Neue Küchenfronten Corian / HPL

Konrad4

ww-kirsche
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Hallo zusammen,

wir überlegen die Fronten in unserer (selbst gebauten) Küche zu ersetzen. Aktuell haben wir 16mm weiß lackierte MDF Fronten auf Eiche Massivholzschubladen. Die Schubladen von Mair Zeininger sind nach wie vor hervorragend, die lackierten Ikea Fronten gehen aber nach und nach kaputt. An vielen Stellen platzt der Lack ab, natürlich insbesondere an Fronten mit Wasserdampf in der Nähe. Kurzum, wir überlegen die Fronten zu ersetzen.

Die neuen Fronten sollten
- möglichst robust sein, also vor allem wasserfest und nicht aufquellen
-nicht dicker als 16mm wegen der bestehenden Arbeitsplatte
- am liebsten eine ähnliche Optik, also schlicht weiß, seidenmatt und nicht zu glänzend
- angenehm in der Haptik sein. Griffe müssen nicht verbaut werden, wir nutzen Tip-On und Servodrive, also Öffnen der Schubladen/Türen über Druck auf die Front.

Nun haben wir zwei Optionen gefunden: HPL und Corian. Befestigung der Fronten würden wir wohl mit Blum Expando machen. Wir wollen die Fronten auf Maß bestellen und selbst nur die Befestigung bohren.

Pro HPL: schwer, aber nicht ganz so schwer wie Corian; wesentlich günstiger als Corian

Pro Corian: HPL hat typischerweise eine schwarze Kante, Corian ist komplett weiß; etwas leichter zu bearbeiten (?); weniger biegsam als HPL, was bei großen Fronten von Vorteil ist; man kann Macken und Kratzer rausschleifen; fühlt sich für uns wertiger an und gefällt uns optisch etwas besser

Was ist eure Meinung zu unserem Vorhaben und zu den zwei Materialien?
 

carsten

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Hallo

als bewegliche Möbelfront habe ich Corian und Co noch nicht eingesetzt. Ich würde es auch nicht unbedingt riskieren. das Material ist recht spröde und kann leicht brechen. HPL Vollkernplatten gibt es in weiß auch mit durchgefärbtem Kern (12mm Stärke).
Wäre aber eher bei einer hochwertigen Spandekorplatte mit Kante oder eben neuen hochwertigen lackierten Fronten.
 

jankees

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die bislang verhaltene Resonanz dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das keiner kennt bzw. je gemacht oder gesehen hat - ich auch nicht...

Noch ein Punkt: Sowohl Corian als auch HPL sind irre schwer - deine Türbänder müssten das hergeben bzw. dafür geeignet sein bzw. du müsstest ggf. weitere/andere nachrüsten...

Moderne Lacksysteme halten doch einiges aus und es gibt sie auch mit unterschiedlichen, schönen haptischen Qualitäten (anti-fingerprint usw.). Ich wäre wohl auch bei hochwertig lackiertem MDF. Evtl. war die Qualität deiner bisherigen Fronten nicht ganz so berauschend...?
 
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Konrad4

ww-kirsche
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Danke für eure Antworten! Ich hatte schon vermutet, dass das Vorhaben recht exotisch ist. Bei Eggersmann habe ich eine Küche gefunden, die wohl komplett Corian verwendet: Link. Ansonsten habe ich gelesen, dass bei Arbeitsplatten das Material oft verbaut wurde, inzwischen aber wohl oft abgelöst vom härteren und robusteren Quarzkomposit oder anderen Materialien. Dann dürfte Corian doch eigentlich nicht brechen bei leichter Belastung, oder? Weitere Seiten auf denen ich ein bisschen was zum Thema Fronten aus Corian gefunden habe: Link und Link.

Das Gewicht ist definitiv ein Punkt. Bei unserer Spülmaschine haben wir gelesen, dass 4 bis 12kg für die Front okay sind. Die Front aus Corian hätte 11kg. Beim Liebherr Kühlschrank mit eigenen Scharnieren ist es nicht genau angegeben. Ansonsten haben wir die Scharniere an Türen und Schubladenauszüge (Blum Movento) tendenziell großzügig ausgelegt, die müssten noch Luft haben bzw. wir rüsten bei Türen doch noch nach.

Die lackierten Fronten von Ikea waren recht günstig und sind definitiv nicht von besonders guter Qualität. Beim Bau der Küche waren wir unter Zeitdruck, das war eine schnelle Lösung. Wir hatten mal ein Probestück einer hochwertigen lackierten Front (Hersteller „idoors“ aus Italien), die war optisch und haptisch toll. Wieso kamen wir trotzdem auf die Idee mit Corian?
- „Gefahrenquelle“ für unsere Küchenfronten ist zum einen Wasserdampf aus Dampfbackofen und Spülmaschine (die sich zum Trocknen automatisch einen Spalt öffnet) als auch der Junior mit Bobbycar und alternativ Küchenutensilien in der Hand. Einmal mit dem Topf gegen die Fronten gedonnert und ich befürchte sie ist direkt dahin. Ich möchte diesmal etwas verbauen, was auch wirklich mindestens 10 (lieber noch mehr) Jahre hält ohne dass wir höllisch aufpassen müssen. Die Küche wird bei uns intensiv benutzt, also keine Showküche oder nur zum Aufwärmen.
- die aktuellen Fronten von Ikea haben nur 16mm, entsprechend haben wir den Überstand der Arbeitsplatte gebaut, sprich dickere Fronten würden wohl einen Tausch der (HPL) Arbeitsplatte implizieren. Das würde ich wenn möglich eigentlich gerne vermeiden.

Ich stelle mir die Verarbeitung der schweren und doch recht harten Corianfronten nicht einfach vor, ansonsten klingen die Eigenschaften finde ich sehr geeignet (?). Vielleicht bin ich nach den schlechten Erfahrungen mit den Ikea lackierten Fronten auch übervorsichtig und das wäre die bessere Lösung. Preislich schätze ich die zwei Lösungen auf ein ähnliches Level, Corian vielleicht nochmal ein Stück teurer.
 
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holzer1998

ww-robinie
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Hallo Konrad,
bei deiner Anforderung würde ich auf eine Dekorspanplatte mit Perl- oder Miniperlstruktur gehen. Ggf. eine Kante mit PUR dann sollte das eine Weile halten. Wobei ich auch bei normalem Schmelzkleber an der Kante kein grundlegendes Problem sehe.

Die Oberflächen sind extrem robust, bis da mal eine Macke reinkommt. Und euer Junior wird ja auch größer :emoji_wink:
 

Tschensmän

ww-fichte
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Danke für eure Antworten! Ich hatte schon vermutet, dass das Vorhaben recht exotisch ist. Bei Eggersmann habe ich eine Küche gefunden, die wohl komplett Corian verwendet: Link. Ansonsten habe ich gelesen, dass bei Arbeitsplatten das Material oft verbaut wurde, inzwischen aber wohl oft abgelöst vom härteren und robusteren Quarzkomposit oder anderen Materialien. Dann dürfte Corian doch eigentlich nicht brechen bei leichter Belastung, oder? Weitere Seiten auf denen ich ein bisschen was zum Thema Fronten aus Corian gefunden habe: Link und Link.

Das Gewicht ist definitiv ein Punkt. Bei unserer Spülmaschine haben wir gelesen, dass 4 bis 12kg für die Front okay sind. Die Front aus Corian hätte 11kg. Beim Liebherr Kühlschrank mit eigenen Scharnieren ist es nicht genau angegeben. Ansonsten haben wir die Scharniere an Türen und Schubladenauszüge (Blum Movento) tendenziell großzügig ausgelegt, die müssten noch Luft haben bzw. wir rüsten bei Türen doch noch nach.

Die lackierten Fronten von Ikea waren recht günstig und sind definitiv nicht von besonders guter Qualität. Beim Bau der Küche waren wir unter Zeitdruck, das war eine schnelle Lösung. Wir hatten mal ein Probestück einer hochwertigen lackierten Front (Hersteller „idoors“ aus Italien), die war optisch und haptisch toll. Wieso kamen wir trotzdem auf die Idee mit Corian?
- „Gefahrenquelle“ für unsere Küchenfronten ist zum einen Wasserdampf aus Dampfbackofen und Spülmaschine (die sich zum Trocknen automatisch einen Spalt öffnet) als auch der Junior mit Bobbycar und alternativ Küchenutensilien in der Hand. Einmal mit dem Topf gegen die Fronten gedonnert und ich befürchte sie ist direkt dahin. Ich möchte diesmal etwas verbauen, was auch wirklich mindestens 10 (lieber noch mehr) Jahre hält ohne dass wir höllisch aufpassen müssen. Die Küche wird bei uns intensiv benutzt, also keine Showküche oder nur zum Aufwärmen.
- die aktuellen Fronten von Ikea haben nur 16mm, entsprechend haben wir den Überstand der Arbeitsplatte gebaut, sprich dickere Fronten würden wohl einen Tausch der (HPL) Arbeitsplatte implizieren. Das würde ich wenn möglich eigentlich gerne vermeiden.

Ich stelle mir die Verarbeitung der schweren und doch recht harten Corianfronten nicht einfach vor, ansonsten klingen die Eigenschaften finde ich sehr geeignet (?). Vielleicht bin ich nach den schlechten Erfahrungen mit den Ikea lackierten Fronten auch übervorsichtig und das wäre die bessere Lösung. Preislich schätze ich die zwei Lösungen auf ein ähnliches Level, Corian vielleicht nochmal ein Stück teurer.
Als Küchenbauer empfehle ich Schichtstoffbelegte Fronten mit 1,2 mm Kanten aussenherum.
Durfte als Fertigplatten 16 mm geben.
Beim Schreiner zuschneiden und Kanten aussenherum drauffahren lassen (PP-Kanten, keine Schichtstoffkanten !!!).
Das machen wir in Arztpraxen, Steri-Räumen und Frauenhäuser die Küchen.
Nahezu unverwüstlich ausser bei Kettensäge, Hackebeil oder Sägemesser :emoji_wink:
 

Konrad4

ww-kirsche
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Vielen Dank für Eure Antworten, @holzer1998 und @Tschensmän .

Wir haben den Plan mit Corian (oder HPL) nun tendenziell zu den Akten gelegt.

Wir suchen noch ein anderes Material, das robust genug ist und dennoch Freude bereitet. Holz, Marmor, Linoleum, Edelstahl, das sind z.B. Materialien, die für uns einen Charakter haben und auf verschiedene Arten beeindruckend sind. Das Corian hat uns auch gefallen trotz des Kunststoffanteils. MDF mit Folie erscheint praktisch, aber löst bei mir irgendwie noch nicht so Begeisterung aus. Wir würden die Fronten wieder in weiß nehmen, da sind bei beschichteten Fronten die Kanten der Folie glaube ich auch sichtbar.

Wir werden nun alle Optionen für Materialien nochmal durchgehen und neu für unsere Küche bewerten.
 

carsten

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Hallo

foliert würde ich auch nicht empfehlen. Das ist die Billig-Lösung der einschlägigen Hersteller.
Die handwerklichen Lösungen wären wie in #2 schon erwähnt Dekorplatte ( mit Schichtstoff belegt) oder eben lackiert.
Wenn da nicht mit Literweise Reinigungsmittel hantiert wird hält das locker ein "Küchenleben".
 

flo20xe

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Ich wäre da auch bei einer hochwertigen Dekorplatte z.B. Kaindl Optimat oder Funder Aptico. 1mm ABS-Kante PU verleimt und gut ist.
Alternativ entsprechend hochwertige Lackfronten.
 

brubu

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Dünnere Kanten als 2mm halte ich für zu schwach. Dünne Kanten, das ist wieder so eine Architekturmode ohne Rücksicht auf den Gebrauch.
Einfach Muster mit dünnen und dicken Kanten nehmen und mit Töpfen etc. dagegen schlagen, besonders an den Ecken.
 

Konrad4

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Hallo zusammen,

ich habe nochmal ein anderes Material (Albasia Multiplex) entdeckt:
https://epicply.de/collections/afx
https://epicply.de/products/epicply-multiplex-afx-white-x

Vorteile: gibt es in 16mm als Zuschnitt beidseitig mit Schichtstoff belegt, feuchtigkeitsresistent verleimt, angeblich für Fronten geeignet. Das geringe Gewicht ist für unsere Küche jetzt nicht der entscheidende Punkt.

Kennt das jemand, gibt es Meinungen dazu? Mir ist klar, dass MDF von den Eigenschaften nochmal besser ist als Multiplex (weniger verzugsanfällig). So ein Multiplex wäre mir aber sympathischer, daher die Frage — geht das oder gar keine gute Idee?
 
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IngoS

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Hallo,

MDF ist wohl das am häufigsten verwendete Material für Küchenfronten.
Ich bin davon aber sehr enttäuscht. Sehr stoßempfindlich und an scharfen Kanten hält die Beschichtung nicht dauerhaft. So auf jeden Fall bei meiner gekauften Küche. Habe dann nach rund 10 Jahren selbst neue Türen gebaut. Kieferrahmen mit HPL Füllung.
Ich werde nie mehr MDF Türen nehmen.

Gruß Ingo
 

holzer1998

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Kennt das jemand, gibt es Meinungen dazu?
Ist aus meiner Sicht das Gleiche wie „Queensply“ vom „Plattenladen“. Das hatte ich letztes Jahr auf der CMT in der Hand. Ja es ist leicht. Oberfläche hätte ich jetzt etwas besser als die sonstigen Melamin- bzw. Lackierten Oberflächen des normalen MPX eingeschätzt.
Ich glaube du bekommst bei beiden Musterplatten zu einem geringen Preis.

Ich finde das Material für den normalen Gebrauch, also wenn es nicht wie beim Camper auf Gewicht ankommt zu teuer. Außerdem kommen da noch ordentlich Kosten für die Lieferung dazu.
Ich würde eher nach Buche-/ Birke-/ Eukalyptus- MPX Ausschau halten, die HPL belegt sind, oder 12/ 15mm MPX kaufen und selbst mit HPL belegen.
Frag mal bei Metzger in Plochingen oder Ulrich in S-Wangen nach, was sie haben, oder besorgen können, wenn das Trägermaterial MPX werden soll.
 

mj5

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Moin!

Kennt das jemand, gibt es Meinungen dazu?
Nein, kennen tu ich es nicht. Aber Meinung habe ich eine:
  • Auf der Herstellerseite heisst es "perfekt fuer leichte Beanspruchungen". Unsere Kueche ist die wichtigste Werkstatt in und am Haus...
  • AWMAC und AWS, sozusagen die Standards im nordamerikanischen Moebelbau, schliessen Fronten aus Plywood von der Garantie
    gegen Verwerfen und Verdrehen aus. Selbst das "gute" Scandinavian Birch Ply. Das hat seinen Grund.
  • Eine Sperrholzplatte aus schnellwachsendem, sued-ost asiatischem Plantagenholz kaeme mir nicht ins Haus.
Wenn es Plattenbau sein soll, dann waere ich fuer die gute alte Spanplatte. Ordentliche Kante und hochwertiges HPL, fertig.
 

elchimore

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Wenn es Plattenbau sein soll, dann waere ich fuer die gute alte Spanplatte. Ordentliche Kante und hochwertiges HPL, fertig.
da wäre ich auch dabei, die Zeyko Küche meiner Eltern aus den 70ern hat auch Spanplatten Türen und hat in den letzten 50 Jahren so einiges mitgemacht auch zwei Kinder und viele Parties :emoji_wink: Da sind die alten Türen immer noch besser, wie das, was mal ergänzt wurde..... Gut, es geht halt auch keiner mit dem Dampfstrahler durch die Küche, dann wäre ich bei Edelstahlmöbeln :emoji_wink: Aber gekocht wird da drin so gut wie täglich und meine Mutter sieht das jetzt nicht unbedingt als Showroom an..... Ich meine zwischen einer Küche in einem Privathaus und einem OP sind dann doch ein paar Unterschiede...... (oder kochen die Schweizer in ihren OPs :emoji_wink: ).
Grüssle Micha
 

wasmachen

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Als Küchenbauer empfehle ich Schichtstoffbelegte Fronten mit 1,2 mm Kanten aussenherum.
Durfte als Fertigplatten 16 mm geben.
Beim Schreiner zuschneiden und Kanten aussenherum drauffahren lassen (PP-Kanten, keine Schichtstoffkanten !!!).
Das machen wir in Arztpraxen, Steri-Räumen und Frauenhäuser die Küchen.
Nahezu unverwüstlich ausser bei Kettensäge, Hackebeil oder Sägemesser :emoji_wink:

Darf ich fragen, woher du diese eher ungewöhnliche Kantenstärke (1,2mm) beziehst/Hersteller?
 

Konrad4

ww-kirsche
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Ich fasse nochmal einen Zwischenstand zusammen:

- Dekorplatte mit Schichtstoff belegt und PP Kanten scheint eine vernünftige Option zu sein. Gefällt uns aber irgendwie nicht so richtig.
- MPX Albasia mit Schichtstoff belegt haben wir mal ein Muster bestellt. Ich bin aber auch nicht überzeugt, dass es wirklich Albasia aus Asien sein muss. Das besonders geringe Gewicht benötigen wir nicht.
- MPX aus Birke mit Schichtstoff wäre zum MPX Albasia eine Alternative. Ich habe aber viele verschiedene Meinungen gefunden, ob Multiplex als Fronten geht oder sich schnell verzieht.
- Vollkern HPL 12mm erscheint uns doch wieder eine gute Option zu sein. Schwer, aber weniger schwer als Corian. Bekommt man als Zuschnitt, evt schon mit Gewinde zum Befestigen. Unsere Arbeitsplatte ist HPL, die ist von der Haptik aber nicht so überzeugend. Als Muster haben wir Vollkernfenix. Da fühlt sich nicht nur die Oberfläche besser an, die Platte wirkt auch dichter. Vollkernfenix würde uns sehr gut gefallen, das ist aber sehr teuer (online gefunden haben wir 500€-1000€ auf den Quadratmeter). Preis ignoriert wäre das aktuell unser Favorit. Wir bestellen nun ein paar weitere HPL Muster. Vielleicht ist da was dabei.

Tägliche Nassreinigung der Fronten gibt es bei uns nicht, das passiert eher alle zwei drei Wochen. Zusätzlich gibt es aber eben immer wieder Dampf von Spülmaschine und Dampfbackofen. Nach den schlechten aktuellen Erfahrungen wollen wir tendenziell auf Nummer sicher gehen in Sachen Robustheit.
 

Kunstbohrer

ww-robinie
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Also ich habe schon sowohl Corian/Himacs als auch HPL als Fronten verwendet. Das geht einwandfre. HPL gibt es auch mit weißen Kern.
 

Konrad4

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Also ich habe schon sowohl Corian/Himacs als auch HPL als Fronten verwendet. Das geht einwandfre. HPL gibt es auch mit weißen Kern.
Corian geht wirklich einwandfrei? Auch nach längerer Zeit kein verziehen („fließen“) bei großen Fronten (Kühlschrank zum Beispiel 120x60)? Wie sind die Fronten dabei befestigt, einige Punkte mit Blum Expando oder ein anderes System?

Könntest du deine Erfahrungen mit Corianfronten vielleicht insgesamt näher ausführen? Bisher gibts da sehr wenig dokumentierte Info und Erfahrungsberichte.
 

Kunstbohrer

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Öhm ich hab mir da keinen großen Kopf gemacht. Das Zeug lässt sich ja prima Verarbeiten.
Natürlich müssen es die Beschläge abkönnen. Also lieber ein Topfband mehr als eins zu wenig.
Ich nutze Corian für alles möglich. Wo soll es denn hinfliesen? Es macht ja niemand warm.
Expando hab ich probiert, das klappt einwandfrei. Oder halt gleich Gewindehülsen einkleben.
Mit 19er Platten kann man dann auch ganz normale Beschläge nutzen. Da sollte dann aber schon sehr aufs Gewicht geachtet werden.

Gebaut habe ich daraus schon Duschen, Badewannen, Bäder, Fronten, Verkleidungen... alles was Weiß sein soll und was aushalten muss.
Vorrausgesetzt der Kunde hat das Geld dazu
 

Tschensmän

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Darf ich fragen, woher du diese eher ungewöhnliche Kantenstärke (1,2mm) beziehst/Hersteller?

Ich würde mal bei Ostermann schauen. Klar gibt es auch 2 mm Kanten, die Küchenindustrie verwendet meistens die ca. 1,2 mm PP Kanten die dann mit PU Leim angeleimt werden oder aber als Laserkanten draufgeschmolzen.Mit der Stabilität der Kanten hatten wir nicht wirklich jemals Probleme damit gehabt.Deshalb sagte ich ja auch keine Schichtstoffkanten verwenden. Die knacksen schon mal eher beim anstoßen.
 

wasmachen

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@Tschensmän
Ostermann hat, soweit ich weiss 1mm und 2mm. PP reden die auch davon.
Andere kenn ich mit 0,8mm, 1 und 2mm.

Ich frag jetzt nochmal, weil ich wie gesagt das noch nirgends gesehen hab: wo gibt es 1,2mm ?
 
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