Leim leimt nicht !

woody wolle

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Ich habe eine Flasche wasserfesten Uhu Leim in Gebrauch und nun festgestellt , dass er nicht leimt, heißt - , dass sich die Holzstücke , auch mit etwas Kraft wieder auseinander nehmen lassen.
Ich habe das Phänomen schonmal vor Jahren gehabt und nun wieder . Ich wollte Euch fragen , ob Ihr das auch kennt. Ich bin am Verzweifeln....
Viele Grüße Wolf
 

Holzrad09

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Da Du im Profibereich schreibst, bei welchem Holz ? Auch bei anderen Hölzern ? Wie verhalten sich andere Leime bei Deinem Holz ?
LG
 

woody wolle

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Danke für eure Antworten - , das mit dem Frost denke ich auch -, nichts weiter fällt mir dazu ein. Es hat auch nichts mit der Holzwahl zu tun. Ist immer gleich `Scheiße ´ :emoji_wink:. Ich dachte nur , vielleicht kennt einer von Euch das Problem. Vielen Dank an Euch Wolf
 

woody wolle

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Bei mir hat der Leim keinen Frost bekommen , ich habe mal ´ne Lieferung bestellt. Es ist wohl schon mehr als ein Jahr her. Aber auch im normalen Handel weiß man ja nie , wie es dem Leim erging...
 

Tilia

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Der sogenannte Weißpunkt, also die Temperatur ab der der Leim kaputt geht, ist auf der Packung immer vermerkt. Liegt meist irgendwo um +5 Grad herum...

Hier mal ein Erklärbär dazu:
https://m.youtube.com/watch?v=XgeToJIJwiQ
(hab das Video selbst nicht durchgesehen,)

Man kann das wohl ein Stück weit testen >> Leim der durch zu kalte Temperaturen kaputt gegangen ist, trocknet wohl nicht mehr transparent auf, sondern bleibt beim trocknen weiß. Bindet nicht mehr ab. Daher die Bezeichnung >Weißpunkt<. Ausprobiert habe ich das selbst aber noch nie.
 

woody wolle

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Ich danke Euch allen , es ist immer schön , wie bemüht Ihr seid ! Irgendwie das beste Forum, das es gibt !! Ja, ich werde neuen Leim kaufen, bzw. habe ich schon gemacht- und dann mache ich weiter ...... was soll´s - viele Grüße Wolf
 

fried.chycken

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Der sogenannte Weißpunkt, also die Temperatur ab der der Leim kaputt geht, ist auf der Packung immer vermerkt. Liegt meist irgendwo um +5 Grad herum...

Hier mal ein Erklärbär dazu:
https://m.youtube.com/watch?v=XgeToJIJwiQ
(hab das Video selbst nicht durchgesehen,)

Man kann das wohl ein Stück weit testen >> Leim der durch zu kalte Temperaturen kaputt gegangen ist, trocknet wohl nicht mehr transparent auf, sondern bleibt beim trocknen weiß. Bindet nicht mehr ab. Daher die Bezeichnung >Weißpunkt<. Ausprobiert habe ich das selbst aber noch nie.
Ich habe in der unbeheizten Werkstatt schon Probleme mit weißleim und Temperatur gehabt und kenne auch die charakteristische Optik.
Allerdings ist es noch nie irreversibel gewesen - Leim wieder aufgeheizt, hält er wieder.
 

woody wolle

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Hallo Tilia nochmal, danke für das Video, es ist bei mir genau wie in dem Video, vom Klebetest her. Vom Aussehen des Leims aber nicht. Werde nochmal die Fingerprobe machen- Danke Wolf
 

carsten

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Hallo

letzten Monat fast 75 kg. Es waren ca 100 m² Wandverkleidung HPL zu beleimen. Der Hersteller gibt an 120 +- 40 gr/m². Jetzt hat keiner genau in Erinnerung wieviel im angebrochenen 25 kg Eimer noch drin war. Selbst wenn es realistisch betrachtet nur 5 kg waren. Ist es erstaunlich wieviel man eigentlich zu viel angibt. Auftrag erfolgte mit dem bekannten Handauftragsgerät.
Normal würden wir bei der Menge die fertig beschichtet beziehen. Ist aber irgendwie beim Lieferanten untergegangen.
 

magmog

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Guuden,

die Hersteller geben unterschiedliches vor, Henkel schreibt z.B. für Ponal Classic:
Lagerung: frostfrei, kühl und trocken, vor Frost schützen.

Kleiberit für den 303.0: Der Leim ist bis -30°C frostfest eingestellt.

Isolbau Pro-D3-5: lagern geschützt vor Frost und Überhitzung bei, +5° bis +30°.

Es kommt also auf die jeweilige Zusammensetzung an.
 
Zuletzt bearbeitet:

daTischla

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Wir haben unter anderem Weißleim von Fulder (Rakoll Express 50) der steht oder stand auch schon mal 2 Jahre (unbeheizt) bei ca. 10° und funktioniert(e) einwandfrei.
Soweit ich weiß mögen die halt keinen Frost.
Ich habe auch schon mit Weißleim verleimt der mehr als 10 Jahre auf dem Buckel hatte (Notlösung), ohne Probleme.

Im Moment haben wir auch Weißleim von Synthesa, auch schon min. 1 Jahr alt und das furnieren funzt ohne Probleme....
 

WinfriedM

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Der sogenannte Weißpunkt, also die Temperatur ab der der Leim kaputt geht, ist auf der Packung immer vermerkt. Liegt meist irgendwo um +5 Grad herum...
Ich kenne das anders: Der Weißpunkt ist die Verarbeitungstemperatur, unter der er nicht mehr ordentlich aushärtet. Da geht der Leim aber noch lange nicht kaputt. Ist es wieder wärmer, funktioniert es wieder.

Erst frühestens ab 0 Grad kanns kritisch werden, wobei manche Weißleime auch noch etwas tiefer können.
 

Pareto

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Ich kenne das anders: Der Weißpunkt ist die Verarbeitungstemperatur, unter der er nicht mehr ordentlich aushärtet.
So ist das. Ist mir auch schon passiert.
Der Leim trocknet dann zwar durch Verdunstung und Abwanderung ins Holz, aber die chemische Reaktion findet nicht statt.
Im Ergebnis bleibt der Leim weiß.

Kaputt geht Weißleim erst, wenn das Wasser gefriert, also unter 0°C (oder gar tiefer).

Meine Werkstatt ist eigentlich unbeheizt, wird im Winter nur frostfrei gehalten und bei Bedarf hochgeheizt. Ich habe verschiedenste Sorten Leim und Lack, da passiert nichts.

Wo hier konkret das Problem liegt, kann ich allerdings nicht erklären.
 

fahe

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Von der von Magmog erwähnten Firma Isolbau habe ich bisher nur ein paar Dichtfolien und solchen Kram gekauft... und ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass die auch PVAC-Leime anbieten.

Das hat mich jetzt aber doch interessiert, so dass ich mir das einmal auf deren Website angesehen habe. Das stoße ich auf etwas Interessantes, was ich so auch noch nie gelesen habe.

Im Technischen Merkblatt alles halbwegs wie erwartet:
"Im ungeöffneten Orginalgebinde bleiben die Eigenschaften 12 Monate lang erhalten. Vor direkter Sonneneinstrahlung, Wärmequellen und Frost schützen. Lagertemperatur von +5°C bis +30°C."

Auf der Website selbst findet sich der interessante Zusatz:
"Frostbeständigkeit: -20°C /5 Zyklen, vor Gebrauch auf 23°C bringen und gut mischen."

Keine Ahnung, was in dem Zusammenhang "5 Zyklen" wären... Darf fünfmal zum Block gefrieren? :emoji_astonished:
 

magmog

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So ist das. Ist mir auch schon passiert.
Der Leim trocknet dann zwar durch Verdunstung und Abwanderung ins Holz, aber die chemische Reaktion findet nicht statt.
Im Ergebnis bleibt der Leim weiß.

Kaputt geht Weißleim erst, wenn das Wasser gefriert, also unter 0°C (oder gar tiefer).

Meine Werkstatt ist eigentlich unbeheizt, wird im Winter nur frostfrei gehalten und bei Bedarf hochgeheizt. Ich habe verschiedenste Sorten Leim und Lack, da passiert nichts.

Wo hier konkret das Problem liegt, kann ich allerdings nicht erklären.



......... Weißleim bindet physikalisch ab, indem sich die von Wasser in der Dispersion auseinandergehaltenen Moleküle
bei Reduzierung des Wasseranteils miteinander >>verfilmen<<.
Dieser Effekt kann durch Wasser rückgängig gemacht werden.
Bei zu geringen Temperaturen findet dieser physikalische Vorgang nicht statt.
Die vereinzelten Moleküle bilden dann die weißen Ablagerungen.

Dies ist eine grobe Vereinfachung der Vorgänge, moderne Weißleime beinhalten
je nach Rezeptur verschiedenste Zusatzstoffe,
so dass z.B. durch Härter die Rückgängigkeit der Vefilmung nicht mehr möglich ist
oder als Lackkeim an wasserabweisenden Materialien hervorragend haftet.
 
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