe die Bedeutung ändert, drängt's den kleinen miesen Volksaufklärer tief in mir schon...:emoji_wink:
Lass es dir schmecken. Die Steilvorlage in deiner Zitatsänderung hast du selbst geliefert, wenngleich es nicht den Inhalt ändert. Bewehrten wir das aber mal nicht so streng, du hast ja Recht.

Ich lass dem Fachakademiker seinen Stolz und hüte mich der akademischen Titelschlacht, dem TE wird das nämlich egal sein.
Die Tatsache, dass Hersteller solche Pfostenträger in abgeänderter Variante anbieten, die spricht für sich.

@TK1804: Diese Lamellenpergula gibt es fertig aus Alu zu kaufen, ich nehme an, das Geld möchtest du nicht investieren?
 

Macchia

ww-robinie
Mitglied seit
2 Mai 2014
Beiträge
6.078
Ort
Corsica
habe mir gedacht mit Eigenbau drehbare Lamellen zu bauen. Nur fehlt mir aktuell noch die richtige Lösung.
auf 4 m müßten das leichte Hohlprofile sein deren Kanten so ausgeformt sind, dass Wasser ablaufen kann,
es also einen dichten Übergang gibt.
Wenn durch Durchbiegung auf 4m eine Lücke entsteht ist das auch nicht mehr dicht.
Also denke ich fast an Alu führt kein Weg vorbei.
Wenn man nun 2x 2m ins Auge fasst, dann wird die ganze Lagerungstechnik natürlich dabei verdoppelt.

(ich habe das gerade vor Augen da eine Bar die ich zufällig gut kenne... sich so ein Teil für 20.000 €
hingestellt hat (5m x 4 m) auch mit seitlichen Markisen die etwa auf 2m runterfahren, alles elektrisch und
mit Led Streifen und integrierten Lautsprecher Gedöns... ach ja, Lamellen sind gedecktes weiß und haben ein ovales Profil
plus angeformte Kanten...)

Auch die Beschichtung müsste gut gewählt werden sonst baust du aus Metall da oben einen übergroßen Bräter
wenn die Sonne drauf steht.

Da du in Metall kannst, würde ich die Pfosten daraus machen und Pulverbeschichten.
Ich schick die mal eine Aufnahme die ich beim stöbern entdeckt habe und mir gefällt... (PN = Unterhaltung)
(habe keine Quelle mehr... von daher kann ich es nicht hier mit dazu packen)

Vielleicht könnte man darüber nachdenken grundsätzlich mit Holzlamellen zu arbeiten,
vielleicht aufgestellt im 45° Winkel... mit der Vergrauung müßte man Leben oder jedes Jahr einmal hochkrabbeln und streichen.
Bei Regen eine entsprechende Markise ausfahren (Dachrinne...)

Was ich erst letztens gemacht habe ist den Schatten zu ermitteln und dementsprechend Höhe, Anstellwinkel, Lamellenfläche,
zu ermitteln.
(Geht ganz gut in Sketchup-Schatten durch Sonne / GPS / Google Maps / Kompass)

PN kommt gleich...
 

Macchia

ww-robinie
Mitglied seit
2 Mai 2014
Beiträge
6.078
Ort
Corsica
Ich schick die mal eine Aufnahme die ich beim stöbern entdeckt habe und mir gefällt... (PN = Unterhaltung)
(habe keine Quelle mehr... von daher kann ich es nicht hier mit dazu packen)
deswegen schnell eine Sketchup Zeichnung gemacht, damit andere das auch sehen können.
Im Original sind dann noch Bänke zwischen den Pfosten montiert und dazu passend
eine Tisch auch aus schwerem Stahl mit Holz beplankt.
Auf der Zeichnung habe ich mal die Schattenfunktion mit eingeblendet.
Fehlt nur noch der Geostandort dann funktioniert das wirklich erstaunlich gut.

Bildschirmfoto 2020-11-05 um 20.42.59.png
 
Oben Unten