Ladungssicherung - zwei Lange Holzstämme auf Anhänger

DasMoritz

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Moin,

ich möchte kommende Woche zwei 4,50m x ca. 14-16cm Robinie-Pfosten auf einem flachen Universaltransporter (420cm lang, keine Boardwände) transportieren. Da kommt wieder das Thema Ladungssicherung auf.

Ich habe bei Youtube mal was gesehen, finde das aber nicht wieder:
Da wurde ein Schäkel auf die zu sichernden Rundhölzer gelegt und der Spanngurt dort durchgeführt.
Das sah ungefähr so aus (rot Spanngurt, blau der flach liegende geschlossene Schäkel).

Ist das so korrekt?

1786656042013.png
(Ansicht: von hinten)

Das würde ich dann vorne, mittig und hinten so machen, jeweils mit Antirutschmatten und Klötzen unterfüttert sodass Unebenheiten ausgeglichen sind (die es bei einem Robinie-Stamm ja gibt).

Unsicher bin ich mir noch, ob die drei Gurte mit Antirutschmatte und Co. ein "nach vorne" rutschen" ausreichend verhindern.
Wie könnte man das sinnvoll realisieren?

Schlupf, der von vorne auf die Mitte gezogen wird?

Danke,
Moritz
 

wildsau11

ww-birnbaum
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Die Stämme auf 3 Kanthölzer legen, dann mit dem Spanngurt 1x umschlaufen, und festziehen. Alternativ kannst Du auch die Stämme mit 2 einteiligen Spanngurten in sich zusammenziehen, und dann nach unten spannen. Bei 14-16cm passiert da nicht viel.
 

magmog

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Guuden,

Kanthölzer sollten breiter als hoch sein, quadratische neigen bei Querbelastung zum Rollen.
Sowohl unter wie auf den Hölzern sind rutschhemmende Unterlagen Pflicht!
Die Ladefläche hat sauber zu sein.
Eine Umschlingung gegen ein Verrutschen nach vorne ist ebenfalls anzuraten.

Wer sich sachkundig machen will:
https://www.tis-gdv.de/tis/foto/inhalt-htm/
 
Zuletzt bearbeitet:

IngoS

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Hallo,

m.E. sind die Stämme nach deinem gezeigten System nicht ausreichend gegen seitliches verrutschen gesichert.
stämme auf zwei Kanthölzer legen und mit vier Gurten, paarweise nach rechts und links spannen.
Hast du nach vorn hin keine Bordwand, die ein Vorrutschen verhindert?

Gruß Ingo
 

raziausdud

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Die Stämme auf 3 Kanthölzer legen
Erscheint mir wichtig. Erstens erhöht sich der Winkel der Gurte und Du kannst mehr Anpressdruck erzeugen. Zweitens können sie seitlich weniger ausweichen. Drittens kommst Du besser unter den Stämmen durch. Für eine kurze Strecke mit langsamer Fahrt dürfte das mit einfacher „Oben-Drüber-Spannung“ schon reichen.

Bei längerer schnellerer Fahrt würde ich die Kanthölzer noch untereinander verbinden, falls einer mal lockerer liegt und sie als Keile ausführen, aussen höher. Und dann würde ich nach der „Hauptverspannung“ die Stämme vorn und hinten noch jeweils mit einem einzelnen Gurt/Seil von der Seite um die Stämme herum und zurück zur gleichen Seite sichern.

(So habe ich eine 5-Meter Markise ein paar Hundert Kilometer transportiert).

„Fürs Gefühl“ könntest Du noch versuchen, etwas an den Stirnseiten zu befestigen (Nageln/Schrauben?) und daran besonders nach vorn (scharfe Bremsung) und hinten spannen.

Grüße. Rainer
 

brubu

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Stämme, Latten, Kanthölzer, Stangen etc. immer zuerst in sich zu einem Paket zusammenbinden. Dann das ganze Paket binden. So bewegt sich kaum etwas.
 

Da bin ich

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Ich hab mit dieser „Schäke- Methode“ schon paar mal Holz transportiert, richtig gespannt bewegt sichtbar garnichts.
allerdings waren die Durchmesser von meinem Holz auch wesentlich stärker und damit hat auch der anstellwinkel der Gurte gepasst.
bei so dünnen Bohnenstangen geht das nicht , der flache Winkel der Gurte bringt nicht genügend anpressdruck auf die Ladefläche .
 

zra_BA

ww-eiche
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... und zu Moritz Idee nur schreiben müssen „Ja. So geht das.“ :emoji_wink:
...
Da fehlen die Kanthölzer drunter und ich würde nach dem anziehen der Spanngurte noch Holzkeile rechts und links auf die Kanthölzer nageln. Als zusätzliche Sicherheit gegen ein rechts oder links Verrutschen.

Das hat mir sehr geholfen, bei der Ladungssicherung besser durchzublicken:

Ladungssicherung
 

ClintNorthwood

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Nun bin ich aber platt! 324000 Abbonenten für Spanngurttechniken! Anscheinend wichtiger als Videos gegen hohen Blutdruck, aktuelle Katastrophenmeldungen oder wie man schöner, fitter und schneller wird als andere.
Schön, dass praktisches Wissen anscheinend doch noch mehr geschätzt wird!
 

DasMoritz

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Guten Abend,

mal wieder vielen Dank.
Eingepackt sind:

6x 40mm Spanngurte 4m
4x Antirutschmatten 100cm x 40cm x 1cm
2x Unterleghölzer (grob 80cm x 20cm x 10cm)
2x Schäkel
2x Schlupf

Ich werde das morgen mit dem „Schäkeltrick“ möglichst weit vorne und hinten wie vom Spanngurtcoach sicher.

Im vorderen Drittel würde ich dann auch noch einen Schlupf um die Ladung führen (Bucht) und diese dann im 45 Grad Winkel nach hinten zurren, sodass sie nicht nach vorne kann (je mehr sie will, so näher wird die Bucht).

Die Kontaktflächen Anhänger - Unterlagsklotz - Ladung werde ich mit Antirutschmatten belegen.

IMG_5215.jpeg
 

DerRestaurator

ww-ahorn
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Ah, jetzt mit dem Anhängerbild fällt es mir leichter. Ich würde eine Art vordere Bordwand bauen (halbe Palette) und dann mit vier weiteren Gurten. Zwei ziehen das Bündel nach links und zwei nach rechts. Natürlich alles mit Antirutsch.
 

DasMoritz

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Moin,

Ladung ist heile zu Hause angekommen, gefühlt keinen mm verrutscht. Anhänger ist auch wieder weg.

Nur die Antirutschmatten musste ich (nach dem Bild) noch einmal zusammenziehen, die haben im Wind geflattert.

IMG_5223.jpeg
IMG_5222.jpeg

Danke für die rege Beteiligung hier, 2 Schäkel sind nun immer in meiner Box.
 

Frank73

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Servus Moritz, was darf denn der Tesla ziehen.
Und was mich persönlich interessiert, wieviel Mehrverbrauch hat man dann?
Also in Prozent, muss auch nicht so genau sein.
 

DasMoritz

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Moin @Frank73

der darf 1,6to ziehen. Ist ein Tesla Model Y Standard Range aus 2023.
Mehrverbrauch hätte ich dir wirklich genau sagen können wenn meine Aufzeichnung in TeslaMate (ist eine lokal gehostete Lösung, welche die Tesla API ausliest) funktionieren würde.

Hinfahrt waren ca. 70km Landstraße mit maximal 100km/h und teilweise heftigem Regen (endlich mal). SoC von ca. 85% auf 55% (Anhänger leer).
Rückfahrt waren ca. 130km Landstraße (30%) und Autobahn (70%), da hat er dann echt "gesoffen". Permanent 100km/h von ca. 55% auf 5%.

Effektiv müssten das grob um die 24kWh auf 100km sein und damit ca. 5kWh mehr als ohne Anhänger, prozentual also 25% Mehrverbrauch (wobei es mir rein subjektiv mehr vorkommt).
 

HeimNavi

ww-fichte
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Den Schäkel-Trick kenn ich von Youtube auch, würde ihn aber gar nicht erst anwenden - der Gurt liegt dabei punktuell auf einer Metallkante auf, und genau da scheuert er sich bei Robinie mit ihrer rauen, oft spiralig gewachsenen Rinde ratzfatz durch. Bei 4,50m und 15cm Durchmesser wiegt so ein Pfosten locker seine 60kg, und das rutscht bei einer Vollbremsung ordentlich nach vorne, wenn da nur die drei Niederzurrgurte drüberliegen. Ich würde vorne ein kräftiges Kantholz quer vor die beiden Stämme schrauben oder mit Zurrketten fixieren und zusätzlich zwei Gurte diagonal von den vorderen Zurrpunkten zur Stammmitte als echte Direktzurrung spannen, nicht nur oben drüber wie beim Niederzurren. Reibung über Antirutschmatten allein reicht bei nasser oder harziger Rinde erfahrungsgemäß nicht, deswegen lieber zusätzlich mechanisch gegen einen Anschlag sichern. Und an den Umlenkpunkten unbedingt Kantenschutzecken einsetzen, die Robinienrinde hat teils ziemlich scharfe Grate, da ist ein Gurt schneller durch als man denkt.
 
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