Musikübungskabine

thombe

ww-nussbaum
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Tach zusammen und ein frohes und erfolgreiches neue Jahr,
hat jemand schon mal einen kleinen Übungsraum für Musikinstrumente gebaut,hier ein Tenorsaxophon mit ca.120 dBA im Spitzenbereich.Der Raum hat ca. 2x2x2 meter und dem Spieler ist es egeal ob er sich noch hören kann oder nicht(Schallhemmend oder Schallschluckend).Das dink kommt in den Keller,die Räumlichkeiten sind Steinfußboden und Betonwände.
Vieleicht hat ja einer von Euch einen guten Tipp,habe auch schon ein paar sachen zusammengetragen aber bis dahin,

good start
MfG thombe
 

raftinthomas

ww-robinie
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ich glaub, da bist du hier im falschen forum (lass mich aber geren belehren). ich würds mal in musiker-foren versuchen.
generell fällt mir da der "eierkarton-schaumstoff zu ein".
 

Rühl

ww-robinie
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Wichtig dabei ist das der "Raum" den du baust vom Untergrund entkoppelt wird.

Das erreichst du entweder durch extrem kleine Auflagepunkte oder durch Dämpfungselemente.

Ausserdem sollten die Wände aus einem schweren Material sein, damit sie nicht wie eine Membrane wirken.

Die Auskleidung mit Schaumstoff verhindert die Reflektion des Schalls.



Gruß ulf
 

raftinthomas

ww-robinie
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genau das mit der entkoppelung würde ich erst mal in frage stellen. das ist natürlich grundsätzlich richtig, aber bei EINEM (keine verschiedenen) instrument wie einem saxofon haben wir es mit einem sehr begrenzten frequenzspektrum zu tun. und kaum körperschall wie zb bei einem schlagzeug. insofern würde ich da mal "allgemeingültige" regeln der schallreuzierung aussen vor lassen und mit einem experten besprechen (zb planer von tonstudios). sonst kann es passieren, dass du dinge machst, die völlig überflüssig sind, aber zeit und material kosten.
 

holzmetaller

ww-pappel
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tach
habe schon mal sowas gebaut, allerdings für ein schlagzeug. Die ganze geschichte, hat seinen preis, ist aber aus meiner sicht immer noch besser und billiger als so eine fertige kabine zu kaufen, die das gleiche zum ziel hat.

Bei der ganzen geschichte gibt es einen grossen diskussionspunkt: die schall-isolation mit accoustic-schaumstoff
Es gibt verschiedene kategorien und preisklassen beim accoustic-schaumstoff, die schlussendlich immer wieder vom untergrund (wand-decke) beeinflusst werden.
Wir haben nach langen diskussionen mit verschiedenen herstellern beschlossen, den billigsten genoppten schaumstoff zu verwenden.
Als weitere material haben wir nadelholz (fichte) sowie rigips-platten und weichfaser-platten (gutex, weichpavatex mit einer stärke von mindestens 20mm) verwendet. Man kann diese 20mm auch durch zusammenfügen von mehreren dünnen platten erreichen, sollte aber in jedemfall min. 20mm sein.


Grundriss:
Der grundriss sollte ein viereck sein, wobei keine der seiten gleich lang ist. daraus ergibt sich eine form, wo die gegenüberligende seite nie parallel ist. das ist wichtig wegen den reflektionen. ideal aber nicht ganz ohne, die decke nicht parallel zum boden machen sondern etwas geneigt.

Aufbau der Wände und Decke
Holzrahmen mit 48*48 balken machen. Jeweils zwei identische rahmen pro seite und decke. Anschliessend ein 60mm breiter und min. 20 mm starker weichfaser-platten-streifen auf den einen rahmen legen und mit dem anderen verschrauben. Der weichfaser-streifen sollte auf beiden seiten etwas überlappen. Das gleiche wird auch mit den seitenteilen gemacht, wenn man sie zusammenschraubt. Wichtig dabei ist, dass es dicht ist, nicht aber zu stark angepresst wird.
Anschliessend die aussenseite mit osb-platten oder fermacell oder gipsplatten verkleiden. Wichtig: diese platten sollten sich am stoss nicht berühren, sondern ca 5mm „luft“ haben, drunter ist ja der weichfaserstreifen.
Die innenseite mit 20mm weichfaserplatte verkleiden, dabei darauf achten, dass diese platten dicht abschliessen beim stoss.

Türe
Die türe ist und bleibt der schwachpunkt der ganzen sache. Am einfachsten macht man für die türe einen rahmen mit dem gleichen aufbau wie für die wände, schlägt die türe an der innenseite an, so dass sie in den raum hinen aufgeht. Dabei die innenverkleidung so überstehen lassen, dass bei geschlossener türe diese dicht mit der wand abschliesst.
Gegebenenfalls auf der beschlagseite accoustic-schaumstoff verweden.

Aufstellen auf dem boden
Den ganzen rahmen auf wiederum 20mm starke und 120mm breite weichfasserplatten-streifen stellen. Gegebenenfalls am boden mit ankerdübeln fixieren, dabei den ankerdübel aber nur als „stift“ verwenden, nicht anziehen.
Zum schluss ein stück alter teppich rein, mit möglichst grossem flor.

Ist das ergebnis nicht ausreichend ,kann zusätzlich auf der innenseite accoustic-schaumstoff aufgebracht werden (den billigen).
Welche materialien man aussen verwendet ist „fast“ egal. Besser wäre wenn man auch die weichfaserplatte einsetzt, kann aber zum problem werden für beschädigungen.

holzmetaller
 

raftinthomas

ww-robinie
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na, das ist mal eine ausführliche antwort. und hört sich fundiert an.:emoji_grin: ist aber, wie beschrieben, für ein schlagzeug, wo der körperschall eine entscheidende rolle spielt, was ich erst mal beim saxofon anzweifle. könnte also evtl mit kanonen auf spatzen schiessen sein.
wo ist denn badisch-nizza :cool: ? konstanz ?
 

Rühl

ww-robinie
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Ich frage mich gerade ob man in einem 2x2x2m grossen Kubus ohne jedes Fenster nicht Depressionen bekommt.

Am besten noch eine einfache Fassung mit 40Watt Glühbirne unter der Decke und schon fühlt man sich wie in Guantanamo
:emoji_grin:
 

thombe

ww-nussbaum
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Tach zusammen
danke für die rege anteilnahme an diesem "Räumchen",habe da einige Dinge von Euch gelesen und die ausführliche Bauanleitung ist wirklich durchdacht.Ich komme aus dem Orgelbau und habe mit solchen akustischen Räumen schon zu tun und so ein kleiner Raum hat es in sich,allerdings habe ich meinen Kunden auch auf den kleinen Raum mit "40 Watt" Lampe hingewiesen,aber das wäre schon ok, er will einfach nur spielen.Ich denke das ich da mit Bautenschutzmatten(Gummimatten 10mm)zur Abkopplung im Raum arbeiten werde und den Wandaufbau mit Schaumstoffmatten,Gutexplatten und OSB weiter kommen werde.
Für weiter Anregungen werde ich natürlich aufnahmefähig sein und bis dahin vielen Dank Euch allen
MfG thombe
 
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