Bubble

ww-birke
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Hallo,

ich sitze gerade an der Planung für einen Einbaukleiderschrank den ich komplett aus Massivholz in Rahmen- Füllungsbauweise ausführen möchte.

Wo ich mir noch nicht ganz sicher bin ist die Ausführung der Rückwand. Am einfachsten wäre es wohl eine Mehrschichtplatte als Rückwand zu nehmen, mich würde es aber irgendwie reizen auch für die Rückwand Massivholz zu verwenden.

Soweit ich gesehen habe dürfte es hier zwei Möglichkeiten geben.

1) Als Rückwand einen Rahmen mit Füllungen zu bauen. Wobei hier die Aussteifung des Korpus doch nur über die kleinen Flächen des Rahmen stattfinden würde da die Füllung ja nur im Rahmen "schwimmt", oder?

2) Mehrere schmale Nut und Feder Bretter überlappend in einen Falz als Rückwand einzusetzen (im englischen wohl "shiplap" genannt). Wobei die einzelnen Bretter wohl auch nicht so gut aussteifen werden können wie eine durchgehende Schichtholzplatte.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer der beiden Massivholz Varianten? Oder macht es heutzutage einfach mehr Sinn ein Plattenmaterial dafür zu nehmen?

Danke für eure Hilfe!
 

flüsterholz

ww-robinie
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) Als Rückwand einen Rahmen mit Füllungen zu bauen. Wobei hier die Aussteifung des Korpus doch nur über die kleinen Flächen des Rahmen stattfinden würde da die Füllung ja nur im Rahmen "schwimmt", oder?
So ein Türblatt in Rahmenbau ist doch sehr massiv. Mit mehreren Füllungen sehe ich auch bei größeren Rückwänden kein Problem. Den äußeren Rahmen dann mit Seiten, Deckel und Boden fest verleimt. Stabiler dürfte es kaum gehen.
 

Johannes

ww-robinie
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Hallo,
du schreibst Einbaukleiderschrank, das heißt der Schrank bekommt einen festen Platz, da brauchst du nicht viel Aussteifung.
Wenn du die Rückwand mit Füllungen baust ( die Füllungen sollen möglichst nicht breiter als 60cm werden), brauchst du in der Länge der Füllungen keine Luft. Darüberhinaus kannst du die Füllungen in der Mitte der Hirnenden mit einem Dübel fixieren.
Wenn du Nut- und Federbretter verwenden willst, geht das auch ohne weiteres. Ich würde in diesem Fall die Bretter zirka 15/16 cm breit einplanen.
Eine gute Möglichkeit zusätzliche Stabilität in den Schrank zu bekommen ist, auf beiden Seiten ein Brett an die Seiten zu leimen. Dann hat man beim Aufbauen gleich einen stabilen Winkel. Je nach Raum lässt sich der Schrank ja nur stehen aufbauen, da man ihn ab einer gewissen Tiefe nicht mehr aufrichten kann.

Es grüßt Johannes
 

IngoS

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Hallo,

Eine Rückwand aus Rahmen und Füllung ist sehr stabil und steif. Vorteil, durch den stabilen Rahmen braucht man zur Befestigung der Rückwand nur wenige Schrauben. Ich habe schon oft Massivholzrückwände aus Rahmen und Füllung gebaut. Hier ein Beispiel.
Bei kleineren Schränkchen habe ich die Rückwand auch schon mal aus selbst gefertigten Nut- Federbrettern gemacht. Halte ich bei größeren Schränken für ungünstiger.

Gruß

Ingo
 

Bubble

ww-birke
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Danke für eure Antworten!

Das klingt für mich so als würden die Meinungen eher in Richtung Rückwand aus Rahmen und Füllung gehen und weniger Richtung Nut und Feder Bretter (zumindest für größere Schränke)?

@Johannes: Der Schrank soll recht hoch ca. 2,80cm werden aber nur ca. 47cm. tief und wird in eine Wandnische (mit etwas Luft rundherum) eingebaut. Vermutlich ist der ganze Aufbau generell etwas übertrieben da ich den Schrank sowieso mit der Wand Verschrauben muss, aber da ich noch mehr ähnliche (freistehende) Schränke bauen will sehen ich das hier etwas als "Übungsprojekt" für mich an.

Ich habe schon zwei große Türblätter in Rahmen-Füllungsbauweise gebaut, der Grundaufbau ist mir im Prinzip bekannt. Dachte nur das die Füllung, auch wenn in der Länge gut eingepasst, hier keine statische Funktion bzgl. der Aussteifung übernimmt. Aber nach den von euch geschilderten Erfahrungen dürfte es ja auf jeden Fall gut funktionieren.

Für die Rahmenteile des Kastens hätte ich ca. 30x60mm Kanteln geplant. Für die Rückwand ca. 20x60mm Rahmenteile und die Füllungen hätte ich zwecks Gewicht- und Materialersparnis ohne Abplattung nur ca. 10mm dünn gemacht. Habe 40mm Bohlen und hoffe durch mittiges auftrennen auf die ca. 10mm Füllungen zu kommen.
 

Berde

ww-fichte
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Die Firma Wackenhut aus dem Schwarzwald hat, früher als es diese Firma noch gab,
als RW 19mm* furnierte Tischlerplatten genommen. Ich kenne keinen anderen Hersteller
bei dem allein diese RW den Schrank so stabil werden lässt.
Heutige Hersteller (die ich kenne) verwenden selbst bei Massivholzmöbel eine 4 oder
5 mm Hartfaser RW. Ein Hersteller nimmt dabei sogar Kunststoffbeschichtete Nachbildungs Hartfaser.

*wohl eher 10 mm. Sorry
 
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bast_ig

ww-esche
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immer in Rahmen/Füllung.

Mit welchen Dimensionen machst Du die Friese? Sind die breiter als die seitlichen und vorderen Friese zugunsten der Stabilität oder reicht das sowieso? Und machst Du eine durchgehende Füllung auch bei hohen Schränken?

Danke und Grüße
 

teluke

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Mein Standard für Friese ist 60x30mm.
Für Türen und Rückwände 60x25mm.

Ich mache die Füllungen der Rückwände analog den von Seitenwänden und Türen.
Ist da ein Querfries drin (bei größeren Höhen) dann ist der umlaufend exakt auf der gleichen Höhe, wie ein Gürtel.
 

weissbuche

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Jahrhunderte lang wurden Rückwände als Rahmen-und Füllung gebaut und haben massive 3 m Breite und 3,4 m Hohe Barockschränke gerade gehalten, warum soll das heute nicht mehr funktionieren? Ich mache das nicht ganz so dick wie Teluke, bei mir sind die Rahmenteile 22 mm dick und bekommen einen 8er Zapfen. Wenn das ordentlich verleimt ist, hält das schon ne Menge. Ich hätte da überhaupt keine Bedenken.
 

isso

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Ich denke hier ist ein Denkfehler.

Wen ich die aus Rahmen und Füllung baue, dann hat die Füllung in der Länge keine bis fast keine Luft. Dann sit egal wie breit/dick/massiv die Rahmenteile sind. Die Füllung kann sich seitlich verschieben und arbeiten, steift aber immer aus als wäre es eine durchgehende Scheibe.

Sonst wüden ja alle Massivholztüren irgendwann "hängen".
 

teluke

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Das ist ja das Gute bei Rahmen/Füllung.
Was soll bei den Rahmen bei 6cm (oder weniger) Breite und 3cm (oder weniger) Dicke schon Quellen/Schwinden?
Das einzige was sich bewegt ist die Füllung und die darf das gerne tun.

Stabil und maßhaltig, das ist Rahmen/Füllung.
Und dazu noch nachhaltig.
Es wird weniger Holz verbraucht.
 

isso

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sonstwo
möglicherweise sollte ein Quellen / Schwinden der Querfriese mit berücksichtigt werden?
Die Füllung ist so lang wie das aufrechte Rahmenteil Ober und unterhalb des waagerechte Rahmenteils. Wenn das 6cm Rahmen sind, minus 1cm Nut und dann halbiert weil es ungefähr mittig fixiert ist.......

Das kann ruhig exakt sein, so trockenes Holz habe nichtmla ich :emoji_wink:
 

brubu

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Eine andere Frage, braucht es einen Rahmen für die Rückwand? Bei Einbauschränken sind die Nuten in Seiten und Böden das sollte auch reichen.
Bei alten Massivholzschränken ist meist an Seiten und Böden ein Fries angeleimt das im zusammen gebauten Zustand die Rückwand in einer Nut aufnimmt.
Ich würde mir die Rahmen sparen und die Rückwände in genutete Seiten und Böden einsetzen.
 

teluke

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Naja, Du bist der Profi.

Ich denke aber die Rückwand in Rahmen/Füllung ist einfach stabil.
Ich verleime die mit den Seitenwänden.
Das kann ich nicht wenn ich da nur eine "Füllung" einsetze, außer ich nehme eine Füllung die "tot" ist wie z.B. Spanplatte.
 

brubu

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Rückwände werden kaum verleimt. Bei Einbauschränken sowieso nicht. Eine Rückwand würde ich nur verleimen wenn sie beidseitig sichtbar ist oder das Möbel/Kiste besonders steif sein muss, z.B. auf Rollen. Nur wenn der Rückwandrahmen aussteifen soll wird braucht eine Massivholzrückwand einen eigenen Rahmen.
Wenn das Möbel sonst steif genug ist kann die Rückwand einfach in der Nut liegen, darf aber nicht verleimt werden. Bei Massivholmöbeln übliche Sperrholzrückwände werden oft in einen Falz geheftet. Beim grossen Möbelhaus ist ein besserer "Karton" dabei ein paar sehr kurze Nägelchen.
 

teluke

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Ich leime Rahmen/Füllung Rückwände immer ein.
Das bringt eine hohe Stabilität.

Ich mache das nur dann nicht wenn ich den Schrank zerlegbar mache.
 

flüsterholz

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Ich leime Rahmen/Füllung Rückwände immer ein.
Das bringt eine hohe Stabilität.

Ich mache das nur dann nicht wenn ich den Schrank zerlegbar mache.
So war es auch bei Schränken bis in die erste Hälfte des 20. Jhds üblich. Bei auseinander nehmbaren Möbeln bestand die Rückwand meist aus mehreren Teilen, die umlaufend in einer Nut liefen, selten aus einer kompletten Rahmen/Füllung Einheit, die dann eine umlaufende Feder hatte.
Bei festen Rückwänden gab es ein paar Variationen. Die Unter- oder Oberseite wurde z.B. mit dem Korpus vernagelt.
 

petertenor

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Eine Sache noch für Massivholz-Füllungen:
Das Untermaß zum Quellen ist im Winter stärker als im Sommer. Zur Zeit ist es recht feucht, sodass man fast kein Untermaß berücksichtigen müsste. oder nur sehr wenig.
 
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