Lange, schmale Leisten in die Hobelbank einspannen

flüsterholz

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Ich habe gerade ein Problem, für dass mir keine wirklich gute Lösung eingefallen ist. Vielleicht wisst ihr eine bessere.
Ich hatte Anfang der Woche eine Zierleiste gehobelt, die aber so nicht gefiel. Der Plan war, sie etwas umzugestalten, also nicht neu anzufertigen.
Das Problem war, sie vernünftig einzuspannen zur Weiterverarbeitung. Es ging zwar irgendwie (siehe Bild), aber so richtig glücklich bin ich nicht damit.
Habt ihr eine 20261008_183904.jpg Idee, wie man so etwas besser lösen könnte?

Gruß Michael
 

IngoS

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Hallo,

wenn ich das richtig sehe, ist die Leiste gefälzt.
Wenn du sie umdrehst, kannst du auch mit der Vorderzange spannen, aber die Leiste liegt in ganzer Länge auf der Vorderkante der Hobelbank auf. In die Hinterzange spannst du noch eine Leiste mit Absatz, die deine Profilleiste zusätzlich nach unten abstützt und zur Bank heranzieht. So liegt die Profilleiste auf ganzer Länge zum Bearbeiten gut auf.

Gruß Ingo
 

flüsterholz

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Leider ist die gefälzte Seite grnau die, die ich bearbeiten musste. Aber deine Idee finde ich grundsätzlich gut.
Dadurch, dass die Leiste schon sehr dünn war, gab sie an den Stellen, wo sie nicht von unten unterstützt wurde, beim Hobeln immer etwas nach. Ich musste mit der linken Hand immer etwas unterstützen und rechts den Hobe einhändig führen. Ging irgendwie, aber für die Zukunft hätte ich gerne eine bessere Möglichkeit.
Wenn es sie gibt.
 

bast_ig

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Hallo Michael,

für lange Teile habe mich eine Platte zum Einkeilen, die ich in die Zange einspannen. Auf dem Foto sieht man das in der Mitte.

Das spannt erstaunlich fest. Mir reicht ein Spannpunkt, weil das bis jetzt nur größere Teile waren.

Man könnte natürlich aber auch mehrere davon haben und mit Holdfast oder vorne mit einer Zwinge befestigen. Verschwenderisch wäre ein langes Spannelement. :emoji_slight_smile: mit der Vorrichtung würde das guten gehen, denke ich.

Edith: labbrige Werkstücke muss man in kleinen Abständen unterstützen. Das hatte ich schon bei Leisten für Bilderrahmen.

Bauzeit unter 30 Minuten.

Grüße

Screenshot_20261008_195734_Photos.jpg
 

Johannes

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Hallo Michael,
für solche Arbeiten gibt es doch den Ulmia Hilfspannstock, der in die Hinterzange eingespannt wird. Wem das Teil zu teuer ist, kann es auch mit einer Klemmsia in der Hinterzange versuchen.

Es grüßt Johannes
 

flüsterholz

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Von denen hätte ich wahrscheinlich 5 gebraucht. Ich denke schon, dass es am günstigsten gewesen wäre, sie auf und nicht vor der Bankplatte zu spannen, wobei die Seite mit dem Profil auch spannend geworden wäre. Da fehlt mir auch noch die richtige Idee.
Gott sei Dank muss ich nicht so oft schon fertig gehobelte Profilleisten nochmal umhobeln.
 

Holzcouch

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An meiner Hobelbank ähnlich der im Link, finden sich an der Vorderseite Löcher, in die ich Bankhaken, bzw. Rundstäbe zum stützen unterlegen kann. Falls die Leiste nicht die notwendige Höhe zum hobeln hat, könnte man das mit einer zusätzlichen Leiste unterlegen. Zusätzlich würde ich auch an der Hinterzange mit Zwinge o.ä. spannen.
https://hofmann-hammer.de/produkte/?e-filter-24bf60a-product_cat=allround
Ich sehe du hast ebenfalls Niederhalter in den Löchern vorne. Das ist schon eine gute Idee.
 
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bast_ig

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Ich glaub', bei dem Profil ist alles verloren, das gut einzuspannen. :emoji_wink:

Hast Du das auch angehobelt? Wir spannst Du das dafür, ist ja auch schon eine kleine Kunst bei so viel Länge.

Was ich auch schon mal mache: das Werkstück in Druckrichtung an eine feste Leiste "anlehnen" oder an die Bankhaken und dann auf der Werkbank mit doppelseitigen Tape fixieren.

Grüße
 

flüsterholz

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Ich hatte die Leiste mit doppelseitigen Klebeband an eine breitere Leiste geklebt und die dann auf der Platte mit Holdfasts gehalten. Ich brauche immer etwas Überstand zur vorderen Kante der Hobelbank, um den Anschlag des Kombihobels nutzen zu können. Mit dem gehen so kleine Profile besser, als mit den alten Profilhobeln. Von denen habe ich auch fast nur noch Simshobel, Kehl- und Hohlkehlprofile für größere Profile. (der fehlende Platz in der Werkstatt. Das waren mal mehr) Größere Profile für z.B. Kranzleisten an alten Schränken gehen mit dem Kombihobel gar nicht. Ich wüsste zumindest nicht wie.
Das mit dem Klebeband hätte ich jetzt auch machen können, hatte aber kein Klebeband mehr. Ist ja nicht verkehrt mehrere Lösungen parat zu haben.
 
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Martin Graf

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Eigentlich nutze ich ihn hauptsächlich für ähnliche Zwecke. Dünne Leisten hobeln, die nur auf Zug gehalten werden können.
Die Dinger gibt es ja leider nur noch gebraucht und sind nicht ganz billig, wobei ich nicht weiß, wie sie derzeit gehandelt werden.
Es geht auch einfacher - da mache ich morgen mal ein Foto.
 

Holzcouch

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Ich hatte die Leiste mit doppelseitigen Klebeband an eine breitere Leiste geklebt und die dann auf der Platte mit Holdfasts gehalten.
Mir würde noch einfallen Pocket Holes in die unterstützende Leiste zu bohren, und diese an Stellen der zu hobelnden Leiste zu verschrauben die nicht im Sichtbereich sind. So erhält man eine Versteifung, mehr Grip beim einspannen, und kann es im nachhinein wieder gut lösen.
 

flüsterholz

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Mir würde noch einfallen Pocket Holes in die unterstützende Leiste zu bohren, und diese an Stellen der zu hobelnden Leiste zu verschrauben die nicht im Sichtbereich sind. So erhält man eine Versteifung, mehr Grip beim einspannen, und kann es im nachhinein wieder gut lösen.
Bei größer dimensionierte Leisten könnte ich mir das evtl auch vorstellen. Bei so kleinen besser nicht. Ich möchte mir aber aktuell auch nicht noch irgendein Werkzeug kaufen, dass ich sonst nie nutzen würde. Die Werkstatt ist voll genug. Das doppelseitige Klebeband funktioniert eigentlich gut. Ich mache es noch nicht mal durchgehend drauf, weil ich es so besser abbekomme. Was nicht gut funktionierte, sind zwei Klebebänder plus Sekundenkleber. Ich mache in Hobelrichtung auch immer noch einen Hobelstopp in die Bankplatte.
Mich interessierten die Möglichkeiten jetzt auch mehr theoretisch. Solche Probleme sind ja bestimmt auch in Zeiten aufgetreten, als es die doppelseitigen Klebebänder noch nicht gab.
Das Hauptproblem war ja jetzt auch die Unterstützung von unten, da die Leiste beim Hobeln nach unten nachgab. Ich finde da deine 1. Lösung und die von @bast_ig schon gut. Bin noch auf die von @Martin Graf gespannt.

Gruß Michael
 

Holzcouch

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Ich bin auch kein Fan von der Sekundenkleber auf Klebeband mit Aktivator Methode. Für mich hat sich bewährt beidseitig bluetape, und dazwischen ein doppelseitiges tesa transparent Klebeband aufzutragen. Kein Sekundenkleber, und hält auch. Lässt sich leichter lösen.
Das die Werkstatt voll genug ist kenne ich. Hier geht auch nix mehr rein. Handwerkszeugs alles da, bei den Maschinen fehlt mir ‚bewusst‘ die Tischkreissäge, ich behelf mir mit Tauchkreissäge und Bandsäge, kder anderen Werkzeugen.
 

bast_ig

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Solche Probleme sind ja bestimmt auch in Zeiten aufgetreten, als es die doppelseitigen Klebebänder noch nicht gab.

Das habe ich mich tatsächlich auch gefragt gestern. Da weißt Du sicher mehr; Zierleisten findet man in meiner Gegend oft auch an ganz einfachen älteren Möbeln. Die müssen da regelmäßig viele Meter hergestellt haben.

Grüße
 
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