Osmo TopOil oder Hartwachsöl Erfahrungen?

pius

ww-esche
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Hallo Kolleginnen und Kollegen,

leider leider gibt es ja immer wieder Reklamationen wegen zu empfindlicher Öl-Oberflächen. Auch Leute, denen ich durchaus zutraue, die Möbel ordentlich zu pflegen, klagen oft über Wasserflecken, raue Stellen etc.

Jetzt wurde mir Osmo empfohlen und ich wollte fragen, ob es da positive Erfahrungen eurerseits gibt. Das TopOil habe ich bereits verarbeitet und staune darüber, wie zähflüssig es ist. Zum Verarbeiten nicht gerade eine Freude. Lohnt sich das?

besten Dank für eure Zeit und schönen Gruß
Pius
 

Stefan R

ww-pappel
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Hallo Pius,

ich arbeite zur Zeit ebenfalls zum erstenmal mit Osmo Hartwachsöl, Farbe: Weiß, (Restauration einer Kiefervollholzvitrine) Daher kann ich dir leider nichts über Langzeiterfahrungen berichten. Aber es läßt sich sehr gut verarbeiten (Ich benutze eine Mikrofaserrolle) und das Ergebnis entspricht
meinen hohen Erwartungen. Das einzige, was mich stört ist die lange Trockenzeit. Die 24 Stunden müssen tatsächlich fast eingehalten werden.

Beste Grüße:

Stefan R
 

schrauber-at-work

ww-robinie
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Nabend,

bin zwar kein Profi, kann au nix zu Osmo sagen.
Hab in der Vergangenheit das eine oder andere Öl ausprobiert.
Die besten Erfahrungen hab ich mit dem Festool HD gemacht.
Ist seit >3 Jahren auf dem Esstisch (Kiefer, Kleinkind) auf den Küchenfronten, dem Couchtisch und einigen sonstigen Möbeln (Hocker in Nuss, mehrere Fensterbänke, Maltisch für das Kind in Buche ok, die eigentliche Malfläche besteht aus Resopal beschichtetem MDF....).

Bisher keinerlei Probleme mit "rauh", Wasserflecken o.ä.
Wird nicht zimperlich damit umgegangen.

Den Esstisch hab ich vor ~1,5 Jahren mal mit feinem Schleifvlies abgeschliffen und hauchdünn Nachgeölt. Dort aber eher wegen Macken die in Kiefer nicht ausbleiben. Alles andere tut was es soll.

Grade wenn mehr verarbeitet wird und man nicht in kleinen Gebinden kauft nimmt es sich preislich auch nix zu anderen Produkten.

Ist auch recht dickflüssig, lässt sich m.M.n. gut verarbeiten und härtet in recht kurzer Zeit aus.
Haltbarkeit ist auch kein Thema, hab den 5l Kanister vor ~3,5 Jahren angebrochen, sind noch ~1,5l da. Aufschütteln, abfüllen und gut.

Gruß SAW
 

predatorklein

ww-robinie
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Hallo

Bißchen seltsam , dass Stefan R sich heute angemeldet hat , um gleich ein Loblied auf das Osmo Hartwachsöl anzustimmen .
Könnte Werbung sein :emoji_wink:

Muss allerdings zugeben , dass das Osmo Hartwachsöl wirklich erste Sahne ist :emoji_slight_smile:

Ich benutze es seit 10 Jahren , uns brachte ein Hobbyschreiner drauf .
War erst skeptisch , als der mir erklärte , dass er das Öl mit der Rolle aufträgt .
Und immer nur hauchdünn , dafür 3 mal .

Und was soll ich sagen , das Öl ist super , und ich hab auch schon einiges ausprobiert .
Wirklich einfach zu verarbeiten und sehr ergiebig .

Hauptsächlich werden damit 6 oder 8 Massivholztische geölt , die wir übers Jahr so bauen .
Ich kauf nichts anderes mehr :emoji_thumbsup:

Gruß
 

Stefan R

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Hallo predatorklein:
Ich stimme hier KEIN Loblied auf Osmo ein. warum wird hier alles hinterfragt?
Ich wollte nur meinen kleinen bescheidenen Beitrag und meine Erfahrungen dazu leisten. Mittlerweile bin ich fast 61 Jahre alt und seit
meinem 16. Lebensjahr Tischler, und habe keine Lust mir so merkwürdige Dinge anzuhören.

Grüße:

Stefan. R
 

joh.t.

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Hallo predatorklein:
Ich stimme hier KEIN Loblied auf Osmo ein. warum wird hier alles hinterfragt?
Ich wollte nur meinen kleinen bescheidenen Beitrag und meine Erfahrungen dazu leisten. Mittlerweile bin ich fast 61 Jahre alt und seit
meinem 16. Lebensjahr Tischler, und habe keine Lust mir so merkwürdige Dinge anzuhören.

Grüße:

Stefan. R
Sorry aber wir haben hier schon seltsame Dinge in der Richtung erlebt. Nix gegen dich !!

Ich verwende es auch und für lackähnliche Oberflächen TOP. Bis auf die Trockenzeit...

Zwischenschliff mit 320 und zum Schluss mit 0000 Stahjlwolle drüber. Die Kunden sa...rn.
 
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chips

ww-nussbaum
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Servus,
ich verwende das Hartöl von Complex.

Macht gute, widerstandsfähige Oberflächen, trocknet schnell, leicht zu verarbeiten und:

Die öligen Lappen können sich nicht selbstentzünden.
Das ist ein entscheidender Vorteil im Handling. Seit ich Complex verwende ist das ölen deutlich entspannter.
Früher habe ich jeden Lappen gezählt wie bei einer OP!
Gruß
Harald
 

keks010982

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Hab das erste Mal TopOil Natural für einen individuellen Camper Ausbau auf Birke MPX verwendet. Der war die Tage nach einem guten halben Jahr noch Mal da. Kunde zufrieden, ich auch.
Hab seitdem auch für daheim einiges damit gemacht. Bin sehr zufrieden. Fichte 3-Schicht mit weißem Dekorwachsöl von Osmo geölt und anschließend noch zwei Schichten TopOil Natural drüber... Schicke Oberfläche!
Wichtig ist dünn auftragen, Rolle oder Schwamm nehm ich meistens. Letzten Auftrag kann man auch ganz gut mit Pad und Rotex aufbringen...

Gruß Daniel
 
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Bis auf die Trockenzeit...
Hallo,
als geduldiger Hobbyheimer ist mir die Trockenzeit eigentlich ziemlich egal, und ich verwende Osmo Hartwachsöl mit wachsender Begeisterung.
Was sind schon ein paar Tage Trockenzeit für mehrere Schichten in Relation zur Lebensdauer und Oberflächenqualität des Möbels?
Als Gewerblicher würde ich das vielleicht anders sehen.
Gruß
 

Christian81

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Osmo nutze ich seid 20 Jahren. Saicos ist ebenfalls sehr gut. Trockenzeit finde ich nicht schlimm, ist doch ähnlich wie beim Lack. Lasse es lieber noch ein paar Tage liegen bevor ich es beim Kunden abliefer. Das Problem liegt eher bei den Kunden, wenn diese vorher Lack gewohnt waren. Das Hartwachsöl hat logischerweise nicht die Oberflächen Härte wie Lack.
Aber die Anwendung ist super und auch die Ergebnisse passen. Für mich the One and Only......
 

WinfriedM

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Das TopOil habe ich bereits verarbeitet und staune darüber, wie zähflüssig es ist.
Wundert mich etwas. Hab schon viel mit Topoil und Hartwachsöl von Osmo gearbeitet, bei mir ist das keinesfalls zähflüssig. Lässt sich sehr gut pinseln oder mit Schwamm verteilen. Falls man den Überstand abnehmen will, darf man allerdings nicht zu lange damit warten. Sonst wird es in der Tat zäh.

Topoil und Hartwachsöl sind sich so ähnlich, dass ich mich schon öfter gefragt habe, was da überhaupt unterschiedlich ist. Auf dem Papier gibts aber einen Unterschied, das Topoil hat eine Freigabe für Bereiche mit Lebensmittelkontakt.

Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn du feuchtebelastete Flächen hast.
 

Alex_T

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Ich habe als Hobbyschreiner Osmo TopOil Natural auf ein Birke MPX Lowboard aufgetragen.Schliff mit 320 Korn. Der erste satte Auftrag ging gut mit dem Pinsel,vllt würde ich beim nächsten Mal eine Rolle mit Wanne nutzen.Nach 20 min Abnahme des Überstandes (dieser trocknet weiß wächsern an);Trocknung (5-6h draußen) mit kräftiger Geruchsentwicklung. Deutliches,makroskopisches Aufstellen der Fasern und eine (erwartbar) raue Oberfläche! Schliff mit 400 Korn.Erneuter Auftrag und nach Trocknung deutlich verbessertes/glatteres Ergebnis.Ein letztes Mal mit der Hand und 400 Korn.Unglaublich glatte,samtig matte Oberfläche von der das Wasser abperlt.Allerdings wenn Wassertropfen nicht abgenommen werden bildet sich ein nach Trocknung weißer Rand.
 

predatorklein

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Moin

Hallo predatorklein:
Ich stimme hier KEIN Loblied auf Osmo ein. warum wird hier alles hinterfragt?
Ich wollte nur meinen kleinen bescheidenen Beitrag und meine Erfahrungen dazu leisten. Mittlerweile bin ich fast 61 Jahre alt und seit
meinem 16. Lebensjahr Tischler, und habe keine Lust mir so merkwürdige Dinge anzuhören.
Bleib locker , schont dein Herz .
Und meines auch , bin auch keine 40 mehr :emoji_wink:

Und was an meiner Aussage merkwürdig sein soll , ist mir auch nicht klar ?
Sogar große und renommierte Firmen haben heute oft jemanden im Marketingteam , der ihr eigenes Produkt " pusht " .

Ich hab da Pferde nicht nur kotzen sehen , ich hab Pferde schon fliegen sehen .
Und manchmal war das Pferd sogar der Pilot .

Wenn das bei dir nicht der Fall ist , ist doch alles in Butter :emoji_thumbsup:

Gruß
 

damadi

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Hartwachs Öl High Solid ist super. Was ich auch mal probiert hatte: Osmo Wohnraumwachs innen. Ist ähnlich, feuert aber mehr an. Ist auch dünnflüssiger und dringt tiefer ein. Optisch war das auf Hartholz und Exotenholz ansprechender. ABER: stinkt zum fürchten, richtig bissig - auch Monate später noch - danach ist's immer noch intensiv aber eher "alt/abgestanden/ranzig".

Am liebesten ist mir die Kombination aus OSMO Hartwachsöl, und für das letzte Finish dann noch ganz dünn "Naturhaus Cremewachs". Das riecht absolut angenehm und "lecker" bienenwachsig :emoji_slight_smile:

Das Hartwachsöl wird mit der Zeit dickflüssiger. Ich habe im der Dose ein paar A2-Muttern - nach dem kräftigen Aufschütteln wird es wieder dünnflüssig.
 

WinfriedM

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Die Frage wäre da auch: Was kann Cremewachs besser, was das Osmo nicht schon kann? Vom leckeren Geruch mal abgesehen.

Cremewachs besteht zu einem Großteil aus Leinöl mit vielleicht 10-20 % Carnauba- und Bienenwachs.
 

damadi

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Das Cremewachs glättet/füllt noch mal etwas die Oberfläche und hat ein ganz andere und angenehme Haptik. So ein bisschen wie geseifte Tische.
Nach mehreren Lagen Osmo und Zwischenschliff usw. braucht's das sicherlich nicht - aber da bin ich meist zu faul dafür :emoji_wink:

Ich mag's halt einfach - ist also eher subjektiv zu bewerten.
 

WinfriedM

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Haptik ist auf jeden Fall ein Grund, warum gerne gewachst wird. Osmo ist von der Haptik nicht wachsartig.
 
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