Morsche Carport-Pfosten sanieren (H-Anker)

madrod

ww-pappel
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Hallo zusammen,

wir haben vor einem halben Jahr unser Haus gekauft. Am Carport rotten leider die Pfosten unten im einbetonierten H-Anker weg, da sie direkt auf der Querstange standen und nicht genügend Platz zum Boden gelassen wurde. Weiter oben ist das Holz trocken und top.

Zur Info: Das Carport wird voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren ohnehin komplett erneuert. Ich suche daher nach einer zweckmäßigen, praktikablen Reparatur, die sicher hält. Nutzen und Aufwand stehen hier klar über der Optik.

Die Fakten:
- Pfosten: 10 x 12 cm, weiß gestrichen
- H-Anker: Laschen gehen bis 33 cm Höhe (aktuell nur mit Holzschrauben befestigt)
- Schaden: Fäulnis zieht sich bis knapp 35 cm hoch


Mein Plan:
1.) Dach mit verstellbaren Baustützen abfangen
2.) Pfosten bei 40 cm Höhe glatt abtrennen (im gesunden Holz)
3.)Neues Kantholz (10 x 12 cm, 40 cm lang) zuschneiden
4.) Unten im H-Anker mit genügend Abstand zum Boden ausrichten und mit durchgehenden M12-Bolzen verschrauben
5.) Den Stoß (altes auf neues Holz) stumpf aufeinandersetzen und seitlich mit zwei feuerverzinkten Flachverbindern / Lochplatten verschrauben
6.) Um den Anker etwas Erde ausheben und mit Kies auffüllen.

Meine Fragen:
1.) Reicht die stumpfe Stoßverbindung mit seitlichen Flachverbindern für diesen Zeitraum statisch aus, oder spricht da etwas dagegen?
2.) Welche Schrauben nimmt man am besten für die Flachverbinder (Ankerschrauben / Tellerkopfschrauben)?
3.) Wie versiegele ich die Schnittfläche am Altholz am schnellsten und effektivsten?
4.) Würdet ihr das ganze komplett anders machen?


Ich danke Euch für eure Tipps!
 

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Wenn der Schaden nur 35cm ist würde ich bis zur Neugestaltung des Carports ebenjenes 35cm Tieferlegen. Platz scheint ja genug vorhanden zu sein. Geht natürlich nur wenn die Garage dahinter wie üblich als Basteldomizil verwendet wird und es akzeptabel ist das du das Tor nicht mehr ganz aufbekommst.
 

stefan.

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Ich würde im Baumarkt/Holzhandel sechs neue Pfosten kaufen und komplett ersetzen. Die sind ja wahrscheinlich nur durch die Pfette verschraubt, da würde ich mit einer Säbelsage einfach die Schraube durchsägen. Den neuen Pfosten dann schräg von unten in die Pfetten verschrauben oder seitlich eine Lasche anbringen.
Von dem "Stückel" Pfusch würde ich absehen.
 

magmog

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Guuden,

kann so gemacht werden, nur die Lochplatten sind mir zu dünn.
4- seitig Flachstahl, ähnlich der Laschen der H- Anker, 500 lang,
je Pfostenabschnitt mit je 2 Schrauben 6x80 fixieren.
Also pro Stoß 16 Schrauben.
Die 3 Kopfenden pro Pfosten ein paar oder mehr Minuten in einem Eimer mit Holzschutzlasur baden.

....... denn wie wir alle wissen, nichts hält länger als ein gut funktionierendes Provisorium! ;~)
 

Time_to_wonder

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Ich seh es wie Justus.

Wenn der Wind drunterfährt und das Ding anheben will, sollte die Stummel etwas massiven mit den Pfosten verbunden sein.

Frage: Hast Du genug Routine und/oder Werkzeug/Gerätschaft, um an den vorhanden Pfosten einen wirklich winkligen Schnitt hinzubekommen? Für mich wäre das schon eine sehr spannende Herausforderung.

Ansonsten herzlich willkommen im Forum und gutes Gelingen.
 

Martin45

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Bist du sicher, dass das nicht noch 5 Jahre hält?
Diese Anstückel-Blechgeschichte macht deine Träger wesentlich knickempfindlicher. Wenn es nur einer wäre, aber bei allen finde ich die Lösung nicht so optimal.
Ich würde eher mit der HKS und Japansäge sauber eim gutes Stück überblatten und Schlossschrauben o.ä. durch.
 

raziausdud

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Hallo.

Du könntest, nachdem Du das neue Stück angesetzt hast, statt der Lochbleche die Verbindung auch durch lange Bretter/Leisten von allen vier Seiten herstellen. In voller Höhe sieht das nicht nur besser aus, sondern senkt auch die angesprochene Knickgefahr, natürlich abhängig von den Dimensionen. Und hält wahrscheinlich recht lange.

Eine Überblattung/Schäftung der Neu-Teile würde auch ich aber bevorzugen.

Grüße. Rainer
 

magmog

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Hallo.

Du könntest, nachdem Du das neue Stück angesetzt hast, statt der Lochbleche die Verbindung auch durch lange Bretter/Leisten von allen vier Seiten herstellen. In voller Höhe sieht das nicht nur besser aus, sondern senkt auch die angesprochene Knickgefahr, natürlich abhängig von den Dimensionen. Und hält wahrscheinlich recht lange.

Eine Überblattung/Schäftung der Neu-Teile würde auch ich aber bevorzugen.

Grüße. Rainer


..... und auch noch PU Leim drunter und, die Sache sieht auch noch gut aus!
 

ClintNorthwood

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Lieber die Balken komplett auszutauschen wäre meine erste Wahl. Meine zweite Wahl wäre, es einfach so zu lassen.
Frei nach dem Motto, vernünftig oder gar nicht. Für diesen Fall anwendbar.

VG
 

Helferlein

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Der seid Mittwoch nicht mehr hier war.
Aber zum Thema: Ich denke, dass das ganze Material für jegliches Gestückel ähnlich viel kosten wird wie 6 neue Ständer, oder? Nur das es dann definitiv wieder stabil wird.
 

Küstenharry

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Gleich ein paar verzinkte Stahlrohre als Stütze n nehmen.
Solange die Pfosten im dreck stehen, werden sie unten weiter und wieder verrotten.
 

derdad

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Zur Info: Das Carport wird voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren ohnehin komplett erneuert.
Aus Erfahrung: Ein "kurzfristiges Provisorium" wird meist am längsten genutzt.
Deshalb nicht mit ein paar Metalllaschen irgendetwas zusammenbasteln, sondern gleich neue Ständer. Dann kann es auch ein paar Jährchen länger dauern.
LG Gerhard
 

Helferlein

ww-eiche
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Ok Husky, da bin ich in der Zeile verrutscht, geantwortet hat er aber trotzdem noch nicht.
Ich meine auch, dass unter den Ständern Montagehölzer in den Haltern sind, die nach der Montage nicht entfernt wurden.
 

Djslimer

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Spricht das dagegen, die unteren 40cm zu ersetzen und mit solchen Einpressdübeln zu verbinden?
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Alternativ eine einfache Überblattung?
 

Sire Toby

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Spricht das dagegen, die unteren 40cm zu ersetzen und mit solchen Einpressdübeln zu verbinden?
Schon. Die Dinger machen das knickproblem nicht wirklich besser. Und das Dach hebt wohl trotzdem ab, wenn Wind runtergeht.
Bin als Nicht Profi auch bei Überblatten oder neue Pfosten.
Die ganzen Beschläge sind ja auch nicht super billig.
 

carsten

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Hallo

das war auch mein Gedanke. Würde erst mal bei einem Pfosten (einem der mittleren) versuchen den Morschen Teil zu entfernen. Solange der Bereich um die Schrauben noch intakt ist sehe ich da deutlich weniger Handlungsbedarf. Und wenn die Morschen ( länger feuchten) Teile entfernt sind ist die Gefahr geringer dass sich das morsche weiter ausbreitet. Pflanzen usw zurückschneiden das das Holz ungehindert abtrocknen kann. Bodenbelag um die Pfosten tiefer legen zur Verringerung von Spritzwasser an Holz.
 

Djslimer

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Meine Idee war, dass die eine saubere Kraftübertragung zwischen den beiden Hölzern herstellt und verrutschen verhindert.
Längs dann mit Flachverbindern sichern.
 

ClintNorthwood

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Ich würde einfach mal schauen, wie einfach und unkompliziert solche Probleme in anderen Ländern gelöst werden.
Ein Beispiel seht ihr auf dem Foto.
Ohne Forum mit einfachsten Mitteln.
 

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Martin45

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Das ist professioneller als es aussieht. Der Betonpfahl ist ja tief eingebuddelt und wird Biegenräfte durch Wind aufnehmen, wo bei einen einfach gestückelten Pfahl wie heim Carport ne Knickstelle entsteht.
 
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