Neue Beitelhefte auf alte Stemmeisen einsetzen

Woodworkerek

ww-pappel
Mitglied seit
15 März 2015
Beiträge
13
Ort
München
Hallo Freunde,
Hat jemand Idee, wie am besten z.B Holzheft auf alte (aber echt gute) Stemmeisen einbauen.
Stemmeisen hat spitzige, ( dreieckige) Form von 8 mm am Anfang bis 3 mm am Ende, dicke ca 4 mm.
Viele Holzhefte (Kirschen, MHG) haben runde Loch ca 8 mm.
Ich hab überlegen Epoxyd, Epoxyd Knetmasse, aber bin ich nicht sicher ob das ist gut.
Ich werde sehr dankbar für eine Lösung
grüß
woodworkerek
 

zündapp

Gäste
Hallo ,
Den neuen Griff stufenweise aufbohren, 3 mm als längste Bohrung, Eisendicke (nicht die 8mm! ) als kürzeste Bohrung. Dann seitlich von innen anschrägen mit dem Beitel beginnend in 8mm und dann verjüngend, soweit man eben kommt. Das hält dann fürs Leben.
Wichtig: nicht zu kurz bohren, sonst spaltet es den Griff. 3 bis vier Stufen reichen. Kannst Du an deiner Angel abmessen, ab welcher Tiefe die Stufen erfolgen

Viel Erfolg und Gruß,

Wolfgang
 

Woodworkerek

ww-pappel
Mitglied seit
15 März 2015
Beiträge
13
Ort
München
Vielen dank !
Ich werde probieren.
Das bedeutet aber, mit Epoxyd war schlechte Idee ? Ich war bei Meinung, das ist einfachste Weg, Stemmeisen gerade einstellen.
Grüß
 

zündapp

Gäste
Epoxy würde ich nicht nehmen. Beitel, Feilen, Drechseleisen halten sehr gut durch die Verkeilung der dreieckigen Angel, auf Zug werden sie ja nicht belastet.
Falls Dein neuer Griff tatsächlich mit 8mm "verbohrt" ist würde ich das Loch mit einer 8mm Dübelstange bündig verschließen. Und dann in Stufen bohren. Denn das Werkzeug kann bei einer zu großen Bohrung nicht nur in Richtung der Dreieckflanken sondern auch in Richtung der Eisendicke wackeln.

Ich bin kein Tischlermeister, sondern Hobby-Holzwerker und - Drechsler. In meiner Werkstatt habe ich sehr viele Feilen, Beitel und Drechseleisen mit selbstgefertigten Griffen versehen. Und das also schon sehr oft gemacht. Selbstverständlich auch die Fehler.

Gruß,

Wolfgang
 

PurplePony

ww-buche
Mitglied seit
29 Juli 2007
Beiträge
295
Ort
NRW
Der schöne Weg wurde oben beschrieben und wird meines Erachtens den alten Eisen auch gerecht.

Ich werfe noch PU Leim oder aufschäumender Kleber auf PU Basis in den Ring. Das wäre dann die charakterlose Lösung :emoji_slight_smile:
 

zündapp

Gäste
Kleiner Nachtrag aus aktuellem Anlass: Wenn man es so macht, wie von mir oben beschrieben und beim Bohren zu "geizig" ist, damit der Beitel ja schön stramm sitzt....und dann der Griff beim Eintreiben der Angel einen Riss bekommt:emoji_rage:..

DANN: schmiert man einfach etwas Ponal-Express mit einer Rasierklinge in den offenen Riss, und entfernt die Angel. Der Riss wird optimal zusammengepresst, nach einer halben Stunde kann man dann die Bohrung korrigieren und den Griff erneut eintreiben.
Bei erneutem Riss an anderer Stelle :emoji_rage::emoji_rage::emoji_skull:Vorgang wiederholen...Glücklicherweise sieht man hinterher nichts mehr davon

Woher ich das weiß? Oooch...:emoji_innocent:
 

peter bussmeyer

ww-birnbaum
Mitglied seit
2 November 2016
Beiträge
222
Ort
Kassel
Noch ein ergänzender Tip:
Wenn das Loch für die Angel stufenweise vorgebohrt ist, bis sie sich bis auf den letzten halben Zentimeter von Hand einschieben lässt, kann man die Angel (nicht das ganze Eisen!) mit einer Lötlampe vorsichtig erhitzen und dann den letzten halben Zentimeter leichter eindrücken. Die Spaltgefahr für das Heft reduziert sich dadurch nochmals. Das ist vor Allem bei alten Eisen mit Plattenauflage am Heft und Heften ohne Zange hilfreich.
Gruß
Peter
 
Oben Unten