Neue Treppenstufen fleckig?

Flummi Berlin

ww-pappel
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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an Euch und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen?
Wir haben eine neue Holztreppe bekommen und einige Stufen weisen starke Flecken auf.
Gestern wurde eine "Nachbesserung" durchgeführt - ohne Erfolg.

Der Treppenmonteur schiebt das auf das Holz obwohl es nach meiner Überzeugung produktionsbedingt ist.
Originalkommentar auf dem Bericht von gestern: "Stufen weiterhin leichte aufgehellte Punkte, liegt am Holz und kann nicht überarbeitet werden."
Ich finde das lächerlich, hätte aber gerne die Meinung eines (oder mehrerer) Profis dazu bevor ich weitere Schritte unternehme...
Ich finde das nicht akzeptabel und würde die Stufen dann gerne getaucht haben....

Vielen Dank!
Armin
 

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derdad

Moderator
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Ja. Dürfte im Holz sein. Ich glaube, es wird im rohen Zustand kaum aufgefallen sein. Erst durchs Lackieren oder Ölen hat die Esche sich verändert (speziell der graue Bereich. Das gibt es öfter bei dieser Holzart) und die Flecken wurden mit der Zeit sichtbar.
Teile auch Carstens Meinung. An anderer Stelle wäre es kein Problem.
LG Gerhard
 

pedder

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Nur weil es am Holz liegt, bedeutet es ja nicht, das man das so akzeptieren muss. Wenn da ein Ast wäre, läge es auch am Holz und wäre genausowenig aktzeptabel
 

Mitglied 59145

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Wie sind die behandelt? Lack wahrscheinlich. Wenn doch Öl, könnte es auch ein Wasserfleck sein. Das würde man ja in den Griff bekommen.

Ob das nicht zu tolerieren ist oder toleriert werden muss weiss ich nicht. Mich persönlich würde es nicht stören, aber ich baue meine Sachen auch selber und muss selber nacharbeiten.

Ich denke um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, müsste man auch wissen um was für eine Treppe es sich handelt. Muss die komplett raus oder kann man "einfach" eine Stufe tauschen?

Gruss
Ben
 

brubu

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Hallo
Das kommt bei Esche immer mal vor und finde ich in einer Treppenstufe nicht schlimm. Wenn es stört bitte in Zukunft Decorplatten einsetzten.
Ich habe auch schon komplizierte Fensterbänke nach dem Hobeln zuerst eingepasst, dann geschliffen und ringsum lackiert. Selbst bei schönem
Holz folgen solche Überraschungen mit denen, wer ein Naturprodukt wie Holz es ist will, leben soll. Wenn wir nur noch Holz verwenden sollen das wie
Plastik aussieht, kostet dies entsprechend weil es kaum einen Auftrag geben dürfte bei dem nicht Teile wegen solchen Details nachgefertigt werden müssen.
Gruss brubu
 

Mitglied 59145

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@pedder ich will hier nicht zu weit ausholen. Ich kenne diesen Fehler bei Esche auch nicht. Wenn ich aber zum bemustern Stücke mache, die alles an möglichen Fehlern berücksichtige, dann werden die Muster ziemlich voll von solchen Stellen sein. Dafür gibt es ja auch noch eine Beschreibung, bzw. einen Angebotstext. Ist immer schwierig und man sollte zusehen den Kunden zu "erkennen" und ja nicht falsche Erwartungen wecken.

Ich kann da nur für mich sprechen, wenn keine besondere Sortierung vereinbart ist, wäre es für mich egal. Aber ich bin da sicher nicht das Maß aller Dinge. Auch weiss ich sicher nicht was rechtlich richtig ist, ganz besonders nicht ohne den Auftrag zu kennen.

Eigentlich hat @magmog das passenden, lurz und knapp beschrieben.

Gruss
Ben
 

pedder

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1. Wenn ich das ansehe, glaube bei den Flecken nicht an einen Wachstumsfehler. Eher ein Trockenfehler. Die Flecken gehen ja kreisrund über die Jahresringe. Das sieht aus, als ob da stetig Wasser auf Holz getropft ist. Schön von einer Kante runter.

Dafür kann sicherlich der Hersteller der Stufe nix, aber er muss es halt aussortieren oder umdrehen. Kann ja nicht so schwierig sein.

@benben , wir kennen die Vereinbarung nicht. Mag sein, dass es sich aus dem Muster oder der Bschreibung ergab.

Ich habe mich in diesen thread auch nur eingbracht, weil bei mir der Eindruck entstand, dass der TO mit der Information: "Liegt am Holz" auf die falsche Fährte geschickt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mitglied 59145

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Genau, keiner weiss es. Wasserfleck hatte ich auch schon vermutet. Aber ehr nach der Oberfläche. Es gibt wirklich die merkwürdigsten Holzfehler, ich vertraue da schon auf die Kompetenz wenn das von Wuxchsfehler gesprochen wird, wenn das mit Wasserfleck wirklich asgeschlossen ist.

Gruss
Ben
 

brubu

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Jetzt war ich eben in einem Haus in dem ich vor etwa 5 Jahren eine Arbeit ausgeführt habe bei der in Eiche dunklere Stellen erst nach dem Lackieren aufgetaucht sind. Da habe ich sofort den Kunden hergerufen um zu beurteilen was wir machen sollen. Er meinte sehr vernünftig, das störe kaum und sollen wir lassen. Heute hatte ich Gelegenheit und versuchte die Stellen zu finden. Teilweise hatte ich den Eindruck wenn man danach suchte,
es sei noch etwas zu sehen. Es können aber genau so gut andere Farbdifferenzen gewesen sein. Also Detail an einem Naturprodukt in einer Zeit wo
sich alle nach Natur sehnen.
Gruss brubu
 

civil engineer

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... bei der in Eiche dunklere Stellen erst nach dem Lackieren aufgetaucht sind. Da habe ich sofort den Kunden hergerufen um zu beurteilen was wir machen sollen. Er meinte sehr vernünftig, das störe kaum und sollen wir lassen.
OK, vorher besprochen und Kunde einverstanden. Das ist was anderes wie mit Fehler (was auch immer den verursacht hat) eingebaut, Nachbesserung versucht und dann auf das Holz zu schieben.
 

Mitglied 59145

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Ob es ein Fehler ist, der nicht dem Auftrag entspricht halte ich für fragwürdig.

Nicht mehr, nicht weniger. Wir haben nur ein Bild.

Gruss
Ben
 

uli2003

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Das Licht wird es zügig angleichen. Wenn es ein Wuchsfehler ist, ist er schon sehr ungewöhnlich. Sieht fast aus als wenn Bleichmittel draufgetropft wäre.
 

civil engineer

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Ob es ein Fehler ist, der nicht dem Auftrag entspricht halte ich für fragwürdig.
Ich halte da gar nichts für fragwürdig. Wenn der Unternehmer eine Nachbesserung versucht, handelt er doch konkludent und räumt eine vom Vertrag abweichende Leistung ein. Wenn der Unternehmer der Meinung ist, nach Vertrag geliefert zu haben, braucht er doch nicht nachbessern oder einen Nachbesserungsversuch starten..
 

Mitglied 59145

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Wenn der Unternehmer nicht ganz hinterm Mond lebt, versucht er zunächst den Kunden zufrieden zu stellen. Am besten bevor iwer nen Fass aufmacht.
Wenn ich bei allem, was für mich nicht viel Aufwand ist, erst so einen Sprech an den Tag lege, hätte ich, sehr wahrscheinlich, wenige Stammkunden.

Erstmal sollte man versuchen dass beide PArteien zufrieden sind, wenn das mit wenig Aufwand zu erreichen ist, ist uns recht egal wer Recht hat.

Gruss
Ben
 

raziausdud

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Könnte mir noch vorstellen, Fingerabdrücke von einer Substanz (zB Silikon), wodurch die Endbehandlung nicht richtig einziehen konnte.

Wie sind die Stufen denn behandelt?
Ist es nur auf dieser einen Stufe?

Rainer
 

pedder

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Das ist eine andere Sache.
Armins Frage war aber, ob im Holz oder Verarbeitungsfehler.
Wenn Du Armins Eröffnungbeitrag liest, ist die einzige Frage: "Könnt ihr mir helfen?" :emoji_slight_smile:

Das Ziel wird klar beschrieben: "Ich will Austausch." Und dafür ist es völlig egal, ob das ein Holzfehler oder ein Bearbeitungsfehler ist,
sondern: liegt eine von der vereinbarten Beschaffenheit abweichende Beschafffenheit vor. Mit den normalen Folgen des Werkliefvertrages.

Was wir nicht wissen: was wurde vereinbart.
 

brubu

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Was wir nicht wissen: was wurde vereinbart.
Vereinbart wurde wohl nichts Genaues, man kann nicht jedes mögliche Pünktchen vereinbaren. Lest bitte einmal die Kriterien der Massivholzplatten-
hersteller, dann wird klar was bei denen theoretisch alles zulässig ist.
Was wir auch nicht wissen, wie stark fällt der angebliche Fehler an der ganzen Treppe auf und wie ist der zu beurteilen. Bei Böden legt man sich jedenfalls nicht hin und sucht Fehler mit der Lupe. Auch Glas wird aus Distanz bei bestimmten Lichtverhältnissen beurteilt. Also nicht ganz einfach.
Bei uns gibt es keine schönen Muster im Postkartenformat, sondern jeweils ein paar möglichst unterschiedliche Holzstücke mit dem Hinweis der
Bandbreite von Struktur, Farbe, Wuchs etc. Wenn dann jemand alles genau so haben möchte wie an einer bestimmten Stelle lassen wir es gleich bleiben weil damit niemand glücklich wird.
Gruss brubu
 
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