Längsschnitt-Sägeblatt einer japanischen Säge selbst schärfen?

marsmac

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Hallo,

vielleicht kann mir hier jemand kurz und knapp sagen, ob es für einen Schärf-Laien möglich ist, die "Rip-Cut" Seite von japanischen Sägen selbst zu schärfen. Falls es möglich ist, wie oft lässt sich denn so eine Säge (Länge 180 - 210 mm, TPI 10 - 17) von Hand schärfen?

Die Säge ist durchgehärtet und ausdrücklich nachschärfbar. Da ich mit diesen Sägen nur in Hartholz arbeite, bin ich der Meinung, dass sie zügig an Schärfe verlieren. Es geht um Ryobas und Katabas.

Alternativ: Die Sägen würde ich auch schärfen lassen, nur finde ich keinen Schärfservice, der das für diese Sägen anbietet. Bin hier für Empfehlungen deutschlandweit offen.

Danke für eine kurze Einschätzung
 
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pedder

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hallo, wenn die Säge durchgehärtet ist lässt sie sich nach meiner Einschätzung beliebig oft nachfeilen.

ob das geht gerade bei 17 TPI muss man durch ausprobieren und üben feststellen.

ich halte das für denkbar. aber ich schärfe auch schon seit 15 Jahren Sägen.
 

marsmac

ww-birke
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Mir wäre schon sehr geholfen, wenn die Variante mit 11 TPI (und weniger, TPI sinken entlang des Blattes) scharf bliebe :emoji_slight_smile:

Bild mache ich kurzfristig.
 

pedder

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Mir wäre schon sehr geholfen, wenn die Variante mit 11 TPI (und weniger, TPI sinken entlang des Blattes) scharf bliebe :emoji_slight_smile:

Bild mache ich kurzfristig.
Scharf bleiben sehe ich nicht. Schärfen geht sicher, Schränken bei japanischen habe ich noch nicht gemacht. Und auch die wird man nachschränken müssen.
 

pedder

ww-robinie
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Es geht be rip- oder crosscut im Englischen um die Form der Zahnspitze. Grob und Fein gibt es in beiden Bezahungen. Es geht um Längsschnitte und Schnitte quer zu Faser. Das geht am besten mit unterschiedlichen Zahnspitzen, weil immer die Faser durchtrennt werden muss. Die klassische deutsche Bezahnung kennt den Unterschiede nicht und deshalb gibt es auch keine 1zu1 Übersetzung.

Friedrich Kollenrotts Schärfanleitung für Sägen ist auch für Profis lesenswert. Der hat sich auch neue Begriffe als Übersezung für die Winkel beim Schärfen überlegt: https://www.feinewerkzeuge.de/media...schaerf_saeg_2023_k1_230109.pdf?ts=1749549409
 

derdad

Moderator
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Die klassische deutsche Bezahnung kennt den Unterschiede nicht und deshalb gibt es auch keine 1zu1 Übersetzung
In der klassischen deutschen Bezeichnung bei Handsägen heißt es Schlitzsäge und Absetzsäge. Die beiden unterscheiden sich in Zahngrösse und Schnittwinkel. Jedenfalls haben wir das so gelernt vor 45 Jahren.
LG Gerhard
 

pedder

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Hallo Gerhard,

Na Du reißt das Zitat aus dem Zusammenhang. Deutsche Unterscheidung: Schwach auf Stoß, auf Stoß, stark auf Stoß.
Das gibt das an, was im englichen mit Rake bezeichnet wird. Letztlich den Schnittwinkel.

Das war im Englischen Fleam genannt wird, gibt es bei der der klassische deutschen Bezahlung nicht.
Das lässt sich mit der "zweidimensionalen" HErstellung der deutschen Bezahnung auch nicht erläutern. "
Der ensteht dadurch, dass man die Feile in einem anderen als 90° Winkel zum Sägeblatt hält.

Bei japansichen Absatzbezahnungen sieht es ähnlich aus, nur dass die Zahnlück nicht
durch einen Feilenstoß erzeugt werden kann, sondenr mondesten zwei verschieden gerichtete braucht.

ABer wenn es Dich auch nur ein bisschen interessiert, lies doch den Kollenrott.
So schön und ausführlich mag ich es gar nicht schreiben.
 
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