Maximale Leistung Gerätesteckdose Festool Sauger

holz-wurmmm

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Hallo zusammen

Ich bin meinen billigen Einhellsauger leid und brauche etwas besseres. Eigentlich habe ich mich schon für einen Festool CTL Sauger entschieden. Unter anderem weil auf der Homepage für die Gerätesteckdose max. 2400W angegeben sind. Das reicht gerade noch für meine Erika 85.

Jetzt war ich heute beim Händler und habe nur aus Neugier die Abdeckung für die Steckdose hochgeklappt. Da steht ganz fett max 1100W. Zu Hause die Anleitung runter geladen und festgestellt dass die Schweizer Geräte eben nur 1100W können (siehe unten).

Weiss jemand weshalb das so ist? Kann ich mir ev. einen Sauger in Deutschland kaufen damit ich die Erika trotzdem anschliessen kann?

Viele Grüsse
Holzwurm



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Holz-Fritze

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Ich habe gerade mal in die Anleitung von meinem Nilfisk geschaut. Da steht tatsächlich auch für D 2400W fur CH 1100W. Da gibt es wohl in der Schweiz eine besondere Vorschrift.

Dann müßtest Du wirklich einen in D kaufen (Vorsicht wg. Zoll) und einen anderen Stecker montieren.
 

falco

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Bei Festool fragen ob dies eine technische Bewandnis oder eine politische hat.

Andere Frage: Ich dachte in der Schweiz sind die Stecker anders, wird das nicht zum Problem wenn man in Deutschland kauft oder wird einfach ein Adapter zwischengesteckt?
 

holz-wurmmm

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Der Festool Suport ist schnell wie der Blitz. Hier die erfreuliche Antwort:

"Wir müssen dies so ausweisen in der Schweiz mit 1100W aber es ist trotzdem für 2400W ausgelegt.
Es ist kein Problem die Mafell anzuschliessen."



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WinfriedM

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Schweizer Strom ist wesentlich aggressiver zu den Steckdosen. Da musst du echt aufpassen. :emoji_wink:

Im ernst: Mit wieviel Amper wird denn bei euch typisch in der Hausverteilung abgesichert? Vielleicht nur 10A? Oder wie bei uns mit 16A?
 

holz-wurmmm

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Ich habe nachgeschaut, auf den Sicherungen steht 10A. Gemäss meinen bescheidenen Physikkenntnissen ergibt das.

10A * 230V = 2300 Watt

Zur Zeit habe betreibe ich die Erika mit dem Einhell Sauger. Erika 2400Watt, Sauger ein paar Hundert. Bis jetzt ist nie eine Sicherung rausgeflogen. Geht das weil das maximal Werte sind und ich die Geräte nacheinander einschalte? :confused:

Beim Festoolsauger würden die beiden wohl fast gleichzeitig loslegen. Könnte es da nicht mehr reichen?
 

zx9r

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Leider sagt die Leistung gar nichts über die Saugkraft aus, ich habe verschiedene Motoren versucht darunter 2 mit 2,5kw die hatten nicht mal -0,2mbar gebracht
das entspricht den Durchschnitt eines handelsüblichen Staubsaugers.
Durch Zufall habe ich ein paar Domelmotoren mit 1,8kw bekommen da bringt
einer 0,3mbar das Schaft so mancher Industrie Sauger nicht. mit einen 50mm
10 Meter langen Schlauch Schaft der 60kg pellets in der min davon ist ca 1/3
pause für das entleeren. also nach der Saugleistung schauen, bei guten Geräten
ist die angegeben.



Grüße
Roland
 

duselbaer

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Ich habe nachgeschaut, auf den Sicherungen steht 10A. Gemäss meinen bescheidenen Physikkenntnissen ergibt das.

10A * 230V = 2300 Watt

Zur Zeit habe betreibe ich die Erika mit dem Einhell Sauger. Erika 2400Watt, Sauger ein paar Hundert. Bis jetzt ist nie eine Sicherung rausgeflogen. Geht das weil das maximal Werte sind und ich die Geräte nacheinander einschalte? :confused:

Beim Festoolsauger würden die beiden wohl fast gleichzeitig loslegen. Könnte es da nicht mehr reichen?

Ein Leitungsschutzschalter löst üblicherweise nicht gleich beim Erreichen des angegebenen Nennstroms aus. Eine Sicherung auch nicht. Vielmehr gibt es eine sogenannte Auslösecharakteristik, d.h. Du hast z.B. LSS mit der Angabe "B10A", das B kennzeichnet dort die Auslösecharakteristik - in dem Fall löst der Schalter dann bei leichter Überlast (150%) nach 1 Stunde aus, damit er gleich auslöst, muss schon das 3-5 fache des Nennstroms fließen - also 30-50 A.

Auch, wenn der LSS bei bspw. 15A erst nach einer Stunde auslöst, es hat schon seinen Grund, warum nur 10A Sicherungen verbaut sind - auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du vom Sicherungskasten eine neue Leitung ziehen kannst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter#Ausl.C3.B6secharakteristik

Grüße,

RSp
 

holz-wurmmm

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Interpretiere ich das also richtig, dass 2400 Watt Erika + Sauger demzufolge gehen sollte?

Ich gehe auch davon aus, dass die 2400 Watt das Maximum ist. Also irgendwie 85 mm durch eine Eichenbohle :cool:. Da das nicht oft vorkommt, könnte ich für solche Fälle ja Sauger und Säge an getrennte Sicherungen anschliessen. Das war aber wie gesagt bis jetzt nie notwendig.
 

WinfriedM

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Dann bist du aber auch außerhalb der Spezifikation. Wenn mit 10A abgesichert ist, sollte man eigentlich nicht über 2400 Watt Gesamtlast gehen.

Ich würd mal einen Elektriker zu Rate ziehen, ob man auch mit 16A absichern kann.
 

Holz-Fritze

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Dann bist du aber auch außerhalb der Spezifikation. Wenn mit 10A abgesichert ist, sollte man eigentlich nicht über 2400 Watt Gesamtlast gehen.

Ich würd mal einen Elektriker zu Rate ziehen, ob man auch mit 16A absichern kann.

Na ja die Erika zieht ja nur bei voller Belastung die 2400W, da die volle Last wenn sowieso nur kurzzeitig anliegt sehe ich da kein Problem.

Mal so als Anschauung, ich habe bei einer Bohrmaschine mit 1300W Nennleistung (Universalmotor) einen Einschaltstrom von 150A gemessen. Bei kurzzeitiger Überlastung fließen bei diesem Motor bis zu 30A.
 

Time_to_wonder

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Dann bist du aber auch außerhalb der Spezifikation. Wenn mit 10A abgesichert ist, sollte man eigentlich nicht über 2400 Watt Gesamtlast gehen.

Ich würd mal einen Elektriker zu Rate ziehen, ob man auch mit 16A absichern kann.

Das ist genau der richtige Ansatz - theoretisch... Denn man muss man wissen, dass es im Gegensatz zu Deutschland in der Schweiz nicht üblich ist, Steckdosenstromkreise mit 16 A abzusichern. Hier sind 10 Ampere üblich. Und erschwerend kommt hinzu, dass in der Schweiz keine Schukostecker wie in Deutschland im Einsatz sind, sondern Stecker des Systems SEV 1011. Und dieses Steckersystem ist nur bis 10 Ampere = 2,3 kW zugelassen. Also darf man Steckdosenkreise auch nur bis 10 Ampere betreiben.

Ich hatte das Problem mal, als Bekannte mit ner deutschen Waschmaschine in die Schweiz gezogen sind. Die hatte ne Anschlussleistung von 2,2 kW, in Deutschland ganz normal, in der Schweriz fast schon grenzwertig.
 

Komihaxu

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Interpretiere ich das also richtig, dass 2400 Watt Erika + Sauger demzufolge gehen sollte?

Ich gehe auch davon aus, dass die 2400 Watt das Maximum ist. Also irgendwie 85 mm durch eine Eichenbohle :cool:. Da das nicht oft vorkommt, könnte ich für solche Fälle ja Sauger und Säge an getrennte Sicherungen anschliessen. Das war aber wie gesagt bis jetzt nie notwendig.
Ich darf aus Erfahrung berichten, dass eine auf Vollgas laufende Erika 85 an einem auf Vollgas laufenden Festool-Sauger zuverlässig funktioniert.
Die Erika hat einen Sanfanlauf, daher wird an üblichen Sicherungen nicht viel passieren.
Bitte aber nicht noch eine Kabeltrommel oder billige Steckdosenleiste dazwischen!

Haut es es dennoch die Sicherung raus, schaut mal auf eure Automaten. Steht da L16 drauf, würde ich einen Austausch dringend anraten. Die neue Sicherung kostet 3 Euro, der Elektriker hat sie in 5 Minuten getauscht.

Habt ihr einen B16 (oder B mit kleinerer Zahl, z.B. B13 oder B10) verbaut, kann man diese eventuell auch gegen eine größere tauschen, die robuster gegen Motoranlauf ist. Die heißt dann C16.
Das macht ihr aber bitte niemals selbst, den es muss die Leitung gemessen werden, ob sie das hergibt. Tauscht ihr ohne Messung aus, entsteht eine Kabelbrandgefahr, bei der euch im Zweifel das ganze Haus abfackelt.
Holt einen fähigen Elektriker, der kann das messen und entsprechend austauschen.
 

DZaech

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Hallo


Man kann hierzulande problemlos Stechdosen mit 16A absichern, dann wird nicht die Steckdose Typ 13, sondern Typ 23 verbaut. Ebenso geht das bei den 230/380V Kombisteckdosen Typ 15 (Typ 25 mit 16A). In diese 16A Stechdosen können auch die normalen 10 A Stecker eingesteckt werden, sie unterscheiden sich nur durch etwas dickere, viereckige Kontakte. Ausserhalb des sichtbaren Wohnbereichs, d.h. In Keller, Waschküche, Garage, Aussenbereich, sowie in Öffentlichen Gebäuden und in Firmen sind die 16A Steckdosen bei neuen Installationen meist Standard, das wird ohne nachzufragen in 16A ausgegelgt. Ich habe bei mir innder Werkstatt allesamt Typ 23 und Typ 25 Dosen.

Gruss David
 

Holz-Fritze

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Hallo


Man kann hierzulande problemlos Stechdosen mit 16A absichern, d

Wenn die CH ähnliche Vorschriften hat wie D, dann stimmt das pauschal nicht. Denn für die Absicherung entscheidend ist der Leitungsquerschnitt, Verlegeart, Länge der Leitung, Häufung.....etc.p.p.

Also bitte Vorsicht mit solchen Aussagen.
 

DZaech

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Ich meine auch nicht bestehende Installationen anders absichern, sondern neu angelgte, denn seit ein paar Jahren gibt es ja eben die 16A Steckdosen :emoji_wink:. Das war mit meiner Aussage gemeint. Dass man auf den Leitungsquerschnitt usw. achten muss ist mir schon bewusst... Bis vor einigen Jahren war es aber NICHT möglich hier 230V 16A zu haben, da es keine zugelassenen Steckdosen gab. Meist wurden dann einfach normale oder T15 Dosen mit 16 (früher eher 15A) abgesichert, was aber rechtlich eher Grauzone war, obwohl das gang und gäbe war bei Küchen und Werkstattinstallation. Aber jetzt kann das ja ganz einfach auf normalem Weg gemacht werden mit T23/25.



Aud dem Bild sieht man den Unterschied zwischen T13 und T23, es ist einfach die Form der Kontakte. Das dritte ist eine 230/380V Kombi T15, die gibt als T25 ebenfalls mit eckigen Kontakten für 16A.


Gruss David
 

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