nach Studium Ausbildung?

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Hallo,

ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und jetzt 1 1/2 Jahre in nem Bürojob gearbeitet, der absolut langweilig war. Ich bin jetzt satrk am grübeln, ob ich nicht eine Ausbildung als Zimmerer machen möchte. Bin allerdings schon 32 Jahre und wahrscheinlich wird es schwierig für dieses Ausbildungjahr noch ein Ausbildungsplatz zu bekommen.

Meine Bedenken sind vor allem, dass ich mit 32 in einer Berufschulklasse mit 16-18 Jährigen nicht zurecht komme.

Hat erst mit Anfang 30 eine Ausbildung gemacht und kann mir vl. seine Erfahrungen mal schreiben?

Vielen Dank!
 

woodpeckermiri

ww-pappel
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Ich selbst habe zwar keine Ausbildung mit Anfang 30 begonnen, aber ich kenne genug Leute, die das gemacht haben.Ich kann nur so viel sagen: man bleibt jung! Ih an deiner Stelle würde keine Bedenken aufkommen lassen. Schließlich können da nur alle von deinen Erfahrungen profitieren.
 

Eurippon

ww-robinie
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Hallo,

ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und jetzt 1 1/2 Jahre in nem Bürojob gearbeitet, der absolut langweilig war. Ich bin jetzt satrk am grübeln, ob ich nicht eine Ausbildung als Zimmerer machen möchte.

Gehen wir das Problem mal rein ökonomisch (dürfte Dir als Ökonom wohl ein Begriff sein :emoji_wink:)an:

Wieviel hast Du da verdient?
Wieviel verdienst Du als Zimmermann?

Geld entscheidet (leider) über fundamentale Dinge in unserem Leben (in der westlichen Welt).
Drifte in die Finanzwelt ab und übe Holzhandwerk als Hobby aus.
Krame also nochmal den letzten Gehaltszettel aus und realisiere dass dieses finanzielle Niveau als angestellter Zimmermann nicht zu erreichen ist.

Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin Tischler aber interessiere mich in der Freizeit mehr für Betriebswirtschaft und Ökonomie.:emoji_slight_smile:
 

Ökonom

ww-pappel
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>Wieviel hast Du da verdient?
ziemlich wenig, da es eine Internetbude war...

>Wieviel verdienst Du als Zimmermann?
ist mir eigtl. nicht so wichtig. Ich habe beim letzten Job gemerkt, dass ich total leer, unzufrieden nach hause gekommen bin. Das muss sich ändern. Ich finde es unbefriedigend seine Zeit zu verschwenden und als Kompensation dafür Geld zu bekommen. Am Wochenende kann ich dann mal in die Innenstadt und ein bisschen Shoppen gehen oder ins Kino. Auch wenn ich mehr verdienen würde, habe ich die Vermutung, dass ich trotzdem unerfüllt wäre.

Ich hab diesen zwanghaften Gedanken, dass ich wenigstens ein Praktikum machen muss, um festzustellen, ob das etwas für mich sein kann. Nun hab ich auch schon bei ner sehr interessanten Zimmerei heute angerufen, die sich auf "traditionelle" Zimmerei und Fachwerkbau konzentrieren, aber die haben für dieses und nächstes Jahr schon ihre Ausbildungsplätze vergeben. Praktikum ginge erst wieder ab Oktober.... hm nicht so einfach.
 

Eurippon

ww-robinie
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Ich gehe mal davon aus dass Du auch um die Existenz von interessanten Stellenangeoten aus Deinem Metier weisst.
Nichtsdestotrotz ist die Überlegung eines Praktikums einen Gedanken wert. Das heisst ja nicht dass Du Dein Leben lang auf dem Bau buckeln musst. VWL kann ein super Backround sein um später erfolgreich ein Unternehmen zu führen. Das kann ergo mehr Spass machen später seinen eigenen Zimmermannsbetrieb zu leiten, als nur im Büro zu vergammeln.
Unternehmensberater fürs Holzhandwerk ist auch eine Möglichkeit. Unter diesem Aspekt wäre eine Ausbildung in diesem Bereich sogar sinnvoll.
 

vor-werk

ww-pappel
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>Wieviel hast Du da verdient?
ziemlich wenig, da es eine Internetbude war...

>Wieviel verdienst Du als Zimmermann?
ist mir eigtl. nicht so wichtig. Ich habe beim letzten Job gemerkt, dass ich total leer, unzufrieden nach hause gekommen bin. Das muss sich ändern. Ich finde es unbefriedigend seine Zeit zu verschwenden und als Kompensation dafür Geld zu bekommen. Am Wochenende kann ich dann mal in die Innenstadt und ein bisschen Shoppen gehen oder ins Kino. Auch wenn ich mehr verdienen würde, habe ich die Vermutung, dass ich trotzdem unerfüllt wäre.

Ich hab diesen zwanghaften Gedanken, dass ich wenigstens ein Praktikum machen muss, um festzustellen, ob das etwas für mich sein kann. Nun hab ich auch schon bei ner sehr interessanten Zimmerei heute angerufen, die sich auf "traditionelle" Zimmerei und Fachwerkbau konzentrieren, aber die haben für dieses und nächstes Jahr schon ihre Ausbildungsplätze vergeben. Praktikum ginge erst wieder ab Oktober.... hm nicht so einfach.

Das solltest Du auf alle Fälle tun! Ich bin jetzt 37 und in 1,5 Wochen geht es los.
Ich habe bisher am oberen Ende verdient und kenne das mit "leer und ausgebrannt" von der ganz extremen Seite, mit allem was dazu gehört.

Geld ist der denkbar schlechteste Motivator um etwas zu machen, was man eigentlich nicht mag oder einen krank macht.

Das Schlimme in unserer Wohlstandsgesellschaft ist, dass man seinen Lebensstil meist am Gehalt orientiert, das ist ökonomisch betrachtet total unlogisch.
Gut ist, wenn man bereit ist verzichten zu können, dann lässt es sich auch mit einem Zimmerergesellengehalt leben.

Mein Tipp:
Frage bei mehreren Zimmereien nach Praktikas, dort wo dir die Nase des Chefs am Besten passt, machst Du das Praktikum. Wenn Du gut bist, dies zeigst und es wirklich willst, wirst Du auch noch nach Ausbildungsbeginn als Lehrling eingestellt.
 

restem

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Gehen wir das Problem mal rein ökonomisch (dürfte Dir als Ökonom wohl ein Begriff sein :emoji_wink:)an:

Wieviel hast Du da verdient?
Wieviel verdienst Du als Zimmermann?

Geld entscheidet (leider) über fundamentale Dinge in unserem Leben (in der westlichen Welt).
Drifte in die Finanzwelt ab und übe Holzhandwerk als Hobby aus.
Krame also nochmal den letzten Gehaltszettel aus und realisiere dass dieses finanzielle Niveau als angestellter Zimmermann nicht zu erreichen ist.

Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin Tischler aber interessiere mich in der Freizeit mehr für Betriebswirtschaft und Ökonomie.:emoji_slight_smile:

So sieht es aus. Leidenschaft und aktuellen Lebensstandard halten sind zwei paar Schuhe :emoji_slight_smile:
 
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