Parkett bei geringer Fußbodenhöhe. Verkleben oder Dämmplatte&Schwimmend Verlegen

lefreto

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Hallo,
wir sanieren gerade unser Haus von 1935. Im 1. Und 2. OG würden wir gerne Parkett legen und diskutieren gerade den besten Bodenaufbau.
Von der unebenen Betondecke haben wir nur etwa 20mm, eventuell 25 wenn wir die Zargen anpassen und leichte Unterschiede in der ersten/letzten Treppenstufe akzeptieren. Nach Recherche und Rücksprache mit Estrichleger /Parkettlegern ergeben sich aus unserer Sicht 2 Möglichkeiten:

1.
-4mm Ausgleichsmasse um die Betondecke eben zu bekommen.
-6mm Holzfaserplatte. Z.b. Steico Ecosilent
-10mm Parkett schwimmend verlegt

2.
-4mm Ausgleichsmasse um die Betondecke eben zu bekommen.
-16mm Parkett verkleben

Was würdet Ihr empfehlen?

Als Amateur war es für mich bisher schwierig, die Vor und Nachteile zu verstehen. Da die Handwerker immer nur eine der Lösungen kannten/nannten. Grundsätzlich lesen wir, dass Parkett verklebt sich insbesondere hochwertiger anhört aber ist das auch der Fall wenn es in der Decke dann keine Schalldämmung gibt? Wärmedämmung ist weniger wichtig, da beides beheizte Etagen sind.

Vielen Dank!
Tom
 

Johannes

ww-robinie
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Hallo Tom,
ich würde verkleben. Und ein Parkett mit möglichst dicker Nutzschicht nehmen.. Das kann man dann auch nochmal abschleifen in 10-20 Jahren. Meiner Meinung nach, ist geklebtes Parkett einfacher an die Treppe anzuschließen.

Es grüßt Johannes
 

carsten

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Hallo

ein Aspekt den man auch noch mit in die Entscheidung einfließen lassen könnte: Gibt es kleine Kinder ?
Ein guter Freund hat bewusst im Kleinkindalter auf schwimmende Verlegung gesetzt und wir haben die Kinderzimmer glaube 4 oder 5 mal erneuert den Flur im 1. OG nur 2 mal. Die Böden haben bei seinen Mädels mehr als "das ist halt Patina" gelitten. Bei verkleben aber auch ein gutes Markenprodukt nehmen.
 

Hoosier

ww-robinie
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Vielleicht noch als Ergänzung:

Eine dicke Nutzschicht ist immer gut, abschleifen geht aber bei gebürsteter und geölter Optik nicht. Das sollte man im Hinterkopf haben.

Verkleben wird besonders bei Fussbodenheizung empfohlen, um den Wärmeübertrag zu verbessern.
 

lefreto

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Danke für die schnellen Antworten. Vielleicht nochmal als Erläuterung, da ich das im Originaltext nicht explizit geschrieben hatte. Durch den mangelnden Platz ist auf der Rohbetondecke kein Platz für einen "normalen" Aufbau (Dämmung+Betonestrich). Würdet ihr dennoch sagen(Abgesehen von Dingen wie Aufwand/Austauschbarkeit):

Auch bei unserem "besonderen" Fall mit Betonrohdecke ohne extra Dämm- und Estrichschicht unter dem Parkett...

...Ist dickere Nutzschicht+Verkleben besser als Dämmmatte+ dünnere Schicht+ Schwimmend? Eine Unsicherheit war z.b. immer das Thema Trittschall...
 
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marcop

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abschleifen geht aber bei gebürsteter und geölter Optik nicht.
Wie kommst du zu dieser Aussage?

Sehr gute Erfahrungen bzgl. Schallschutz habe ich mit Korkgummigranulatmatten gemacht.
Diese werden auf den Unterboden vollflächig verklebt, dann wiederum das Parkett darauf geklebt.
Ist kein Schnäppchen, aber wirklich gut.
Frag mal deinen Parkettleger dazu
 

Dirm

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Wie uneben ist denn der Boden? Wohnt ihr nebenher im Haus?
Beton schleifen geht auch, dann spart ihr die 4mm Ausgleichsmasse und könnt zb Steico +11-13mm Parkett nehmen.

Die Kleber haben auch "Trittschalldämmung". Ich hätte keinen Unterschied zu Estrich (alt 1985 mit Schaumstoff und Glaswolle drunter) und verklebtem Parkett darauf gehört. (Aber mit Kindern und wenig Ruhe...)

Könnt ihr 0.5qm Reste aufkleben/legen lassen und vergleichen?
 
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