Panhans Wellus

pb57

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Guten Abend, liebe Foristen!
Ich könnte so ein Teil erwerben, der Verkäufer fragt mich nach meiner Preisvorstellung (ob er selbst keine hat oder mich aus der Reserve locken will, weiß ich nicht recht). Ich hätte, je nach Zustand, an ca. 80€ gedacht - was meint der versammelte Fachverstand dazu?
Lieben Gruß
Peter
 

Mathis

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Ich mach bei solchen Angeboten nie einen Preisvorschlg, dein Angebot dient nur als Vorlage, den nächsthöhrtrn Preis zu verlangen.
Abgesehen davon, dass ich ein solches Gerät für ziemlich unsinnig halte, würde ich mich nie auf solch ein Geschacher einlassen. Diese Taktik des Verkäufers zeigt eigentlich nur, dass er keine Ahnung hat, was er für das Gerät verlangen kann, und deswegen diese Preisfindung versucht. Eigentlich heißt das nur, dass er einen dummen sucht, der ihm dafür eine mindestens dreistellige Summe bietet, und dann weitersucht, bis ihm irgendjemand Dummes einen Maximalbetrag bietet.

Kauf dir lieber ein wirklich scharfes und langlebige Sägeblatt, dann brauchst du solch eine Krücke nicht, und für den Preis kann man garantiert mindestens 5-10 Sägeblätter kaufen.
 

pb57

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Danke, Mathis, für Deine schnelle Antwort. Deren erster Teil deckt sich weitgehend mit meiner Vermutung/Befürchtung, und der Rat zur Neuanschaffung ist sicher auch unter dem Aspekt der Zeitersparnis (auch die Bedienung von sonem Panhans will ja gekonnt sein) sehr bedenkenswert.
Wäre halt bei mir quasi „ums Eck“, aber ich werd‘s dann wohl bleiben lassen.
 

Johannes

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Hallo,
zunächst wäre wichtig zu wissen, welche Größe die Wellenräder haben. Ansonsten, wenn du bereit bist 80€ zu zahlen, würde ich 53€ bieten, der Verkäufer will ja schliesslich handeln. Im zweiten Schritt kannst du dann die Qualität bemängeln und andeuten, dass du den Preis eventuell doch nach unten korrigieren müsstest. Und dann einen Preisvorschlag erbitten. Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich eine Zeitlang in Persien gearbeitet habe?

Es grüßt Johannes
 

pb57

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Ne, erwähnt nicht, aber die Verhandlungstaktik lässt es vermuten
Danke dafür, sowie für den Hinweis auf die Wellenräder!
Du rätst mir also nicht grundsätzlich ab?
 

Johannes

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Du rätst mir also nicht grundsätzlich ab?
Hallo,
nein, aber ich kenne ihn nur aus dem Katalog. Ich weiß, das es Leute gibt, die ihn gerne nutzen, aber ich sehe für mich mit meiner Hema 315 keinen Verwendungszweck. Wenn du eine Bandsäge mit mindestens 700mm Rädern hast, könnte es sich eventuell lohnen.

Es grüßt Johannes
 

pb57

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Nee, so groß ist meine BS nicht.
Vielen Dank für die Tips der Fachleute, nicht nur unbezahlbar, vor allem geldsparend!!
 

schrauber-at-work

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@fahe : Richtig
Abgesehen davon, dass ich ein solches Gerät für ziemlich unsinnig halte,
Dagegen, ist sehr sinnvoll und praktisch.
dann brauchst du solch eine Krücke nicht
Ich bin froh drum einen zu haben, ist keine Krücke!
auch die Bedienung von sonem Panhans will ja gekonnt sein
Die ist denkbar einfach.
zunächst wäre wichtig zu wissen, welche Größe die Wellenräder haben
Gibt es meines Wissens nach nur eine Ausführung.
Ich weiß, das es Leute gibt, die ihn gerne nutzen,
Ja, ich bekenne mich schuldig.
Oft ist die Schränkung platt, der Zahn aber noch scharf (Grade bei Hölzern mit Spannungen). Damit lässt sich die Standzeit des Bandes auf das 3-4 Fache erhöhen.
Nutze Ihn auch an meiner Mössner Rekord und mit Metallsägebändern.

Ich würde es jederzeit wieder kaufen. Hab für meins glaube ich 80€ bezahlt (Ist allerdings >10 Jahre her).

Gruß SAW
 

pb57

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Vielen Dank für den Erfahrungsbericht, SAW!
Was den Typ angeht, so habe ich mittlerweile in Erfahrung gebracht, daß es bis zu einem nicht näher bekannten Datum vier verschiedene, fest eingebaute Ausrüstungen gab, A, B, C und D, was den eingebauten Wellwalzen (für den jeweiligen Zahnabstand) entspricht. Ob die Wellwalzen inzwischen getauscht werden können, weiß ich (noch) nicht.
Eine Betriebsanleitung habe ich vorhin auch aufgetan und schon heruntergeladen - das sieht wirklich so aus, als sei die Bedienung kein Hexenwerk …
Ich hab den Verkäufer mal um Fotos gebeten (der sitzt zwar, wie gesagt, nicht weit von mir, ich selbst bin aber im Moment nicht im Lande), wenn ich die habe, werde ich nach dem Typ / der bzw. den Wellwalzen fragen. Und wenn das alles passt, versuche ich mein Glück im Handeln
 

schrauber-at-work

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@pb57 das ist ja das Interessante am Wellus dass es unabhängig von der Zahnteilung ist da es die Zähne "schweift" . Je weiter die Rolle am Bankdrücken nach hinten gestellt ist desto schwächer die "Schränkung".
Es entsteht immer eine "Wellenlinie" (ähnlich wie bei Metallsägeblättern auf der Bügelsäge) daher völlig unabhängig von der Zahnteilung.
 

pb57

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Danke, SAW, für die zusätzliche Erläuterung, ich habe da wohl die Angaben aus der Betriebsanleitung falsch interpretiert, da heißt es zu den vier Wellwalzen, sie seien ausgelegt für „Zahnweiten von
a) bis 3 mm,
b) 3-6 mm,
c) 7-11 mm
d) 10-13 mm“
Was habe ich denn unter Zahnweite zu verstehen? Ob Du mir wohl auf die Sprünge helfen könntest?
Dank und Gruß
Peter
 

Martin45

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Der Name des Gerätes lässt wie von SAW beschrieben auf eine Wellung statt Schränkung als Verfahren schließen.
Vielleicht ist die Wellung je nach Zahngröße/Anzahl (= gewählter Walze) unterschiedlich langgezogen?
 

Oloide

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Hallo Peter ,
ich habe auch einen Wellus C und einen traditionellen :emoji_sunglasses: Bandsägeschärfautomat mit Dreikantfeilen und Schränkvorrichtung von Vollmer .
Zum Schärfen ist bei mir eigentlich der Feilautomat angesagt , zum Schränken hat sich bei mir der Wellus nur bei schmalen Schweifbändern bewährt . Er hat den großen Vorteil das man sehr einfach eine sehr breite Schränkung bei Schweifbändern einstellen kann , gut zum Sägen enger Radien .
Bei meinen breiten Zuschneidebändern mit der Zahnteilung von 8 und 9 mm verlaufen die mit dem Wellus C geschränkten Bänder bei mir leider mal nach rechts , mal nach links , ich habe da nie ein reproduzierbares Ergebnis hinbekommen . Bei den Schweifbändern sägt man ja nicht am Anschlag , da ist leichtes Verlaufen zu einer Seite nicht so relevant .
Das mit dem "Nachschärfen" mit dem Wellus wie von SAW beschrieben stelle ich bei mir in eher geringem Maße fest . Das ist ( wenn man ein eigenes Schärfgerät hat ) aber auch nicht so relevant , wenn das Band anfängt stumpf zu werden bin ich schnell am Vollmer - Apparat und mache ein 10 min. Päuschen ........
Also ich würde solch einen Wellus kaufen wenn ich nicht schon einen hätte , ich mache auch praktisch alle Zuschneidearbeiten an der Bandsäge . Die Teile haben auch einen bleibenden Wert und werden wohl nicht mehr hergestellt .
Grüße
Andreas
 

pb57

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Danke, Andreas, für den so detailreichen Bericht!
Das lässt mich allerdings etwas zweifeln, ob die Maschine für mich überhaupt in Frage kommt oder ob ich mit dem von Dir genannten Vollmer-Schärfer besser bedient bin.
Mal wieder ein typischer Mal-Sehn-Fall …
Auf alle Fälle sage ich allen, die ihren Rat und von ihrem Wissen abgegeben haben, herzlichen Dank!
 
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