Paletten-Anbrennholz wie lange lagern?

Sinfin19

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Hallo,

ich bin durch Zufall auf das Board hier gestoßen und hoffe, dass meine Frage so halbwegs hier hineinpasst.
:D


Folgendes: Im Haus steht ein ca. 30 Jahre alter Zentralofen (ich glaube, der nennt sich so?
:?
), der täglich mit Holz zum Anbrennen und dann bei richtiger Flamme mit Kohle über befeuert wird, um das gesamte Haus zu heizen. Jetzt habe ich im April diesen Jahres ein paar Holzpaletten gesägt um sie für kommenden Winter als Anbrennhilfe zu nutzen. Ich bin noch recht neu in allem, weiß daher also auch nicht, ob das gelagerte Palettenholz jetzt schon für das Anfeuern zu gebrauchen ist oder doch noch viel zu viel Restfeuchte hat. Das werde ich aber die Tage mit einem bestellten Feuchtigkeitsmesser herausfinden. Jetzt ist aber eine meiner Fragen: Soweit wie ich das gelesen habe, darf vom Gesetzgeber her das Holz nicht mehr Feuchtigkeit als 25% haben, da sonst zu viele Giftstoffe beim Verbrennen freigesetzt werden und ebenso den Schornstein versottet. Aber dadurch, dass ich täglich lediglich ca 4-5 ca. 30 cm lange Bretter nehmen würde, wäre vielleicht doch ein wenig mehr Feuchtigkeit im Holz hinnehmbar?
Und zur Lagerung des Holzes: Aktuell habe ich mir eine Art Unterstand unter freiem Himmel gebastelt, verkleidet mit Planen. Jetzt würde ich aber so langsam doch (witterungsbedingt) das Holz im Haus einlagern - aber könnt ihr schätzen, ab wieviel Prozent Feuchtigkeit ich dies tun bzw. lieber noch sein lassen sollte? Ich möchte schließlich nicht, dass mir der Lagerraum wegen des Holzes wegschimmelt...

Ich danke euch vorab für eure Hilfe und habt eine schöne Woche.
 

IngoS

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Hallo,

wenn die Paletten halbwegs unter Dach liegen, sind die trocken genug zum Verheizen. Allerdings sind 25% oder mehr vollkommen ungeeignet. Bedenke, dass die Wassermenge erst mal mit der Energie aus dem Holz verdampft werden, bevor Wärme an den Raum abgegeben werden kann. Stell mal einen Topf mit einem Liter Wasser auf den Herd und miss die Energie, bzw. Zeit, bis das verdampft ist, so kannst du abschätzen wieviel Energie da verpufft.

Hier mal ein Filmchen vom Palettenheizen mit wichtigen Informationen, welches wir mal gemacht haben.

Gruß

Ingo
 

thomi

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man sollte jetzt nicht dauerhaft nasses holz verbrennen. aber ab und zu ein "nasses" stück geht schon.
dein palettenholz sollte schon mehr als trocken sein. Paletten brennen direkt wie zunder sollten die nicht allzulange drausen gestanden haben
 

raziausdud

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( Das meiste wieder gelöscht.Wollte es als Anbrennholz empfehlen … das hast Du ja selbst vor, sogar schon in der Überschrift verkündet :emoji_frowning2: …)

Rainer
 

joh.t.

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Ein einfaches Holzfeuchtemessgerät kaufen und messen.
Unter 16% darf man verbrennen., meines Wissens.
Einfach mit dem Finger und dem Messgerät trainieren. Irgendwann weiss du mit HANDAUFLEGEN, das darf ich in den Ofen schieben und das eben noch nicht...
 

Sinfin19

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Also, nachdem mein Feuchtigkeitsmessgerät von Brennenstuhl heute eintraf hab ich hier und da mal ein wenig gemessen. Das allermeiste Holz war ca. 10-20% feucht. Da hab ich erst einmal das allermeiste ins Haus eingelagert und hoffe, dass noch ein paar Wochen Trockenzeit vergehen können, ehe ich es verbrenne.
 

raziausdud

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Da es z Zt drinnen idR erheblich trockener ist als draußen, wirst Du keine Wochen brauchen. Kommt natürlich drauf an, ob es ein beheizter Raum ist oder nicht.

Bedenke: auch trockenes Holz, welches man bei niedrigen Temperaturen draußen ins warme Haus holt, „beschlägt“ erst mal ein wenig. Ob das ein Messgerät beeinflusst, keine Ahnung. Es ist ja nur oberflächlich und nach kurzer Zeit ( halbe bis eine Stunde) auch wieder trocken. Fühlen tut man das kurz nach dem Hereinholen meiner Erfahrung nach aber deutlich, also davon allein dann nicht leiten lassen.

Und das oben in #6 von joh.t schon genannte kann ich somit bestätigen: nach kurzer Testphase ist unser angeborener Feuchtemesser recht verlässlich: wenn drinnen gelagertes Holz sich feucht anfühlt (Ausnahme gerade geschildert) , ist es zu feucht zum Verbrennen. Sehr trockenes Holz ist dann schon fast unangenehm für die bzw meine Hände.

Rainer
 
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Diese elektronischen Feuchtemesser sind reine Schätzeisen :emoji_sweat: . Genauer und vor allem billiger ist eine Darrprobe .
Kann man im heimischen Backofen bzw. Mikrowelle machen :emoji_thinking: :emoji_innocent: .

Edit : Für die Faulen
 
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brubu

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Hallo
Interessant, bei uns gilt Palettenholz von gebrauchten Paletten als Verpackungsholz, das mit dem Hausmüll oder in speziellen Altholzfeuerungen
entsorgt werden muss. Sogar die Feuerwehr darf für Ausbildungszwecke keine gebrauchten, sauberen Paletten mehr verbrennen. Die müssen
neue, saubere extra einkaufen. So spinnt unsere Obrigkeit.
Gruss brubu
 

joh.t.

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Ich heize nur mit Holz, hole das Holz in 20l Eimer n rein und lasse es über Nacht stehen. Dann kommt es erst in den Ofen .
Glanzruss brauche ich nicht.
 

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Holz was draussen abgedeckt lagert erreicht irgendwas zwischen 15 und 20%. Das verbrennen so eigentlich alle. Unter 15% braucht es nicht.

Gruss
Ben
 

FredT

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Über eine Zeitdauer gesetzt, wird das im Haus ablüften eher weniger Probleme machen. Der Wärmeeintrag ins Holz ist geringer, damit auch geringerer Feuchtigkeitsdurchsatz im Haus. Das bringst du schon mit dem normalen Luftaustausch durch Türen und Fensterlüften hin. Im Ofen führst du viel Wärme kurzzeitig zu, da ist dann auch der Austrag größer. Unterscheid ist eben, daß du im Haus keine Energie extra zuführst...
 

Friederich

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Bedenke, dass die Wassermenge erst mal mit der Energie aus dem Holz verdampft werden, bevor Wärme an den Raum abgegeben werden kann.
... und die Verbrennungstemperatur ist niedriger und der Sauerstoffgehalt im Feuer ebenso. Der wird ja durch den Wasserdampf verdrängt. Die Folge ist dann unvollständige Verbrennung mit unnötig viel Schadstoffen im Abgas. Und viel dunkle Asche. "Dunkel", da mit mit unverbranntem und somit verschwendetem Kohlenstoff.
Brennholz zu sehr gut zu trocknen lohnt also in jeder Beziehung.
 

methylase

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Hallo
Interessant, bei uns gilt Palettenholz von gebrauchten Paletten als Verpackungsholz, das mit dem Hausmüll oder in speziellen Altholzfeuerungen
entsorgt werden muss. Sogar die Feuerwehr darf für Ausbildungszwecke keine gebrauchten, sauberen Paletten mehr verbrennen. Die müssen
neue, saubere extra einkaufen. So spinnt unsere Obrigkeit.
Gruss brubu

so abwegig finde ich das nicht: in den allermeisten Fällen kann niemand sagen mit was die Paletten in Berührung gekommen und wie das Holz potententiell kontaminiert ist. Gerade bei Europaletten kann das nicht nachvollzogen werden und die würde ich nie verbrennen.

Gruß
Matthias
 

Friederich

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in den allermeisten Fällen kann niemand sagen mit was die Paletten in Berührung gekommen und wie das Holz potententiell kontaminiert ist.
Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen womit Paletten kontaminiert sein sollten, das gegen eine heimische Verbrennung spricht. Ich selber hätte nichtmal Skrupel, beschichtete Spanplatten zu verbrennen; stückweise bei hoher Verbrennungstemperatur, wie sie beim Abbrand von wirklich sehr trockenem Brennholz und angemessener Luftzufuhr entsteht. Die Ökobilanz wär bestimmt nicht schlechter als wenn man das Zeug zig Kilometer bis zur nächsten Müllverbrennungsanlage karren lässt. Und ich bin durchaus ein bekennender Ökofreak :emoji_slight_smile:, aber halt ein sehr pragmatischer.

Apropos Holzheizen: Ist eigentlich inzwichen allgemein bekannt, dass man den gefüllten Ofen von oben in Brand setzt, und nicht wie früher üblich von unten?
Das sind so Dinge von wirklicher Relevanz. Spart Heizkosten und schont die Umwelt. Und ist bequemer.
 
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odul

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Glut vom Vorabend? Die ist bei mir immer weg. Wie machst du das?

Würde auch nicht wollen, dass über nacht wenn ich schlafe, da nochwas vor sich hin kokelt. Auch nicht im Ofen.
 

uli2003

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Ist eigentlich inzwichen allgemein bekannt, dass man den gefüllten Ofen von oben in Brand setzt,
Da ich nur mit Holz heize - nein. Meinen Ofen zünde ich unten an, nennt sich unterer Abbrand, und das Holz fällt von oben nach.
Wenn ich den Ofen oben anzünden würde, oder zu viel Sekundärluft von oben gebe, dann habe ich dichten Nebel im 'Kaminzimmer'.

Und ja, ich verbrenne auch Spanplattenreste, das darf ich sogar. Die brennen allerdings sehr heiß, sodass sich eine Mischbeschickung empfehlt.
Das Rauchgas klettert schon mal an die 400°.
 

Mitglied 59145

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Mit meinem jetzigen, ganz ordinäre, Kamin geht das nur mit Kohlebrickets oder kurzen Schlafphasen. Richtige Öfen mit einer gewissen Größe können das schon. Zu und Abluft schließen, dann hält Das schon einige Zeit.
Ich habe aber auch noch nie erlebt, dass beim Ofen irgendwas passiert wäre, Brennholz steht über 1m weg und gereinigt wird einmal wöchentlich ordentlich. In meinem Elternhaus hatten wir einen Kachelofen mit 1m Brennkammer. Der brannte von Oktober bis Ostern fast durchgängig.

Gruss
Ben
 
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