Nachttisch an French Cleat aufhängen

boop

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Guude :emoji_grin:

Das Projekt Nachttisch befindet sich in den letzten Zügen. Ich hatte von Anfang an geplant den Korpus mit einer "French Cleat" an die Wand zu hängen.

Also 25mm starkes, 100mm hohes Brett auf der TKS mit 45° auftrennen. Ein Teil kommt in die Wand, der andere wird im Korpus verleimt. Einhängen, zusätzliche Leiste an der Wand gegen versehentliches Rausheben anbringen, fertig. So der Plan.

Aber jetzt habe ich mich selbst etwas verunsichert. Reicht es langfristig aus, wenn ich die Leiste im Korpus nur verleime? Ist ja Längsholz auf Längsholz..
 

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boop

ww-eiche
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wenn das ordentlich verleimt ist, reicht das sicherlich. Aber was spricht gegen ein paar "Angstschrauben" ?
Achso. Berechtigter Einwand. Das hätte ich natürlich erklären sollen.

Wegen der Gehrung weiß ich nicht, wie ich die Schrauben in den Korpus bekommen soll :emoji_grin:
ich habe keine zusätzliche Rückwand und müsste von unten durch die Gehrung in den Deckel
 

flüsterholz

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Und hinten noch zusätzlich zwei senkrechte Leisten einleimen, als zusätzlicher Halt, geht auch nicht mehr, wegen der Tiefe der Schublade? Ich habe das doch richtig verstanden, du kannst die French Cleat Leiste nur an der oberen, hinteren Kante anleimen? Sieht halt auch optisch nicht so toll aus, wenn man die von oben sieht. Alternativ die Leiste so breit machen wie den Nachttisch und noch mit den hinteren Seitenkanten verleimen/verschrauben. Du müsstest den Nachttisch auch noch an der unteren Kante abstützen, wenn der freihängend ist. Oder verstehe ich gerade nicht so richtig was du vorhast?

Gruß Michael
 

IngoS

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Hallo,

bei der geringen Höhe des Nachttischs und der Tiefe von gut 40cm, sehe ich die Keilleistenaufhängung kritisch, zumal der tatsächliche Aufhängepunkt durch die Breite der Leiste noch weiter nach unten rutscht. Das ergibt sehr ungünstige Hebelverhältnisse.

Gruß Ingo
 

Manuel_

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Wegen der Gehrung weiß ich nicht, wie ich die Schrauben in den Korpus bekommen soll :emoji_grin:
ich habe keine zusätzliche Rückwand und müsste von unten durch die Gehrung in den Deckel
Ich verstehe das nicht.
Die Schrauben in ein Sackloch in deiner Leiste und dann mit dem Deckel verschrauben wollte doch gehen?
 
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Ich befürchte das die Konstruktion nicht hält. Dein Nachttisch ist tiefer als hoch. Wenn du dir die Hebelkräfte vorstellst wenn du dich auf die vordere Kante stützt, dann hebelt sich das Möbel aus der French Cleat Leiste locker aus. Alle Kraft liegt dann an der spitz zulaufenden Kante an.

Gestern wurde hier eine Männerhandtasche vorgestellt. Die Befestigung des Griffs mittels v-förmig zulaufender Gratleiste ist pfiffig und würde hier bestens passen. Zwei deiner French Cleat Leiste für hochkant hinten aufgeleimt, 10° nach oben zulaufend würden eine formschlüssige Verbindung herstellen die sich selbst schließt durch Eigengewicht. An die Wand kommt ein Trapez.
Hallo zusammen,
ich hänge mich hier mal dran, weil es um Resteverwertung geht und es für eine Projektvorstellung etwas zu klein ist.
Passend zum Muttertag habe ich angefangen einen Flaschenträger (Männerhandtasche) zu bauen. Gearbeitet wurde, wie meistens, überwiegend mit Handwerkzeugen. Ich hatte noch einen Balkenabschnitt Fichte /ca 10x15x150 cm³) übrig, den ich mit der Bandsäge in Bretter aufgetrennt und diese mit dem ADH vorgehobelt habe. Der Rest wurde fast ausschließlich mit Handwerkzeugen erledigt.
Angefangen habe ich auf der Terrasse bei schönstem Wetter und mit meiner kleinen mobilen Hobelbank:
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Der Rest wurde wegen des schlechteren Wetters und weil ich eher abends zum Handwerken komme, in der Werkstatt erledigt. Fotos von den einzelnen Arbeitsschritten habe ich wenig, aber das Zurechthobeln der einzelnen Bretter, Zinken, etc. ist jetzt auch nicht so spannend.
Die beiden seitlichen Streben, die den Griff aufnehmen werden mit einer Gratverbindung an der Kiste befestigt. Zuerst wurden die die Streben so gehobelt, dass sie sich leicht verjüngen. Anschließend wurden die Schrägen auf den Seitenteilen der Kiste angerissen und mit Feinsäge, Stecheisen und Grundhobel ausgearbeitet. Das Anpassen der Verbindung erfolgte dann mittels Grathobel, bis die Verbindung stramm zusammengeht.
Anhang anzeigen 216313

Anhang anzeigen 216314

Anhang anzeigen 216315

Zum Schluss wurde alles verputzt, Handgriff mit Keilen und Leim gesichert und auch an die Gratverbindung bekam am unteren Ende ein bisschen Leim.
Die Fichte war extrem schwer zu bearbeiten, weil das Frühholz weich wie Styropor und das sehr dünne Spätholz ausgesprochen hart war. Selbst mit sehr scharfen Eisen eine echte Herausforderung. Zum Schluss noch die Oberflächenbehandlung. Ich habe mich für eine Mischung aus Osmo Hartwachsöl und Osmo Dekorwachs weiß (10:1) entschieden, damit der schöne helle Farbton zumindest vorübergehend erhalten bleibt. Nach dem Trocknen werde ich noch eine weitere Schicht Hartwachsöl pur auftragen.
Und hier das Ergebnis. mit dem ich schon recht zufrieden bin. Es ist immer wieder erstaunlich, was das finale Verputzen und saubere Hobeln der Kanten für einen Unterschied bewirkt. Die kleinen Macken, die zu sehen sind, stören mich nicht wirklich, sondern unterstreichen durchaus, dass es sich um Handarbeit handelt.
Anhang anzeigen 216316

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Anhang anzeigen 216318

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Gruß
Martin
 

flüsterholz

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boop

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hier mal schnell zwei Leisten um mich besser zu erklären. Dimensionen sind falsch. Geht nur ums Prinzip

Die obere Leiste bekommt einen 45grad Winkel und wird mit dem Korpus verleimt.

Die untere Leiste wird, nachdem der Korpus aufgehängt wurde, direkt in die Wand geschraubt. Damit sich der Korpus nicht von der FC heben lässt

IMG_0894.jpeg
 

MTrp

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Die Gefahr, dass sich der Nachttisch aufgrund des langen Hebels bei Belastung an der Vorderkante aus der Keilleiste „heraus dreht“ sehe ich insofern nicht gegeben, weil der Korpus hinten unten an der Wand anliegt. Dieses Problem gibt es bei French Cleat-Werkzeugwänden o. dgl., wo es sein kann, dass die Kante hinten unten keine Auflage hat.

Die Art der Befestigung der Keilleiste am Nachttisch verursacht bei mir ein flaues Bauchgefühl. Ich würde eher zwei vertikale Holzstreifen zwischen Boden und Deckel einleimen und durch diese den Nachttisch mit der Wand verschrauben. Aufgrund der Hebelkräfte würde ich sehr darauf achten, dass die Dübel zur Wand passen und z. B. bei Ziegel die Dübel einkleben.
 

boop

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Die Gefahr, dass sich der Nachttisch aufgrund des langen Hebels bei Belastung an der Vorderkante aus der Keilleiste „heraus dreht“ sehe ich insofern nicht gegeben, weil der Korpus hinten unten an der Wand anliegt. Dieses Problem gibt es bei French Cleat-Werkzeugwänden o. dgl., wo es sein kann, dass die Kante hinten unten keine Auflage hat.

Die Art der Befestigung der Keilleiste am Nachttisch verursacht bei mir ein flaues Bauchgefühl. Ich würde eher zwei vertikale Holzstreifen zwischen Boden und Deckel einleimen und durch diese den Nachttisch mit der Wand verschrauben. Aufgrund der Hebelkräfte würde ich sehr darauf achten, dass die Dübel zur Wand passen und z. B. bei Ziegel die Dübel einkleben.

Hier wird sowieso alles mit Injektionsmörtel gedübelt. Alte Wände... :emoji_grin:

Zwei Leisten. Klar, warum nicht. Aber hält das denn dann? Ihr habt mich jetzt ganz schön verunsichert.
 

Hoosier

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Andere Idee:
warum nicht eine umlaufende Nut in halber Materialstärke einfräsen, dann eine bündige Rückwand einbauen (leimen und schrauben). Dann den Kasten an die Wand schrauben. Mittels der stabil befestigten Rückwand hätte ich ein wesentlich besseres Gefühl als über die angeleimte Cleat-Leiste.
 

boop

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warum nicht eine umlaufende Nut in halber Materialstärke einfräsen, dann eine bündige Rückwand einbauen (leimen und schrauben). Dann den Kasten an die Wand schrauben. Mittels der stabil befestigten Rückwand hätte ich ein wesentlich besseres Gefühl als über die angeleimte Cleat-Leiste.
Also aktuelle Stand wäre zwei Leisten mit 6 Schrauben (8x100 + Dübel mit Injektionsmörtel befestigt)
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Vür eine Vollflächige Rückwand würde ich am zu MPX greifen, oder?
 

Martin Graf

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Hallo,
ich gehe davon aus, dass der Kasten bereits verleimt ist? Dann würde die formschlüssige Variante (gute Idee) von @Hoosier nicht mehr funktionieren.
Ich würde daher die Variante von Michael @flüsterholz bevorzugen, wobei ich oben und unten eine Leiste anleimen und ggf. schrauben würde. Oben 2 oder 3 Schrauben zur Wandbefestigung und unten mindestens eine Schraube, damit beim versehentlichen Anheben des Kastens nichts passieren kann.
Ich würde kein MPX sondern einen Rest von der verbauten Eiche (?) nehmen, weil die Verleimung besser hält. Bei MPX hat Du ja 50% Stirnholz.
Die Schrauben so weit an den oberen bzw. unteren Rand setzen, damit der Hebel möglichst klein ist.

Alternativ könnte man auch über Schrankaufhänger nachdenken, die entweder in die aufrechten Seiten oder auch in die Deckplatte von hinten eingelassen werden. Die Schrankaufhänger mit möglichst langen Schrauben am Möbel befestigen. Diese Variante hat den Vorteil, dass du mit den Befestigungsschrauben sehr weit nach oben des Kastens kommst und der Hebel minimiert wird. Wen die Schrankaufhänger in die Deckplatte kommen, dann muss man den Kasten halt seitlich aufschieben.

Gruß
Martin
 

Pareto

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Je weiter die Befestigung (Kraftarm) nach unten (näher zur Unterkante=Drehpunkt) rutscht, desto ungünstiger wird der Hebel - Die Last sitzt sehr weit vom Drehpunkt entfernt: Bei eingeschobener Schublade ungefähr in der Mitte, bei ausgezogener deutlich weiter außen... Wenn sich dann noch jemand abstützt...
Die Befestigung sollte möglichst hoch oben stattfinden (Kraftarm verlängern):
Entweder ein untergeleimtes Kantholz oder eine Winkelleiste aus Metall.
 

Alceste

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Die Gefahr, dass sich der Nachttisch aufgrund des langen Hebels bei Belastung an der Vorderkante aus der Keilleiste „heraus dreht“ sehe ich insofern nicht gegeben, weil der Korpus hinten unten an der Wand anliegt. Dieses Problem gibt es bei French Cleat-Werkzeugwänden o. dgl., wo es sein kann, dass die Kante hinten unten keine Auflage hat.

ich hab genau die gleiche Idee gehabt wie der TE und es ausprobiert. Als alles montiert war, war mit das nicht stabil genug: Hat man vorne Druck gegeben, hat sich das Ding hinten nach oben bewegt.
 

boop

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Also ich werde es mit den zwei Massivholzleisten probieren.

Eine oben, eine unten. Dazwischen 10mm Spalt. Desto höher die Leidten, desto besser. Denke ich zumindest.. Mit dem Korpus verleimt und zmd. die obere Leiste verschraubt. Weil der Kasten schon Verleimt ist, bekomme ich nicht mehr beide Leisten verschraubt.. Taschenlochbohrer habe ich nicht. Denke/hoffe für die untere Leiste passt nur Leim schon..
und dann oben 3, unten 1 Schraube, um das Ganze an der Wand zu befestigen
 

IngoS

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Also ich werde es mit den zwei Massivholzleisten probieren.

Eine oben, eine unten. Dazwischen 10mm Spalt. Desto höher die Leidten, desto besser. Denke ich zumindest.. Mit dem Korpus verleimt und zmd. die obere Leiste verschraubt. Weil der Kasten schon Verleimt ist, bekomme ich nicht mehr beide Leisten verschraubt.. Taschenlochbohrer habe ich nicht. Denke/hoffe für die untere Leiste passt nur Leim schon..
und dann oben 3, unten 1 Schraube, um das Ganze an der Wand zu befestigen

Hallo,

ich habe mehrfach hinten Aufhängeleisten eingebaut.
Die werden einfach zum Andübeln entsprechend durchbohrt. Da kann man einfach mit Durchsteckmontage die Dübel montieren.

Gruß

Ingo
 
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