Leimholz Eiche - Leimfugen reißen auf

Sherlock80

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Hallo zusammen,

ich habe mir für den Bau meines Betts Leimholzplatten Eiche 40 mm DL bei einem Onlinehändler bestellt. Leider muss ich jetzt feststellen, dass die Leimfugen leichte Risse aufweisen, welche anfangs nicht vorhanden waren - siehe Bilder. In Anbetracht der vielen Arbeitsstunden, die in dem Bett stecken, ist das natürlich umso ärgerlicher :emoji_frowning2:
(Eine Eiche-Tischplatte, die ich vor geraumer Zeit vom selben Händler bezogen habe, ist hingegen noch einwandfrei.)

IMG_20201228_121458.jpg IMG_20201228_120223.jpg

Die Platten, aus denen ich das Bett gebaut habe, sind weder nass geworden noch übermäßigen mechanischen Belastungen ausgesetzt gewesen. Mir scheint, dass die Verleimungen nicht fachgerecht ausgeführt worden sind. Ich meine, dass eine ordnungsgemäße Verleimung - wenn überhaupt - dann im Holz und nicht in der Leimfuge reißt.

Wie würdet Ihr das sehen? So etwas darf doch bei Leimholzplatten nicht passieren?

Viele Grüße,
Matthias
 

Sherlock80

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mscholz1978

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Ist ja sehr rustikales Material- gefällt mir sehr gut- kann es sein, das nicht die Fuge offen ist, sondern die Lamellen unterschiedlich Dick sind durch Trocknung im Wohnbereich?
 

ChrisOL

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Sind das wirklich Fugen oder kannst du da mit den Finger einen kleinen Versatz / Kante fühlen?
Das Holz kann sich auch nur an das neue Klima angepasst haben und die Lamellen sind einfach etwas unterschiedlich geschwunden.
 

Sherlock80

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Leichte Kanten beim Drüberfahren mit dem Finger sind mir schon einmal aufgefallen. Ich kann jetzt allerdings nicht sagen, ob das im Bereich der (vermeintlichen?) Risse war.
Ich werde mit einer Fühlerlehre mal nachprüfen, ob sich tatsächlich Spalte gebildet haben ...
 

Mitglied 59145

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Ich würde mir da keinen Kopf machen, evtlnochmal schleifen.
Blöder Spruch, aber das guckt sich weg....

Gruss
Ben
 

Sherlock80

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Ist ja sehr rustikales Material- gefällt mir sehr gut- kann es sein, das nicht die Fuge offen ist, sondern die Lamellen unterschiedlich Dick sind durch Trocknung im Wohnbereich?
Habe gerade nochmals nachgeschaut: Es sind tatsächlich Risse zwischen den Lamellen :emoji_frowning2:
Ich werde mal den Händler kontaktieren, was der dazu meint.

Ich hoffe nur, dass die Risse nicht weiter fortschreiten und die Verleimung möglicherweise ganz aufgeht ...
 

KrischanM

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Wie wurde die Platte eingebaut? Wurde die an der Stirn gesperrt und damit am Schwinden gehindert? Stelle am besten mal ein Bild des ganzen Liegemöbels ein!
 

Sherlock80

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Hallo @KrischanM,
die kleinen Risse finden sich sowohl an den Kopfspiegel-Brettern als auch an den Rahmen-Brettern.
Die Eckverbindungen des Rahmens sind mit je 2 DUO 62/15 ausgeführt. Die Kopfspiegelverbindungen sind Teilgewinde-Spax 5 mm in Durchgangsbohrungen 5 mm, der Schraubenschaft hat also gut Luft. Zeichnung des Betts siehe Anhang.
Ich bilde mir ein, dass meine Konstruktion das Arbeiten nicht unzulässig sperrt - was dann eine Rissbildung zur Folgen haben könnte.
 

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  • Bett Drawing v20.pdf
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Sven1988

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Hallo zusammen,

ich habe mir für den Bau meines Betts Leimholzplatten Eiche 40 mm DL bei einem Onlinehändler bestellt. Leider muss ich jetzt feststellen, dass die Leimfugen leichte Risse aufweisen, welche anfangs nicht vorhanden waren - siehe Bilder. In Anbetracht der vielen Arbeitsstunden, die in dem Bett stecken, ist das natürlich umso ärgerlicher :emoji_frowning2:
(Eine Eiche-Tischplatte, die ich vor geraumer Zeit vom selben Händler bezogen habe, ist hingegen noch einwandfrei.)

Anhang anzeigen 88641 Anhang anzeigen 88640

Die Platten, aus denen ich das Bett gebaut habe, sind weder nass geworden noch übermäßigen mechanischen Belastungen ausgesetzt gewesen. Mir scheint, dass die Verleimungen nicht fachgerecht ausgeführt worden sind. Ich meine, dass eine ordnungsgemäße Verleimung - wenn überhaupt - dann im Holz und nicht in der Leimfuge reißt.

Wie würdet Ihr das sehen? So etwas darf doch bei Leimholzplatten nicht passieren?

Viele Grüße,
Matthias
Als ich mit dem Holzwerken begonnen habe, hatte ich anfangs auch auf fertiges Leimholz zurückgegriffen. Preise und Qualität schwanken offenbar zum Teil derart extrem, das ich nicht glaube, dass deine o.g. Erlebnisse nicht noch bei anderen Käufern evtl. auftreten können.

Da ich nach meinem ersten Erlebnis aber nicht so begeistert war, habe ich von fertigem Leimholz Abstand genommen.
 

andama

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Wenn die Risse an Verbindungstellen auftreten, das wird das Holz am Schwinden gehindert.
Besser als irgendwelche Spax wären Bettbeschläge gewesen, ist seit zig Jahren erprobte und bewährte Technik und lässt sich auch schnell mal ab und wieder aufbauen
 

Sherlock80

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Hallo @andama,
für den Rahmen habe ich Bettbeschläge (DUO 62/15) verwendet. Nur die Kopfspiegelverbindungen sind (mit übermaßigen Durchgangsbohrungen) geschraubt.
Wie oben schon geschrieben, treten die Risse eigentlich überall auf - auch weit entfernt von den Verbindungsstellen.
 

KrischanM

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Hallo,

laut Zeichnung dürfte die Sperrung nur beim Kopfteil möglich sein. Der Bettkasten sieht unkritisch aus. Kann Sven nur beipflichten, fertiges Leimholz ist mitunter echt grenzwertig. Holzauswahl und Verleimregeln wird bei der industriellen Fertigung nur wenig Beachtung geschenkt. Da wird teilweise unsauber gefügt und Ungenauigkeiten mit Pressdruck weggedrückt. Sobald man z.B. ein paar mm runterhobelt schüsselt das ganze... Gekauftes Leimholz nehme ich eigentlich nur wenn ich durch die Konstruktion das Zeugs im Zaum halten kann...
 
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